Damian Sklave der Arena

Status: Offline Registriert seit: 20.12.2005 Beiträge: 102 Nachricht senden | Erstellt am 16.12.2005 - 18:15 |  |
Vollständiger Name:
Damian
Rufname/wird genannt:
Damian, stellenweise auch Ian
Alter:
25 Jahre
Geschlecht:
männlich
Volkszugehörigkeit:
Portugiese und Grieche
Familie:
Mutter: Lionor; Alter und Aufenthalt unbekannt; Sklavin Vater: Opilio (Nachname unbekannt); Alter und Aufenthalt unbekannt; Angesehener Händler
Aussehen:
Damian ist bei seiner Größe nicht kräftig. Sein Körper ist athletisch schlank und wohl gebaut. Kein Gramm Fett verunstaltet seinen Körper, jedoch sieht er auch nicht abgemagert aus. Er hat oft genug von Frauen, aber auch Männern, zu hören bekommen, sein Körper wäre sehr ansprechend. Wie zum Trotz zu den Worten zeigt er immerzu seinen verunstalteten Rücken. Seine aufgerichtete und stolze Erscheinung zeigt jedoch, dass er die Narben mit Würde trägt.
Einzelne, kleine Falten sind in seinem anmutigen Gesicht zu sehen. Woher sie stammen kann man nur vermuten, jedoch weisen sie darauf hin, dass er trotz seines schönen Aussehens zu leiden hat. Kastanienbraune Augen sind von kleinen, unauffälligen Falten verziert und zeigen seine eigentliche Freude am Lachen. Fein geschwungene Augenbrauen wölben sich über ihnen. Sie heben das fröhliche Glitzern immer hervor, und geben seinem Gesicht etwas sanftes, fröhliches, selbst wenn Tränen über seine Wangen laufen oder Zorn seine Augen zum funkeln bringen. Sanfte, weiche Lippen finden sich unter seiner Nase. Da seine Wangenknochen unter der dunklen Haut sichtbar sind, geben sie dem Gesicht eine etwas ovale Form, gleichzeitig scheinen sie ihm einen Hauch von Zerbrechlichkeit und Weiblichkeit zu geben. Braune Haare umrahmen sein Antlitz. Sie reichen ihm knapp über die Schulter und machen immer einen gepflegten Eindruck. Sonst zieren keine Haare Damians Oberkörper, seinen Bart entfernt er allmorgendlich und die kleinen Härchen sind zu fein um groß aufzufallen. Sein gesamter Körper ist von der Sonne gebräunt, nur seine Beine sind wegen der Hose von hellerer Farbe. Trotz harter Arbeit sind Damians Hände zart und schlank. Sie scheinen nicht für das ausgelegt zu sein, was sie verrichten; man sieht ihnen ihre Kraft nicht an. Und doch, wenn sie zufassen, sind sie erstaunlich hart… oder weich..
Grösse:
179 m
Kleidung:
Damian trägt einfache, ungefärbte Hosen, weshalb sie Farben von hellem weiß bis dunklem braun haben. Machen sieht man das Alter mehr an, sie scheinen von Dreck dunkler gefärbt worden zu sein und sind an manchen Stellen abgetragen. Weder Schuhe noch Kleidung für seinen Oberkörper besitzt Damian.
Ein Lederstreifen hält sein Haar im Nacken zusammen oder ist um seine Stirn gebunden, um sie aus dem Gesicht zu halten.
Besonderheiten:
Damians brauner Rücken ist von unzähligen Narben bedeckt, die auf Peitschenhiebe hinweisen. Es gibt sehr wenige Stellen auf seinem Körper, die von dem grausamen Leder vorschont wurden und einzelne, kleinere Narben sind auf der Rückseite seiner Oberarme zu bemerken.
Charaktereigenschaften:
Damian ist sehr ruhig. Er benutzt Worte nur dann, wenn sie sich nicht vermeiden lassen, um so mehr denkt er sich jedoch. Es gibt nur wenige, denen es möglich ist seinem meist gesenkten Blick zu begegnen, ihn dazu auf zu fordern zu reden und seine Gedanken mit ihnen zu teilen. Obwohl Damian offensichtlich lieber zurück gezogen und einsam ist, strahlt er etwas aus, was an die Sonne erinnert. Selten kommt es vor, dass dieses Strahlen grausam wird, es scheint ihn eher etwas freundliches und fröhliches zu umgeben. Denn trotz seines gesenkten Blickes kehrt seine wahres Wesen immer wieder nach außen. Auch wenn er tief verletzt ist, sein Innerstes in Scherben liegt, lacht er, freut sich an kleinen Dingen im Leben. Oft reicht es das kühle Wasser eines Flusses um seinen geschundenen Leib fließen zu lassen um ihn fröhlich zu stimmen, ein Lachen aus seiner Kehle zu entlocken. Er ist seinem Herrn immer dankbar, wenn er ihn auf Wanderschaften fort schickt, denn stundenlang könnte er den warmen Boden unter seinen bloßen Füßen spüren ohne dessen müde zu werden.
Damian bringt den Göttern sehr viel Respekt entgegen, nachdem sie ihn bestraften für etwas, was aus seinem Herzen kam. Aus Angst diesem Schicksal wieder begegnen zu können und andere dabei zu verletzen - sein eigenes Leben ist ihm dabei gleich -, hält er sich von anderen fern. Er vermeidet jede Freundschaft so gut es irgend geht. So ist es auch kein Wunder, dass Damian einsam ist und doch ist die Einsamkeit milde im Gegensatz zu dem was ihm widerfahren ist und deswegen ertragbar. Er denkt die Götter hätten einen Plan mit dem Leben eines jeden Menschen; zu denen er sich auch zählt, selbst wenn viele Herrschaften anderer Meinung sind. Wie könnte er ihnen dann also zürnen? Sie werden ja einen Zweck gehabt haben, als sie ihn so straften. Still beugt er sich und führt das aus, was die Götter ihm durch seine Herren auferlegen. Gleichzeitig trägt er seine Narben mit Stolz, denn er würde es immer wieder tun, was er damals beging. Würde er sich dafür schämen, hätten die freien Menschen gewonnen und er würde seine Liebe verleugnen, was er jedoch niemals könnte. Trotzdem werden die Schmerzen, körperlicher und seelischer Natur, stellenweise zu groß für seinen Leib. Mehr als sonst meidet er dann andere, weint ob dem verlorenen und er scheint dann von Alter gebeugt zu sein. Sein sonst aufrechter, stolzer Gang, wird gebeugt, sein schönes Antlitz scheint von Furchen gezeichnet zu sein. Wer Damian nicht kennt und ihn so erblickt, denkt er sei älter als er es ist. Doch sind diese Augenblicke selten, es lässt seinem Herzen nur sehr selten zu, dass es so viel Macht über sein Gemüt bekommt. Einzig, wenn zuviel neue Dinge ihn umgeben oder zu viel Aufregung um ihn herrscht und ihn in seinen Bann zieht, lässt er seine Seele und seinen Geist unkontrolliert laufen, weshalb er in solchen Situationen schneller unter seiner Last zusammen brechen dürfte.
Was mag dein Charakter:
Einige Menschen würden Damian gewiss als Schöngeist bezeichnen, er selbst fühlt sich jedoch nur an seine Mutter erinnert, wenn er dem Klang von Instrumenten oder Gesang lauscht. Selten ist ihm dies gegönnt und so kostet er die wenigen Augenblicke immer voll aus. Versetzt ihn das Lauschen in einen angenehmen, ruhigen, glücklichen Zustand, so ist Damian einfach nur zufrieden mit der Welt, wenn er still die Natur genießen darf. Am liebsten ist es ihm dabei, zu beobachten wie Eos sich des Morgens der Dunkelheit entwindet und die Erde mit ihrem farbigen Umhang umhüllt, ehe sie Helios Platz macht, genauso wie Helios des abends die Erde sachte küsst und seiner Schwester Selene das Sternengewölbe räumt. Neben dem Spiel der drei Gottheiten mit der Erde mag Damian das Wasser. Er liebt das Gefühl, wenn es seinen Leib umspült und seine Sorgen, Ängste, Wunden mit sich fortnimmt und ihn rein wäscht von allem, was einmal war. Einen ähnlichen befreiten Zustand erreicht er durch harte Arbeit, weshalb er sie sehr schätzt. Es stört Damian dabei nicht einmal, wenn die Sonne ungehindert auf seinen bloßen Rücken scheint und ihn mit kräftiger Farbe versieht. Ist sein Leib vor Erschöpfung ganz müde, so kommt Damian ein ordentliches Bett sehr gelegen, denn er nächtigt lieber auf einer einfache Matratze mit einem sauberen Laken als in Stroh, auf welchem Tiere die Nacht zuvor genächtigt haben.
Genießt Damians Nase den Geruch von wildem Thymian sehr, so erfreut sich sein Gaumen an frischen Feigen und Oliven. Beides Dinge, die ein Sklave oft nur bei einem sehr gnädigen Herrn erhält, um so mehr müssen sie geschätzt werden.
Was hasst dein Charakter:
Von klein auf hat Damian Ungerechtigkeit zu hassen gelernt. Auch wenn er sich an die Geschehnisse nur aus Erzählungen erinnert, so sind sie doch tief eingebrannt. Seit einigen Jahren ist dieser Hass noch größer geworden, da er sich sicher ist, dass sowohl ihm, als auch einem geliebten Menschen Unrecht widerfahren ist. Zu diesem Hass gesellt sich fast wie von allein seine Verachtung gegenüber Menschen, die meinen über andere herrschen zu müssen und anderen Dinge auf zwingen wollen, die sie nie tun würden. Damian ist immer wieder dankbar, wenn er an einen Herrn kommt, der zumindest in dieser Hinsicht ein gewisses Maß an Beherrschung und Verstand zeigen, vielleicht sogar einsehen, dass Sklaven ebenfalls zu der Gattung der Menschen gehören und nicht nur Gegenstände sind.
Direkt hassen kann man es nicht nennen, jedoch hat Damian eine Abneigung gegen Menschen, die meinen sich bei jeder Gelegenheit schlagen zu müssen. Genauso ist es mit denen, die meinen sich in Alkohol ertränken zu müssen, irgendwann die Kontrolle verlieren und später deswegen schlechte oder gar schlimme Dinge anstellen.
Stärken:
Da Damian eher für sich lebt und die Nähe zu anderen meidet, ist es ihm immer wieder möglich sie distanziert und unpersönlich zu betrachten. Über die letzten Jahre hat er seine Mitmenschen sehr genau beobachtet und so gelernt sie besser ein zu schätzen. Aus diesem Wissen vermochte er dann Menschen ihrer Art entsprechend anzusprechen, so es denn sein musste, und Streitigkeiten zu vermeiden. Gleichzeitig ist es Damian durch diese Distanz möglich Dinge anders an zu sehen, als viele andere. Selbst jene, die nicht in Geschehnisse verwickelt sind, legen sich auf eine Meinung fest, aus Freundschaft oder Loyalität. Damian betrachtet kritischer und bildet sich sein eigenes Urteil, er entscheidet sich erst nach längerem Überlegen und Abwägen. Selbst wenn er seine Meinung nicht kundtut oder er sich aus gesundheitlichen Gründen auf eine Seite stellt, ist er doch im Herzen von seiner Entscheidung überzeugt. Durch diese Art des Denkens und Abwägens ist er auch zu dem Schluss gekommen, dass Worte ein besseres Mittel zur Lösung von Problemen sind. Gelangt er also in kritische Situationen legt er sich lieber auf das Reden, als auf das Kämpfen fest.
Schwächen:
Seit einigen Jahren ist Damians empfindlichstes Körperteil sein Rücken (siehe Lebenslauf). Immer wieder bereiten ihm seine Narben Schmerzen. Es ist dabei ungeklärt, ob nicht vielleicht seine Wirbelsäule unter der Strafe zu leiden hatte und irgendwelche Verletzungen aufweist.
Träume suchen Damian immer wieder heim. Träume die für manche schlicht erscheinen mögen und ihnen keine Angst machen; Damian hat jedoch immer wieder unter ihnen zu leiden. Es reicht schon das Gesicht eines geliebten Menschen vor sich zu sehen und er wacht schreiend auf. Oft verfolgen ihn seine Träume bis in den Tag hinein und es kommt vor, dass er bei dem Anblick einer Peitsche zusammen zuckt, selbst wenn sie zusammengerollt an einer Wand hängt. Man könnte also sagen, dass ihn seine Vergangenheit verfolgt und immer wieder heim sucht.
Fähigkeiten:
Von seiner Mutter erlernte Damian in jungen Jahren den Umgang mit der Panflöte. Zwar ist es ihm in den letzten Jahren nicht möglich gewesen das Instrument zu spielen, aber tief in ihm schlummert das Wissen darum noch immer. Sie brachte es ihm auch bei im Wasser nicht unter zu gehen. Nach Jahren der Übung kann man seine Bewegungen nun auch wirklich schwimmen nennen. Ein älterer Haussklave brachte Damian in jungen Jahren das Lesen und Schreiben bei. Da sich jedoch niemand weiter um dieses Können kümmerte, nachdem er zu seinem neuen Herrn kam, schrieb er für sich selbst immer wieder Dinge auf, um nicht zu vergessen. Erst seit dem neusten Wechsel schreibt Damian nicht mehr. In seiner Kindheit wurden ihm auch Tiere näher gebracht. Vor allem die eleganten, großen Vierbeiner, von den meisten Pferde genannt (er selbst ist der Meinung, der Name würde nicht annähernd ausdrücken, was sie sind), haben es ihm angetan. Er scheint ein besonderes Gespür für sie entwickelt zu haben, was jedoch nicht heißt, dass er nicht auch mit anderen Vierbeinern um zu gehen weiß. Auf sie scheint er mehr und besser eingehen zu wollen, als auf Menschen und sein Herr hat früh erkannt, dass er dort mehr bringen würde, als mit seinem verletzten Rücken auf dem Feld. Denn eigentlich ist Damian ein Feldsklave. Nachdem er von seiner Mutter getrennt wurde, brachte man ihn auf das Feld und ließ ihn dort arbeiten. Seine Hände vermögen es sehr schnell Früchte von Büschen, Bäumen und Sträuchern zu sammeln. Er weiß, wie man den Boden aufreißt, ihm Leben einpflanzt und es dazu bringt zu wachsen. Ein Herr legte außerdem Wert darauf, dass Damian mit einer Waffe um zu gehen weiß, da immer wieder Diebe über sein Land herfielen. Um seine Kleidung ordentlich zu halten erlernte Damian nach dem Verlust der Mutter gezwungenermaßen das Nähen. Wenn man das Flicken seiner Kleidungsstücke so nennen möchte… Da jedoch nicht jeder Sklave so geschickt mit seinen Händen ist, bekam er immer wieder von anderen zerrissene Kleidungsstücke und besserte sie ebenfalls aus. Inzwischen wäre er wohl sogar in der Lage sich selbst Kleider zu nähen.
Aus seiner Angewohnheit eher zu schweigen, hat er sehr schnell gelernt zu zu hören. Er behält jedes Wort, dass ihm gesagt wird und gibt sie nicht von sich, es sei denn jemand fragt sehr direkt nach. Sonst lehnt er es ab auszuplaudern, was ihm anvertraut wurde.
Waffen/Kampf-Fertigkeiten:
Damian besitzt keine Waffen, außer seinen eigenen Körper. Jedoch meidet er das Kämpfen. Muss es trotzdem einmal sein, kann er sich sehr gut mit Tritten und Schlägen zu Wehr setzen. Da er einige Zeit im Umgang mit Waffen ausgebildet wurde, vermag er es ebenfalls ein Schwert tödlich zu führen.
Wohnort:
Damian wohnt dort, wo Sklaven wohnen, bis sie einen Herrn gefunden haben.
Auf wessen Seite: Damian steht auf der Seite, die ihm sein neuer Herr sagen wird… oder die, welche er für lohnenswerter hält.
Aufgaben/Beruf:
Damian ist Sklave, seine einzige Aufgabe ist es zur Zeit einen neuen Herrn zu finden.
Vorgeschichte:
Wann genau der Junge geboren wurde weiß keiner mehr so genau. Einzig, dass es vor ungefähr 25 Jahren und auf einer ‚Sklavenwanderung‘ war. Denn seine Mutter, Lionor genannt, wurde von ihrer letzten Herrin verkauft, als diese erfuhr, ihr Mann habe mit der Sklaven genächtigt und sie geschwängert. Die Frau war darüber so erbost, dass sie die hilflose Sklavin dem erst besten Händler mitgab, der von Griechenland aus nach Rom zog. Trotz der Ungewissheit über das Leben des Kindes gab sie ihm den Namen Damian und kümmerte sich um ihn. Das ihr Sohn ihr bei einem Verkauf vielleicht Schwierigkeiten bringen könnte, bedachte die Frau nicht und so strafte sie jeden mit kalten Blicken und Ignoranz, wenn man ihr dies sagte und vorschlug das Kind zu beseitigen. Sie wollte davon nichts hören. Und tatsächlich war sie in einem Vorort Roms die erste Sklavin, die verkauft wurde. Fünf Jahre lang war es Damian vergönnt bei seiner Mutter zu leben, dann beging sie wieder den Fehler und gefiel ihrem Herrn. Doch es gab nicht einmal eine Herrin, die darüber erbost sein konnte. Lediglich dem Herrn missfiel es, eine Geliebte zu haben, deren Sohn nicht seiner war. Trotz der bitteren Tränen der Frau, den Drohungen nie wieder zu singen und ein Instrument in die Hände zu nehmen, brachte er Damian nach Rom und verkaufte ihn dort.
Damian war zu jung, um die Tragweite dieser Trennung zu verstehen und es schien für ihn erst ein Spiel zu sein. Als er des Nachts jedoch zwischen fremden Sklaven in einer kalten und ungemütlichen Unterkunft schlafen musste, wurde ihm bewusst, dass er seine Mutter verloren hatte. Einzelne Tränen rannen über seine Wangen, worauf sichern paar Sklaven sich seiner annahmen. Sie sollten ihn die nächsten Wochen begleiten und ein Auge auf ihn haben. Es verschlug ihn wieder in Richtung seines Geburtslandes; nach Griechenland. Von da an war Damian als Feldsklave bei seinen Herren tätig. Zweimal wechselten sie und hatten keine Bedeutung. Lediglich machte er mit knapp vierzehn Jahren eine Erfahrung, die sein Leben bestimmen sollte. Es fing damit an, dass ihm ein Esel auf den Fuß trat. Normalerweise mag dies kein sonderlich großes Problem sein, aber Damian ging Barfuss und der Esel war mit Lasten voll beladen. Das Tier wollte zudem nicht gleich wieder von dem Fuß hinunter. Erst als sein Begleiter, ein älterer Sklave, das Tier kräftig schlug trottete es protestierend weiter. Damian meinte seinen Fuß nicht mehr zu fühlen und setzte sich an den Wegesrand. Besorgt gesellte sich der Ältere zu ihm, untersuchte vorsichtig das gequetschte Körperteil und löste mit seinen Berührungen Dinge in dem Jungen aus, die er noch nie gefühlt. Wie genau es weiter ging, wusste Damian nicht, nur dass er in der Nacht nicht alleine schlief und auch die kommenden Nächte nicht. Doch es bedeutete ihm nichts, er mochte den anderen und liebte ihn in gewissem Sinne. Als er jedoch verkauft wurde, zerbrach er nicht. Es dauerte gewiss einige Zeit bis er wieder lachte und scherzte wie vorher, aber es ging vorbei. In den nächsten Jahren fand er sich immer wieder mit irgendwelchen Sklaven wieder, an denen entweder er gefallen fand oder sie an ihm. Und bis zu seinem neunzehnten Lebensjahr geschah nichts weiter. Als er jedoch an einem warmen Frühlingstag sich zum wiederholten Male mit der Waffe übte und einen bezahlten Mann als Gegner hatte, geschah, was irgendwann geschehen musste: er verärgerte seinen Herrn. Es war nie Damians Absicht und doch geschah es, da er die Waffe benutzte um sich zu wehren. Er besiegte den Mann. Man könnte nun meinen, dies sei nicht weiter schlimm, jedoch war der andere so gekränkt von einem einfachen Sklaven besiegt worden zu sein, was noch nie ein anderer zustande gebracht hatte, dass er im Rausch Damian nach dem Leben trachtete. Völlig hilflos setzte der sich zur Wehr und schaffte es dem Mann seine Waffe zu entwenden. Dies brachte ihn zwar außer Lebensgefahr, aber lieferte ihn der Wut des Herrn aus. Immerhin bezahlte der die Männer für seine Sicherheit, wie konnte da also ein einfacher Sklave besser sein? Erbost ließ er den Sklaven nach Athen bringen, wo er an den erstbesten Sklavenhändler geriet. Während Damian noch über seinen Fehler nachdachte, wurde er auch schon weiter verkauft. Er hatte an dem Abend zuvor nicht einmal die Zeit gehabt sich den Dreck und Schweiß des Kampfes ab zu waschen, er hatte vor Ungewissheit unruhig und wenig geschlafen und landete so noch immer nicht ganz schlüssig, was ihn nun erwarten sollte, auf einem Weingut. Erst ein paar blaue Augen, welche ihn neugierig musterten, rissen Damian aus seinem Zustand der Verwirrung und Hilflosigkeit. Nein, nicht direkt hilflos, aber er fühlte sich sehr überrumpelt. Und auch wenn ihn diese Augen verhältnismäßig freundlich anblickten wollte ihm das ganze noch nicht ganz gefallen. Es bedurfte ein paar Tage ehe er sich eingespielt hatte, mit den anderen Sklaven herum scherzte und lachte… und dann war da immer dieser Lysias, der Sohn des Herrn. Er war nicht unangenehm, er half und redete mit ihm. Und ehe sich Damian versah redeten sie über Dinge, über die er selten mit Leuten ein Wort wechselte. Lysias beeinflusste sein Denken und fühlen. Nach einigen Wochen bemerkte er, wie er sich als erstes nach dem Mann umsah, ehe er seine Arbeit begann, er sehnte sich nach den Gesprächen mit dem anderen, bargen sie doch immer wieder neues… und doch altes. Der Sommer strich dieses Jahr ungewöhnlich schnell über das Land und machte dem Herbst Platz… und Damian spürte wie sich etwas um seine Brust legte und seine Atmung erschwerte; es war nicht in der Luft, keine Erinnerung, es war Lysias… und es beunruhigte ihn.. gleichzeitig erfreute es ihn auf eine Art und Weise, die ihm fremd war.
Der Abend hätte so normal sein können, an dem Damian sich an eine Hauswand gelehnt auf den Boden gesetzt hatte, das Gut überblickte und Helios langsam mit den Augen folgte. Doch er war nicht normal, keiner von beiden merkte dies, als Lysias sich dazu gesellte. Es wurde spät, wie so oft. Doch mit vorgeschrittener Stunde wählte Lysias plötzlich Worte, die niemals zuvor zu ihm gesagt wurden. Er sagte etwas wie: „Wenn du gehen willst, dann geh. Ich halte dich nicht auf. Keiner wird dich verfolgen, kein Mensch dich behelligen. Ich verspreche es dir, bei meiner Ehre.“ Überrascht betrachtete Damian das Gesicht des Freundes, versuchte zu erkennen, ob er ihn auf den Arm nahm. Doch da war nichts in den Augen, was ihn anlügen wollte… er meinte sogar etwas in dem Blick zu sehen, was da eigentlich nicht sein durfte. Ohne weiter nach zu denken beugte er sich zu Lysias und küsste ihn. War der Verstand Sekunden vorher fort gewesen, zwängte er sich jedoch gleich wieder auf und erschrocken sprang Damian auf, drehte sich von Lysias fort und brachte eine Entschuldigung nach der anderen über die Lippen. Natürlich brachte dies nichts. Er hatte es getan, etwas, was zwischen Sklave und Herr nicht sein durfte, er hatte die Worte zunichte gemacht, die er doch nie hätte annehmen können. Mit roten Wangen und einem brennen in den Augen wollte Damian fortlaufen. Er wusste, dass sein Herz so gewollt hatte, aber er wollte nicht von Lysias gehasst werden. Würde er fortlaufen, könnte der andere ihn nicht hassen. Doch eine Hand legte sich um Damians Handgelenk, zog ihn mit sanfter Gewalt zurück und als er am Morgen neben dem Freund erwachte wusste er, dass seine Gefühle nicht alleine waren.
Zwei Jahre lang war Damian der glücklichste Mensch auf Erden. Wahrlich ließ er sich nichts auffälliges anmerken, aber trotzdem wurden sie entdeckt. Es hätte ein Sklave sein können… doch es war Lysias Vater und sein Herr. Was genau zwischen den beiden passierte, wusste Damian nicht… er wusste nur, dass es nicht gut war. Dies bestätigte sich, als der jüngere Bruder seines Geliebten ihn fort brachte. Wie weit es fort ging, wusste Damian nicht, er war taub und blind vor Sorge um Lysias. Seine eigenes Leben war unwichtig, nur der Freund zählte. Als sie jedoch hielten, kannte er sich nicht mehr aus. Kurz darauf zerschnitt eine dünne Lederschnur sein Hemd und es dauerte nicht lange bis sich sein Rücken rot färbte. Wann es endete wusste er nicht, denn eine gnädige Ohnmacht überfiel ihn. Wochen später wachte er auf. Seine Hände waren gefesselt, damit er sich nicht im Schlaf auf den Rücken hatte drehen können. Als jedoch bemerkt wurde, dass sein Schlaf nicht mehr der eines Fiebernden war, kam eine alte Frau und sah nach seinen Wunden. Sie berichtete ihm, sie haben ihn gefunden, beinah zu Tode geschlagen und einen Moment kam in Damian der Gedanke auf, der Tod müsse milde sein gegenüber dem, was er nun würde erdulden müssen. Doch Damian lebte, das einzige, was äußerlich von seiner Liebe zu sehen war, zierte seinen Rücken. Stolz trug er sie, er schwor sich sie niemals wieder zu verhüllen, außer er würde seine Liebe wieder finden und er lehnte jedwede Bekleidung für seinen Oberkörper ab. Auch wenn er die Nähe anderer ablehnte, spielte er sich auf dem Hof ein; er hatte ihnen gesagt er sei Sklave, denn belügen konnte er sie nicht. In dem er jedoch die Liebe der Tochter des Herrn ablehnte, fiel er in Missgunst und wurde nach zwei Jahren verkauft. Erst brachte man ihn nach Athen, von wo aus ihn ein Schiff nach Mediterraner brachte, nachdem man ihn in der Hauptstadt Griechenlands nicht hatte verkaufen können.
Wunschusertitel:
Sklave
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Signatur Damian
Stell dich nicht der Wahrheit in den Weg, dann wird sie dich erreichen.
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