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Judith7 



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...   Erstellt am 13.12.2013 - 22:01Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Liebes Helferlein,
mit Interesse lese ich es und danke Dir dafür, daß Du uns die Satire zugänglich machst.




Helferlein
unregistriert

...   Erstellt am 20.12.2013 - 23:46Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Buchholzens WochenSchauer - Nummer 601 vom 20. Dezember 2013

Das Jungfräulein Angela und ihr Zimmermann Sigmar – oder: Das Wunder der unbefleckten Empfängnis


Es gibt ja Sachen, die glaubt man nicht. Kaum glaubhaft zum Beispiel, aber doch für wahre Gläubige unanzweifelbar, dass eine gewisse Maria nicht nur jungfräulich empfangen hat, sondern auch noch hymen-mäßig unverletzt gebärt hat. Doch noch unglaublicher ist, dass 75 Prozent des Volkes an diese jungfräuliche Empfängnis tatsächlich glauben. Nee, nicht bei uns. Aber nahebei: Über zwei Drittel der US-Amerikaner sind von dieser virginalen Vaginalität überzeugt, wie eine US-Umfrage behauptet. Unter den Schwerst-Evanglikalen sind es sogar 98 Prozent. Kein Wunder, dass die amerikanischen Geheimdienst-Chefs meinen, dass man eine solche Mehrheit von grenzdebilen Gläubigen wegen ihrer Gemeingefährlichkeit unter schärfste Beobachtung stellen muss. (Sie sollten sich allerdings auf die eigenen heimischen Beschränkten beschränken.)

Zurück in unser eigenes gelobtes Land: Dort hat gerade unsere Angela, ein in die Jahre gekommenes uckermärkisches Jungfräulein, die Sozialdemokratie empfangen und nach knapp dreimonatiger Schwangerschaft endgültig ausgetragen. Das Ergebnis: Ein Große Kopulation ohne jede Penetranz seitens der SPD. Wenn da was Befruchtendes herauskommen sollte, würde dieses Angela-Mysterium jeden Marienkult übertrumpfen.

Das Wunder-, also Sonderbarste ist aber dies: Über 75 Prozent der mitgliederbefragten SPD-Basis glauben, dass ihre Partei in irgendeiner Zukunft unbefleckt aus dieser ohnehin ziemlich angeschmuddelten Affäre herauskommen könnte. Ihr pausbäckiges Erzengelchen Gabriel ist der neue Glaubenskünder.

Nun hat sich dieser sozialdemokratische Cherubim von seinen amtseigenen Engelszungen selbst beschwatzen lassen, sein Halleluja künftig aus dem ministeriellen Abseits vor sich her zu harfen. Glaubt er doch, künftig im Wirtschaftsministerium einen Blumentopp gewinnen zu können. Oder wenn schon keinen Blumentopp, so zumindest doch ein Profil.

Nun ist ein Wirtschaftsministerium in dieser Republik in etwa so notwendig wie ein Ministerium zur Erhaltung der allgemeinen Jungfräulichkeit. Will sagen: Es kümmert kein Aas und erst recht keinen ökonomischen Aasgeier, wer in diesem Amt den obersten Verweser spielt. Einflussloser kann ein Amt gar nicht sein – auch wenn es immer mal wieder ein kleines Extra-Kompetenz-Zuckerli gab und gibt.

Früher hat man im Wirtschaftsministerium die schlimmsten Sozialfälle der FDP zwischengelagert, bevor sie endgültig in der Schrottpresse auf ihre wahre Größe geschrumpft wurden. Wer kann sich noch an die Namen dieser abgewirtschafteten FDP-Luschen in Gabriels Amt erinnern? Hier sind sie: Philipp Rösler, Rainer Brüderle, Günter Rexrodt, Jürgen Möllemann, Helmut Hausmann, Martin Bangemann... In deren Erbfolge steht nun Sigmar Gabriel. Angeblich soll ihn Angela Merkel heftig gedrängt haben, dieses Amtes zu walten. Sie weiß, warum! Und der neue Bonsai-Vizekanzler wusste, warum er die Ressort-Verteilung nicht vor dem Basis-Votum bekannt geben wollte.

Das Einzige, was mich wundert: Warum ist eigentlich Gabriel nicht Kanzler geworden? Schließlich hat er seine Wahl mit überwältigenden 75,96 Prozent der Stimmen gewonnen; Merkel hingegen die ihre nur mit 41,5 Prozent.

Damit genug der Weihnachts-Wunderlichkeiten! Ich mache für dieses Jahr erst einmal meinen Meinungs-Bauchladen zu. Zumindest, was diese Kolumne angeht. Ansonsten stehe ich nicht nur am 4. Advent auf der Bühne der „Wühlmäuse“, sondern auch jeden Abend vom 1. Weihnachtsfeiertag an bis Sylvester (alle drei Vorstellungen an diesem Tag sind allerdings schon lange ausverkauft; ansonsten gibt es noch Karten). Ich wünsche Ihnen für das zu Ende gehende 2013 eine halbwegs freundliche Resteverwertung. Alles Weitere werden wir im neuen Jahr bereden. Bleiben Sie mir bis dahin hoffentlich gewogen.

Von Herzen und auch vom Hirne
wünsche ich Ihnen herzlich und hirnlich alles Gute,
Ihr Martin Buchholz

© Martin Buchholz




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