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...   Erstellt am 26.05.2007 - 23:55Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Der einstige Winnetou-Kandidat Christopher Lee hat morgen Geburtstag: der – ich denke, die Bezeichnung trifft zu – Weltstar wird 85 Jahre alt.

Lee wurde am 27.05.1922 in London geboren. Sein Vater war Kommandeur des berühmten King Rifles-Regiment, seine Mutter eine italienische Gräfin, die ihren Stammbaum bis zum bekannten mittelalterlichen Adels- und Politikergeschlecht der Borgias zurückverfolgen konnte. Einer seiner Vetter war der James-Bond-Erfinder Ian Fleming.
Christopher Lee besuchte das Wellington College und das King´s College von Eton. Im Schultheater spielte er seine erste Schurken-Rolle: Rumpelstilzchen.

Von 1940-1945 diente Lee in der Royal Airforce, danach begann seine Filmkarriere, in der er sich v.a. mit Rollen als Bösewicht- und Gruselfilmdarsteller profilierte. Auch vor trashigen Produktionen schreckte er im Laufe seiner langen Karriere nicht zurück, erlebte sicherlich auch Höhen und Tiefen.
Er spielte zunächst Nebenrollen, u.a. in „Hamlet“ (1948), „Der Rote Korsar“ (1952, Regie: Robert Siodmak, „Der Schut“) und „Moulin Rouge“ (1953) und hatte seinen internationalen Durchbruch dann mit „Frankensteins Fluch“ (1957, Regie: Terence Fisher).

Danach arbeite Lee v.a. mit Fisher zusammen, so auch bei „Dracula“ (1958), dessen Titelrolle ihn zum Weltstar machte. Bis 1973 folgten fünf Fortsetzungen und 1976 eine gelungene Parodie („Die Herren Dracula“ wurden erst nach dem Dreh so getauft, was Lee ärgerte, da beim Dreh immer nur vom Baron und seinem Sohn die Rede war).
V.a. in den 60er Jahren wurde er ein gefragter Schurken-Darsteller.
Im laufe seines Lebens brachte er es auf über 250 Rollen.
Zu Lees bekannteren Rollen gehören außerdem Sherlock Holmes (1959, 1962) , Rasputin (1966) und den Marquis de Sade. Auch spielte er in „Die Mumie“ (1959), im Kriegsfilm „Der längste Tag“(1962), in „Die drei Musketiere“ (1973,1974,1989), „Airport ´77“ (1977) und „Die Bäreninsel in der Hölle der Arktis“ (1979). In der James-Bond-Adaption „Der Mann mit dem goldenen Colt“ (1973) spielte passenderweise Lee die Rolle des Titelschurkens.

Auch in deutschen Produktionen – er kann etwas Deutsch - trat er auf: in den Edgar-Wallace-Filmen „Das Geheimnis der gelben Narzissen“ (1961), „Das Rätsel der roten Orchideen“ (1961/62) und „Das Rätsel des silbernen Dreiecks“ (1965/66) – allerdings waren die Rollen hier unterm Strich jedes Mal positiv! Wahrscheinlich kamWallace-Produzent Horst Wendlandt von der Rialto dabei auf die Idee, Christopher Lee als Winnetou für Verfilmung von „Der Schatz im Silbersee“ (1962) zu casten. Es wurden auch Probeaufnahmen gemacht, doch Wendlandt war wohl nicht ganz überzeugt und Produktionschef Gerhard F. Hummel widersprach dem Vorschlag.
In der trashigen britisch-deutschen „Dr.Fu Man Chu“-Reihe (6 Filme, 1965-70) spielte er den Titelschurken und war auch in „Die Schlangengrube und das Pendel“ (1967, mit Lex Barker und Karin Dor) dabei.

Ab den 80ern ließen die Erfolgsfilme nach. 1988 spielte er in „In 80 Tagen um die Welt“ und 1990 Horrorkomödie „Gremlins 2“. 1994 gab er sich für den Klamauk „Police Academy 7“ her. In der Johnny-Depp-Variante von „Sleepy Hollow“ (2001) hat er zu Anfang eine kleine Rolle als Richter.

Als böser Zauberer Saruman in „Der Herr der Ringe: Die Gefährten“ (2001, übrings unter deutscher Beteiligung) spielte er wieder eine profilierte Rolle in einem Welterfolg, auch dem größten seiner Karriere. Auch im 2.Teil „Die zwei Türme“ (2002) trat er auf, im 3.Teil „Die Rückkehr des Königs“(2003) kürzte man seine Rolle zu Lees Enttäuschung ganz heraus. Die Rolle des Sarumans sei zudem die ihm liebste gewesen, er sei zudem Fan der Bücher, lese sie jährlich und habe früher einmal den Verfasser Tolkien getroffen.
Mit dem Sith-Ritter Graf Dooku inklusive computeranimierten Kampf gegen Yoda, Obi-Wan und Anakin spielte er in „Star Wars – Episode II: Der Angriff der Klonkrieger“ (2002) wieder einen Schurken in einem Welterfolg. Die französischen Erfolgs-Fortsetzung „Die purpurnen Flüsse 2“(2004) und „Charlie und die Schokoladen-Fabrik“ (2005) folgten. In „Star Wars – Episode III: Die Rache der Sith” (2005) wurde er zu meinem Bedauern gleich zu Anfang getötet.

Lee heiratete kurz vor Drehbeginn von „Das Geheimnis der gelben Narzissen“ das dänische Mannequin Birgit Kroencke, mit der er heute in London lebt.
Bei einem Interview zur „Star Wars“-Premiere äußerte er seinerzeit, dass es in der Tat noch einige Rollen gibt, die er gerne spielen würde, voran die des Don Quijote.
Er kann acht Sprachen sprechen, darunter auch etwas Deutsch. Neben den "normalen" Filmrollen sprach er auch Trick-Figuren (z.B. "Last Unicorn", 1982 und "Corpse Bride", 2005), sprach auf Hörbuch-Geschichtensammlungen (z.B. Edgar Allan Poe), ging auf Rezitationstouren und wirkte bei verschiedenen Musikproduktionen mit.
Gute Bekannte von ihm sind u.a. Johnny Depp und Hugh Hefner.

[Dieser Beitrag wurde am 27.05.2007 - 17:11 von AlNo aktualisiert]




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...   Erstellt am 27.05.2007 - 10:54Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Vielen Dank für die vielen Informationen! Liest sich interessant.





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"Noten sind eine Empfehlung des Komponisten. Man muss sich nicht genau daran halten."
(Götz Alsmann in "Kuss")


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