Kisara  BadAngel
  

Status: Offline Registriert seit: 16.06.2006 Beiträge: 331 Nachricht senden | Erstellt am 16.09.2006 - 14:04 |  |
ich hab mir ner freundin ein charmed ff geschrieben
würd mich freuen wenn ihr was dazu schreibt
Kapitel 1: Nach drei Jahren
„Paige! Schnell der Spruch!“, schrie Phoebe ihrer Schwester zu.
Sie hatten es mit einem Dämon zu tun, der durch seine Fähigkeit, die Form zu verändern nur schwer aufzuspüren gewesen war. Doch jetzt hatten die drei Schwestern ihn in einer Seitengasse erwischt, als er gerade dabei gewesen war, eine Frau zu töten. Es war eine Bekannte Politikerin, in die sich der Dämon wohl verwandelt hatte, wenn er sie verspeist hatte. Denn so verschaffte er sich die Fähigkeit der Verwandlung. Er nahm die Gesichter, Gestalt, Stimme und Gedanken seiner Opfer wort-wörtlich in sich auf in dem er sie sich als Nahrung einverleibte. Nicht mal die Knochen ließ er übrig. Wenn er sich über Hexen oder andere Zauberwesen hermachte, nahm er sogar deren Zauberkräfte an und so hatte dieses Exemplar es schnell gelernt Feuerbälle zu werfen und sich mit Tarnkäften auszustatten. Es war ein niederer Dämon, der aber aufgrund seiner Unberechenbarkeit dennoch gefährlich. Dazu kam, das er immer anders aussah und auch jetzt sah er nur allzu menschlich aus. Er hatte sich für das aussehen eines kleinen unscheinbaren Jungen entscheiden.
„Ja… Moment…“, Paige wich dem Feuerball aus und biemte sich zu Piper, die immer noch versucht den Dämon in die Luft zu sprengen.
„Was hatte der gefrühstückt? Einen Hasen?“, ärgerte sich diese, da der Dämon immer hacken schlug um ihren angriffen auszuweichen. Alles um ihn herum flog in die Luft, aber den Dämon traf sie einfach nicht.
„Du bist du langsam…“, grinste der Junge sie an und blieb bei seinem Opfer stehen: „Na los, Hexe! Wenn du versucht mich zu sprengen, ist sie auch dran…“
„Dann eben so!“, Piper wirbelte ihre Hände und hielt einfach sie Zeit an.
„Warum hast du das nicht gleich gemacht?“, fragte Paige nach.
„Weil er nicht still gestanden hat“, rechtfertigte sich Piper.
„Paige der Spruch…“, meinte Phoebe, die den Jungen einfach von der Frau wegtrug und ihn an einen anderen Ort stellte: „Meine
Güte… zum Glück nimmt er auch das Gewicht derer an, in die er sich verwandelt.“
„Hier hab ich ihn, aber er ist nicht besonders gut geworden…“, Paige zog einen Zettel aus der Hosentasche und faltete ihn auf.
„Solang er uns den Dämon von Hals schafft…“, seufzte Piper, die es leid war, diesem einem Dämon nachzujagen: „Na los, ich muss noch in den Club!“
„Schon gut… ich hab auch noch was für meine Kolumne zu schreiben“, Phoebe stellte sich neben ihre Schwestern und las mit ihnen den Spruch:
„Der Dämon der sich von anderen Nährt
Dir sei ein Weiterleben nicht gewährt.
Gezählt sind nun deine Tage
Vernichtet ist die Dämonenplage.“
„Also das ist wirklich nicht dein Bester…“, stellte Phoebe fest und runzelte die Stirn.
„Aber er wirkt doch…“, zuckte Paige mit den Schultern und schon hörte man die Schreie des Dämons, der sich selbst entzündete.
„Schon, aber …“
„Ich hatte nur fünf Minuten…“
„Schluss ihr Beiden. Paige du kümmerst dich um die Politikerin, Phoebe um ihre Arbeit und ich muss in den Club. Ich brauch dringend noch eine Bedienung und die kommen in zehn Minuten!“, unterbrach Piper hart und lief auch schon los. Es war zum Glück nicht weit bis ins P3 und da sie mit dem Auto da waren, war sie sicher in fünf Minuten dort.
Phoebe sah ihr nach und hörte dann die Kirchturmuhr schlagen: „Guter Plan, Paige, ich muss los. Bis später!“
„Ja, ich mach das schon…“, seufzte Paige und sah zu der Frau, die am Boden lag. Warum musste sie das wieder machen? Ach ja, wie war ja Arbeitslos und Chris war nicht ansprechbar.
Vor einer Woche war er in der Zukunft gewesen, nachdem Bianca ihn geholt hatte und nun war sie tot. Das es ihm nicht sehr gut ging, war verständlich. Phoebe hatte es ihnen gestern auch gesagt, dass er sie liebte und sie ihm das Herz gebrochen hatte. Auch saß der
Schock, das Wyatt böse werden sollte, noch tief in allen Knochen, aber das Leben in der Gegenwart durften sie nicht vernachlässigen. Es war nicht einfach… das war es ohnehin nie. Paige beugte sich seufzend über die Frau: „Hallo… können Sie mich hören?“
Chris sah auf der Golden-gate-bridge und drehte den Ring in den Fingern. Biancas Ring, der Verlobungsring, den er ihr geschenkt hatte. Sie hatte ihn noch gebeten alles zum Guten zu Wenden und ihm geholfen, als er wieder in die Vergangenheit musste. Aber ihr Tot… Er hätte nicht sein müssen. Es war zu schnell gegangen, zu schnell, aber war es wirklich so schlimm?
Wirklich viel hatte er nicht an sie gedacht und er musste zugeben, das er Bianca auch betrogen hatte, seit er hier, zwar wegen seine Plänen, aber ob das alles wirklich notwenig gewesen war, wusste er nicht mehr. Sein Herz tat weh und er kannte ein ähnliches Gefühl… damals vor drei Jahren, hatte er schon mal von jemand Abschied nehmen müssen, den er nie mehr gefunden hatte. Ob dieser Jemand noch lebte, wusste Chris nicht. Er hoffte es lediglich. Damals hatte er gependelt, aber nichts gefunden, Wyatt war damals schon böse gewesen und daher hatte er keine Hilfe von ihm bekommen. Für Bianca hatte er es dann auch sein lassen und sich ihr gewidmet, auch wenn sie fünf Jahre älter war als er selbst. Sie hatte ihn gebraucht, um zum Guten bekehrt zu werden und er hatte sich zu ihr hingezogen gefühlt und war mit ihr zusammen gewesen. Chris hatte ihr das nicht antun können und so hatte Bianca ihn abgelenkt. Sie hatte sein Herz eingenommen und gute dreieinhalb Jahre waren sie zusammen sehr glücklich gewesen.
Doch jetzt… Bianca würde er nicht mehr sehen, nicht in diesem Leben, aber er klammerte sich an einen Funken letzter Hoffung. An die Zukunft, die er hier neu gestalten wollte. Er würde sie wieder treffen, oder vielleicht nicht? Bianca hatte er über Wyatt getroffen, über seine dunkele Seite, das Böse. Er würde nie wirklich mit ihr reden, wenn er sie nicht so kennen lernen konnte.
Chris sah auf den Ring und dachte nach. Er hatte sie geliebt, aber der Antrag war nur gewesen, da die Zeit so unbeständig gewesen
war. Seine Reise… ob er sie auch gefragt hätte, wenn alles anders gewesen wäre?
Ohne es zu wollen, dachte er an eine Zeit zurück, die vor Bianca lag… Damals… als er vierzehn gewesen war hatte er mit Wyatt jemand kennen gelernt. Ein zarter Gesang der im salzigen Wind des Meers wieder hallte hatte die Brüder angelockt und… Er schob die Gedanken beiseite. Warum dachte er dran? Diese Zeit und diese Begegnung war weit weg… Aber seitdem hatten Meer und Wind eine neue Bedeutung für Chris.
„Hier bist du!“, Leo setzte sich neben ihn und sah sich ein wenig die Umgebung an: „Wie geht es dir?“
„Ich will nicht drüber reden, okay?“, erwiderte Chris und drehte den Ring wieder in seinen Fingern.
„Die Schwestern haben eben den Dämon erledigt…“
„Gut und warum sagst du mir das?“
„Weil du immer noch ihr Wächter des Lichts bist“, erwiderte Leo, der einen Moment brauchte, ehe er wider etwas sagte: „Es ist sicher nicht leicht für dich, aber du darfst dich nicht …“
„Leo, was willst du von mir?“, unterbrach Chris ihn: „Ich vernachlässige meine Aufgabe nicht. Ich brauch nur einen Tag Auszeit.“
„Ich weiß und ich biete dir an, für eine Woche frei zunehmen. Um die Schwestern kann ich mich so lang kümmern“, meinte Leo ernst.
„Danke, aber das ist nicht nötig. Ich komm schon klar“, widersprach Chris in einem schon fast trotzigen Tonfall. Er wollte Leos Mitleid nicht und auch nicht seine Gegenwart: „Was weißt du schon, wie ich mich fühle.“
„Vielleicht kann ich das nicht, aber auch ich hab schon Menschen und Schützlinge verloren“, entgegnete Leo.
„Bianca war kein Schützling!“
„Ich weiß, aber…“
„Aber nichts! Ich will nicht darüber reden!“, fauchte Chris Leo ungehalten und genervt an, dann biemte er sich einfach weg.
Leo seufzte leise: „Na gut, wenn du nicht willst…“
„Hm…“, Piper sah sich die Bewebung der jungen Frau vor ihr durch. Es war schon die vierzehnte Bewerberin aber auch diese schien die Falsche zu sein. Die sah zwar ganz nett aus, aber ihre Kleidung war für das P3 eindeutig zu freizügig.
„Also… Lola haben keine Berufserfahrung und kommen von der Friseurschule…“
„Ja, aber das war nicht mein Fall. Immer diese Fettigen Haare und dann diese biederen Wünsche der Kunden. Das war nichts für mich“, nickte Lola und fuhr sich durch die blonden Haare, als würde sie etwas beweisen wollen. Auch ihre dick aufgetragene Schminke und der zu kurze Mini erinnerten mehr an eine Laufbahn im Rotlichtviertel, als auf einer Schule für Friseure.
Piper musterte sie noch mal und legte dann die Unterlagen auf den Tisch: „Ich glaube nicht…“
„Ich kann auch einen Tag Probearbeiten. Ich bin geschickt mit Gläsern und Flaschen“, unterbrach Lola und stand auf. Schnell war sie hinter der Theke und griff nach einem der Gläser und einem Wodka.
„Stopp!“ Piper lächelte aufgesetzt: „Ich denke nicht das wir zusammen kommen. Tut mir leid, aber ich stell mir jemand vor, der schon erfahren hinter einer Theke ist und nicht mehr groß eingearbeitet werden muss.“
„Aber ich kann das wirklich. Ich bin…“
„Lola, bitte gehen sie, wenn sich noch was tut, meld ich mich bei ihnen, in Ordnung?“, bat Piper energisch und versuchte das verlogene Lächeln beizubehalten.
„Aber…“
„Piper!“, mischte sich einer von Pipers Angestellten ein, der gerade dabei gewesen war neue Bands für das P3 zu buchen und angagieren.
„Tom, was ist?“, Piper drehte sich zu ihm um.
„Ich hab alle durch telefoniert und es sieht so aus, dass wir eine Lücke haben“, begann Tom und sah Lola, die sich in Pose warf, als könnte sie ihn damit auf ihre Seite ziehen können.
„Eine Lücke? In wiefern?“, wunderte sich Piper.
„Nun… Du hast vergessen für die nächsten Wochen eine Band zu angagieren. Wir haben nur vereinzelt immer jemanden für die
Musik… nächste Woche fängt es am Sonntag an, dann Sonntag. Dienstag Donnerstag Freitag Montag und so weiter…“, Tom gab Piper die Liste und hoffte das sie ruhig bleiben würde.
„Was?“, Piper nahm ihm genervt die Liste aus der Hand und blätterte sie durch. Sie stellte geschockt fest, dass Tom Recht hatte über zwei Monate hatte sie jede Woche immer knapp drei oder vier Abende ohne Musikband oder DJ gebucht. Das war alles andere als Beruhigend, denn die Musik war wichtig, wenn das P3 weiterhin gut laufen sollte.
„Piper…“, Tom ließ den Blick zu Lola wandern, die ganz offenbar versuchte die Kasse zu öffnen.
„Hey, ich hab doch gesagt das du gehen sollst und Finger weg von meiner Kasse! Raus!“, regte sich die P3-Chefin auf: „Tom, wirf sie doch raus, ja?“
„Mach ich! Na komm kleine!“, Tom packte Lola am Arm und brachte sie, nach oben und aus dem Club. Das sie sich wehrte war ihm egal und dann sperrte er von innen ab, damit sie nicht wieder zurückkam.
Piper sah sich sie Listen an und grübelte: „Ich dachte ich hätte eine Band gehabt, die den Zeitraum…“
„Hatten wir, aber die haben fristgerecht gekündigt, vor drei Monaten, weißt du nicht mehr? Du wolltest dich um eine neue Band kümmern“, sagte Tom und setzte sich auf eine der Barhocker.
Piper verzog das Gesicht: „Ich wusste ich hab was vergessen! Auf die Schnelle bekommen wir auch keinen guten Ersatz. Tust du mir den Gefallen und rufst die Agenturen an, ob es für diese Woche doch irgendeine Band gibt, die man hier spielen lassen kann?“
„Nun… könnte ich, aber ich hab eine Lösung.“
„Welche?“, wunderte sich Piper nicht wenig.
„Ich war vor einer Woche doch die Konkurrenz sichten und da hab ich eine Band gehört. Sie machen eher spontane Auftritte und sind nicht wirklich fest unter Vertrag. Sie waren auch nur Ersatzband, da die Sängerin der Hausband krank war. Ich fand sie sehr gut und wenn du willst, ruf ich mal an, ob sie Zeit hätten und mal vorspielen können, damit du sie dir auch anhören kannst“, schlug Tom vor.
„Hab ich eine andere Wahl?“, fragte Piper nach und tippte auf der Liste herum, die auf der Theke lag: „Wir heißen die überhaupt?“
„Searchn, soweit ich weiß. Es sind vier Musiker. Zwei Jungs, zwei Mädchen. Spielen eigentlich alles, was du willst“, erinnerte sich Tom.
„Dann ruf an…“
„Piper!“, Paige kam aus dem Hinterzimmer.
„Du bist auch da?“, wunderte sich Tom.
„Ja… ich hab was gesucht… Piper, hast du kurz Zeit für mich? Ich muss was mit dir besprechen…“, lächelte Paige und spielte wie so oft dabei mit ihren Händen herum.
Der unterschwellige Ton entging Piper natürlich nicht: „Sicher. Tom du…“
„Ja, ich ruf an!“, nickte Tom und suchte in seinem Geldbeutel nach der Telefonnummer der Band, während Paige und Piper ins Hinterzimmer gingen.
„Paige du sollst dich doch nicht immer einfach herbiemen“, fing Piper sofort an, als sie Tür zu war.
„Ja ich weiß, aber ich mach mir Sorgen um Chris. Ich hab ihn gesehen, als ich zu hause war. Er scheint nichts mehr wahrzunehmen, was um ihn herum passiert. Er saß auf dem Dachboden und hat im Buch der Schatten geblättert, aber ich glaub nicht, das Chris was Bestimmtes gesucht hat, es schien mehr wie eine Ablenkung“, erklärte Paige ihre Sorgen um ihren Wächter des Lichts.
„Er hat seine Verlobte verloren, was erwartest du von ihm?“, wollte Piper wissen. Sie wusste noch, wie sie sich gefühlt hatte, als Leo verschwunden und als Prue gestorben war. Daher dachte sie, dass sie halbwegs seine Gefühle verstehen konnte.
„Das weiß ich, aber…“, Paige setzte sich: „… Wir müssen ihm doch irgendwie helfen können. Ansonsten schickt er uns nur wieder auf Dämonenjagd oder macht alles auf eigene Faust.“
„Paige, ich versteh dich ja, aber er braucht jetzt erstmal Zeit um das zu verdauen. Du kannst ihm nicht sagen, das er gleich wieder loslegen soll.“
„Und wenn ihm das hilft? Weißt du, er sucht einen Ablenkung, also gib ihm doch eine. Er schläft doch immer hier und was spricht
dagegen, das er dir auch im Club hilft. Er würde unter Leute kommen und na ja, das könnte ihm gut tun. Es ist zwar erst eine Woche her, aber as er sich verkriecht, kann nicht wirklich heilsam sein“, meinte Paige und sah ihre große Schwester fragend an: „Und du brauchst eh noch eine Aushilfe.“
„Ich soll Chris im Club arbeiten lassen? Ich glaub nicht, dass er machen würde. Er will Wyatt beschützen und verhindern…“
„Ja, aber auch er braucht mal Spaß und nicht immer nur Pflichten. Er macht sich das Leben selber nur schwer und frag ihn zumindest. Wenn er nein sagt, ist es sowieso egal“, schlug Paige vor.
Piper seufzte und dachte nach. Es war keine der Bewerber gut genug gewesen und Chris konnte sie wenigstens vertrauen, dass er ihr nicht die Kasse ausräumte.
„Also gut, wenn er will dann soll er heute Abend kommen.“
„Ich werd es ihm gleich sagen!“, strahlte Paige und biemte sich weg.
„PAIGE!“, schnaubte Piper und ging verärgert zurück zu Tom, der gerade eben auflegte.
„Gute Nachrichten. Sie haben noch nichts vor und sind um sieben zum Vorspielen da.“
Piper sah auf die Uhr, noch zwei Stunden: „Okay, ich mach dann mal die Abrechung.“
„Drei Bier!“, ein Gast lehnte sich über die Theke.
Chris kam kaum nach, da sich offenbar alle Gäste zur selben Zeit was zu trinken holen wollten. Er wusste nicht wie Paige ihn dazu überredet hatte im P3 zu arbeiten, aber mit einem hatte sie Recht. Es lenkte ihm ab und er konnte Piper ja auch nicht im Stich lassen. Seit gut zehn Tagen schob er nun fast jeden Abend eine Nachtschicht im Club und tagsüber hatte er Zeit sich zu fangen. Es viel im langsam leichter los zu lassen, aber den Ring hatte er immer in der Hosentasche und wenn er schlief träumte er schlecht. Sein Entschluss Wyatt vor dem Bösen zu retten, war durch dieses Ereignis nur noch gefestigt geworden und auch wenn er noch nicht
wusste, wie, würde er seinen Bruder retten. Und wenn er das nicht konnte, dann ihn zumindest irgendwie aufhalten…
„Hier!“, Chris stellte die Bierflaschen auf die Theke und schon waren die Nächsten da, die was wollten.
Die CD wurde abgeschaltet und Tom ging auf die Bühne an das Mikrophon: „Meine verehrten Gäste. Das P3 freut sich Ihnen eine leider noch ziemlich unbekannte, aber sehr talentierte Band präsentieren zu dürfen. Heimisch bei uns und schönen San Fransisco, tingeln sie durch die Clubs und sind nun auch endlich im P3. Applaus für Searchn!“
Ein donnernder Applaus schallte durch den Club und die Band betrat die Bühne.
„Sind die neu?“ wollte Phoebe wissen.
„Ja, Tom hat sie aufgetan. Beim Probespiel waren sie ziemlich gut!“, nickte Piper, die mit Paige und Phoebe in ihrer VIP-Ecke saß. Sie hatte sich die Band angehört und war auch beim Soundcheck gewesen und hatte einen guten Eindruck von der ganzen Band gehabt.
„Hören sich auch gut an…“, meinte Paige, nachdem die ersten Takte der Musik gefallen waren.
Dann begann der Gesang.
Die Sängerin war eine junge Frau, mit langem braunen Haar, mehr konnten die Schwestern, von ihrem Platz aus nicht sehen. Dafür hörten sie umso besser sie Stimme, die kraftvoll und kristallklar, durch das Mirko, in die Lautsprecher drang und im Club verteilt wurde.
Chris sah verwirrt auf, als er diese Stimme hörte und verhaarte einen Moment.
„Chris!“, Keith, der zweiter Barmann rüttelte an ihn: „Du hast Kundschaft!“
„Was? Ja…“, Chris schüttelte sich und versuchte sich zu konzentrieren, was aber leichter gesagt, als getan war. Nach einer Minute gab er auf, das war einfach zu verrückt, diese Stimme…
Chris verließ ohne ein Wort die Theke und drängte sich zwischen den Menschen durch. Eigentlich war es unmöglich, dass er Recht hatte, aber er musste es sehen. Er glaubte diese Stimme zu kennen, die den Song so eindrucksvoll in verschiedenen
Stimmfarben zu untermalen schien. Erst als er einen Meter vor der Bühne stand konnte er die Sängerin sehen. Eine junge Frau, zwanzig, Einundzwanzig vielleicht, langes braunes gewelltes Haar, das zu einem Pferdeschwanz zusammen gebunden war und durch die Luft flog. Ihr Pony hing ihr über die Augen du war so lang, das sie ihn immer hinter die Ohren streifen konnte. Sie war schlank, normal für eine Frau und doch stockte er. Sie war es…
„Phil…?“, schluckte Chris, als er ihr Gesicht sehen konnte. Diese klaren tiefen Augen, die wie das Meer aussehen und ihre Gesichtszüge… aber warum sie hier. Chris drehte sich um und fuhr sich durch die Haare, er glaubte nicht, dass sie ihn gesehen hatte. Wenn doch, war das auch schon egal, er musste jetzt erstmal nachdenken… und mit ihr reden, aber wie?
„Chris!“, Keith schlug ihm auf die Schulter: „Kommst du mal wieder? Ich schaff das nicht!“
„Ja… klar…“, nickte Chris und folgte dem Barmann.
Es dauerte noch eine halbe Stunde, bis die Band eine Pause einlegte. Noch zweimal eine halbe Stunde lang, würden sie heute hier ihr Können zeigen.
Piper kam recht zufrieden an die Theke und setzte sich auf eine der Hocker: „Und was meint ihr? Soll ich sie verpflichten?“
„Verpflichten?“, fragte Chris verwirrt nach.
„Ja, als Hausband. Ich brauch eine Neue. Keith, was meinst du?“, Piper sah zu ihrem Barkeeper.
„Ich bin dafür, sie machen Stimmung und die Leute mögen sie offenbar“, erwiderte Keith ohne groß nachzudenken.
„Woher willst du wissen, das sich das Level hält?“, fiel Chris ein: „Außerdem kannst du doch nicht von einem Auftritt her urteilen.“
„Was hast du denn?“, wunderte sich Phoebe, die sich noch einen Cocktail holen wollte: „Ich denke auch, das es sich zumindest lohnt sie noch ein paar Mal auftreten zu lassen. Sie ziehen die Leute an.“
„Mag ja sein, aber es könnte auch daran liegen, dass…“
„Das was? Was du denkst, heute sein die da?-->Den Satz versteh ich nicht“, Piper sah ihn an: „Wir gehen jetzt, wird sehen uns morgen, ja? Du machst mir heute die Abrechung.“
„Sicher…“, nickte Chris, der sich noch dagegen wehrte Phil anzusehen.
„Tschüss!“, Phoebe folgte Piper.
Chris atmete durch, Piper hatte ihn überrannt und er konnte nicht sagen, was er dachte.
Er verließ die Theke und wollte zu seinem Zimmer, aber auf dem Weg dorthin stieß er mit jemandem zusammen.
„Aua….“
„Sorry, ich hab’s eilig…“, meinte Chris, sah sich aber nach dem Mädchen um, das er angerempelt hatte.
„Kann pass…“, sie stockte und wirkte schlagartig verunsichert. „Chris…“ brachte sie kaum hörbar heraus und machte einen Schritt von ihm weg. Ihre Augen zeigten ihm, wie verwirrt sie war, ihn zu sehen.
„Hallo…. Phil“, sagte Chris nach einigem Zögern.
Stille zwischen den Beiden trat ein, eine sehr betretene, zumindest für einige Minuten.
„Du siehst schlecht aus… Hast du Probleme?“, fragte Phil und fuhr sich durch die Haare. Warum fragte sie ihn das? Sie wollte ihn doch eigentlich nicht mehr sehen, darum war sie doch hier… Zeiten entfernt, er durfte doch noch gar nicht geboren sein.
Chris sah auf den Boden: „Ich komm schon klar…“
„Sicher… warum auch nicht!“, nickte Phil langsam, aber sie glaubte ihm kein Wort.
„Können wir in Ruhe darüber…“, begannen beide gleichzeitig.
Phil starrte ihn verwirrt an, dachte er denn das Gleiche wie sie auch? Das konnte nicht sein, aber es war klar, das sie nicht in der Öffentlichkeit reden konnten. Nicht über das, was vorgefallen war. Alleine das sie beide aus einer anderen Zeit waren war zu schräg und das was alles fallen würde, sollte Keiner hören.
„Ich muss gleich auf die Bühne…“, meinte Phil…: „Ich kann die Band nicht im Stich lassen.“
„Ja…“, Chris fuhr sich mit der Hand über den Mund und dachte nach: „Also, später, wenn alle weg sind?“
„Okay… Ich warte dann…“
Es wurde nach vier Uhr bis Chris die letzten Nachtschwärmer aus dem Club geworfen hatte. Die Band hatte sich um Mitternacht verabschiedet und war von einem DJ abgelöst worden. Nur Phil war geblieben und hatte wie versprochen gewartet.
Sie saß am Tresen und spielte mit einem Strohalm der in einer Cola steckte. Immer wieder zog sie ihn hoch und ließ ihn wieder los. Ihr war langweilig geworden und sie war Müde. Was hatte sie sich auf dabei gedacht so lange zu warten? Aber wann hatte sie ihm denn einen so einfachen Wunsch abschlagen können.
„Das war’s dann…“, sagte Chris, der sich ihr gegenüber auf einen anderen Barhocker setzte.
„Was?“, Phil sah verschreckt auf: „Ach ja…“
„Spät geworden…“
„Hör auf damit um den Heißen Brei rumzureden. Es passt dir nicht, dass ich hier bin oder?“, fragte Phil, die eigentlich nicht so forsch sein wollte, aber die Müdigkeit zwang sie schon förmlich dazu.
„Nein… ich will wissen warum du hier bist!“, widersprach Chris mit flauem Gefühl im Magen.
„Weil ich...“, Phil sah auf die Cola… „Dich einfach nicht mehr sehen wollte. Ich hab ein Jahr versucht damit klarzukommen das du und Bianca…“, sie brach ab und atmete tief durch: „Ich hab dir dein Glück gegönnt, aber ich konnte es einfach nicht vertragen. Darum bin ich weg… Ich bin in eine Zeit gegangen in der du nicht da bist… Purer Egoismus, wenn du so willst.“
„Das ist drei Jahre her!“, erinnerte er sich.
„Ja, drei Jahre bin ich nun in dieser Zeit und ich hab ein Leben aufgebaut, das mir gefällt. Ohne Magie und ohne dieses hin und her, gut und böse. Na ja… ich lass mich von der Strömung treiben. Aber ich hab nicht damit gerechnet das wir uns wiedersehen“, sie nahm einen Schluck von der Cola und sah ihn an: „Warum bist du denn hier?“
„Wegen Wyatt…“, gab Chris zu.
„Wyatt? Willst du ihn wirklich hier in dieser Zeit retten?“, Phil legte den Kopf in den Nacken: „Wissen die Schwestern das du…“
„Nein, sie wissen nur, warum ich hier bin… Ich versuche die Zukunft nicht zu erwähnen Phil… also…“
„Brauchst du jemand zum reden?“, unterbrach sie ihn.
Chris schwieg und suchte nach Worten. Er kannte sie schon lange, eigentlich hatte sich Phil immer als gute Zuhörerin erwiesen. Er hatte bei ihr Trost gefunden und sie hatte gute Ratschläge gehabt, aber konnte er von ihr verlangen ihm ein Ohr zu leihen. Mit Phil konnte er sprechen, aber er wusste nicht, wie sich die vergangen drei Jahre auf sie ausgewirkt hatten.
„Okay!“, Phil stand auf, fischte nach einem Stift und packte dann Chris Hand und begann drauf herumzukritzeln.
„Hey was?“
„Halt still!“, meinte Phil und kritzelte hielt seine Hand fester, damit er sie nicht wegziehen konnte.
„Phil… was soll das?!“, fragte Chris, der nicht richtig sehen konnte was sie machte.
„Du hast Augenringe, also hast du die letzten Nächte kaum geschlafen. Dazu sieht so fertig aus, das sich jeder sorgen machen muss. Zumindest eine Nacht brauchst du ruhe…“, meinte sie und sah sich seine Hand an.
„Soll das ein Schlafzauber sein?“, runzelte Chris die Stirn.
„Nein ein Schutzzauber, vor bösen Träumen, die dir den Schlaf nehmen“, lächelte sie ihn an und er verschwindet wenn du aufwachst und damit du gleich einschläfst:
Der Schlaf den du bis jetzt entbehrt
Der sei nun bei dir eingekehrt“
„Phil du…“, Chris begann zu gähnen. Er hatte nicht so schnell reagieren können, wie sie den Zauber gesprochen hatte und zu schnell wanderte die Müdigkeit in seine Glieder.
„Geh schlafen. kannst mich morgen dafür schimpfen. Bin denn!“, Phil lächelte ihn noch kurz an, dann vielen Chris auf schon die Augen zu und er kippte ihr entgegen. Sie wusste dass es nicht gerade sehr nett war, aber sie hatte ihm angesehen, dass er mehr als übermüdet war. Ein Gespräch hätte zu nichts geführt, erstmal sollte er sich ausschlafen und neue Kraft sammeln.
Phil fing ihn auf: „Zum Glück hat Piper gesagt das du hier im Hinterzimmer wohnst…. Und ich daher nicht da hinten rein soll… Ich war ja schon immer ungehorsam… Dann bring ich dich mal ins Bett…“
Sie hatte nicht viel Mühe ihn in sein Zimmer zu bringen, da sie selbst auch mehr als Hexe war. Sie biemte sich zwar selten, aber die nutzte ihre Kraft nun doch.
Phil legte Chris auf sein Sofa und sah ihn noch an, bevor sie ging: „Das kann ja noch heiter werden…“, dann ging sie einfach.
schreibt nen kommi und es geht weiter^^
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Long ago in the ancient past
I remember a life when we first met
In a dark shadow realm under a big full moon
There and then I could tell
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But now watch as I rise to a whole new height
And my mad battle cry will be heard all night |
Kisara  BadAngel
  

Status: Offline Registriert seit: 16.06.2006 Beiträge: 331 Nachricht senden | Erstellt am 21.09.2006 - 16:56 |  |
danke schön
*gerührt ist*
meinst du das wirklich?
Kapitel 2: Besuch aus der Zukunft
Es war nun schon mehr als eine Woche her, da hatte sie mit ansehen müssen wie ihre Cousine starb… Das er daran schuld war, war Sonnenklar, er alleine trug die Schuld daran, dass sie nun alleine war. Sie wollte Rache, Rache dafür dass er ihr ihre einzige Verwandte genommen hatte.
Das Buch der Schatten hatte Wyatt noch auf dem Dachboden des Halliwell-Hauses gelassen und das Museum wegen Renovierung geschlossen, daher hatte sie sich eingeschlichen nur um Chris zu finden. Die ganze Zeit grübelte sie nach und versuchte einen Spruch zu schaffen, der sie zu dem Verräter bringen würde.
Wyatt hatte ihr seine Unterstützung zugesagt, aber die hatte sie abgelehnt, es war ihre Rache… nur ihre und Chris würde sie schon zurückbringen. Bianca hatte es auch geschafft, aber sie würde nicht so dumm sein und Wyatt dann im letzten Moment verraten. Aber auch wenn sie keine Verräterin war, wollte sie nicht, dass Wyatt sie hier bei ihrem Vorhaben erwischte.
„Ich muss es schaffen“, sagte sie sich immer wieder. Sie sah auf den halb fertigen Spruch und atmete durch: „Jetzt aber…“ Sie schrieb den Spruch fertig und stand zittrig auf. Noch nie hatte einen so großen Spruch gemacht, aber er musste klappen, wenn nicht, würde es keine Rache für Bianca geben.
Diese Rache war nicht für sie, sie war für ihre Cousine, dem einzigen Menschen, außer Wyatt, dem sie jemals vertrauten konnte. Doch in der letzten Zeit war auch das Vertrauen in Wyatt erschüttert, was sie niemand zeigte, oder auch nur zugab. Er hatte sich verändert, aber noch immer war er ihr Freund.
Sie blickte auf den Spruch und nahm allen Mut zusammen. Die Zeit war knapp, denn Wyatt und seine Männer würden es merken, wenn sie den Zauber gesprochen hatte, aber es musste sein:
„Der, der mir die Cousine genommen,
Soll nicht ungestraft davonkommen.
So ruf ich an, der Zeiten Tor
Damit es sich auf mich nun auftue
Und ich finde in der Rache, meine Ruhe“
An der Wand klaffte in Bruchteilen von Sekunden ein Tor auf. Es war nicht groß. Der Spruch war auch nicht der Beste gewesen, aber so schlimm war das nicht.
Wie auf Kommando hörte sie auch schon die Schritte im Haus… Wyatt und seine Leute kamen.
Noch zögerte sie, aber dann wollte los, im Selben Monet wurde sie herumgerissen.
„Chelsea, was machst du hier? Willst du mich etwa auch verraten, wie deine Cousine?“
„Wyatt" sagte sie unsicher und mit leichter Angst in den Augen. „Nein das tu ich nicht" fügte sie hinzu.
„Lüg mich nicht an" sagte er böse und war doch etwas enttäuscht von ihr.
„Ich lüge nicht" sagte sie und versuchte sich endlich von ihm loszureißen.
„Was willst du dort?“, Mit kalten Augen sah er auf sie herunter und fixierte sie. Das es ein Zeitportal war und wo sie hinwollte, konnte er sich denken.
„Ich will Rache" sagte sie leise und ängstlich. So wie Wyatt sie ansah überkam sie der Schauder und sie wusste nicht weiter.
„Rache…“, wiederholte Wyatt und schnaubte ihr ins Gesicht: „Woher weiß ich, das er dich nicht auch auf seine Seite zieht. Du gehörst mir…“
„Ich würde dich nie verraten" beteuerte sie immer leiser. Egal was Wyatt bereits getan hatte, sie hatte ihm immer wieder verziehen auch wenn er sie immer wieder sehr verletzt hatte.
„Du kannst mir vertrauen" flüsterte sie vor sich hin.
„Hm…“, er sah sie durchdringend an: „Und warum tust du das dann hinter meinem Rücken? Ohne einen Spruch kommst du nicht zurück! Ich mach mir nur Sorgen um dich!“
„Sorgen?" wiederholte sie fragend. „Ich komm sicher zurück zu dir. Ich bin dir treu!"
„Chel, verstehst du nicht? Chris hat Bianca auf seine Seite gezogen, sie hat mich verraten. Ich vertraue dir, aber mein kleiner Bruder ist zu allem fähig. Schwör mir, das du ihn herbringst“, entgegnete er kühl und ließ sie los. Chelsea war seine Geliebte und er hatte schon damit gerechnet, dass sie gehen wollte. Immerhin war Bianca ihre letzte lebende Verwandte gewesen: „Ich hätte dir geholfen, wenn du was gesagt hättest.“
Chelsea sah ihn erstaunt an und kannte das noch nicht von ihm. „Ich werd mich nicht auf seine Seite ziehen lassen und ich brauche keine Hilfe von dir" entgegnete sie etwas verletzt, da sie sich an alles was davor passiert war, erinnert hatte. Wyatt hatte sie zwar auf genommen und half ihr ihre Kräfte zu beherrschen und sie verbrachten viele Nächte zusammen. Doch in der nächsten Nacht überraschte sie ihn mit einer Anderen. Das das schmerzte zeigte sie nicht und machte normal weiter mit dem was sie immer machte. Wyatt hatte keine Ahnung was mit ihr die ganze Zeit los war und sollte es nicht wissen.
Liebe… ja Liebe sie war eine Schwäche für ihn, die er nie zuließ und niemanden schenkte.
„Okay… dann geh, aber ich warne dich!“, Wyatt zog sie zu sich und küsste sie so heftig, das ihr sie Luft für eine Moment wegblieb: „Du bist meine Frau!“
Chelsea sah ihn nach diesem Moment einfach nur an. Sie wusste nicht genau was sie in diesem Augenblick tun sollte, daher nickte sie einfach nur.
„Gut! Geh schon!“, Wyatt weiß auf das Tor: „Wenn du in drei Monaten nicht zurück bist, hol ich dich einfach!“
„Ich brauch vielleicht mehr Zeit" sagte sie etwas ängstlich da sie nicht wusste wie Wyatt darauf reagieren würde.
„Dann werd ich dir einfach helfen!“, Wyatt lächelte ein wenig und strich ihr durch die Haare: „Ich will nicht das du stirbst, Chel!“
Sie sah ihn nur erstaunt an und fragte dann: „Was ist mit dir los?" Sie wusste gar nicht, dass Wyatt, außer in den vielen Nächten, auch eine andere Seite hatte.
„Ich bin wie immer, zweifelst du an mir? Wenn du für mich bist, dann bin ich dein Freund und eine Stütze, bist du aber gegen mich, dann töt ich dich! Geh jetzt und hol meinen Bruder!“, Wyatt sah sie an und lächelte noch immer, aber es war auch ein falsches Lächeln.
Sie wusste nicht, was sie von dieser Freundlichkeit halten sollte… „Bis dann" verabschiedete sie sich etwas kühler damit ihr der Abschied nicht allzu schwer fiel.
Wyatt nickte und sah zum Tor: „Es schließt sich… beeil dich, mein süßer Phönix!“
Chelsea sah noch kurz auf ihn und wandte den Blick wieder ab. Langsam schritt sie auf das Portal zu, dann atmete sie tief ein und aus. Noch nie hatte sie so was gemacht, aber die Rache trieb sie zum ersten Mal im Leben an.
Paige blätterte im Buch der Schatten. Sie suchte nach einem Zeichen, dass Chris vor einer Woche auf der Hand gehabt hatte.
Sie und Phoebe hatten Chris in seinem Zimmer im P3 selig schlafend gefunden. Er war zugedeckt gewesen, hatte sich aber nicht umgezogen gehabt. Auch hatten sie ihn nicht gleich wach bekommen, aber das Zeichen hatte sich Paige abgemalt.
Es war ein komisches Zeichen gewesen. Ein Kreis, der wie ein Netz innen aussah, aber dazwischen immer wieder fremdartige Schriftzeichen, die Paige nicht kannte. Chris hatte nichts dazu gesagt und als er aufgewacht war, war das Zeichen einfach so verblasst. Auch ihm hatten weder Piper, noch Leo, noch Phoebe oder sie was rausbekommen und im P3 hatte er keinen Schichten mehr übernommen. Eigentlich schien es ihm besser zu gehen, dennoch, etwas störte Paige.
Sie wusste ja nicht, dass der Phil kannte und mit ihr geredet hatte er auch nich, da Piper die erst übermorgen wieder im P3 brauchte.
„Das gibt es nicht… das muss doch hier… was ist das?“, Sie sah auf, als so ein Knacken an der Wand hörte.
Chelsea purzelte regelrecht aus der Wand des Dachbodens. Sie lag direkt vor Paiges Füßen.
„Was soll das´?“, fragte sie sich, da sie direkt zu Chris gelangen wollte. Langsam stand sie auf und bemerkte dann Paige an. „Hi" meinte sie ruhig und wollte gehen
„Hallo…“ Paige sah ihr verirrt nach und biemte sich dann vor so: „…und wer bist du?“
Chelsea sah sie an. „Chelsea“, stellte sie sich vor: „Kann ich mal durch?"
„Ähm, nein!“, lehnte Paige entschieden ab: „Du bist hier in einem fremden Haus und ich will wissen was du hier willst!“
„Ich bin hier gelandet, das hast du doch gesehen" gab Chelsea etwas frech zurück, was sie sonst nicht von sich gewohnt war.
„Das reicht mir aber nicht!“, schüttelte Paige den Kopf: „Du bleibst hier, bis ich mehr von dir weiß! Also Chelsea, warum bist du unserem Dachboden.“
„Ich bin hier gelandet und ich will dir nicht wehtun" sagte sie, da sie ihre Kräfte nicht unbedingt gegen Paige einsetzen wollte.
„Schön, dann haben wir was gemeinsam“, stellte Paige fest: „Ich mach dir nen Vorschlag, du beantwortest meine Fragen, ordentlich, und ich lass dich dann einfach so gehen. Immerhin weiß ich nicht mal ob die Freund oder Feind bist.“
Chelsea sah sie an und sie wusste, dass ihr nur noch dieser Ausweg blieb: „Gut…"
„Schön, also, was machst du auf unserem Dachboden.“
„Ich sagte doch ich bin hier gelandet" seufzte Chelsea und zuckte mit den Achseln.
„Und wie und warum?“, stöhnte Paige, der das langsam auf die Nerven ging: „Ich kann auch einen Wahrheitszauber anwenden.“
„Mach das doch" ärgerte sich Chelsea: „Ich kam durch ein Zeitportal", fügte sie leise hinzu.
„Zeitportal…?“, wiederholte Paige: „Weswegen?“
„Ich muss jemanden unbedingt sprechen" antwortete Chelsea immer leiser und etwas traurig. Zu sehr tat es noch weh, sich daran zu erinnern wie Bianca starb und Chris wieder durch das Portal verschwand.
„So und wen? Und wenn ich weiß ob du gut oder Böse bist, kann ich dir ja helfen…“, meinte Paige.
„Ich suche Chris…“, brummte sie und sah sie Stelle, an der Bianca in der Zukunft starb. Es zitterte ihn ihr, aber sie ließ es ich nicht anmerken.
„Chris… dann bist du also aus seiner Zeit… wieso wundert mich das nicht, aber im Moment ist es nicht möglich in zu
sehen… Ich weiß nicht wo er ist!“, log Paige zusammen, die sich nicht sicher war, was sie von Chelsea halten sollte.
Chelsea sah sie ernst an: „Ich find ihn auch ohne deine Hilfe! Kann ich gehen?"
„Das gibt es nicht…“, Piper stand im Hinterzimmer des P3 und sah sich um: „CHRIS!“
„Er ist weg“, mischte sich Clarence, der Hausmeister ein: „Er meinte das er einige Tage nicht da wäre.“
„Was?“, Piper hielt sich den Kopf.
„Probleme?“, fragte Clarence nach.
„Nein woher denn. Aber ich brauch ihn heute Abend im Club. Ich hab sonst nur zwei Leute und heute ist Freitag. Der Club wird gesteckt voll sein“, ärgerte sich Piper.
Nicht nur das Piper heute drei Bedienungen abgesprungen waren, zwei waren auch noch Krank und sie brauchte einfach Aushilfen, Paige hatte wieder einen Job von der Agentur bekommen und Phoebe war mit ihrer Kolumne beschäftigt. Dazu kam, dass Piper sich ab elf um Wyatt kümmern musste. Tom und auch Keith waren Krank und so war keiner mehr da, dem sie die Kasse anvertrauen konnte, mal ganz davon abgesehen, das sie noch eine Bedienung brauchte und Chris dazu. Wie sollte sie mit zwei Leuten auskommen. Dazu hatte Chris seit Tagen nicht auf geräumt, aber den Saustall musste sie jetzt ignorieren.
„Entschuldigung!“, Phil kam die Treppe runter: „Mrs. Halliwell, sie wollten mich sehen?“
„Ja, genau… setz dich…“, Piper hielt sich den Kopf und setzte sich an die Bar.
„Um was geht’s denn? Waren wir letzte Woche nicht gut?“, fragte Philine und setzte sich etwas unsicher hin.
„Nein, im Gegenteil ihr ward gut. Das ist der Grund, ich wollte euch für die nächsten Monat haben und zwar…“, Piper zog eine Liste aus einer Mappe, die auf dem Tresen lag: „Hier… also morgen, das war ja schon abgesprochen und dann nächsten Sonntag, dann wieder Freitag, Samstag und die Woche drauf das Selbe.“
„Hm…“, Phil sah sich die Daten an und holte ihr Handy raus. Darum hatte die ihren Termin planer: „Das geht alles. Wir haben die Gigs im Hellside gecancelt. Die Band ist sicher einverstanden.“
„Warum denn gecancelt?“, fragte Piper neugierig nach.
„Nun ja, der Chef meinte, dass ich lieb zu ihm sein soll, da hab alle Gigs abgesagt“, zuckte Phil mit den Schultern.
„Oh…“, nickte Piper: „Verständlich…“
„Hallo! Also sie sagten doch sie melden sich!“, Lola kam plötzlich auf Piper zu: „Wegen dem Job…“
Piper lächelte falsch: „Also… eigentlich brauch ich niemanden mehr… ich hab genug…“
„Aber ich weiß, das du für heute noch jemand brauchst“, grinste Lola: „Ich hab Zeit und kann sofort anfangen.“
„Das ist ein Missverständnis… ich ja…“
„Ich bin eben eingestellt worden!“, half Phil schon fast instinktiv Piper aus der Klemme. Dass es sich um Gigs handelte musste diese blonde Bombe ja nicht gleich wissen.
„Ach… wirklich, ich dachte… ich bin hübscher als sie und kann das sicher auch besser!“, wandte Lola ein.
„Nun… Also, tut mir leid, sie hat gute Referenzen und ich brauch Leute sie nach einer Stunde alles wissen!“, Piper ließ sich ihre Erleichterung und Verwunderung nicht anmerken: „Du bist leider nicht qualifiziert genug.“
„Das ist…“, Lola schnaubte und verließ das P3.
„Danke, das ist die Rettung“, Piper zuckte, als sie Tür krachend zufiel. Sie atmete durch, aber auch wenn die Lola los war, brauchte sie noch jemanden der heute Abend einsprang.
„Du… Sie brauchen wirklich noch eine Aushilfe, oder?“, stellte Phil auf ihrem Gesichtsausdruck fest, da Piper auf die Dienstliste sah und ratlos wirkte.
„Ja… aber die kann nicht mal Wodka von Baileys unterscheiden… Chris ist auch nicht auffindbar und selbst wenn er da ist, hab ich immer noch zu wenig Leute… Und dabei sind die Cranberries heute Abend hier…“, zählte Piper auf und kratzte sich am Hinterkopf. „Aber das ist nicht dein Problem. Ich weiß nicht warum ich dir das gesagt hab und sag ruhig Piper zu mir.“
„Okay, aber wenn es dir hilft, kann ich auch einspringen. Ich hab eh nichts vor“, schlug Phil vor.
„Du? Hast du denn Erfahrungen hinter einer Theke?“, wollte Piper wissen und fuhr sich durch die haare. Sie hatte aber kaum noch eine andere Wahl und Philine war ihr zumindest mal sympathisch.
„Sagen wir, ich hab so was schon öfters gemacht, wenn mal Not am Mann war. Die gängigen Sachen kenn ich und rechnen kann ich auch. Was willst du?“, Phil stand auf und ging hinter den Tresen und sah Piper an. „Einen Armageddon“, meinte Piper, die es einfach mal abwarten wollte.
„Okay!“, geschickt griff Phil nach den Flaschen und hatte such schnell den Cocktail zusammen gemixt und stellte ihn Piper hin, natürlich mit einem Strohalm und Schirmchen.
Piper nahm das Glas und sah sich den Cocktail an, er sah ansprechend aus und sie hatte gesehen, dass Phil es wirklich konnte.
„Du kannst das ja wirklich…“, stellte Piper fest, als sie den Cocktail probiert hatte.
„Ich hab Übung, das ist alles!“, meinte Philine und setzte sich wieder hin: „Also, wenn du willst, spring ich heute Abend ein.“
„Stör ich?", fragte Chelsea, die gerade einfach so in den Club rein kam. Noch stand sie auf der Treppe und sah sich Piper und Phil genau an. Piper kannte sie bereits von Wyatts Erzählungen und Bildern als seine Mutter. Aber Phil war ihr unbekannt.
Piper sah sie an: „Wer bist du denn?“
Phil runzelte die Stirn, dieses Mädchen hatte doch glatt eine gewisse Ähnlichkeit mit Bianca, oder bildete sie das nur ein?
„Ich will zu Chris", war alles was Chelsea sagte. Langsam stieg sie die Treppen runter und ihr Blick gelangte zu Phil, die sie anschließend ziemlich offensichtlich musterte.
„Is was?“, fragte Phil, die sich die Frage verkniff, was sie denn von ihm wollte.
„Was willst du von ihm?“, wollte dafür Piper wissen, die sich Chelsea genau ansah.
Chelsea ignorierte einfach Philines Frage und wandte sich genervt an Piper. „Ich muss ihn dringend sprechen, also kann ich nun zu ihm?"
„Nein, kannst du nicht, weil ich nicht mal weiß, wo er ist und ich brauch ihn selber!“, meinte Piper.
„Dann ruf ihn doch her, oder hört dein Wächter des Lichts dein Rufen nicht?", erkundigte sich Chelsea schon leicht spöttisch.
Phil stellte sich doof: „Du spinnst wohl, oder? Ruf ihn doch auf dem Handy an, wenn er dir so gut gefällt, oder glaubst du er schwebt wie Engel hier an?“
„Ich glaub du gehst jetzt, Philine… Kannst du heute ab 22 Uhr da sein?“, bat Piper, die nicht wollte das Phil zuviel erfuhr.
„Sicher, Ich leih mir eine der Karten aus, ja, damit ich die Preise dann weiß. Bis dann!“, Phil stand auf und sah gezielt auf Chelseas Handgelenk… sie sah auch den Phönix.
Chelsea merkte Phils Blick, weshalb sie den Ärmel des ¾ Pullovers noch etwas weiter runter zog, damit das Mal nicht zu sehen war.
„Sicher…!“, Piper wartete bis Phil Tür von Außen geschlossen hatte, dann sah sie Chelsea an: „Wer bist du?“
„Chelsea", antwortete sie ihr wahrheitsgemäß. „Rufst du nun Chris her oder soll ich noch länger warten. Ich hab auch nicht ewig Zeit".
„Versuch doch selbst!“, meinte Piper: „Aber ich krieg in zuerst. Und was willst du von ihm? Und red nie wieder offen über Magie, klar?“
Ein leises Seufzen war zu hören. „Du denkst doch nicht, dass er auf mein Rufen reagiert. Und warum sollte ich nicht offen darüber reden? So bin ich sie wenigstens los geworden", zuckte Chelsea mit den Schultern. Irgendwie hatte sie sich schon verändert. Früher so viel Angst und nun, wo es um Bianca ging, musste sie ihre Angst zurückstellen und zeigen was sie konnte und mutiger sein.
„Weil ich das nicht will und er reagiert nicht auf mich! Was willst du überhaupt von ihm?“, ärgerte sich Piper und trank noch mal von ihrem Cocktail. Wer auch immer das Mädchen vor ihr war, sie hatte keine Zeit sich um alles zu kümmern.
„Du solltest nicht zu viel trinken, wer weiß ob es dir bekommt", wechselte diese kurz das Thema: „Und ich muss mit ihm reden, aber ich kann das auch selbst machen. CHRIS komm endlich her!!!!"
Piper sah sie an: „Bitte? Also das muss ich mir von dir nicht anhören! Du willst doch was von meinem Wächter des Lichts! Raus!“
„Ich find ihn auch alleine, ich schau mal an seinen Lieblingsplätzen nach", giftete sie Piper etwas an. Anschließend drehte sie ihr den Rücken zu.
„Wenn du ihn siehst, soll er hier auftauchen!“, rief Piper ihr nach.
„Ganz sicher nicht und ach ja du musst mich nicht sprengen", entgegnete sie Piper und verließ den Club.
„Hab ich doch gar nicht…“, Piper schüttelte den Kopf.
Phil sah auf den Eingang des P3 und wartete auf das Mädchen, das einfach reingeplatzt war. Ein Phönix also… was hatte sie hier zu suchen?
Chelsea kam heraus und sah auf Phil. Irgendwoher kannte sie das Mädchen oder hatte von ihr gehört. Nun es war ihr egal und sie ging daher einfach an ihr vorbei.
„Warte mal, Phönix!“, Phil legte den Kopf schief und sah sie an: „Was willst du hier?“
„Lass das mal meine Sorge sein", Ohne nach hinten zu sehen, ging Chelsea weiter.
„Wenn du leben willst, lass ihn zufrieden! Hat Wyatt dich geschickt?“, Phil hob eine Augenbraue an. Sie mochte keine Phönixe, noch nie war sie mit diesen Feuerhexen klar gekommen, lag ihr wohl im Blut.
Nun blieb Chel doch stehen: „Das geht dich nichts an" Sie fühlte sich etwas ertappt, wenn sie ehrlich war… „Und damit du beruhigt bist, nein er hat mich nicht geschickt, ich bin von alleine hier her gekommen."
„Warum das denn?“, Phil ging einen Schritt auf sie zu: „Hat Bianca solche Sehnsucht, das du ihn holen kommst?“ Phil klang etwas sarkastisch, aber das war auch geplant.
„Das geht dich nichts an und wenn du es wissen willst, sie ist tot“, fauchte Chelsea, der das zu viel wurde. Sie war verletzt und sauer zugleich.
„Was?“, Phil schluckte unmerklich: „Das wusste ich nicht… seit wann denn?“
Chelsea sah Phil nur fassungslos an und fragte dann ironisch: „Was geht es dich an? Wer bist du schon?"
„Tja, ich bin Philine und ob mich was angeht, weiß ich erst, wenn ich weiß, wann sie gestorben ist!“, gab Phil kühl zurück.
„Dann rechne doch nach. Oder kannst du das vielleicht nicht? Und es ist passiert als Chris ein zweites Mal wieder hier herkam, nachdem...." brach Chelsea ihren Satz ab und wandte sich ab.
„Ich weiß doch nicht wann Chris Zeitsprünge macht. Eine Woche, Ein Monat.. Was denn nun?“, Das sie sich ziemlich gefühlskalt anhörte, wusste Phil, aber sie musste es wissen, denn das könnte Chris Zustand erklären. Sie hätte ihn gern noch mal gesehen, aber sie hatte sich nicht getraut ihm noch mal über den Weg zu laufen, zumindest nicht so schnell und absichtlich.
„Vor zwei oder drei Wochen", sagte Chelsea nun doch noch und wollte auch schon los.
„Oh… das tut mir leid…“, Phil sah auf den Boden… „Drum is er so down…“
Auch wenn Chelsea schon etwas weiter weg war konnte sie sich denken was Phil gerade gesagt hatte, aber das machte ihr nichts aus. Sie dachte nur noch an ihre Rache und daran endlich Chris zu finden.
"CHRIS KOMM HER!" schrie sie aufgebracht.
Phil sah zu ihr auf: „Tut mir leid für dich, aber ich denke nicht, das er so kommt. Er war letztens ziemlich mitgenommen und übermüdet….“ Sie seufzte und fuhr dich durch die Haare…Wenn sie das gewusst hätte, wäre sie niemals so abweisend gewesen… Warum hatte er denn nicht den Mund aufgemacht? Sie wär doch für ihn da gewesen.
„Halt dich da raus", fuhr Chelsea Phil an.
„Hättest du wohl gern, aber ich denk nicht dran“, winkte Phil ab und drehte sich um und ließ Chelsea einfach allein stehen.
„Leo!“, rief Piper. Sie stand mit Phoebe und Paige zusammen im Wohnzimmer.
Chris war nicht gekommen, als sie ihn gerufen hatte und daher musste nun Leo in Erfahrung bringen wer diese junge Frau war, sie Paige und Piper heute schon belästigt hatte.
„Was gibt es?“, fragte Leo, der auf Pipers rufen hin sofort gekommen war: „Ist was mit Wyatt?“
„Nein, diesmal nicht… es geht um…“, Phoebe sah zu Piper und Paige. Sie wusste nicht wie sie es sagen sollte, da sie noch nicht auf diese Chelsea getroffen war.
„Wyatt ist in Ordnung, aber wir haben besuch bekommen, offenbar aus der Zukunft. Eine Hexe!“, begann Paige und wurde von Piper unterbrochen.
„Die es nicht mal für nötig hält sich vorzustellen und offen zaubert, dazu kommt, dass wir nicht mal wissen ob sie Freund oder Feind ist.“
Leo runzelte die Stirn: „Deswegen ruft ihr mich?“
„Ja, wir haben auch noch zu tun, und sie offenbar hinter Chris her“, nickte Paige.
„Hinter Chris? Hat sie gesagt warum?“, wunderte sich Leo: „Was sagt ihr er denn dazu?“
„Nichts! Er reagiert nicht mehr auf uns!“, sagte Piper.
„Ach ja.. Ich hab ihm Urlaub gegeben… eine Woche, damit er wieder zu sich selbst findet!“, erinnerte sich Leo. Chris war vor
einer Woche zu ihm gekommen und hatte das Angebot angenommen, eine Woche auszusetzen: „Hab ich euch das nicht gesagt?“
„NEIN!“, fauchte Piper: „Jetzt mach dich auf und such ihn! Er muss zurück, ich brauch ihm heute im Club und er soll sich um diese Hexe kümmern und uns gefälligst aufklären!“
„Bin schon weg!“, Leo biemte sich weg.
„Also Urlaub… wenn wir das Gewusst hätten, dann hätten wir ihn nicht gesucht!“, Phoebe setzte sich auf den Sessel.
„Ja, aber ich finde das einer der Beiden was hätte sagen können. Und das Zeichen auf Chris hand…“
„Lässt dir das noch immer keine Ruhe Paige?“, fragte Phoebe nach.
„Nein, immerhin sah es magisch aus und er hat nicht gesagt wo es her ist. Auch wenn er auch ein Hexer ist, glaub ich nicht, dass er es selbst gemacht hat. Außerdem find ich es im Buch der Schatten nicht. Das ist doch merkwürdig, oder?“, widersprach Paige.
„Warum? Nur weil du nicht weißt was es ist? Paige, nicht alles ist immer nur schlecht. Außerdem hast du doch gesagt, das du einige Symbole, als Runen erkannt hast“, wandte Piper in und setzte sich zu ihrer Halbschwester auf das Sofa.
„Schon, aber ich bin mir nicht sicher, was das soll und dieses Spinnennetz in diesem Kreis? Außerdem war es so klein, das ich nicht genau weiß, was ich da gesehen hab…“, zuckte Paige mit den Schultern.
„Am Besten ist du fragst Chris noch mal danach…“
„Mich was fragen?“, machte sich Chris ein, der sich eben hergebiemt hatte.
„Hallo! auch mal wider da?“, lächelte Phoebe ihn ironisch an.
„Leo wollte euch sagen, dass ich oben bin…“, rechtfertigte sich Chris: „Er meinte das mich wer sucht. Wen meinte er damit?“
„Chelsea heißt die Kleine, kennst du sie?“, nickte Piper immer noch scharfzüngig.
„Chelsea?“, Chris runzelte die Stirn.
„Ja, sie ist auf dem Dachboden aufgetaucht und alles was sie wollte war dich in die Finger zu bekommen. Wer ist sie?“, erklärte Paige und sah ihn gespannt an.
„Sie ist… Biancas Cousine… ich kümmere mich drum… Ihr wisst nicht zufällig wo sie ist?“, wollte Chris wissen.
„Nein, aber du hast heute Abend im Club anzutanzen! Um 21 Uhr wirst du dich hinter die Theke stellen und ausschenken! Wehe wenn nicht!“, fuhr Piper ihn noch an.
„Bin ich denn Barkeeper oder was?“, gab Chris zurück.
„Nein, aber das ist die Strafe, dass du einfach so verschwunden bist und räum dein Zimmer im Club auf! Ich will keine Ratten!“
„Piper… du verschreckst ihn nur… Chris. Es ist so, dass Piper unter Stress steht, ihr haben viele für heute abgesagt, weil sie krank sind und wir anderen haben zu tun. Also könntest du bitte im Club noch mal aushelfen? Bitte, sonst ist Wyatt allein…“, bat Phoebe inständig.
„Aber nur noch heute, verstanden? Ich hab nicht vor, einen Lehre als Barkeeper anzufangen. Ich bin dann da…“
Chris stand im Park und sah auf die Bank vor ihm. Dort hatte er mit Bianca gesessen und ihr den Antrag gemacht… doch jetzt…
Es sieht hier anders aus, dachte sich Chelsea die wieder an dem Ort war und sich nach Chris umsah.
Chris drehte sich zu ihr um: „Hallo, ich dachte mir, das du mich hier suchst…“
„Dann weißt du wohl auch was ich hier von dir will", hoffte sie.
„Nein, das nicht… das hast du ja niemanden gesagt…“, gab Chris zurück und setzte sich hin: „Also, was kann ich für dich tun?“
„Ich will Rache an dir. Komm mit mir zurück, dorthin wo du hingehörst und alles ist okay. Wenn du es nicht tust, dann werd ich mich eben hier um dich kümmern müssen", sprudelte es aus ihr heraus. Sie wollte es einfach nur hinter sich bringen und nicht viel Zeit verschwenden.
„Nein, ich kann nicht zurück… Noch nicht. Ich hab meine Aufgabe hier noch nicht beendet!“, erwiderte Chris: „Wyatt ist noch immer eine Gefahr. Chel, bitte, Bianca hat mich auch wieder hergeschickt.“
„Bianca ist tot und du kannst Wyatt nicht vor dem Bösen retten", entgegnete sie und sah auf ihn herab: „Aber wenn das so ist, dann lässt du mir keine andere Wahl". Sie machte sich langsam bereit auch wenn sie nicht wirklich wollte: Schwarze Magie, ihre Kräfte als Phönixhexe, nein, sie wollte nicht… aber es ging nicht anders, sollte Chris nicht freiwillig mitwollte.
Chris seufzte: „Lass es. Ich hab nicht gewollt, dass Bianca stirbt, Ich hab sie geliebt und wollte sie heiraten. Und wenn ich Erfolg hab, dann wird sie nicht streben. Wir werden eine andere schönere Zukunft haben.“
„Glaubst du das wirklich? Du hast Bianca doch nur getroffen weil Wyatt böse wurde. Denk mal nach, wenn er gut wird, dann wirst du nie auf Bianca treffen und dich nie in sie verlieben. Du machst alles umsonst.“
„Das ist…“, Chris stockte kurz: „Sie würde auf jeden Fall leben! Und mich nicht vermissen, da sie mich nicht kennt. Aber ihr seid zusammen, zählt das nicht?“
„Aber du würdest sie nie treffen, komm mit mir“, immer noch sah Chelsea Chris an und versuchte es auf die sanfte Tour ohne magische Gewalt.
„Nein! Ich will Wyatt retten und das werde ich auch!“, entgegnete Chris und sah zu ihr auf: „Sonst noch was?“
„Hör endlich auf, du wirst das nicht schaffen. Das kann Keiner", entgegnete sie. Sie wusste auch, dass wenn Chris das schaffen würde, sie wohl nie auf Wyatt treffen würde.
„Du kannst mich nicht zwingen!“, gab Chris zurück: „Tut mir leid!“
„Doch das kann ich", erwiderte sie: „Und es ist mir egal ob es dir leid tut oder nicht"
„Nein!“, Chris stand auf und sah sie an: „Ich bleib hier!“, dann biemte er sich einfach weg.
Chelsea war sauer auf sich. Hätte sie früher reagiert, so hätte sie ihm die Kräfte rauben können und ihn so leicht zurückbringen können. Ich hab nur drei Monate Zeit sagte sie sich und dachte über Wyatts Worte nach.
schreibt bitte einen kommi
bitte^^
Und nun habt ihr hier auch noch eine zweite person kennengelernt, nämlich Chelsea
nun würd mich mal interessieren wenn der beiden ausgedachten charaktere (phil/philline und chel/chelsea) mögt ihr mehr?
Signatur
 
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Long ago in the ancient past
I remember a life when we first met
In a dark shadow realm under a big full moon
There and then I could tell
You try to break my will
But now watch as I rise to a whole new height
And my mad battle cry will be heard all night |