RikiOhh 


Status: Offline Registriert seit: 30.03.2005 Beiträge: 11983 Nachricht senden | Erstellt am 17.04.2007 - 21:36 |  |
Der bisher schlimmste Amoklauf in der Geschichte der USA!!!
Todesschütze hinterlässt Brief
Der Amokschütze von Virginia hat US-Medienberichten zufolge einen hasserfüllten Abschiedsbrief hinterlassen. Im Wohnheimzimmer des Studenten Cho Seung Hui sei ein mehrseitiges Schreiben entdeckt worden, in dem sich der 23-Jährige gegen "reiche Kinder", "betrügerische Scharlatane" und "Ausschweifungen" auf dem Campus der Virginia-Tech-Universität in Blacksburg auslässt. Das berichten US-Medien und berufen sich auf Ermittler. "Ihr habt mich gezwungen, dies zu tun", zitierte der Fernsehsender ABC aus dem Schreiben. Der Südkoreaner hatte bei dem Amoklauf am Montag 32 Menschen und dann sich selbst erschossen.
Bereits Feuer in Wohnheim gelegt
Die "Chicago Tribune" berichtete, Cho sei in letzter Zeit durch seltsames Verhalten aufgefallen. Er sei "aggressiv und verwirrt" aufgetreten, habe Frauen nachgestellt und in einem Wohnheim Feuer gelegt, erfuhr die Zeitung von Ermittlern. Aus Gerichtsunterlagen geht auch hervor, dass er erst vor wenigen Tagen einen Strafzettel wegen Geschwindigkeitsüberschreitung erhalten hatte. Zeitweise habe er möglicherweise Medikamente gegen Depressionen genommen. Cho Seung Hui lebte in einem Wohnheim auf dem Campus und studierte mit einem Ausländervisum Englisch. Ein Uni-Sprecher beschrieb ihn als "Einzelgänger", über den nicht viel bekannt sei.
Streit mit der Freundin
Dem Massaker ging offensichtlich eine Auseinandersetzung mit seiner Freundin voraus. Das berichtete ein Kommilitone des Schützen im Fernsehen. Cho Seung Hui habe seine Freundin erschossen und danach einen Mann, der den Streit schlichten wollte. ABC berichtete, Cho sei dann in sein Zimmer zurückgekehrt, wo er sich neu bewaffnete und das Schreiben zurückließ. Die Ermittler bewerteten den Abschiedsbrief als "verstörend". Zweieinhalb Stunden später sei Cho dann in ein Unterrichtsgebäude auf dem Campus gegangen und habe dort 30 Menschen und schließlich sich selbst erschossen.
Klassenräume mit Kette verriegelt
Chos Leichnam sei am Tatort neben anderen Opfern gefunden worden, teilte die Polizei mit. Überlebende berichteten von dramatischen Momenten der Panik: Eine Studentin, Erin Sheehan, konnte dem Amokschützen nur entkommen, weil sie sich tot stellte, als er ihre Deutsch-Klasse ins Visier nahm. Studenten sprangen in Panik aus dem Fenster. Ein Wachmann wurde erschossen, als er einem Verwundeten zur Hilfe kam. Der Amokläufer hatte laut Universitätspräsident Charles Steger die Klassenräume mit einer Kette verriegelt, damit keiner entkommen konnte.
In aller Ruhe nachgeladen
Augenzeugen berichteten, der Amokläufer sei sehr kaltblütig vorgegangen und habe seine beiden Waffen, Medienberichten zufolge eine halbautomatische Walther-Pistole und eine Waffe vom Typ Glock, mehrere Male in aller Ruhe nachgeladen. Ein Waffenexperte sagte, der Schütze müsse mehrere Schachteln Munition gehabt haben. Ein Krankenhaussprecher sagte, alle Verletzten wiesen mindestens drei Schusswunden auf. Als die Polizei den Campus stürmte, erschoss sich der Täter selbst. "Er hat sich von hinten in den Kopf geschossen, und sein Gesicht flog weg" sagte eine Augenzeugin.
Polizei dachte, Täter sei geflohen
Unterdessen kritisierten immer mehr Betroffene und Angehörige die Polizei. Im Mittelpunkt stand die Frage, warum die Polizei den Campus nicht sperrte, als am Montagmorgen im Studentenwohnheim West Ambler Johnston Hall die ersten beiden Opfer erschossen wurden. Die Ermittler gingen nach eigenen Angaben davon aus, dass der Täter geflohen sei.
Angehörige warten verzweifelt auf Nachricht
Überlebende und Angehörige reagierten empört: "Wenn jemand zwei Menschen in einem Wohnheim umbringt, müssen doch alle sofort gewarnt werden", sagte Lorraine Watkins, deren Tochter an der Universität studiert. Verzweifelt warteten am Dienstag im Konferenzzentrum der Universität immer noch zahlreiche Menschen auf Informationen über das Schicksal von Angehörigen und Freunden. "Wir wissen nicht, ob sie tot ist oder verletzt", sagte Mary Peterson, die seit Montag nichts mehr von ihrer Schwester gehört hat. "Wir wissen gar nichts." Nach Angaben der Uni-Verwaltung kann die Identifizierung der Opfer "mehrere Tage" dauern, da auch mehrere ausländische Studenten unter ihnen seien.
"Er war sehr ruhig"
Wie weiter bekannt wurde, war Cho 1992 in die USA gekommen und besaß als so genannter "dauerhafter Einwohner" eine "Green Card". Dieser Status ermöglicht es im Staat Virginia, wie US-Bürger legal Waffen zu erwerben. Chos Eltern leben in der Stadt Centreville nahe der Bundeshauptstadt Washington und über 700 Kilometer vom Tatort entfernt. Sie sollen eine Reinigung betreiben. "Er (Cho) war sehr ruhig, hat sich immer von anderen fern gehalten", zitierte die "Chicago Tribune" einen Nachbarn. Briefträger Rod Wells beschrieb Mutter und Vater als stets freundlich und höflich. "Keine Eltern verdienen so etwas", sagte er sichtlich erschüttert.
Waffen-Quittung im Rucksack
Offensichtlich besorgte sich Cho die Schusswaffen erst kurz vor der Tat. Die Neun-Millimeter-Pistole habe er sich erst am Freitag gekauft, berichtete ABC. Wenig später habe er sich eine 22-Millimeter-Waffe zugelegt. In seinem Rucksack habe sich weitere Munition befunden.
Bush will Waffengesetz nicht verschärfen
Trotz der Bluttat lehnte es US-Präsident George W. Bush erneut ab, das Waffenrecht zu ändern. "Der Präsident ist überzeugt, dass die Menschen ein Recht auf das Tragen von Waffen haben", sagte Sprecherin Dana Perino nach dem Massaker. Seit Bushs Amtsantritt 2001 wurden die ohnehin schwachen Vorschriften zur Waffenkontrolle weiter gelockert. Die Demokraten forderten als Konsequenz aus dem Massaker schärfere Vorschriften. Im Bundesstaat Virginia sind die Bestimmungen besonders lax: Jeder Bürger über 18 Jahren darf eine Waffe kaufen, wenn er nicht vorbestraft ist.
Quelle: T-Online
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Status: Offline Registriert seit: 05.02.2005 Beiträge: 8646 Nachricht senden | Erstellt am 18.04.2007 - 14:37 |  |
hmm das is eine schreckliche sache... dass dieser junge dazu fähig war ist erschreckend! Es muss einiges passieren bevor man schweigend 32 menschen tötet. Und da war kein killerspiel im spiel, soviel kann man wohl jetzt schon sagen!!
Übrigens hasse ich es zu lesen dass jetzt der dortige Polizeichef um seinen Stuhl bangen muss, weil er nach dem scheinbar abgeschlossenen doppelmord nicht den gesamten campus gesperrt hat. WO ist da die Logik? soll der gute mann bei jedem vorfall die extremste konsequenz ziehen? soll etwa bei jedem mord aus angst vor einem unvorhersehbaren schrecklichen amoklauf immer die halbe stadt gesperrt werden? So wäre keine geregelte öffentlichkeit mehr möglich! ich finde es sehr unangebracht den Mann für seine Routine zu verurteilen, schließlich kann man nie vorher ahnen wer durchdrehen könnte oder durchgedreht sein könnte, und schon garnicht, ob "nur" ein doppelmord oder ein auftakt zu einem massaker vorliegt...
das ganze ist jedenfalls eine grauenhafte katastrophe, für die amerikaner ein nationaler albtraum... ich bin ebenso tief getroffen, schließlich will ich eines tages auch an einer technischen uni studieren... am meisten berührt mich der tragische tod eines israelischen Professors, der seine Schüler schützen wollte... generell, der tod von studenten und professoren ist eine bittere sache, was da an ideen, idealen und potential gestorben ist... ich bin tief getroffen 
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