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Kronsteen ...
SMERSH-Agent
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...   Erstellt am 03.01.2007 - 08:59Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Mr. Whites Blick ging nach oben.
Ein entschlossener Mann blickte ihn an. Die Waffe in der rechten Hüfte haltend.

White wusste, dass es um Leben und Tod ging. Wer war dieser Fremde, der sich James Bond nannte?

1000 Gedanken schossen in dieser Sekunde durch seinen Kopf bis ihn diese markante Stimme aus seiner Gedankenflut weckte, die nach gebildetem Engländer klang, was gar nicht zu jenem James Bond zu passen schien, der White nun ins Visier nahm.
"Sie haben genau 3 Sekunden Zeit, mir zu nennen, welches Spiel hier gespielt wird?"

"Was meinen Sie?"

"Ich weiß, dass Sie für den Tod von Miss Lynd verantwortlich sind.
EINS...."

"Ich habe keine Ahnung, was Sie wollen...???!"

"ZWEI...."

"Hören Sie....Sie können all das Geld haben. Ich bin nur ein Mittelsmann und weiß von nichts, das Ihnen weiterhelfen...."

Ein genauer Schuss zwischen Whites Augen ersetzte die nun überflüssige Beendigung des Countdowns.

White sackte in sich zusammen. Das Blut aus seinem Kopf floss langsam Richtung Ufer des Sees.

Bond legte seine Waffe zu Boden und begann den regungslosen White zu durchsuchen. In seinen Taschen befand sich außer ein paar Taschentüchern, eine Packung Halsbonbons und des Autoschlüssels nichts Nennenswertes.

Im Haus schien niemand zu sein.
Deshalb begab sich nun zum Auto. Nichts.
Doch dann wurde er fündig. Im Handschuhfach lag ein Flugticket von Mailand nach Algier.
"Vespers algerischer Freund..." drängte sich in Bonds Gedankenwelt.
Bond wühlte weiter in Whites Handschuhfach. Er fand Whites Timer. Er schaute nach dem heutigen Tag. Kein Eintrag. Und Morgen? Wieder nichts. Erst am übernächsten Tag gab es einen Eintrag:
"16. Mai - 20 Uhr: Treffen mit Fileas in der Abdallah-Moschee. Erkennungszeichen: Ein auffälliger goldener Ring mit einem Auge drauf."

Bond kombinierte, dass White diesen Fileas nicht zu kennen schien.
Ein Auge auf einem Ring? War ihm das nicht schon bei Mathis aufgefallen?

Bond rief bei M an und gab durch, in den kommenden Tagen in Algier eine Spur zu verfolgen. Der MI6-Kontaktmann für Nordafrika, Hickson, mit dem Bond schon diverse MI6-Fremdsprachenkurse belegt hatte, solle ihn morgen um 16 Uhr am Flughafen abholen.
Bond erfuhr auch, dass Mathis im MI6-Gefängnis in Chester Selbstmord begangen hatte.

Bond nahm sich Whites Papiere, seines Autoschlüssels und des Koffers an und fuhr los.

[Dieser Beitrag wurde am 04.01.2007 - 08:11 von Kronsteen aktualisiert]





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"Wer ist schon Bond im Vergleich zu Kronsteen?!"

Pille ...
Moderatorin
...

...

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...   Erstellt am 11.01.2007 - 20:49Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Bond hatte nun alle Hände voll zu tun. Nachdem er sich die Gegenstände aus Mr. Whites Nachlass angeeignet hatte, brauste er los, um seine Sachen zu packen, eine Mütze Schlaf zu nehmen und sich dann auf dem schnellsten Wege Richtung Algier aufzumachen. Dem MI6 mußte er keine Nachricht mehr zukommen lassen, das hatte er schließlich schon erledigt. Zwar hatte M sich kurz darüber mokiert, daß 007 eventuelle Rachegefühle gefälligst heraushalten solle, falls er sie nicht schon ins Spiel gebracht hatte, doch sah sie auch ein, daß er die kalt geglaubte Spur, die ihn zu der Organisation hinter LeChiffre führen konnte, wieder hatte aufnehmen können. So gab sie ihm ihren Segen, natürlich nicht, ohne ihm noch ein paar Ermahnungen mit auf den Weg zu geben, denen der Agent ohnehin nur auf halbem Ohr zuhörte.
Zutiefst befriedigt, zumindest etwas getan zu haben, um Vespers Tod zu rächen, brauste Bond in die Richtung, in der sein Hotel lag.
Es war sonnig und warm und angesichts dieser Tatsache hatte er die Fensterscheibe auf der Fahrerseite seines Aston Martins heruntergekurbelt. Vielleicht war das leichtsinnig, doch darum scherte er sich herzlich wenig. Er hatte eben ein Erfolgserlebnis gehabt und das kostete er aus.
Während der Fahrt beobachtete er fast begeistert die Muster, die die Schatten der Bäume auf den silbergrauen Lack des Autos malten.
War er etwa glücklich? Glücklich, daß White tot war? Das Töten, so hatte er schnell festgestellt, war nichts, das ihm ein besonderes Vergnügen bereitete, doch dieser Bastard hatte es verdient. Punktum. Daran gab es nichts zu rütteln.
Als er an den Grund dachte, warum White den Tod verdient hatte, entfuhr ihm ein leises unwilliges Knurren. Die Erinnerungen an Vesper und die Zeit, die er mit ihr verbracht hatte, versaute ihm die Stimmung. Zurück blieb eine Mischung aus Trauer und Wut.
In einer fast automatisch anmutenden Bewegung trat Bond auf das Gaspedal. Vielleicht ließ ihn der Geschwindigkeitsrausch für eine Weile die Vorkommnisse der letzten Tage vergessen. Natürlich kam es nicht so, wie er es erhofft hatte. Als er vor seinem Hotel ausstieg, hatte er immer noch sein Päckchen zu tragen.
Kaum hatte er sein Zimmer betreten, knöpfte er sein Jackett auf und warf es auf das Bett. Einmal tief Luft holen und dann Koffer packen. Das nahm er sich zumindest vor. Tatsächlich atmete er dreimal tief durch, ehe er das Gepäckbehältnis auf den kleinen Schreibtisch am Fenster hob. Mit geübten Händen wurden seine Kleidung und einige Dinge, die der moderne Mann so braucht, in den Koffer gelegt. Seinen Laptop und seine Zahnbürste blieben jedoch draußen. Die brauchte er noch.
Es wurde dan schließlich noch spät, als er im Bett saß und einen kurzen, knappen Bericht an den MI6 schickte. Auch so eine Arbeit, die nicht zu seinen Lieblingsbeschäftigungen gehörten, aber der Form halber mußte das eben sein.
Enter-Taste.
Ab über eine Sicherheitsverbindung nach London.
Bond knipste das Licht aus. Für ihn ging es nun ab ins Reich der Träume.

In Algerien ratterten derweil die Leitungen.
"M schickt jemanden hier her?" Hickson kratzte sich stirnrunzelnd am Haaransatz und zog die Augenbrauen hoch, wie er es immer zu tun pflegte, wenn er überlegte, ob man ihn zum Narren halten wollte oder wirklich etwas Wichtiges anstand.
Der junge Bursche, der ihm die Nachricht überbracht hatte, nickte eifrig. "Ja, Sir. Doppel-Null."
Hickson seufzte. "Doppel-Null. Auch das noch." Nachdenklich kaute er auf seiner Unterlippe herum. Er war kein Mensch, der sich schnell aufregte und so schnell wie möglich sämtliche Hebel in Bewegung setzte. Er wägte lieber erst die Situation ab und schaute dann, was als nächstes passierte, um anschließend eine Entscheidung zu treffen. Das mochte auf die meisten Leute zwar behäbig wirken, doch hatten sich schon viele darin getäuscht. Einige hatten sogar erfahren dürfen, wie schnell Hickson sich dafür entscheiden konnte, jemandem einen Tritt in den Hintern zu verpassen.
Doch diesmal ließ er sich etwas Zeit, ehe er dem jungen Nordafrikaner einen Wink gab. "Danke, Abasi, die Nachricht wurde empfangen und angenommen. Bestätigen Sie sie bitte. Ich werde die nötigen Vorkehrungen treffen und den Agenten empfangen."
"Wird gemacht, Sir", sagte Abasi und ging fort, um London die Bestätigung zu senden.
Sobald der Mann den Raum verlassen hatte, stützte Hickson den Kopf in seine Hände und begann wieder damit, seine Unterlippe zu malträtieren.
Ein Doppel-Null-Agent kam zu Besuch. Ach du heiliger Klimbim. Hatten sie nicht schon genug mit den Terroristen zu tun, die seit ein paar Monaten das Land aufmischten? Es war ja noch nie besonders ruhig in Algerien gewesen, aber als diese Burschen vor etwa einem halben Jahr auftauchten, ging es heiß her. Nicht, daß es viele gewesen wären, aber viele alte Hasen dieses Geschäfts hatten sich ihnen angeschlossen. Das letzte, was er brauchte, war eine britische Killermaschine, die ihm auch noch den letzten Rest seiner Nerven kostete.
Und Faruq hatte sich auch noch nicht gemeldet. Zwar war Faruq ein erfahrener Mann, den Hickson in diese Bande Aufsässiger eingeschleust hatte, doch daß er sich nicht meldete, machte Hickson nervös.
Seine Gedanken hatten einen bitteren Beigeschmack, bemerkte er und beschloss diesen Beigeschmack mit einem Gläschen Bourbon wegzuspülen. Nach diesem Gläschen folgte ein weiteres. Nach dem dritten dachte er noch einmal nach.
Ohne große Begeisterung beruhigte er sich damit, daß die Doppel-Null sein Revier vielleicht doch nicht allzu sehr aufmischen würde. Und Faruq? Vielleicht war er verhindert. Er war sehr verläßlich und würde sich melden, sobald er Gelegenheit dazu hatte. An den Fall, daß Faruq tot sein könnte, wollte Hickson gar nicht denken. Er wollte bis zum Abend des nächsten Tages auf eine Nachricht warten, ehe er entschied, was als nächstes passierte.
Vor sich hin grübelnd schluckte er eine Magentablette, ehe er das Licht ausmachte und das Büro abschloss. Auch für ihn war es langsam Zeit für das Bett, schließlich war er nicht mehr der Jüngste. Und die Nachtruhe würde er für den morgigen Tag auf jeden Fall brauchen...

Es war bereits 16:18 Uhr, als das Flugzeug auf algerischem Boden landete. Bond war nervös. Eigentlich hatte er geplant, um punkt 16 Uhr in Algier zu sein und den dortigen Abteilungsleiter am Flughafen zu treffen. Doch leider hatte der Flug von Mailand aus Verspätung, was ihm gar nicht in den Kram paßte. Er konnte nur hoffen, daß dieser Hickson kein Pedant war.
Eilig, ohne auffällig zu wirken, verließ Bond die Maschine und begab sich zum Gepäckband. Als der Koffer endlich ankam, konnte man seinen Zustand als genervt bezeichnen. Mit noch größerer Eile begab er sich in die große Eingangshalle des Flughafens und suchte sie nach Hickson ab.
Dieser hatte Bond schon längst entdeckt. Es liefen nicht allzu viele Blondschöpfe im Gebäude herum.
"Mister Bond?", fragte er höflich. "Mein Name ist Andrew Hickson. Ich bin der Leiter der hiesigen Abteilung."
Bond nickte ihm als Antwort zu. "Es freut mich, Sie kennen zu lernen. Tut mir leid, daß ich so spät komme. Der Flieger hatte Verspätung." Er brachte ein entschuldigendes Lächeln zustande, das jedoch eher kalt als freundlich schien.
Hickson überging diesen Eindruck mit einer wegwerfenden Handbewegung. "Ich bin auch erst seit zehn Minuten hier. Der Verkehr ist momentan schrecklich in der Stadt. Seien Sie also trotz Verspätung willkommen in diesem Land."
Gemeinsam schlenderten sie durch die Halle und warfen gelegentliche Blicke durch die Fenster nach draußen, wo man die Flugzeuge sehen konnte, die gerade gestartet waren.
Bond beobachtete auch zum Teil die Leute. Schon vor einigen Minuten waren ihm ein paar Einheimische aufgefallen, die zwar nur vereinzelt herumstanden, aber hin und wieder verstohlen zu den beiden Briten hinüberblickten.
"Danke", murmelte er auf den Wilkommensgruß hin. "Wäre es unverschämt, zu bitten, daß wir so bald wie möglich aufbrechen?" Er wollte weg von diesen Beobachtern.
"Nein, ganz und gar nicht. Sie müssen müde von der Reise sein. Mein Wagen parkt draußen."
Vielleicht etwas schneller als nötig begaben sie sich vor das Gebäude auf den Parkplatz, doch in der Halle tat sich etwas.
Ein alter Mann im Kaftan hob die Hand und nickte. Ein etwas jüngerer Mann antwortete mit demselben Zeichen.
In der Vorhalle des Flughafens von Algier zog sich eine Ketteneaktion...

[Dieser Beitrag wurde am 12.01.2007 - 18:45 von Pille aktualisiert]





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"Also, wenn ich ehrlich sein soll, ich war früher Bassistin einer Gothic Metal Band. Wir nannten uns Die Schwarzen Untoten Blutgetränkten... Waschlappen."
(Severus Snape; HPudgP Part 4)


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...   Erstellt am 04.03.2007 - 20:53Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


In der Vorhalle des Flughafens von Algier zog sich eine Kettenreaktion ...

... durch die, auf ein Ticket oder ähnliches wartende, Menge. Der Letzte, der den Kopf hob um ein solches Signal zu sehen, war ein Angestellter der Einwanderungsbehörde im sauberen und glattgebügelten Hemd, das er erst heute Morgen angezogen hatte. Ohne noch einmal aufzusehen nahm der Beamte den Hörer des neben ihm stehenden Telefons ab, wählte eine Nummer und verlor nur einen Satz in den Apparat: "Er ist hier."

Abasi hielt erst Bond die Tür für den rechten Sitz im Wagenfond auf und wartete das Einsteigen des Briten ab, ehe er seinem Kollegen Hickson die silbern lackierte Tür hinter dem Fahrersitz öffnete, sich aber sogleich selbst hinters Steuer setzte und nur auf das Wackeln des Wagens wartete ,welches darauf hindeutete, dass sich der weniger athletische Hickson gesetzt hatte und im Begriff war, den Wagen mit einem Knallen der Tür zu schließen. "Ins Zentrum, Abasi.", war dann auch erstmal alles, was Hickson von sich hören ließ. James war der erste, der die Konversation begann, nachdem er Hickson unauffällig zehn Sekunden lang mit einem Blick in seine Reflexion auf der Fensterscheibe gemustert hatte: "Wie geht´s Faruq?"
"Wie bitte!?", war die leicht entgleisende Reaktion von Hickson, der sich aber sofort zurücknahm: "Ich kenne keinen Faruq."
"Sicher kennen sie ihn. Sie haben ihn in dieser Terrorzelle eingeschleust, um ihnen Informationen zu beschaffen. Wollen sie noch mehr wissen?"
"Nein, woher wissen sie das? Was ist mit Faruq?"
Hickson war sich sicher, dass da jemand bedeutend mehr wusste als er und das gefiel ihm ganz und gar nicht. Bond jedoch blieb äußerlich gelassen, auch wenn in ihm eine Schimpfwortkanonade über den Dilettantismus dieses Mannes wütete:
"Eine zuverlässige Quelle [Anmerkung für den Leser: Papiere von Mr. White]. Sie besagt auch, dass ihr Mann als Agent identifiziert wurde."
"Wie ist das möglich?"
"Noch weiß ich es nicht. Aber ich habe die Absicht, eben das herauszufinden."
"Sind sie deshalb nach Algier gekommen?"
"Nein."
Hickson sank in dem sanft mit Stoff bezogenen Rücksitz in sich zusammen. Faruq war identifiziert, womöglich tot. Schlimmer noch, er konnte den Terroristen Informationen verschachert haben und nun gegen seine alten Arbeitgeber schnüffeln. Das alles war ungewiss und Ungewissheit störte Hickson. Er war vielleicht nicht mehr der Jüngste, aber Neugierde kannte auch beim MI6 keine Grenzen Besonders, wenn es um Spione ging, die unter Hicksons Verantwortung standen:
"Sie kommen hierher, erzählen mir was in meinem Land passiert und interessieren sich kaum dafür. Geben sie mir wenigstens einen vernünftigen Grund für die vergeudeten Steuergelder, die ihre Fahrt vom Flughafen ins Zentrum finanzieren."
"Eine Suche nach jemand Bestimmten."
"Wenn sie eine Blutspur in diesem Land hinterlassen wollen, sagen sie mir das besser. Turbanträger verstehen da selten Spaß."
Hickson schob Bond seine Visitenkarte mit mehreren Telefonnummern hinüber. Der Auslandsverantwortliche hoffte, dass diese Kampfmaschine trotzdem nie anrufen würde. Er machte den Mund auf um etwas zu sagen, wurde aber von Bond unterbrochen:
"Das werde ich. Können sie mir bis morgen Mittag ein Päckchen aus ihrem Briefkasten mitbringen? Und eine Walther bitte. Schallgedämpft."
"In Ordnung."
"Nichts ist in Ordnung.", dachte Hickson. Der blonde Hüne legte es auf Waffengewalt an. Das ging in einem Land nicht lange gut, wo es zum guten Ton gehörte, mit Säbeln am Gürtel herumzulaufen. Bond bemerkte noch etwas:
"Und diesen Wagen. Wenn er ihnen nicht vorher gestohlen wird."
Bond und Hickson schauten aus ihren Seitenfenstern in die nunmehr wachsenden Bauten des näherkommenden Stadtzentrums. Beide hatten einen schmerzlichen Verlust zu beklagen: Bond konnte Vesper keinen Moment lang vergessen und Hickson kämpfte mit der Vorstellung eines toten Faruqs. Als Abasi auf die Bremse trat und den Wagen vor einem übermäßig orientalischen, ja fast kitschigen Hotel zum Stehen brachte, öffnete Bond wortlos seine Tür und nahm sein Gepäck aus dem Kofferraum. Ein kurzes "Bis Morgen." war alles, was Hickson vor einer zugeschlagenen Tür zu hören bekam. Bond drehte sich nicht um und erkannte lediglich mit Genugtuung die Fünf Sterne, neben den Eingang genagelt.

In der Lobby war nichts los aber es war mittlerweile 17.04 Uhr, wie James mit einem Blick auf seine Omega feststellte. Hickson hatte bereits ein geräumiges Zimmer für Bond gemietet, auch wenn Bond nicht allzu lange dort verweilen wollte. Hickson ... er war im Sprachkurs damals ein patenter Kollege gewesen, aber jetzt schien er etwas kurzsichtig unter den Umständen andauernder Terrorgefahr geworden zu sein. Sand brachte jeden zum Stillstand und in der Wüste ging das ja alles etwas schneller. 007 beobachtete die Eingangshalle und die Bar im hinteren Teil der Lobby, während er auf seine Zimmerschlüssel wartete. An der Bar saß ein stabiler Mann von der geschätzten Körpergröße 1,78m und starrte einsam in sein Glas. Bond wandte sich mit seinem Koffer zum Fahrstuhl und machte Anstalten einzusteigen, als ihn eine Hand an der Schulter ergriff:
"Hallo James."
Bond drehte sich blitzschnell, sodass die Augen des Gegenübers die von James erst hektisch suchen mussten. Bond hatte, wie so oft geübt, den Arm des anderen in der Drehung gefasst und fixiert:
"Die Schulternummer mögen sie wohl, was?"
"Ein wenig freundlicher könnten sie schon sein."
Der Mann, der jetzt vor ihm stand war Felix Leiter, Bond noch wohlbekannt aus dem Casino Royale:
"So schnell sieht man sich wieder. Gute Wahl übrigens.", bedeutete Leiter mit einem Seitenblick auf die Hotellobby.
"Hätte nicht so schnell sein müssen.", war Bonds trockener Kommentar, der dabei in Gedanken noch immer bei Vesper und seinem kleinen Rachefeldzug war: "Und wer ist Der da?". Bond deutete auf den Mann an der Bar.
"Den haben sie aber schnell erkannt. Das ist Agent Rhames. Er ist mein Kollege hier in Algerien. Wenn sie uns brauchen - wir beide können den Briten auch hier helfen."
"Falls ich mich verlaufen sollte, werde ich dran denken. Aber sie warten erstmal hier." - mit diesen Worten schritt Bond in den Fahrstuhl und schloss sofort die Tür. Er hatte keine Lust auf eine Unterhaltung mit diesem Ami-Fatzke, der sich Le Chiffre nicht nach dessen Niederlage zur Brust genommen hatte. Die Schnelligkeit der Fahrstühle sorgte dafür, dass Bond schnell auf seinem Zimmer war, seine Kleidung sortierte und sich seines Jacketts entledigte. 007 ließ den Zimmerservice kommen und gönnte sich nach dem kauzigen Hickson und dem Wiedersehen mit Felix Leiter einen Abend in Einsamkeit am Laptop mit umfassendem Bericht und einer Anfrage an M, was der CIA in Algier suche.

Den nächsten Tag nutze James Bond, um sich in der Stadt etwas umzusehen und wenigstens ein kleines bisschen das Lebensgefühl der Nordafrikaner erfassen zu können. M hatte noch immer nicht geantwortet und Hickson sollte erst am Mittag eintreffen. Folglich war der Vormittag frei und so schritt ein britischer Agent in leidlich legérer Kleidung über einen der zahlreichen Märkte in Algier und achtete darauf, nicht als solcher erkannt zu werden. Bond nahm die eine oder andere Frucht in die Hand um sie prüfend zu betrachten. Bei einem Händler, der besonders klein und besonders dicklich war, schaute sich James einen Granatapfel einmal genauer an, oft hatte er diese Frucht nämlich noch nicht gesehen. Als er über den Rand seiner Sonnenbrille nach oben schaute, blieb sein Blick eiskalt stehen, obwohl sich die Temperatur langsam den 25°C näherte und die Sonne in den Nacken brannte: Eine sich eilig teilende Menschenmenge und ein hektisch fahrender Pick-Up, der es eilig hatte, über den Markt zu kommen. Das war zum einen unvernünftig, da hier Fußgängerzone war und zum anderen halsbrecherisch, da bei diesem Tempo und den ganzen Menschen etwas pass - Bond prägte sich in einem Sekundenbruchteil das Gesicht des Mannes sowie das Autokennzeichen ein und warf sich auf den Boden, die Hände um den Kopf geschlagen als plötzlich ein Feuerball den Markt in ein Inferno verwandelte. Als der ohrenbetäubende Knall und die heftige Druckwelle über den Platz gefegt waren, richtete sich James auf. Er hatte Glück gehabt - der Verkaufsstand des kleinen, dicken Mannes war äußerst stabilg gewesen, auch wenn der Mann sich jetzt wohl nur noch mit 72 Jungfrauen über diesen Umstand freuen würde. Der hatte nämlich auf der falschen Seite der Markttheke gestanden. Bond jedoch konnte sich seines Überlebens nur sehr kurz freuen - Menschen um ihn herum schrieen vor Schmerzen oder waren tot. Auch die feilgebotenen Waren waren zerstört oder über den Platz verstreut. Als sich James umsah, gab es es noch etwas schlimmeres als die Menschenmassen: Eine Gestalt auf einem der unerreichbar hohen Dächer besaß offenbar so etwas wie einen Feldstecher und beobachtete das Geschehen auf dem Platz. Ein kurzer Rundumblick auf alle umgebenden Häuser und deren Dächer führten nur dazu, das der knieende Bond einen Scharfschützen entdeckte, der gerade anlegte - wie vom Teufel gejagt sprintete 007 mir nur einem Ziel los: Deckung. Der Hechtsprung hinter eine Säule am Rande des ehemaligen Marktes rettete ihm das Leben denn der Schütze war entweder sehr schlecht oder ... wollte gar nicht James treffen. Und dann sah er es: auf dem Platz stand jetzt ein anderer Mann auf. Er schien verwirrt, denn er stolperte umher, fiel wieder hin und rappelte sich auf. Es war Agent Rhames.
"RUNTER!", brüllte Bond. Doch Rhames reagierte gar nicht. Beide Männer - der mit dem Feldstecher und der mit dem Gewehr richteten eindeutig ihre Blicke auf Rhames. Der war zwar vom CIA, aber ... James zögerte nicht eine Sekunde und sprintete zurück, direkt auf Rhames, diesen Trottel, zu. Ein Schuss ertönte und Rhames sackte leblos zusammen, fiel aber genau in die Laufbewegung von 007 hinein, der ihn unter Mühen hinter ein Auto riß. Rhames trug nur eine Waffe und eine Geldbörse bei sich, die Waffe nahm der Brite an sich und steckte sich die schmale Geldbörse ein, Rhames hatte wohl nur ein kleines Taschengeld gehabt. Bond linste durch die Scheiben, doch die beiden Attentäter waren verschwunden. Bond spürte nach dem Puls von Rhames, doch als er nichts fand, ließ er ihn neben das Auto sacken. In der Hosentasche fischte 007 nach seinem Sony Ericsson K800i und wählte eine der Nummern von Hickson.

[Dieser Beitrag wurde am 04.03.2007 - 21:31 von TheBeginningofBond aktualisiert]





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Der nächste Bondfilm ist immer der Beste.

Blofeld2 ...
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...   Erstellt am 24.01.2008 - 16:37Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


..."Ja, hier Leiter,was ist Rham?"
"Hier Bond. Ich bin auf dem Markt. Rhames ist tot- es gab einen Anschlag!", Bond wunderte sich das Felix am Telefon war, konnte daraus aber schließen, dass Felix und Hickson zusammenarbeiteten.
Ich wei ...", wollte Felix sagen, doch Bond hatte schon aufgelegt, denn gerade bemerkte er wie ein Auto, welches ganz in der Nähe stand mit quietschenden Reifen losfuhr.
Er wusste das das die Männer waren die Rhames umgebracht hatten, doch wie sollte er sie verfolgen?

In diesem Moment kamen die ersten Einsatzkräfte, um sich um die Opfer zu kümmern.

Als die Polizisten aus ihrem Auto gestiegen waren nahm Bond ihr Auto und gab Gas.
Doch das hatten die anderen Polizisten auch bemerkt und fuhren jetzt hinter Bond her.

Er sah den weißen Mercedes der Mörder erst, als er um die nächste Ecke bog.
"Verdammt!", murmelte Bond, denn hier war wieder alles voll mit Menschen die in Richtung des Bombenanschlags rannten.
Er schaltete die Sirene ein und kam nun ein wenig besser durch die in Panik geratenen Massen.

Als sie auf die Hauptstraße fuhren, sah Bond den Mercedes, aus welchem gerade mehrere Kugeln auf ihn zuflogen.
Bond fuhr in Schlangenlinien und immer schneller werdend auf den Mercedes zu.
Doch als er neben diesem war schoss ein Polizist und traf genau einen Reifen von Bond´s Wagen.
Bond konnte noch schnell nach rechts lenken, wobei er den Mercedes am Heck traf.
Dieser stellte sich bei voller Fahr quer un überschlug sich mehrere Male, bis er schließlich auf dem Dach liegen blieb.
Bond drehte sich mit seinem Wagen und krachte in einen kleinen Graben...

Als er aufwachte lag er im Krankenhaus und Hickson und Felix standen neben ihm.
"Das waren meine Männer, die Rhames umgebracht, und die sie verfolgt und getötet haben.", sagte Felix, mit einer sehr wütenden, aber leisen Stimme.
"Aber,...", wollte Bond sagen doch Felix kam ihm zuvor:"Er war ein Verräter!"

"Und warum mussten sie dann den ganzen
Marktplatz in Schutt und Asche legen?",fragte Bond
"Das waren nicht wir, das war diese...", meinte Felix, doch Hickson viel ihm ins Wort:"...Terrorgruppe, die zur Zeit im Land ist. es war Zufall, dass sie und Rhames, der sie verfolgte dort waren."

[Dieser Beitrag wurde am 24.01.2008 - 16:40 von Blofeld2 aktualisiert]




Blofeld2 ...
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...   Erstellt am 26.01.2008 - 17:27Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


5 Minuten später war Bond allein Im Zimmer.

Verdammt, er konnte nur an Vesper denken und daran, dass er seine Wut den "unschuldigen" Mördern von Rhames spüren lassen hat.
Er musste mehr über diese Organisation herausbekommen.
Vielleicht, ja vielleicht hat ja die Terrorgruppe, welche zur Zeit hier im Land ist mit der Organisation, welche Vesper erpresst und ermordet hat, etwas zu tun.
Aber ersteinmal musste er hier raus.
Was hatte er eigentlich???

In diesem moment kam eine Krankenschwester herein:
"Und wie geht es ihnen? Tut ihr Kopf weh?"
"Hatte ich eine Gehirnerschütterung?", entgegnete Bond.
"Ja,aber ich habe ihnen eine...! Warten sie, sie dürfen nicht gehen- ohne Begleitung!"
"Dann können sie mich ja jetzt zum Wagen begleiten!"
"Aber...", wollte die verplüfte Krankenschwester sagen, doch Bond kam ihr zuvor:
"Kein aber!"
Mit diesen Worten zog Bond die Krankenschwester mit sich.
"Wissen sie etwas über die Terrorgruppe hier im Land?"
"Nicht mehr als alle anderen."
"Und was wissen alle anderen?"
"Das die Terrorgruppe...




roblud ...
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......

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...   Erstellt am 12.02.2008 - 18:36Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


M saß mit zusammengekniffenen Augen vor ihrem Computer in London. Sie hatte nach Bonds Anfrage alle Hebel in Bewegung gesetzt, um herauszufinden, wieso die CIA in Algier operierte. Die etwas eintönige Antwort der CIA war, dass man nichts über Algier wusste. Ms Bürotür schwang auf und Carter betrat das Zimmer. Eigentlich war M immer noch sauer auf ihn, da er ja die Aktion in Madagaskar nicht gerade zu ihrer Zufriedenheit gelöst hatte. Mal abgesehen davon, dass Bond diese Aktion später ganz in den Sand gesetzt hatte.
„Carter, ich möchte alles über Anschläge in Algier, also Namen, Terrorgruppen, CIA, alles!“, sie betonte das „alles“ in ihrer Aussage, damit Carter begriff worum es ging.
„Den üblichen Bürokram also?“, fragte Carter, der wieder ein langes Gesicht zog.
M wurde langsam ein wenig sauer.
„ Ja, den Bürokram, da sie ja bewiesen haben, dass sie draußen nicht so gut zu Recht kommen!“
Mit einer Handbewegung bedeutete sie ihm, dass das Gespräch beendet war und er den Raum verlassen sollte. Er zögerte einen Moment, ging dann jedoch hinaus, um sich an die Arbeit zu machen. M konzentrierte sich jetzt auf ihren Computermonitor und tippte, die für sie unbefriedigende Antwort an Bond.
Sie wusste eigentlich nichts, also musste Bond auf der Hut sein.

Bond saß wieder allein auf seinem Hotelzimmer. Er hatte aus Tarnungszwecken überlegt, dass Zimmer oder das Hotel zu wechseln, sich jedoch dagegen entschieden. Auf dem Weg aus dem Krankenhaus heraus und auf dem Weg ins Hotel hatte er sich mit der Krankenschwester über die Terrorgruppe unterhalten. Die Terrorgruppe, wie die Krankenschwester sie beschrieben hatte, war jedoch keine Terrorgruppe, sondern lediglich eine Zelle. Bond hatte es nach dem zweiten Satz verstanden.
„Es gibt halt diese Gruppe, keinen Namen, keine Andeutung, wen sie unterstütze.“
Er war hier fehl am Platz und musste sich überlegen, wie er weiter vorgehen sollte. Die einzige Möglichkeit die er zurzeit hatte, war auf den nächsten Tag zu warten und um 20 Uhr zu dem Treffen mit Fileas zu erscheinen.
Nachdem er M Nachricht bekommen hatte, wusste er auch, dass er sich besser von Hickson und Leiter fernhalten sollte, da M über eine Operation der CIA, geschweige den über eine gemeinsame Operation nicht Bescheid wusste. Er dürfte weder dem einen, noch dem anderen Trauen.
Konnte er überhaupt jemandem trauen. Scheinbar nicht oder nicht mehr. Er spürte wieder die Wut in sich aufsteigen, nicht wegen Vespers Tod, sondern weil er sich blind in ihre und Mathis Hände gegeben hatte und somit die Situation nicht mehr hatte Kontrollieren können.
‚Aus Schmerzen lernt man‘, dachte er sich als er an den Strick LeChiffres dachte. Er hatte immer noch Höllenschmerzen. Selig, wie auch Körperlich. Er schmiss den Laptop zu Boden, der zum Glück nicht kaputt ging, stand auf und ging zum Schrank, um die Tür zu öffnen. Er nahm die kleine, schwarze Handtasche aus dem Koffer und legte sie aufs Bett. Die Muschel vom Strand, an dem Vesper mit ihm gelegen hatte, lag leblos auf der geöffneten Tasche. Er konnte nicht einfach hier rumsitzen und sich vor Langeweile in Selbstmitleid wälzen bis er Schwarz wurde.
Er legte die Tasche beiseite und verließ, dass Hotelzimmer, um das nächste Casino in Algier zu besuchen, um dort ein wenig Geld zu verspielen und etwas zu trinken.

Er verließ die Hotellobby. In dem Wasser des Brunnens spiegelte sich der silbrig schimmernde Mond, der inzwischen am Himmel über Algier stand. Es waren immer noch Lärm oder Schreie aus der Millionenstadt zu hören, was der abendlichen Idylle nicht gerade gut bekam. Bond schaute sich um, damit er einen neuen Gedanken fassen konnte. Das ‚Päckchen‘ schwirrte ihm durch den Kopf, ob es wirklich so gut war, wenn Hickson und der CIA wussten was es enthielt? Es war zu spät.
Er begann wieder weiterzugehen, nachdem er abrupt stehen geblieben war. Nach nicht einmal 150 Metern kam er wiederum zum stehen, da er ein Casino gefunden hatte. Er betrat es.

Um drei Uhr morgens ist der Geruch nach Parfüm, Rauch und Schweiß betäubend. Bond jedoch war hellwach und ärgerte sich über die Anfängerfehler, die ihm an diesem Abend unterlaufen waren. In einem nordafrikanischen Casino als Europäer unrasiert zu erscheinen war noch der geringste. Er fiel aber dadurch auf und natürlich um die schweißtreibende Partie Poker, die er um schwindelerregende Einsätze gespielt hatte. Sein schlimmster Fehler war jedoch, dass er ein wenig viel getrunken hatte und keine Waffe mit sich führte. Er hatte so gerade beschlossen in das Hauptquartier des MI6 in Algier einzubrechen. Vor genau 24 Tagen war es Bond schon einmal gelungen, in ein Sektionshauptquartier einzusteigen und Dryden zu Eleminieren. Er machte sich auf den Weg. Um nicht noch mehr Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, nahm er sich ein Taxi zu dem Hotel, das dem Hauptquartier am nächsten lag.
Es war ein Kinderspiel durch die eigenen Sicherheitssysteme zu spazieren. Genau für solche Fälle ist er ausgebildet worden, dachte sich Bond lächelnd, während er das Sicherheitsschloss des Notausganges knackte um sich Eintritt zu verschaffen. Auch im Innern der MI6-Gebäude war es einfach das Büro von Hickson aufzuspüren, denn wie in fast jeder modernen Firma, saß er in dem größten, am höchsten gelegenen Büro, was hierariche und psychologische Gründe besaß. Bond betrat das Büro um das Päckchen zu suchen. Kurz nachdem er die systematische Durchsuchung des Zimmers begonnen hatte, schaltete jemand das Licht an.
„Suchen sie dieses Päckchen?“, fragte Hickson, lächelnd mit einer Waffe in der Hand.
„So etwas in der Art.“, antwortete Bond, der sich wieder vorwürfe machte, was er hier tat. Er war nicht vorbereitet gewesen, hatte seine Hausaufgaben nicht gemacht und war vorschnell vorgegangen, betäubt vom Alkohol.
„Sie haben sie doch schon am Hafen verschont, glauben sie nicht, dass ihr Schutzengel seinen Dienst für dieses Jahr geleistet hat?“ Bond sah erstaunt in Hicksons Gesicht.
„Mein Schutzengel?“, konnte Bond ohne zu überlegen sagen, bevor ihm die Worte fehlten. Hickson ging an Bond vorbei, immer die Waffe im Anschlag, zu seinem Sessel und setzte sich.
„Glauben sie an Schutzengel, Mister Bond. Sonst wird’s Zeit. Wir haben kaum welche. Dauernd bin ich im Stress, um Papiere zu fälschen, damit M nicht merkt was hier eigentlich abläuft, und dann hat sie nichts besseres zu tun mir einen Doppelnullagenten zu schicken.“
„Sie glauben ich bin wegen ihnen hier. Jeder unserer alten Garde, die einen Posten wie sie besetzen, übt sich im verschieben von Waffen oder Dokumenten. Ich suche Terroristen!“, schrie Bond Hickson an.
„Beruhigen sie sich. Ich weiß doch, dass sie Dryden umgebracht haben.“
„Sie dürften es aber nicht…“
In diesem Moment löste sich ein Schuss, jedoch nicht aus Hicksons Waffe. Bond schmiss sich auf den Boden und verharrte bewegungslos auf dem Boden, doch nichts geschah. Er versuchte das Telefon zu erreichen, was ihm auch gelang. Er rief M an.
„Irgendwas ist hier ober faul.“, sagte Bond als er M endlich über den privaten Anschluss erreichte.
„007?“, antwortete M verdutzt.
„Vier Uhr dreißig.“, sprudelte es aus Bond heraus, bevor M die Frage nach der Uhrzeit stellen konnte.
„Hickson ist tot, was aber nicht mein Verdienst ist, und ich liege unter seinem Schreibtisch und hoffe, dass mich dieser jemand nicht erwischt. Hickson hat auch Informationen verkauft.“
„Wer von den alten Säcken nicht?“, fragte M.
Kurz nachdem sie M geworden war, hatte sie mit der Bereinigung des MI6 von der ganzen alten Garde begonnen. Der heutige MI6 war mehr Schreibtischjob, als etwas anderes, denn spioniert wurde jetzt meist nur noch im Internet. Für das Zwischenmenschliche war die aus vier Leuten bestehende 00-Abteilung zuständig. Die Arbeit die jedoch die Schreitischleute machten, wurde nicht gut bezahlt. Aus diesem Grund versuchten die Alten noch etwas Geld zu „beschaffen“, um sich nicht von dem angewöhnten Luxus lösen zu müssen.
„Er wusste von LeChiffre und meiner Folter in…“
Ein zweiter Schuss war zu hören und die Leitung nach London war Tod.
Er suchte nach einer Fluchtmöglichkeit, sein verzweifelter Blick wanderte von der Tür aus die Wand entlang bis zu der Ecke, von der er nur die Decke sehen konnte, da ihm der Schreibtisch die Sicht versperrte. Sein Blick senkte sich auf etwas schwarzes, was auf dem Boden lag. Er schob den Schreibtisch, indem er sich mit seinem vollen Körpergewicht gegen ihn drückte, Richtung Fenster. Das schwarze Ding war eine Walther P99, die Bond an sich nahm und langsam über den Schreibtisch hervor lugte, doch nichts geschah…


[Dieser Beitrag wurde am 14.02.2008 - 07:30 von roblud aktualisiert]





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Bond und Lynd in Montenegro vorm Fahrstuhl:
Vesper:"Nehmen sie den nächsten, dieser ist nicht groß genug für mich und Ihr Ego."


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