Jessy  Gestüts-Besitzerin/Admin
          

Status: Offline Registriert seit: 01.03.2005 Beiträge: 526 Nachricht senden | Erstellt am 09.09.2005 - 15:21 |  |
„...I take it to the Candy shop, I Let you lick the Lollypop....“, so terrorisierte mich mein Wecker jeden morgen. Zwar war das Lied annehmbar, doch jedes Lied würde sich einfach nur scheiße anhören, wenn es einen um 5.45 Uhr in der Frühe wecken würde. Ich rieb mir verschlafen die Augen. Ich schaute zur Seite. Janas Bett war säuberlich zurechtgemacht. Aber leer. Langsam wurde ich wach. Ich zog mich um. Ich atmete einmal tief ein und aus, und öffnete dann die Tür. Ich sah das Bild, das ich befürchtet hatte. Jana saß, wie ein Angeklagter, zwischen zwei muskulösen Personen, die ganz nach Cat und Dog aussahen. Davor stolzierte Boa auf und ab. Und Kobra, war nirgends zu sehen. Ich hatte die Tür zum Glück nur einen Spalt breit geöffnet. „ Ich warne dich, wir haben andere Methoden alles aus dir herauszubekommen!“, sagte Boa drohend. Jana sah ihn trotzig an. Sie schien voller Mut zu sein. „ Schön für euch. Dann tut das doch!“, sagte Jana. Sie klang provozierend. „Cat! Los! Fessel sie und dann geht es ab in die Zentrale!“, sagte Boa plötzlich. Ehe Jana nocheinmal den Mund aufmachen konnte, nahm Cat sie in den Polizeigriff, während Dog ihr die Hände Zusammenbund und knebelte. Jana machte Laute von sich. Nun musste ich eingreifen. „ Loslassen!“, rief ich und trat aus der Tür. Verdutzt sahen die 3 Agenten auf. „habt ihr nicht gehört loslassen!“, sagte ich nocheinmal. „Guten Morgen, Jessy!“, sagte Boa betont langsam. Die Tür zur Wendeltreppe öffnete sich. Kobra kam herein. Verwirrt sah er erst mich, dann seine Kupanen und schließlich Jana an. „Okay Boa, was geht hier vor?“, fragte Kobra scharf. Boa blickte zu Boden. In seiner hätte ich auch nichts gesagt. „ Deine Freunde haben Jana wieder ausgehört und wollten sie gerade zu ihrer Zentrale mitnehmen!“, antwortete ich, während ich zu Jana ging und sie losmachte. Ihre Augen funkelten böse. „ Boa! Ich verlange das du mir das erklärst!“, sagte Kobra noch schärfer. Selbst ich zuckte zusammen, denn so scharf hatte ich noch nie jemanden sprechen hören. „ Es...ich...es war doch...“, stotterte Boa verlegen. Betreten sah er den Boden an. Hochinteressant wie das Holz arbeitet. Jaja! „ Zum allerletzten Mal: Keiner von Jessys Freunden, wird ohne mein Anwesen ausgefragt und keiner wird gefesselt, geschweige denn in die zentrale gebracht, genauso wenig wie man ihm droht!“, die letzten Worte schrie Kobra fast. Jana stand nun wieder. „Geh!“, sagte ich. Ich schob sie regelrecht vor mir her. Unten angekommen atmete ich auf. „Alles okay?“, fragte ich. Jana nickte knapp. Sie wollte über das Ereignis nicht sprechen. Nun gut. Jana ging zu sich nach Hause.
Ein paar Minuten später, wartete ich an der Bushaltestelle auf meinen Bus. Zum ersten mal wieder Schule. Als der Bus kam, stieg ich ein. Seven, die 3 Stationen vor mir einstieg, hatte mir wie immer einen Platz freigehalten. In Kurzform schilderte ich ihr die Erlebnisse, mit Ausnahme all dem was mit Kobra zu tun hatte. Ann erzählte sie mir, was ihre Katzen wieder angestellt hatten. „Haben ja heute Astro. Freu mich schon richtig. Welchen Planeten hast du genommen?“, fragte sie. Astronomie war eines ihrer Lieblingsfächer. Wir hatten über die freien Tage einen Aufsatz zu einem Planeten des Sonnensystems schreiben sollen. „Uranus.“, antwortete ich. Inzwischen war der Bus proppenvoll. Vor allem Kinder und Jugendliche von der 1. bis zur 9. Klasse waren hier drin. Die Minderheit bildeten die Leute aus unserer Schule. Endlich konnten wir aussteigen. Der Schulhof war noch leer. Wir stellten uns an die Tischtennisplatte wo wir immer standen. Dann unterhielten wir uns über unsere heutigen Fächer. 1. Stunde: Astronomie 2. Stunde: Mathe 3. Stunde: Mathe 4. Stunde: Biologie 5. Stunde: Latein 6. Stunde: Wahlpflichtfach Spanisch 7. Stunde: Wahlpflichtfach Spanisch 8. Stunde: Englisch 9. Stunde: Sport
So sah er heutige Tag aus. Der Knackpunkt war die Doppelstunde Mathe. Man konnte nicht sagen das ich gut in der Schule war. Auf meinem Zeugnis der 10. Klasse stand eine 4 in Mathe und eine 4 in Astronomie. Dagegen stand in: Englisch, Latein, Spanisch und Biologie eine 1 mit 15 Punkten. In Sport hatte ich es letztes Jahr nur auf 13 Punkte gebracht. Im Gegensatz zu Seven sah mein Zeugnis mehr als schlecht aus. Ihre schlechteste Note war eine 3 in Musik. Aber Musik! Das war ja auch ein unwichtiges Fach. Doch für mich würde es wohl immer ein Rätsel bleiben wie sie es in Astronomie und Mathe auf eine 1 mit 15 Punkten geschafft hatte. Als wir so da standen, und über unsere Lehrer, Mitschüler und Fächer quatschten, bemerkte ich nicht, das eine ganze Mädchenschar auf mich zukam. Sie mussten 9. Klasse sein. Und vor dieser Mädchenschar, gestresst, Jake. Ich grinste. Jake kam auf mich zu und gab mir ein Küsschen. Die anderen Mädels warfen mir neidisch Blicke zu. Auch Seven gab er einen Bussy auf die Wange. „Na ihr zwei Hübschen?“, fragte er in seiner gewohnt lässigen Art. Die Mädchenschar blieb einige Meter entfernt stehen. Sie tuschelten, kicherten und schauten zu Jake hinüber. „Man hat’s nicht leicht als Mädchenschwarm, he?“, fragte Seven. „Nein, nicht wirklich.“, Jake begann zu Lächeln. „ Schneekönig ist freigesprochen worden. Der Anwalt hat die Klage zurückgezogen.“, meinte er. Auch ich lächelte. Brian hatte sein versprechen gehalten. Ein Mädchen aus den Scharen kam hervor. Zögerlich trat sie an Jake heran. „ Ähm... kann ich deine Handynummer haben?“, fragte sie. „ Nein!“, sagte Jake unwirsch, dass das Mädchen sofort zu den anderen zurücklief. „ Heut ist auch nicht dein bester Tag!“, meinte ich kopfschüttelnd. „ Hast du heut Nachmittag Zeit Jessy?“, fragte Jake. „ Klar, immer.“, meinte ich. Ich sah zu Seven. Sie zwinkerte mir zu. „ Wollen wir Ausreiten? Sun braucht mal wieder Bewegung. Außerdem muss ich sie für das Rennen trainieren!“, sagte er. Ich sah ihn an. Jake und Rennen? „ Du meinst das Break-Rennen? Da willst du mit Sun mitmachen? Na, ich weißt nicht. Sun ist das nicht gewöhnt!“, meinte ich skeptisch. Jake sah mich verwundert an. „Aber Sun ist doch ein englisches Vollblut.“, ich runzelte die Stirn. Sun ein Vollblut? Nie im Leben. „Quatsch! Du hast mir mal gesagt, es wäre eine Holsteiner Stute!“, gab ich zurück. „ Ach, du meinst wahrscheinlich Sun!“, Jake lachte kurz auf. Nun war ich vollkommen verwirrt. „ Na du doch auch!“, langsam wurde ich wütend. „ Nein! Ich meine Sundance!“, sagte Jake schlicht. KLINK, der Groschen war gefallen. Ich seufzte und verdrehte die Augen. „ Um 5 bei mir.“, sagte ich. Jake ging dann auch zu seinen Kumpels. Gefolgt von einer Schar wild tuschelnder Mädchen. Ich und Seven grinsten. Dann klingelte es. Wir begaben uns auf den Weg zum Astro-raum- Auf den Fluren begegnete uns Terry. Ihr rotes haar war unübersehbar. „Ihr werdet es nicht glauben!“, grölte sie über den Korridor. Wir versuchten uns einen Weg durch die Massen zu bahnen. Endlich geschafft, standen wir direkt vor dem Astro-Raum. „Was ist den los?“, fragte Seven während wir zu unseren Plätzen schlenderten. „ Susan Keller ist mit Jake zusammen!“, platze sie los. Bingo! Besser hätte es nicht sitzen können. „ Was?“, fragte ich ungläubig. „Unmöglich! Das hätte er mir erzählt!“, ich wollte es nicht glauben, es nicht akzeptieren. Susan Keller betrat das Klassenzimmer. Viele Jungs waren scharf auf sie. Doch für mich war sie eine eingebildete Ziege. Elegant ging sie zu ihrem Platz. Im Minirock. Ich seufzte. „ das glaub ich nicht, mit so einem Flittchen würde Jake sich nie einlassen!“, ich schüttelte fest den Kopf. Terry sah mich an. „Jessy! Du weißt genau, das Jake für seine Affären bekannt ist! Und mit Susan scheint es ernst zu sein! Ich habe wirklich vertrauliche Quellen!“, sagte Terry. Ungläubig ließ ich die Schule über mich ergehen. Ich würde Jake fragen. Doch ich glaubte es immer noch nicht.
Auf dem Hof, ging ich sofort zu Miracle Girl. Das kleine Fohlen erkundete heiter die Box. Meereswind döste zufrieden. Ich knuddelte das Fohlen erst einmal durch. Anschließend kuschelte ich mich ins Stroh. Sogar Meereswind ließ sich neben mir wieder und ließ sich den Nacken kraulen. Ca. 1 Stunde später, erledigte ich den Bürokram. Es war schon 3 Uhr. Ich musste noch die Boxen ausmisten und mir überlegen auf wem ich ritt. Ich war früher fertig als erwartet. Ich beschloss, mit Wolkenbruch auszureiten. Nur kurz, damit er Bewegung bekam. Und das tat ich auch. Im lockeren schritt, tänzelte er den Feldweg entlang. Ich ritt quer Beet. Immer einen Blick auf die Uhr. Ich hatte noch genügend Zeit. Im Trab, und mit viel Staub, kehrte ich auf den Feldweg zurück. Sie Luft war klar und angenehm warm. Zwei Mähdrescher fuhren auf dem Feld. Entschlossen, mich so weit wie möglich von diesen Monstern fernzuhalten schlug ich den Weg zum Dorf ein. Kastor, das Dorf, war nicht gerade groß, doch man bekam alles, was man zum leben brauchte. Kurz vor dem Dorf, sah ich zwei Personen. Ich kniff die Augen zusammen und stellte mein Bild scharf. Es war Jake. Er hatte den Arm um ein Mädchen gelegt. Susan Keller! Ruckartig zog ich Wolkenbruch am Zügel. Abrupt blieb dieser stehen. Jake und Susan? Niemals. Dafür musste es eine Erklärung geben. Doch mir fiel keine ein. Ich sah auf die Uhr. 10 vor 4. Jake musste schon längst auf dem Weg mit Sundance sein. Er schien von weitem heiter und plauderte mit Susan. Ich drückte Wolkenbruch die Haken in die Fersen. Dieser stieg leicht an, drehte auf dem Absatz und preschte los. Einfach davon. Zufällig genau in die Richtung zum Hof. Dort angekommen versorgte ich ihn. Ich musste mich ablenken. Ich suchte den Hof ab. Ein glück. Nora kam gerade. Vermutlich wollte sie zu Jana. Doch ich fing sie ab. „Hi Nora! Wollen wir ne Cola mit Lea trinken, gut, klasse! Lass uns gehen!“, ich schob Janas verdutzte Freundin in die Kantine und fischte dann auch noch Lea aus dem Stall. Schon begann ein Gespräch. Irgendwann kamen wir doch auf Jana zu sprechen. „ Ist doch Hammer, das Jana jetzt mit Justin zusammen ist, oder?“, Moment, Gedanken ordnen und zurückspulen. * „Ist doch Hammer, das Jana jetzt mit Justin zusammen ist, oder?“,* hallte der Satz in meinem Kopf immer wieder. Total perplex ging ich die einzelnen Wörter dieser Aussage nocheinmal durch. Hammer, zusammen, Jana, Justin. Nun musste ich das Prädikat mit dem Subjekt zusammenbringen. Jana zusammen, kam dabei heraus. So und nun noch eine Präposition und das Objekt des Satzes, plus ein Vollverb. Dann kam in meinem kopf der Satz: Jana ist mit Justin zusammen, raus. Das konnte jedoch nicht sein. Die Antwort lag klar auf dem Tisch. Ich hatte mich verhört. Vermutlich hieß es, Jana und Justin waren zusammen AUSGERITTEN. Damit beschwichtigte ich mich. Doch leas Gesichtausdruck ließ mich erneut meine Gedanken auseinandernehmen. Lea starrte Nora an. Diese hielt sich die Hand vor den Mund. Ich hatte mich also nicht verhört. Jana war mit Justin zusammen. Ich sprang auf. „ Wie bitte? Sag das noch mal!“, schrie ich halb. Nora schien wie ein Häufchen Unglück. Lea sah sie ebenfalls fordernd an. „Man, ich hab die beiden erwischt! Verdammt, sie sind zusammen!“, schrie sie den letzten teil und nahm Reißaus. Ich ließ mich auf meinen Stuhl sinken. Kreidebleich im Gesicht sah ich Lea an. „Unfassbar!“ murmelte diese. Ich hatte einen Entschluss gefasst. Was hatte Jana für ein Glück, das sie heute frei hatte. Ich rannte, ja wirklich, rannte den ganze Weg zurück.
An den Baum gebunden, warteten Ben und Rex schon. Genauso wie die beiden Bodyguards von Boa. Dog kam gerade raus. „Gut das du kommst. Boa möchte mit...“, er kam nicht dazu weiterzusprechen. „Kein Interesse!“, rief ich. Während ich an den Pfeiler rannte. Dort hatte ich Extrem angebunden. Den es waren nur 2 Koppeln bei Schattentänzer frei gewesen. Ich trenste extrem auf. Dann ließ ich Ben und Rex frei. Ich drückte ihm die Schenkel in die Flanken. Extrem wieherte schrill, und preschte los. Seine Hufen donnerten auf dem Boden. Ben und Rex hechelten mit Mühe hinterher. Ich ließ mich einfach von extrem tragen. Der Wind, der mit der Dämmerung kam, trieb mir die Tränen in die Augen. Langsam wurde es kalt, und ich hatte kurze Sachen an. Irgendwann, als wir schon im Dark Forrest waren, nahm ich die Kontrolle auf. Ich zügelte Extrem. Dann ritt ich mit ihm im Schritt ins gebiet der Wölfe. In der näher, wurden wir schon belagert. Doch Smokey war dabei. Er kannte Extrem. Deshalb ließ er uns mit in die Höhle kommen. Es war nun eiskalt und dunkel. Ben und Rex, waren in einer einzelnen Höhle. Die Wölfe kannten mich, mochten mich. Smokey, schlief heute auf unten, so wie alle Wölfe. Sie drängten sich aneinander um warm zu sein. Und ich in der Mitte. Extrem lag etwas abseits, die Anwesenheit machte die Wölfe und ihn nervös. Ich kuschelte mich an Smokey und die Zwillinge. Tränen rollten über mein Gesicht. Dann holte mich der Schlaf ein. Inmitten von schlafenden Wölfen, zwei Hunden und einem Pferd, schlief ich ruhig ein, mit dem Gefühl, das mir nichts auf der Welt, dieses Gefühl der Sicherheit nehmen konnte.
Den Beri, find ich zur Abwechslung mal gtu!
[Dieser Beitrag wurde am 09.09.2005 - 15:25 von Jessy aktualisiert]
Signatur Hier was zu mir: Fluch der Karibik ist mein Lieblingsfilm! Mit meiner besten freundin zusammen haben wir ihn schon 30x auf Deutsch gesehen, 1x auf Spanisch, 1x auf Türkisch und 2x auf Englisch ( ich kenn ihn in und auswendig)
Als Jessy bin ich schlagkräftig und konsequent, kann mich durchsetzen ( im richtigen Leben auch), hab in der Schule keine probleme (okay außer in Mathe), und liebe alle Tiere dieser Welt (außer Spinnen & Co.)
Alles weitere in meiner neu gestalteten Ecke!! |