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<LiteraTour>
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...   Erstellt am 11.11.2008 - 08:50Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen





Colm Tóibín wurde 1955 in Irland geboren. Er veröffentlichte mehrere Sachbücher, und bereits sein erster Roman, "Der Süden" (dt. 1994), wurde von der Kritik enthusiastisch gefeiert. Tóibíns Bücher wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.
Er gilt als einer der interessantesten englischsprachigen Schriftsteller der mittleren Generation.

Toibin, Colm: Porträt des Meisters in mittleren Jahren. Roman

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 07.01.2006
In höchsten Tönen spricht Rezensentin Angela Schader über diese literarische Hommage des irischen Schriftstellers Colm Toibin an seinen berühmten Kollegen Henry James. Toibin nähere sich seinem Gegenstand nämlich mit der angemessenen Subtilität, beschränkt sich auf vier Jahre im Leben des Autors - von 1895 bis 1899 - , um von dort aus allerdings "ausgedehnte Tauchgänge" in die Vergangenheit zu unternehmen. Kapitel für Kapitel widmet sich Toibin dabei anderen Abschnitten in James' Leben, zentralen Figuren vor allem wie der schmählich von ihm im Stich gelassenen Schriftstellerin und Freundin Constance Fenimore Woolson. Großes Gewicht legt Toibin auf "Loyalitäten und Abhängigkeiten im Hause James" - aber auch in der Schilderung von James' Homosexualität beweist er nach Ansicht der Rezensentin einen beeindruckenden Sinn für Genauigkeit in der Schilderung von Seelenlagen, ohne sich je den Ansprüchen unseres "enthüllungs- und bettgeschichtenfreudigen Zeitalters" zu beugen.

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Die Geschichte der Nacht

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.11.1999
Richard Kämmerlings schreibt mit Rührung über diesen neuen Roman des irischen Autors, der als Reiseschriftsteller und Journalist anfing. Er lobt, wie Toibin die Geschichte dieses in Argentinien verlorenen Briten, der seine Homosexualität nicht offen lebt, mit der finsteren Zeit des Militärregimes in Beziehung setzt und "die Spannung zwischen privater und gesellschaftlicher Existenz" aufrecht erhält. Auch die "handfeste Körperlichkeit" der homosexuellen Sexszenen lobt Kämmerlings als niemals peinlich oder abstoßend. Toibin sei hier ein "wunderbar unkitschiger" Liebesroman gelungen. Weniger überzeugt ist Kämmerlings von der zweiten Hälfte des Romans, in der es um Aids geht. Toibins Stärke seien Charakterstudien, aber nicht die Komposition.

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© Romi




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constance fenimore woolson | toibin der süden
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