Goobloy  °._.=*Admine*=._.°


Status: Offline Registriert seit: 06.06.2005 Beiträge: 80 Nachricht senden | Erstellt am 11.06.2005 - 17:55 |  |

Bin ich geeignet als Chinchillahalter?
Als Chinchillabesitzer muss man einige grundlegende Punkte beachten. Die kleinen seidenweichen Tiere sind Nachtaktiv. Die Chinchillas werden abends zwischen 16.00 Uhr und 18.00 Uhr wach, und legen sich morgens zwischen 06.00 Uhr und 08.00 Uhr zur Ruhe. Die Chinchillas lieben die Bewegung. Darum benötigen Sie einen grossen Käfig oder noch besser man gibt ihnen einige Stunden Auslauf. Bei einem Auslauf der Chinchillas in der Wohnung muss man beachten, dass die hübschen Tiere, Nager sind. Alles was ihnen in der Wohnung begegnet muss beschnuppert und versucht werden. Die scharfen Nagezähne können unübersehbare Spuren im Mobiliar, Kabel usw. hinterlassen. Ein Chinchilla ist ein "wildes" Tier oder anders gesagt ein halbzames Tier mit einem eigenen Willen. Chinchillas können bei korrekter Haltung zwischen 10 und 15 Jahren alt werden. Bei Ausnahmen können sie bis zu ca. 20 Jahren alt werden. Die Chinchillas erreichen zwar ein hohes Alter wie die Katzen, aber man kann sie nicht immer oder gar nicht minutenlang auf dem Arm halten. Das Chinchilla wird sich nach einer kurzen Zeit wieder zurück ziehen. Also wenn sie gerne ein Schosstierchen hätten, ist das Chinchilla nicht das richtige Tier dafür. Auch für Kinder ist das Chinchilla nicht das geeignete Haustier. Wenn die Kinder durch den Tag putzmunter sind, dann wollen die Chinchilla ihre Ruhe und ihren Schlaf. Auch wenn sie andere Haustiere besitzen wie etwa ein Hund, Katze, Vögel oder andere Nager sollten sie auf Chinchillas verzichten.
Standort des Käfigs
Der Standort des Käfigs muss gut ausgewählt werden. Dabei sollte man beachten, dass Chinchillas nachtaktive Tiere sind und durch den Tag ruhen. Die Tiere erschrecken, wenn sie am Tage durch schnelle und ungewohnte Bewegungen ausgesetzt sind. Beim plazieren des Käfigs sollte man folgende Punkte beachten:
Die Rückenwand des Käfigs sollte an einer Wand stehen, so dass niemand hinter dem Käfig durchgehen kann. Der Käfig sollte nicht in einem Flur stehen, wo man tagsüber mehrmals vorbei geht. Den jedesmal wenn jemand vor dem Käfig durchgeht, schrecken die Tiere auf. Vorsicht vor Zugluft. Der Käfig sollte nicht an einem Ort stehen wo er der Zugluft ausgesetzt ist. In dem Zimmer wo der Käfig steht, sollten sich keine anderen Haustiere aufhalten. Auf jdenfall keine Vögel. Das gezwitscher der Vögel stört die Ruhe der Chinchillas. Wenn der Käfig im Wohnzimmer aufgestellt wird, sollte er so plaziert werden, dass die Tiere den gesamten Raum überblicken können. Der Käfig sollte auch nicht neben einer Türe eines Zimmers stehen. Denn bei jedem betreten des Zimmers erschrecken die Tiere. Der Käfig muss an einem hellen Ort stehen, aber nicht an der Sonne. Durch die steigende Temperatur, könnte das Chinchilla einen Hitzschlag bekommen. Zum Anfang
Pflege des Chinchillas
Als Halter von Chinchillas sollte man folgende Punkte beachten, um im allgemeinen keine grösseren Probleme mit den Tieren zu haben.
Füttern der Tiere Zeit der Fütterung Trinkwasser Baden im Sand Holz für Nagezähne Füttern der Tiere In der südamerikanischen Heimat ernähren sich die Chinchillas von Steppengras, Früchten, Blättern und von Rinde kleiner Sträucher und Büsche. Auch Kakteen dienen den Chinchillas als Nahrung, dessen Wurzeln, Stämme, Blätter und das fleischige innere auch als Wasserquelle dienen. Der Darm des Chinchillas ist auf karge Nahrung seiner Heimat eingerichtet. Nur wenn es genügend Ballaststoffe bekommt, wie Heu und Pellets, kann es auf die Dauer in der Obhut des Menschen gesund bleiben. Beim verfüttern von Leckerbissen ist Vorsicht geboten. Die Chinchillas gewöhnen sich schnell an Leckerbissen wie Nüsse, Sonnenblumenkerne und all die fett- und ölhaltigen Nahrungsmitteln. Aus diesem Grunde sollte man Leckerbissen in geringen Mengen oder gar nichts den Tieren verfüttern. Ansonsten läuft man Gefahr, sein Chinchilla zu Tode zu füttern.
Grundnahrung: Pellets und Heu
Pellets bestehen aus gemahlenen Getreidearten und gepresstem Heu. Zusätzlich werden noch Mineralstoffe und Vitaminen beigemischt. Diese speziellen Pellets für Chinchillas erhält man in den Zoofachhandel oder beim Züchter. Man muss dabei beachten, dass es kein Ersatzfutter für Chinchillas gibt. Das Grundfutter für Kaninchen oder andere Nager, welches häufig als Ersatzfutter angeboten wird, kann bei Chinchillas Leberschäden verursachen. Achten sie beim Kauf darauf, dass sie die richtige Packung Chinchilla-Futter erwerben.
Auch das Heu gehört zum Grundfutter der Chinchillas. Man sollte unbedingt darauf achten, dass das Heu trocken gelagert wird. Denn trockenes Heu ist sehr wichtig für die Chinchillas. Bei der Lagerung sollte man darauf achten, dass sich keine Schimmelpilze bilden. Am besten ist es, wenn man das Heu in einer luftdurchlässigen Tasche lagert. Ich empfehle das Heu welches in Plastiksäcken verkauft wird, zu Hause sofort aus dem Plastik zu nehmen und in eine Papiertüte oder Kartonschachtel abzufüllen. Wenn man das Heu im Plastiksack lagert, kann sich im Kondenswasser bilden. Die Bildung von Schimmelpilz ist dann vorprogrammiert. Er bildet sich rasch und ist kaum sichtbar.
Trinkwasser
Das Trinkwasser sollte täglich gewechselt werden. Wichtig ist, dass das Wasser Zimmertemperatur hat, wenn es den Chinchillas in die Wasserflasche abgefüllt wird. Das Wasser sollte abgekocht werden, da heute vieler Orts Chlor dem Leitungswasser beigemischt wird. Für die Anregung des Appetits der Chinchillas kann man dem Wasser ein wenig Obstessig beimischen (0.5 Teelöffel Obstessig auf 0.25l Wasser). Der Obstessig ist auch gesund für die Darmflora des Tieres.
Aber Vorsicht nicht alle Tiere reagieren gleich auf den Obstessig. Wenn ein Tier durch den Obstessig Durchfall bekommt, sollte man das beimischen von Obstessig unterlassen!
Leckerbissen
Frische Äste von Sträuchern und Bäumen kann man den Chinchillas auch verfüttern. Die Rinde der Äste ist für die Chinchillas Nahrung.
Als Leckerbissen kann man folgendes verfüttern: Äpfel, Karotten, hartes Weissbrot, getrocknete Löwenzahnwurzel, Rosinen und trockene Hagenbutte wie Lindenblühten.
Die Leckerbissen nur in einem kleinem Masse verfüttern, denn ein Chinchilla gewöhnt sich rasch an die Leckerbissen. Leckerbissen sollten nur einmal in der Woche verfüttert werden. Die Menge sollte sich auf ein bis zwei Stücke pro Tier beschränken.
Zeit der Fütterung
Füttern sie ihr Chinchilla abends, wenn es wach ist. Füttern sie täglich die Grundnahrung wie Pellets, Heu und Wasser. Die Menge der Pellets pro Tag pro Tier beträgt 1 gehäufter Esslöffel. Geben sie auch eine Handvoll Heu. Wenn das Chinchilla das Heu nicht aus der Heuraufte frisst, sollten sie das Heu auf den Käfigboden legen. Aber dann müssen sie jeden Abend das alte Heu restlos aus dem Käfig räumen und neues hineinlegen. Baden im Sand
Damit das Chinchilla sich wohl fühlt und gesund bleibt, braucht es täglich sein Sandbad, zur Pflege des Fells. Deshalb stellen sie ein geeignetes Gefäss gefüllt mit dem Chinchilla - Spezialsand in den Käfig. Das Gefäss dient als Badewanne und sollte deshalb etwas grösser sein als das Chinchilla (zum Beispiel eine alte Gratinform). Das Gefäss sollte aus nagesicherem Material und standfest sein. Das Chinchilla dreht und wälzt sich im Sand. Ohne das tägliche Sandbad verliert das Fell seine Feinheit und wird fettig, klebrig und zottig. Der Chinchilla - Spezialsand ist feiner als jeder Vogelsand und durch nichts zu ersetzen. Suchen sie im Zoofachhandel nach dem Spezialsand. Man sollte aufpassen, dass man nicht den Quarzsand, welcher im Zoofachhandel als Chinchillasand verkauft wird, erwirbt. Der Quarzsand (Steinmehl) nimmt keine Feuchtigkeit auf.
Zahnpflege
Da die Zähne der Chinchillas ständig wachsen, muss es seine Zähne abwetzen können. Geben sie deshalb den Chinchillas genügend Nagematerial. Wie zum Beispiel frische Äste (Weiden, Buchen oder Haselnuss).
Auslaufmöglichkeit / grösse des Käfigs
Wir empfehlen einen hohen Käfig, wie eine Flugvoliere für Kleinvögel, für die Chinchillahaltung. Die Abmessungen betragen ca. H=170cm T=80cm B=50cm. Die Plastikschalen, welche zum Käfigboden mit geliefert werden, sind nicht geeignet, weil die Chinchillas benagen den Plastik gerne. Eine geeignete Schale aus Alu oder Zinkblech, kann man sicher in einer Metall- oder Sanitärunternehmung anfertigen lassen. Den engen Abstand der Gitterstäbe in horizontaler und vertikaler Richtung von ca. 14mm, welche die Kleinvogelvolieren haben, eignen sich sehr gut für die Chinchillas. Durch das Gitternetz kann auch kein Jungtier schlüpfen. Die Jungtiere können am Gitternetz leicht hochklettern und erreichen dadurch leicht die Sitzbretter oben im Käfig!
Der Käfig wird mit Sitzbrettern in verschiedenen Höhen eingerichtet. Ebenso werden Nageäste eingebaut, wo die Tiere ihre Zähne abwetzen können herum klettern können. Nicht vergessen darf man die Schlupfwinkeln im Käfig, welche man mit Röhren (Röhren aus nagefestem Material wie Ton oder Zement) und Holzhäuschen ersetzt.
Auch wenn man einen grossen Käfig für die Chinchillas besitzt, benötigen die Tiere ihren täglichen Auslauf, nur so können sie den ausgeprägten Bewegungsdrang des Chinchillas gerecht werden. Am Anfang sollte man den täglichen Auslauf genau überwachen. Auch später sollte man den Auslauf des Chinchillas beaufsichtigen. Man darf nicht vergessen das, dass Chinchilla ein Nagetier ist und gerne am Mobiliar herumnagt! Geben sie dem Chinchilla 1 bis 2 Stunden Auslauf pro Abend, und befassen sich mit dem Tier aktiv. Wenn sie dann anschliessend das Tier zurück in den Käfig bringen möchten, locken sie es mit Futter. Jagen sie das Chinchilla nie, um es in den Käfig zu bringen. Das Tier verliert sonst das Vertrauen zu ihnen!
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