Tanja  Alpha-Wölfin


Status: Offline Registriert seit: 24.04.2005 Beiträge: 413 Nachricht senden | Erstellt am 14.05.2005 - 23:01 |  |
Der Chart Polski / Polnischer Windhund
Der Chart Polski ist ein Hund von großem Wuchs, kraftstrotzend, muskulös, deutlich stärker und nicht so fein in den Körperformen wie die anderen kurzhaarigen Windhunde. In seiner Erscheinung gleicht er dem Typ des asiatischen Windhundes, der sein Urahn ist.

FCI-Standard Nr. 333 /12.10.1998 / D (Polnischer Windhund) Ursprung: Polen Datum der Publikation des gültigen Originalstandards: 23.12.1990 Klassifikation F.C.I.: Gruppe 10 Windhunde, Sektion 3 Kurzhaarige Windhunde, Ohne Arbeitsprüfung Verwendung: Zur Jagd auf Feldhase, Fuchs, Reh und Trappe, aber auch zur Wolfsjagd verwendet
Kurzer geschichtlicher Abriss: Die Anwesenheit des Chart Polski in Polen ist seit dem XIII Jahrhundert belegt; es handelt sich wahrscheinlich um Nachkommen asiatischer Windhunde vom Typus Saluki. Da der Barzoi im XVI. Jahrhundert vor der Regierungszeit des Zaren Iwan des Schrecklichen unbekannt war, ist es unmöglich, dass der Chart Polski aus einer Kreuzung zwischen Greyhound und Barzoi entstanden ist, wie der russische Autor Sabaniejew behauptet hat. Die Erwähnung des polnischen Windhundes in der Literatur, insbesondere in der Jagdliteratur, ist häufig und die Darstellungen in der Ikonographie sind auffallend einheitlich. Dieses gleichförmige Aussehen des polnischen Windhundes auf Zeichnungen und Gemälden zeigt, dass trotz verschiedener Einkreuzungen das äußere Erscheinungsbild der Rasse bis zum Ende des XIX. Jahrhunderts unverändert geblieben ist.
Allgemeines Erscheinungsbild: Der polnische Windhund ist ein Hund von großem Wuchs, kraftstrotzend, muskulös, deutlich stärker und nicht so fein in den Körperformen wie die anderen kurzhaarigen Windhunde (doch darf er weder plump noch träge sein). In seiner Erscheinung gleicht er dem Typ des asiatischen Windhundes, der sein Urahn ist. Starker Knochenbau, kurz gefügter Körper, deutlich sichtbare Muskulatur und mächtige Kiefer zeugen davon, dass dieser Hund unter den schwierigen Bedingungen des polnischen Klimas zur Jagd benutzt wurde. Die ausdrucksstarken Augen und der aufgeweckte, durchdringende Blick spielen eine wichtige Rolle in der Erscheinung des Polnischen Windhundes.
Wichtige Proportion: Das Verhältnis zwischen Körperlänge und Widerristhöhe sollte 10,2 bis 10,3 : 10 betragen.
Verhalten/Charakter (Wesen): Der Polnische Windhund ist selbstbewusst, sicher, zurückhaltend und mutig. Bei der Verfolgung ist er schnell, sehr geschickt und ausdauernd. In Aktion reagiert er schnell und heftig.
Kopf: Kräftig, trocken und lang. Bei den Rüden liegt das Verhältnis von Kopflänge zur Widerristhöhe bei 37-39 : 100, bei den Hündinnen 36-38 : 100. Das Verhältnis zwischen Fanglänge und Länge des Schädels liegt bei 1 : 1, aber der Fang kann geringfügig länger sein. Die Kopfbreite in Höhe des Jochbeins verhält sich zur Kopflänge ungefähr wie 38 : 100. Das gewünschte Verhältnis zwischen Fangumfang vor den Augenhöhlen zur Kopflänge liegt ungefähr bei 80 : 100. Oberkopf Schädel: Das Schädeldach sollte flach sein, die Stirnfurche wenig betont und vorzugsweise 5,1 mm tief sein; Stirnvorsprünge und Augenbrauenwulst wenig betont. Die seitlichen Begrenzungslinien des Schädels sollten vollkommen mit der seitlichen Begrenzungslinien des Fanges verschmelzen. Stop: Wenig betont Gesichtsschädel Nasenschwamm: Schwarz oder von dunkler Farbe, groß, über die Lippen vorstehend. Fang: Kräftiger Fang, der sich zur Nase hin verschmälert ohne den Eindruck zu vermitteln, er würde spitz sein; für einen Windhund ist er eher stumpf. Ein leichter Höcker, der häufig auf dem Nasenrücken vorkommt, ist kein Disqualifikationsgrund. Die oberen Begrenzungslinien von Schädel und Fang sollten leicht divergierend verlaufen. Lippen: Über die ganze Länge gut abgesetzt, ohne Übertreibung trocken; am Beginn des Fanges dürfen sie eine sehr kleine Falte bilden, die die pigmentierten Ränder der Unterlippe bedeckt. Sie sind aber nie lose hängend und verdecken nicht den Unterkiefer. Kiefer/Zähne: Starke Kiefer und Zähne. Scherengebiss, Zangengebiss wird akzeptiert. Augen: Dunkle Augen erwünscht; je nach Fellfarbe ist die Iris dunkelbraun bis bernsteinfarben. Augen ausdrucksvoll, ziemlich groß, leicht schräg (mandelförmig). Der Ausdruck der Augen muss rassetypisch sein: aufgeweckt und durchdringend. Ohren: Von mittlerer Größe, ziemlich schmal; legt man sie nach vorne um, muß die Ohrenspitze mit Leichtigkeit bis zu den inneren Augenwinkeln reichen. Der Ohransatz liegt in Höhe der Augen. Der Knorpel der Ohrmuschel ist ziemlich weich; die Ohren machen einen recht fleischigen Eindruck. Die Ohren dürfen wie folgt getragen werden: - nach hinten geknickt, den Hals berührend, - dachförmig, - bei Erregung völlig aufgerichtet oder mit leicht nach vorne gekippter Spitze. Hals: Lang, muskulös, kräftig, von ovalem Querschnitt; er steigt sanft vom Widerrist aus an; der Kopf wird ziemlich hoch getragen (in Ruhehaltung trägt der Polnische Windhund den Kopf etwas tiefer als der Greyhound).
Körper: Im freien Stand sollte die Widerristhöhe der an den Kreuzbeinwirbeln gemessenen Körperhöhe entsprechen. Widerrist: Klein, aber ausgeprägt. Obere Profillinie: Über dem Brustkorb gerade; die Lendenpartie ist sanft gewölbt. Bei Hündinnen ist es kein Fehler, wenn die obere Linie auch in der Lendenpartie nahezu gerade ist. Lenden: Breit, muskulös. Kruppe: Schräg liegend, sanft abfallend, lang, breit und muskulös; viel Abstand zwischen den Hüfthöckern (der Abstand zwischen den Hüfthöckern entspricht 12 - 14% der Widerristhöhe). Brust: Brustkasten sehr geräumig und tief hinabreichend (der ideale Brustkasten reicht mit der Brustbeingegend bis zum Ellbogengelenk); von vorne gesehen ist er mäßig weit; die Rippen, die hinter der Vertikalen durch die Brustbeinspitze liegen, sind deutlich gebogen, jedoch nicht tonnenförmig. Die Rippen sind lang und liegen schräg zur Wirbelsäule. Langes Brustbein. Bauch: Aufgezogen Rute: Lang, am Ansatz stark, in Ruhestellung tief getragen; das Rutenende sollte sichelförmig nach oben gebogen sein oder einen geschlossenen Ring bilden. In Ruhe kann sie der Hund auch vollständig aufrichten; in der Bewegung kann die Rute höher getragen werden, die Rutenbasis sollte aber nicht höher als die Lende getragen werden.
Gliedmaßen Vorderhand: Vorderläufe lang, trocken, gut bemuskelt, mit recht wenig Abstand voneinander, von vorne gesehen stehen die Läufe parallel zueinander. Unterarm: Lang; der Abstand von der Ellenbogenspitze zum Boden soll ungefähr 54% der Widerristhöhe betragen; die Proportion muss so ausgeglichen sein, dass nicht der Eindruck übertriebener Hochbeinigkeit entsteht. Vordermittelfuß: Leicht schräg zum Boden stehend. Vorderpfoten: Oval, Zehen gut aneinanderliegend und gewölbt. Hinterhand: Lang, gut bemuskelt, ziemlich gut gewinkelt, leicht nach hinten gestellt und etwas auseinanderstehend, allerdings deutlich weniger als beim Greyhound. Von hinten gesehen sind die Gliedmaßen parallel. Unterschenkel: Lang. Sprunggelenk: Kräftig Hinterpfoten: Oval, aber viel länger als die Vorderpfoten; Zehen gut gewölbt, kompakt.
Gangwerk: Die Bewegung muss fließend und energisch sein; die ihm eigene Winkelung der vorderen und der hinteren Gliedmaßen erlaubt eine Vorwärtsstreckung der Glieder in freier, raumgreifender Bewegung; im Schritt ebenso wie im Trab. Langsam geführt dürfen die Windhunde im Paßgang gehen, sollten aber bei Steigerung des Tempos die normale diagonale Schrittfolge zurückkehren. Eines der charakteristischen Merkmale ist die Bewegung der Hinterläufe: sie kann konvergierend ablaufen, der Windhund ,,strickt" im langsamen Trab; dies ist nicht fehlerhaft
Haut: Gut anliegend, elastisch.
Haarkleid Haar: Beim Anfassen erscheint das Haar elastisch, ziemlich hart, nicht "drahtig", aber auch nicht seidig. Es ist auf dem Rumpf von unterschiedlicher Länge, im allgemeinen etwas länger am Widerrist, auf den Seiten kürzer, am kürzesten am Brustbein und an den Gliedmaßen. Der Bauch ist feiner und dünner behaart. Am Gesäß und an der Rutenunterseite ist das Haar am längsten, bleibt aber auch hart; es bildet leichte Hosen und eine Bürste. Farbe: Alle Fellfarben sind erlaubt. Lidränder und Nasenschwamm schwarz oder dunkel; wenn die Fellfarbe heller ist, d.h. blau oder beige, ist dementsprechend auch der Nasenschwamm blau oder beige.
Größe: Das Idealmaß für die Hündin ist eine Widerristhöhe von 68 - 75 cm, für den Rüden eine Widerristhöhe von 70 - 80 cm. Exemplare, die größer sind als das ldealmaß, werden unter der Bedingung zugelassen, dass die rassetypische Morphologie gewahrt bleibt. Eine etwas geringere Größe als vom Standard vorgegeben ist kein Disqualifikationsgrund, wenn nicht noch andere Fehler hinzukommen.
Quelle
Signatur
Liebes Grüßle von Tanja und den Wuffs
 |