mam Moderatorin a.D.
  

Status: Offline Registriert seit: 29.06.2006 Beiträge: 572 Nachricht senden | Erstellt am 08.07.2006 - 15:42 |  |
Bruno ist tot!
Ein völlig unschuldiges Tier in braunem Kuschelfell versucht die Sommerlöcher dreier Länder zu füllen, rast eilig über alle Grenzen, um allen sensationsgeilen Medien gerecht zu werden und wird noch vor Ende der Fußballsaison ausgerechnet von dem Land erschossen, das angeblich „alles versucht hatte, den Bär lebend einzufangen“.
Es ist eine Schande! Es ist eine Schande erster Güte, dass ein Land, dessen Werbung für ein Grundnahrungsmittel wie die „Bärenmarke“ nicht dazu imstande war, Bruno vor dem Tod zu retten. (in Zukunft trinke ich meinen Kaffee schwarz!)
War Bruno wirklich ein Killer? Jedes Kind weiß, dass Tiere nur dann andere Tiere töten, wenn sie sie essen wollen. Bruno mag wohl ein ausgekochtes Schlitzohr gewesen sein oder vielleicht auch ein durchgeknallter Zirkusbär, aber keinesfalls ein Killer.
Ist es nicht sehr verwunderlich, dass Bruno die Schafe zwar angeblich getötet haben soll, sie jedoch rein verzehrstechnisch nicht angerührt hat? Außerdem weist meiner bescheidenen Meinung nach ein Schaf, das von einem Bär gerissen wurde, ganz andere Verletzungsspuren auf.
Hatten wir das nicht schon vor einigen Jahren im Mönchen Gladbacher Stadtpark See?
Das angeblich hundekillende Karpfenmonster hieß Kuno.
Fällt Ihnen nicht diese frappierende Namensgleichheit auf?
Kuno - Bruno?
Liebe Leser, Sie sollten rein vorsorglich Ihre Hunde, Katzen, Mäuse, Karnickel oder Meerschweinchen nicht mit einem Namen versehen, der auf -uno endet. Es könnte im nächsten Sommerloch der gleichen Verschwörungstheorie zum Opfer fallen und erschossen, erstochen, erstickt, erschlagen oder zertreten werden.
Ich überlege gerade, was uns allen blüht, wenn es sich in dieser Verschwörungstheorie nicht nur um Tiere handelt und die Wortendung „uno“ keiner Vorsilbe bedarf ...
Copyright by Marina Braun. Nachdruck und Vervielfältigungen bedürfen meiner schriftlichen Genehmigung.
Signatur Praesis ut prosis, non ut imperes (Stehe an der Spitze um zu dienen, nicht um zu herrschen) |