DAS Cello-Forum im Internet rund um Cellisten, Cello, E-Cello, Tonabnehmer, Arrangements, eigene Cellokompositionen
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madmops  erfahrener User
 

Status: Offline Registriert seit: 07.11.2006 Beiträge: 343 Nachricht senden | Erstellt am 06.04.2007 - 08:28 |  |
Zur Frage warum man nicht gleich ein gutes Cello zu Anfang haben soll:
Das gute Einspielen kann durchaus einen Einfluss auf den späteren Klang des Instruments haben. Bezüglich der Akkustik gibt es eine interessante Seite >>klick mich
Also vielleicht nicht zwingend gleich einen 5 Stelligen Betrag für das erste Instrument ausgeben.
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Nalbi  erfahrener User
 

Status: Offline Registriert seit: 25.11.2006 Beiträge: 402 Nachricht senden | Erstellt am 08.04.2007 - 21:35 |  |
Der Link von madmops ist natürlich sehr gut.
Was den Preis für ein Anfänger-Cello betrifft, so haben wir hier in unterschiedlichen Threads schon Erfahrungen ausgetauscht.
Ich selbst hatte mir aus einer Laune heraus ein Cello bei ebay ersteigert - Symphonie 24 aus Hamburg ist der Versender, ein Chinese  :undecided .
Wollte ursprünglich eines im Fachgeschäft kaufen und habe dann - mehr spontan als wohl überlegt (!) -einfach mal bei ebay zugeschlagen.
Mein Cello (Ebenholz-Wirbel und -Griffbrett, vier Feinstimmer)hat 180 Euro mit Bogen gekostet, der echte Marktwert liegt bei ungefähr 400 bis 600 Euro (wie man mir jetzt mehrfach sagte).
Zuerst war ich unzufrieden mit dem "Kracher", aber nach dem Saitenwechsel klingt es ganz manierlich.
Wenn ich (individuell empfunden nur für meine Person) nochmal zu tun hätte, würde ich auch als Anfänger lieber gleich ein Instrument beim Geigenbauer kaufen. Ich werde mir auch noch ein besseres Zweitinstrument zulegen. Das hat (bei mir) auch so etwas mit Wertigkeit zu tun. Habe stets das Gefühl (mag idiotisch sein...), auf einem Billigteil zu spielen und weiß manchmal nicht, ob ich oder das Instrument oder der Bogen für Mißklänge verantwortlich sind.
Ich denke, dass der von madmops erwähnte Geigenbauer aus dem Frankenland ein Geschäftspartner wäre, den man in die engere Wahl ziehen sollte.
Ausgeben würde ich als Anfänger so um 2.000 bis 3.000 Euro. Die Billigdinger können akzeptabel sein (so wie meines oder auch andere Celli), aber irgendwie fühlt man sich damit nicht wohl.....
Doch das ist auch - neben dem musikalischen Eindruck - eine Frage der Einstellung und der Gewohnheiten in anderen Lebensbereichen. Es ist Psychologie dabei, auch Markenfetischismus, sicher.
Ich will es mal anders ausdrücken:
Ein Oberhemd von C&A kann durchaus nützlich und auch chick sein, aber eines von Ralph Lauren vermittelt mir z. B. eine andere Wertigkeit, ist auch durchweg aus besserem Material und kostet leider dann auch das Fünffache.
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Pallas  schon länger dabei


Status: Offline Registriert seit: 08.03.2007 Beiträge: 69 Nachricht senden | Erstellt am 09.04.2007 - 00:20 |  |
und wenn man das geld nicht hat (was nichts besonderes ist wenn man jugendlicher ist)
sollte man versuchen eines zu leihen,
ist halt ne MÖGLICHKEIT n ordentliches instrument für den anfang zu haben
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Nalbi  erfahrener User
 

Status: Offline Registriert seit: 25.11.2006 Beiträge: 402 Nachricht senden | Erstellt am 09.04.2007 - 09:58 |  |
Hi, Pallas, würde ich auch so sehen.
Wenn Kinder und Jugendliche Spaß am Instrumentenspiel haben und auch nicht gerade untalentiert sind, sollte man nicht mit einem Billigteil herumprobieren.
Ich kenne das aus dem Gitarrenbereich nur zu gut (ich gab früher mal als Student Git.-Unterricht). Da kamen dann die Schüler mit einem Brennholz als Gitarre: keine Bundreinheit, schlechtes Griffbrett, kleiner Klangkörper - sie mühten sich ab und es kam nichts wirklich Hörenswertes dabei rum. Ab in den Ofen damit - habe ich dann den Schülern/Eltern gesagt.
Ach so: Was ich allerdings für unverschämt halte, ist ein 3-Monats-Leihpreis von 100 Euro für ein gutes Cello. Das ist einfach zu viel.
20 Euro im Monat sollten m. E. die Obergrenze sein (der Verleiher sollte das Leihcello normalerweise auch versichern bzw. der Entleiher sollte eine private Haftpflicht besitzen, denn wenn Schäden zu beklagen sind, muss Ersatz geleistet werden!).
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ShinDerChan  schon länger dabei


Status: Offline Registriert seit: 01.03.2007 Beiträge: 49 Nachricht senden | Erstellt am 09.04.2007 - 19:09 |  |
Meine Lehererin hat mir erzählt, dass ich Glück habe. Sie hat gesagt ihre Schüler ihn Wien bezahlen 29 Euro im Monat und bekommen dafür nur ein Billigcello aus China. So gesehen hab ich mit 26 Euro und gutes Cello in Salzburg Glück gehabt Aber stimmt, die Preise sind schon wucher.. Aber gut, wenn mans sich kauft ists ja auch net billig.
mfg Shin
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madmops  erfahrener User
 

Status: Offline Registriert seit: 07.11.2006 Beiträge: 343 Nachricht senden | Erstellt am 09.04.2007 - 19:15 |  |
Gut - über den Preis kann man streiten, aber wenn man bedenkt dass die meisten Cellobauer die soetwas anbieten die Leihgebühr anrechnen wenn man das Teil dann doch kaufen will finde ich das nicht so schlimm wenn für ein richtig gutes auch mal 40 Euro im Monat abgeknöpft wird. Ich behaupte mal dass das immer noch besser ist als dass sich jemand ein 400 Euro Set kauft und dann dieses Hobby aufgibt weil er aufgrund schlechter akkustig keinen Spass mehr daran findet.
Aber das ist halt eine zweischneidige Sache. Letztendlich muss jeder für sich entscheiden was es ihm wert ist.
Und ausserdem müssen die Cellobauer da einen Haufen Arbeit und Material vorstrecken, ist auch nicht zu verachten, denke ich.
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JAndante  schon länger dabei


Status: Offline Registriert seit: 24.02.2007 Beiträge: 101 Nachricht senden | Erstellt am 09.04.2007 - 20:53 |  |
RECHT HAST DU madmops!!!!Das was schwierig ist,ist einen vertrauenswürdigen Geigenbauer zu finden.Ein seriöser bietet für einen angemessenen Preis (20-30 Euro)ein ordendliches Instrument mit Service , Versicherung u.Teilanrechnung d.Mietpreises bei Kauf.
Hier im Norden könnte ich meinen wärmstens empfehlen.
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Nalbi  erfahrener User
 

Status: Offline Registriert seit: 25.11.2006 Beiträge: 402 Nachricht senden | Erstellt am 17.04.2007 - 11:28 |  |
O.K., ich stimm` Euch mal grundsätzlich zu, wenn die Miete/Leihgebühr angerechnet wird beim späteren Kauf, dann sind 25 bis 30 Euro soeben noch akzeptabel.
Aber ich empfinde es schon als Wucher, wenn jemand ein durchschnittliches Cello verleiht und dafür im Jahr 350 bis 400 Euro kassiert.
Die Verzinsung ist ja gigantisch, wenn man einmal einen Marktwert von 3.000 Euro für ein Cello unterstellt, dann sind das bis 15 %!
Als Tagesgeldanlage gibt`s heute bei Banken nur 3,5 % Zinsen - Celloverleih ist demnach ein tolles Geschäft - oder?
Und: Die Unterhaltungskosten sind relativ gering für den Vermieter/Entleiher (für Schäden haftet eine recht preiswerte Instrumentenversicherung).
So sehe ich das ....
Enno
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Fischkopf Neuling

Status: Offline Registriert seit: 06.02.2007 Beiträge: 2 Nachricht senden | Erstellt am 23.04.2007 - 17:55 |  |
Danke für alle die mir hier mit rat beigestanden haben. Ich habe jezt durch meine Cello leherin ein Cello gemietet, welches (mit Wartungspauschale) 28 Euro im Monat Kostet. Und sollte ich mich entscheiden es zu Kaufen, werden die bezahlten raten auch angerechnet.
Das Cello hat einen Wert von 1400 Euro ist aber auch schon gebraucht. Meine Cello Lehrerin hält es für gut also vertrau ich darauf.
Ich bin echt sehr zufrieden mit dem Cello und hab riesige Freude dran! Danke an euch alle
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Nalbi  erfahrener User
 

Status: Offline Registriert seit: 25.11.2006 Beiträge: 402 Nachricht senden | Erstellt am 23.04.2007 - 20:03 |  |
Prima, Fischkopf , wenn Du zufrieden bist!
Aber Dein Beispiel zeigt doch klar, dass die von mir kritisierten Leihpreise Wucher sind - wie ich es in einem der vorherigen Beiträge sagte:
Du zahlst 24 % (!) Verzinsung im Jahr (336 Euro). Ich glaube, ich hänge meinen Job an den Nagel und mach `nen Celloverleih auf. Da springt mehr bei rum als beim Geld- oder Bootsverleih o. Ä.
Und dann zum Thema "Wartung": Habe noch kein Cello mit "Ölwechselintervallen" gesehen.... , Wartung beim Cello fällt also gar nicht an.
Trotzdem, wenn Du zufrieden bist, ist es gut!!
Enno
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