dagmar

Status: Offline Registriert seit: 27.06.2004 Beiträge: 28 Nachricht senden | Erstellt am 16.03.2006 - 07:16 |  |
Scharfes Capsaicin lässt Krebszellen Selbstmord begehen
London (pte/15.03.2006/12:24) - Jener Stoff, der dafür sorgt, dass Chili
so scharf ist, schafft es Prostatakrebszellen zum Selbstmord zu bringen,
berichtet das Wissenschaftsmagazin Cancer Research Journal
http://cancerres.aacrjournals.org . Wissenschaftler des
Cedars-Sinai-Medical Center haben an genetisch veränderten Mäusen, die an
Prostatakrebs litten, Versuche durchgeführt. Britische Forscher warnen
hingegen davor zu viel Chilis zu essen. Untersuchungen haben nämlich
ergeben, dass dies Magenkrebs verursachen könne.
Tests haben gezeigt, dass Capsaicin dazu führt, fast 80 Prozent der
Krebszellen in den Tod zu treiben. Die US-Forscher unter Soren Lehmann
haben den Mäusen Extrakte, die dem Äquivalent eines Mannes mit 90,7
Kilogramm und einer Einnahme von 400 Milligramm Capsaicin drei Mal pro
Woche entsprechen, verabreicht. Zudem berichten die Wissenschaftler
darüber, dass Tumore, die mit Capsaicin behandelt wurden, deutlich
kleiner wurden. Capsaicin ist offensichtlich in der Lage die Apoptose,
die bei Krebszellen krankhaft verändert ist, wieder zu regulieren. Der
Stoff hat auch die Zahl der Prostata-spezifischen-Antigene PSA, einem
Protein, das von Krebszellen produziert wird, verringert.
"Die Studien klingen tatsächlich viel versprechend", so Chris Hiley vom
Prostate Cancer Charity in London http://www.prostate-cancer.org.uk im
pressetext-Interview. Es bleibe allerdings unklar, ob es Männern, die
tatsächlich an Prostatakrebs leiden, helfen kann. Die Expertin rät
allerdings davor ab, große Mengen an Chili zu sich zu nehmen.
"Wesentlicher ist, dass sich die Menschen einfach gesünder ernähren und
den Fleischkonsum einschränken", so Hiley. Die Expertin rät dazu weniger
verarbeitete Fleischprodukte zu essen und mehr Gemüse, Obst und Fisch zu
sich zu nehmen. "In der Vergangenheit haben Untersuchungen nämlich
ergeben, dass Menschen in Mexiko und Indien aufgrund scharfer Speisen
häufiger unter Magenkrebs leiden." Vielleicht werde es in Zukunft möglich
sein, das Capsaicin zu extrahieren, so dass es ohne Probleme eingenommen
werden kann.
Die Erforschung des Capsaicin hat in den vergangenen Jahren erstaunliche
Fortschritte gemacht. Der Stoff wird bereits heute in Schmerzmitteln,
Wundsalben und zur Verringerung der Thrombozyten eingesetzt. (Ende)
Quelle:
Aussender: pressetext.austria
Redakteur: Wolfgang Weitlaner
Pressetext
Signatur Leider kann der einzelne nichts an Missständen verändern, aber wir können versuchen uns gegenseitig zu stärken und alle Möglichkeiten auszuschöpfen, die es für uns selbst und Angehörige gibt! |