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johnnyrebel ...
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...   Erstellt am 15.09.2006 - 18:31Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Soooooooo, damit man mal sieht, daß ich auch anders kann und nicht ein eindeutiger Psychopath bin und als Wiedergutmachung *gg... Aber dafür scheinbar auch das erste Männlein, ach ne, der Erste überhaupt, der unter dieser Rubrik was postet. Na gut, schaun wir mal *gg




Daring Dreams

Sanft schien die Sonne auf ihre Haut und die Wolken erzählten von Freiheit. Züge rauschten an ihr vorbei, während ihr Blick sehnsuchtsvoll zur Uhr glitt.

Ihre langen Haare flatterten im Wind und sie fragte sich, wie es diesmal sein würde. Zuviel hatte sich verändert in ihrem Leben.Und es würde sich noch einiges mehr verändern.

Lächelnd träumte sie vor sich hin, ihre Gedanken spiegelten die letzten Wochen wieder. Leid, Schmerz und Freude wechselten sich ab. Doch etwas war anders.

Verschiedene Stationen schlichen sich durch ihre Gedanken, Erinnerungen an längst Vergangenes. Mal sah sie sich auf einer Wiese laufen, die Arme weit von sich gestreckt, dann wiederum zusammengekauert in einer Ecke.

Sie lehnte sich leicht nach hinten. Das Gemäuer des alten Bahnhofs gab ihr etwas Schutz. Sie spürte die Zeit durch ihren Körper fließen, spürte die vielfältigsten Geschichten der Steine als flüsterten sie ihr das Leben zu.

Wärme floss durch ihren Körper und ließ sie wohlig erschauern. Plötzlich erschien ihr, als sei alles, was gewesen, gar nicht so schlimm. Leise musste sie lachen.

Erneut ging ihr Blick in Richtung Uhr. Würde er es genauso sehen?

Es schien ihr, als bewegten sich die Zeiger extra langsam, so, als wollten sie ihr sagen, genieße die Zeit. Spüre, wer du bist und glaube an deine Träume.

Wieder fuhr ein Zug an ihr vorbei. Und wieder wühlte der Wind in ihren Haaren. Ein Sonnenstrahl verfing sich in ihrem Gesicht, spielte mit ihrer Haut gleich einem Zauberspiel durch Schatten und Licht.

Ihre Augen glitzerten, als sie, gefangen in ihren Gedanken und dem Glück, was sie jetzt empfand, langsam in die Hocke ging, den Kopf hoch erhoben in Richtung Sonne.

Abermals spürte sie den Wunsch, einfach so zu bleiben, nichts zu tun, sondern in ihrem Meer aus Tränen zu baden, sich in der Wärme des Glücks zu verfangen und eins zu werden mit den Gefühlen.

Ängste schwanden und machten Platz für neuen Mut, Erinnerungen verblassten und schafften neuen Raum für Träume. Das Spiegelbild ihrer Seele funkelte und sie spürte eine neue Schönheit in sich selber.

Unbändige Kraft erfüllte sie, ein Gefühl, was sie längst unterdrückt glaubte. Sehnsucht mischte sich mit Hoffnung, Glück mit Verlangen und Lust mit Erwartung.

Die kurze Ansage aus den Lautsprechern riss sie aus ihren Gedanken und liess sie die Ankunft des Zuges wissen.

Noch kurz genoss sie die Zusammenfassung ihres Seins, dann erhob sie sich langsam und Schritt bedächtig, Ausschau haltend, dem einfahrenden Zug entgegen.

Stumm blieb sie stehen, als er auf sie zutrat. Ihre Augen blickten offen dem Gegenüber entgegen und sie lächelte still und wusste, von jetzt an wird alles gut, als er sie in seine Arme nahm und der Wind seine Liebe weitertrug und sie es fest in ihrem Herzen verschloss.





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Glaubt nicht, ihr hättet Millionen Feinde. Euer einziger Feind seid: ihr selbst...

Minotaurus ...
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...   Erstellt am 16.09.2006 - 02:09Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hallo John,

obwohl ich bereits eine von Deinen Gerschichten wegen sehr bedenklichen Inhaltes kritisiert habe, halte ich Dich keineswegs für einen Psychopathen.
Deine Geschichten kenne ich schon etwas länger, Du kannst Stimmungen und Atmosphären sehr gut beschreiben und ich bewundere die seelische Fülle und die inneren Dialoge Deiner Protagonist/innen, auch wenn deren Gedankengänge auf den ersten Blick vielleicht etwas verwirrend erscheinen mögen.
So auch hier.
Es wird nicht klar, über welche Begebenheiten aus der Vergangenheit die (junge?) Frau nachdenkt.
Das so sehnsüchtig erwartete "Gegenüber" hat ebenfalls kein Profil.
Aber das spielt auch gar keine Rolle, denn so bleiben dem Leser alle eigenen Interpretationen offen.
Das ist genau der Stoff, aus dem z.B. gute Horrorgeschichten, aber auch gute Erotik-Stories gemacht werden. Der Autor muß gar nicht alles ganz genau und im Detail beschreiben, sondern die Bilder sollen im Kopfe des Lesers aus seiner eigenen Phantasie entstehen.
Als klassische Liebesgeschichte möchte ich diese Erzählung jedoch nicht unbedingt einordnen, zu viel Nachdenkliches befindet sich darin.
Trotzdem freue ich mich, daß Du hier bewiesen hast, daß auch Männer gefühlvolle Geschichten schreiben können, denn zu oft wird dieses Genre als eine reine Frauendomäne betrachtet.
Leider kann ich selbst es nicht so gut ausdrücken, meine Stärken liegen wohl in einer etwas anderen Richtung?
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Worte, Worte, nichts als Worte! Dazwischen manchmal ein Gedanke.
(Marcel Reich-Ranicki)

johnnyrebel ...
Moderator a.D.
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...   Erstellt am 16.09.2006 - 08:04Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hallo Reinhard,

nun, Danke für Dein Statement. Ich denke, diese Geschichte ist auch nicht eine "Lovestory" im üblichen Sinne. Normalerweise hätte ich sie von meiner Seite eher in die Kategorie "Romantik" gepackt. Aber na gut *gg. Passt schon *lach*

Schönen Tag Dir, Euch. *winke*





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Anjab ...
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...   Erstellt am 18.11.2006 - 10:37Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hallo Johnny!
Deine Geschichte liest sich bis kurz vor Ende wie eine "normale" Liebesgeschichte, als würde voller Sehnsucht der Geliebte erwartet; läßt am Ende allein mit den Sätzen:
johnnyrebel schrieb
    Noch kurz genoss sie die Zusammenfassung ihres Seins, dann erhob sie sich langsam und Schritt bedächtig, Ausschau haltend, dem einfahrenden Zug entgegen.
    Stumm blieb sie stehen, als er auf sie zutrat. Ihre Augen blickten offen dem Gegenüber entgegen und sie lächelte still und wusste, von jetzt an wird alles gut, als er sie in seine Arme nahm und der Wind seine Liebe weitertrug und sie es fest in ihrem Herzen verschloss.

eine Interpretation in alle möglichen Richtungen zu.
Ist da wirklich jemand ausgestiegen?
Oder hat sie sich in die Arme des Todes geworfen?

Finde ich wirklich klasse geschrieben.

Gruß,

Anja





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"Du kannst Dir eines Erfolges nie sicher sein, doch Du bist Dir des Scheiterns sicher, wenn Du es nicht versuchst."


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