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miguel  Gründer und Betreiber des Forums
       

Status: Offline Registriert seit: 31.08.2005 Beiträge: 5015 Nachricht senden | Erstellt am 25.10.2008 - 19:41 | |
Eure Meinung ist gefragt,bricht das Weltwirtschaftssysthem zusammen?
Es gibt im Moment eine deutliche Tendenz zum Kauf von Gold und Grund und Boden?
Gibt es einen Crash?
Was denkt ihr?
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miguel  Gründer und Betreiber des Forums
       

Status: Offline Registriert seit: 31.08.2005 Beiträge: 5015 Nachricht senden | Erstellt am 25.10.2008 - 20:27 | |
Von Inga Frenser
Panik an den Börsen! Der Dax sackte zeitweise unter elf Prozent, die New Yorker Aktienbörse ist zum Wochenschluss auf Talfahrt gegangen. Die wichtigsten Indizes verloren mehr als drei Prozent!
Der Dow-Jones-Index für 30 Industriewerte gab nach vorläufigen Berechnungen um 312,30 Punkte oder 3,59 Prozent nach und schloss bei 8.378,95 Zählern.
Nichts scheint den Sturzflug der Aktienkurse noch stoppen zu können. Warum greifen die Milliarden-Rettungspakete der Regierungen nicht?
Prof. Dr. Rudolf Hickel
„Die Börsen sind außer Rand und Band“, sagt Finanz-Experte Professor Dr. Rudolf Hickel, Direktor des Instituts für Arbeit und Wirtschaft der Universität Bremen, gegenüber BILD.de.
Das Auf und Ab an der Börse sei rational nicht mehr zu erklären. „Die Börse wird rein spekulativ betrieben“, so Hickel. Viel hängt vom Vertrauen oder Misstrauen der Anleger ab. Was derzeit passiere sei reine „Hysterie“.
Die Börse, eine Gefühlsangelegenheit?
Im Prinzip ja. Die Börse reagiere hektisch und getrieben von den Ängsten der Anleger vor einer drohenden Rezession, so Hickel.
Die Rettungspakete der Regierungen seien vorrangig auch nicht dafür gedacht, die Börsen zu stabilisieren. Vielmehr sollte das Vertrauen in die Banken wieder hergestellt werden.
Die ersten Früchte zeigten sich nach der Rettung der Hypo Real Estate. Deren Papiere starteten nach der Milliarden-Zusage ihren Gipfelsturm.
Und trotzdem, die gesamten Weltwirtschaft sieht eher düsteren Zeiten entgegen.
„Die Entwicklung – fallende Aktienkurse und stagnierende Realwirtschaft – überrascht mich nicht“, sagt der Finanz-Experte. Erst jetzt, da die Unternehmen mit ihren Quartalszahlen an die Öffentlichkeit gehen, werde das vorläufige Ausmaß der Krise deutlich. Und: „Der Trend ist eher pessimistisch“, so Hickel.
http://www.bild.de/BILD/news/wirtschaft … -band.html
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siggi2

Status: Offline Registriert seit: 24.02.2008 Beiträge: 27 Nachricht senden | Erstellt am 26.10.2008 - 01:09 | |
Hi Miguel,
eins ist wohl klar, wir haben zur Zeit eine Krise, die in Ihrer Größenordnung schlimmer ist als jene von 1929/30.
Absolut unbekanntes Gelände, deshalb ist es auch sehr schwer vorherzusehen, wie es weiter gehen wird.
Die entscheidende Frage meiner Meinung nach, bekommen wir eine Deflatation und wie lange läuft die oder bleibt die Inflation und kann eventuell noch beschleunigt werden.
Wie man sehen kann, versuchen die westlich orientierten Staaten alles, um einen Inflation zu erzeugen bzw. diese weiter aber vestärkt laufen zu lassen. Dazu werden die Märkte mit zig Milliarden Dollar/Euro/Yen geflutet.
Aber die Banken geben die Gelder zur Zeit nicht an die Wirtschaft weiter sondern legen das Geld lieber selber festverzinslich an. Sie wissen nämlich nicht, welche Probleme in den nächsten Quartalen noch auf sie zu kommen. Die Banken und Versicherungen haben nicht nur Probleme mit den Sünden der Vergangenheit (Subprime usw.) sondern leiden auch jetz direkt unter den stark gefallen Aktienmärken, da Ihre Beteiligungen in den Aktien auch mit im Wert gefallen sind.
Ich glaube, daß am 15 November ein erstes globales Treffen der wichtigsten Staaten (dann auch mit China, Indien, Brasilien usw. in USA stattfinden soll, wo vieleicht auch über eine neue Finanz- und Währungsordnung gesprochen werden soll. Falls da etwas rauskommen sollte, kann das mittelfristig meiner Meinung nach nur negativ für den Dollar sein.
Ich sehe die momentane Stärke des Dollars nur temporär, wobei sie durchaus noch einige Wochen anhalten kann.
Die USA brauchen einen schwachen Dollar um ihren riesigen Schuldenberg abzubauen und Ihre Industrie einigermaßen wettbewerbsfähig zu halten.
Es gibt auch Stimmen, die befürchten, daß die USA Ihre Währung mal ganz überraschen über das Wochenende stark abwerten könnten. Das käme aber einer Kriegserklärung gegen China und Japan gleich, die die stärksten Halter von Dollar (Hunderte von Milliarden)sind.
Also meine Sicht,Zinssenkungen und weiter Flutung der Märkte mit Cash, falls die Banken weiterhin mauern, verstaatlichung dieser (hat ja schon begonnen) und zwangsweise Weiterleitung des Geldes an die Wirtschaft.
Das würde einen weiteren Wirtschaftsboom auslösen. Alles würde wieder im Preis steigen, Aktien, Immobilien, Rohstoffe. Gold würde ganz erheblich steigen. Dollar stark schwächer.
Diese Blase könnte ein paar Jahre laufen bis dann alles in einer Explosion zerbricht.
Denn, so oder so, dieses Finanzsystem ist krank und hat die Sebstzerstörung bereits bei seiner Gründung mit eingebaut. Diese konnte bislang aber hauptsächlich durch Kriege verhindert werden, weil dadurch der Reset-Knopf gedrückt wurde.
Interessant sind hier auch Vergleiche zu rein arabischen Finanzsystemen, die z. B. ohne den Sargnagel Zins und Znseszins auskommen.
Zur persönlichen Vorsorge ist ein bißchen Gold in Form von Münzen sicherlich nicht verkehrt.
Aber von landwirtschaftlichen Flächen halte ich auch sehr viel. Diese Flächen sind auf der Erde begrenzt und mit zunehmender Bevölkerung und der damit verbundenen Preissteigerung von Grundnahrungsmitteln immer wertvoller.
Und wenn es mal ganz dicke kommt, was ich nicht hoffe, kann man sich da noch selbst versorgen
Was ich interessant finde und mich freut, ist, daß der Uru Peso sich in den letzen Wochen zum Euro ziemlich stabil zeigt.
lg
siggi
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miguel  Gründer und Betreiber des Forums
       

Status: Offline Registriert seit: 31.08.2005 Beiträge: 5015 Nachricht senden | Erstellt am 26.10.2008 - 13:53 | |
Danke fuer die Einschaetzung Siggi, denn ich hatte nie verstanden warum der Dollarkurs steigt im moment, eigentlich muessten doch alle versuchen ihre Dollars los zu werden.
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Ashnar

Status: Offline Registriert seit: 20.02.2006 Beiträge: 133 Nachricht senden | Erstellt am 26.10.2008 - 17:46 | |
der starke dollarkurs hat noch einen anderen grund: die finanzkrise selbst. denn noch ist der dollar die welthandelswährung.
da ne menge banken und versicherungen in usa ihre leerverkäufe nunmehr decken müssen, hilft es ihnen nix: sie müssen wegen der liquidität ihre aktienpakete verkaufen. darum der aktiencrash. und da sie die erlöse daraus zur deckung der dollarverpflichtungen benötigen, müssen sie verstärkt dollar nachfragen. angebot und nachfrage machen den preis....
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siggi2

Status: Offline Registriert seit: 24.02.2008 Beiträge: 27 Nachricht senden | Erstellt am 26.10.2008 - 22:34 | |
Hi Ashnar,
das ist richtig. Wenn allerings alles abgearbeitet ist, wird sich das auch wieder normalisieren also die Nachfrage sinken.
Am Mittwoch ist Zinsentscheidund in der USA (FED).
Ich rechne mit einer Zinssenkung von 50 Basispunkten. Dann wären wir nur noch bei 1% Zins in den USA.
Das sollte den Dollar wieder etwas schwächen. Allerdings hat auch der EURO seine Probleme. Auch in der EURO-Zone werden die Zinsen sinken. Dazu die Probleme mit diversen Mitgliedern, wie z.B. Ungarn (kurz vor der Pleite) In Italien zeigen sich diesbezüglich auch schon die ersten Anzeichen.
Ich glaube auf längeren Sicht, werden die Währungen der Staaten mit viel Rohstoffen und starken Wirtschaftswachstum den Dollar und auch den EURO outperformen. Die Wirtschaftskraft eines Landes hat sich langfristig bislang immer in der Stärke ihrer Währung niedergeschlagen. Aber das alles bei starken Schwankungen.
Hier noch ein Link zu einem Artikel, der die jetzige Situation schön darstellt:
http://www.mmnews.de/index.php/20081026 … k-pur.html
lg
siggi
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Emigrator unregistriert
| Erstellt am 27.10.2008 - 01:58 | |
Hallo, Miguel,
ich war ein paar Monate "abstinent", weil ich mich beruflich in Spanien betätigt habe und sehr wenig Zeit hatte.
Um auf deine Frage zu kommen: Wenn ich jetzt schon genau wüsste, wo es lang geht, könnte ich wahrscheinlich eine unglaubliche Kohle an dem ganzen Spektakel verdienen ...
Der Goldkurs hat in den letzten 6 Wochen bisweilen regelrechte Bocksprünge mitgemacht; trotzdem rate ich dem, der schon gekauft hat, zum halten. Neu kaufen würde ich aktuell nur sehr vorsichtig.
Immobilien: Schönes Thema für Zocker. Die Blasen, die ihre Substanz u. a. aus Fantasie und Geldgier bezogen haben, sind in den USA am platzen, und auch die irrsinnige Entwicklung in Spanien scheint gestoppt und mittlerweile rückläufig zu sein. Dort sind aktuell Preisreduktionen von bis zu 30% zu beobachten, wenn man das Preisniveau von vor 12 Monaten zum Vergleich heranzieht.
Auch in Deutschland dreht sich die Preisspirale bei den Immobilien vielerorts wieder zurück.
Jetzt Immobilien kaufen? Für mich noch nicht akzeptabel, weil ich davon ausgehe, dass es für mich als Käufer noch besser werden wird.
Jetzt Immobilien verkaufen? Kommt drauf an, ob ich das Geld aktuell benötige, jetzt einen sicheren überschaubaren Wertverlust realisieren möchte - oder lieber auf einen fernen Zeitpunkt hoffe, in dem alles wieder ist wie vorher.
Damit kommen wir zu meiner ganz persönlichen Prognose: Es gibt viele Menschen, die unterschiedloch emotional auf die ganze aktuelle Entwicklung reagieren und diese damit fast unkalkulierbar beeinflussen können - und werden. Einen Crash im Sinne einer globalen Katastrophe sehe ich nicht, aber ich denke, dass die Entwicklung in den nächsten Jahren die Wirkung eines reinigenden Gewitters haben wird, durch das viele irrationale wirtschaftliche Fehlentwicklungen der letzten Jahre korrigiert werden.
LG
Emigrator
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miguel  Gründer und Betreiber des Forums
       

Status: Offline Registriert seit: 31.08.2005 Beiträge: 5015 Nachricht senden | Erstellt am 28.10.2008 - 22:29 | |
* Immobilienfonds in Deutschland wegen Finanzkrise geschlossen
KanAm geriet durch die Verkäufe von Fondsanteilen durch Anleger nach eigenen Angaben in Zahlungsschwierigkeiten: Aus den liquiden Mitteln, die für eine Ausschüttung, Kaufpreiszahlungen, Bewirtschaftungskosten und reguläre Rückgaben reserviert gewesen seien, hätten auch viele außerordentliche Rückgaben von Anteilen bedient werden müssen. Alle Verkaufsaufträge, die zur Ausführung am 28. Oktober noch nicht vorlagen, würden daher nicht mehr ausgeführt, erklärte KanAm.
Der Fondsverwalter wies zudem darauf hin, dass der Fonds keinen Mietausfall zu verzeichnen habe, so dass eine kontinuierliche Rendite zu erwarten sei.
Ein Sprecher des Bundesverbands Investment und Asset Management (BVI) sagte der Nachrichtenagentur AFP, in der derzeitigen turbulenten Lage sei ein Domino-Effekt nicht auszuschließen. So könnten auch andere Fonds zu ähnlichen Schritten gezwungen sein, sagte er. Das Einfrieren eines Fonds sei eine "notwendige Maßnahme", wenn dies dem Interesse der Investoren diene.
Wer Einlagen bei der Investmentbank Lehman Brothers hat, kann mit einer Rückzahlung seines Geldes rechnen. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) teilte mit, sie habe den Entschädigungsfall für die deutsche Lehmann-Tochter festgestellt. Damit schuf sie nach eigenen Angaben die Grundlage dafür, jene Menschen zu entschädigen, die Einlagen bei der deutschen Tochterbank haben.
Der Einlagensicherungsfonds werde nun von sich aus die Einleger der Bank im Namen der beiden Sicherungseinrichtungen anschreiben. Die Einlagensicherung der deutschen Banken bürgt für die Einlagen von Sparern. Schuldverschreibungen der Banken wie Zertifikate sind davon allerdings nicht betroffen.
Dem Institut droht die Zahlungsunfähigkeit, nachdem mehrere Gesellschaften des Konzerns in den USA Gläubigerschutz beantragt hatten beziehungsweise in Großbritannien unter Verwaltung gestellt worden sind.
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Desreicht 

Status: Offline Registriert seit: 24.03.2007 Beiträge: 80 Nachricht senden | Erstellt am 29.10.2008 - 13:22 | |
Wer sich mit der Materie der offenen Immobilienfonds auseinandergesetzt hat und das sollte eigentlich jeder Käufer dieser Papiere gemacht haben, sollte über einen solchen Schritt nicht verwundert sein. Das ist ja irgendwie nachvollziehbar, dass ein Immobilienfond das Geld in Immobilien anlegt und nicht das Geld der Anleger in einer Schatzkiste hütet. Immobilien kann man nun mal nicht wie Aktien oder Renten an der Börse an einem Tag verkaufen (wenn hier auch teilweise mit großen Verlusten für den Anleger, der sofort sein Geld zurück haben will). Außerdem ist es nicht das erste mal, dass ein Immobilienfond die Rücknahme seiner Anteile für einen gewissen Zeitraum einstellt und das auch außerhalb einer "Wirtschaftskrise"
Wie schreibt Miguel immer so schön
tranquilo!!
Signatur „Ich bin nur dafür verantwortlich was ich sage - nicht dafür was du verstehst!“
...und solltest Du etwas verstanden haben, was ich nicht gesagt habe, dann schreib MIR eine PM! |