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focour 
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...   Erstellt am 26.06.2006 - 22:46Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Bruno hier, Bruno da

in der Medienlandschaft gibt es derzeit drei Themen: Bruno der Bär, der waidmännisch "zur Strecke gebracht" wurde, Otti Fischer der Fremdgeher, dem seine betrogene Ehefrau jetzt doch verzeiht und natürlich Kliensmann, der über die Nationalmannschaft alle Deutschen zu einem einzigen Team geformt hat. Kompliment Kliensmann, das hat sonst noch keiner geschafft, jedenfalls nicht mit friedlichen Mitteln.

Bruno ist tot. Vielleicht hat der ein oder andere unsere Satire dazu gelesen. Man kann dazu Witze machen, ok. Aber kann sich jemand vorstellen, was passiert wäre, hätte Bruno tatsächlich einen Menschen angegriffen, verletzt oder getötet? Den Jägern, die Bruno zur Strecke gebracht haben oder dem zuständigen bayerischen Umweltminister jetzt Morddrohungen zu schicken halte ich für völlig daneben. Für mich hat Bruno angesichts seines Verhaltens tatsächlich eine akute Gefahr für Leib und Leben von Menschen dargestellt, zumal er ohne weiteres - anders als natürlich aufgewachsene Bären - durch menschliche Ansiedlungen spaziert ist und keine Scheu mehr vor Menschen hatte.

Meine Meinung


focour





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DieRomi
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...   Erstellt am 26.06.2006 - 23:12Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


"Bruno richtete sich in seiner vollen Größe auf die Hinterbeine auf", sagte das Umweltministerium und ist der Überzeugung, dass es sich bei Bruno um ein verhaltensgestörtes Raubtier gehandelt habe.

Nach Angaben des Umweltministeriums will Bayern Konzepte zum Bärenmanagement in Anlehnung an Programme in Österreich und in der Schweiz entwickeln. Staatssekretär Bernhard lud friedliche Tiere ein: "Wenn ein normaler Bär den Weg nach Bayern findet, ist er herzlich willkommen."

Ob da ein Bärenmanagement hilft?

Der Umweltverband setzt auf einen grenzübergreifenden Managementplan in den Alpen. Mit diesem soll festgehalten werden, wie Mensch und Bär miteinander leben könnten. Mit Hilfe eines solchen Managements wird in Österreich seit 1996 erfolgreich das Zusammenleben von Mensch und Tier geregelt.




focour 
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...   Erstellt am 27.06.2006 - 12:22Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Es mußte ja so kommen *s

Da gibt es Morddrohungen gegen die Jäger, jemand wünscht den Verantwortlichen Impotenz bis an ihr Lebensende, der bayerische Umweltminister wird zum Rücktritt aufgefordert. Und warum?

Wegen eines einseitig verklemmten Naturverständnisses. Die Vorstellung vom Bär als Kuscheltier aus unserer Kindheit wird auf das Tier JJ1 projeziert, ein Bär, der aus reiner Mordlust Schafe tötet, nicht aber, weil er Hunger hat. Ein "Risikobär", ein "verhaltensgestörter" Halbstarker, so die Einschätzung der österreichischen Sektion der internationalen Naturstiftung WWF. Nicht ohne Grund wurde der Bär auch in Österreich zum Abschuß freigegeben. Zudem: Hat ein einzelnes Schaf nicht dasselbe Lebensrecht wie ein Raubtier?

Mal ganz offen meine Meinung: Manche der jetzigen Kritiker der Entscheidung, den Bären als unkalkulierbares Risiko aus der Wildbahn zu nehmen sind allem Anschein nach selbst intellektuell verhaltensgestört.

Selbst der Einwand, die Jäger hätten ein Betäubungsgewehr benutzen können zieht meiner Meinung nach nicht: Kein Wildtier, wenn es weiß daß es verfolgt wird läßt jemanden bis auf 30, 40 Meter an sich heran, die Entfernung, die man zum Einsatz eines Betäubungsgewehrs benötigt. Bär Bruno wurde aus einer Entfernung von 150 Metern geschossen


focour





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focour 
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...   Erstellt am 29.06.2006 - 00:43Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Zitat:

Braunbär «Bruno» ist mit zwei Schüssen in den Brustkorb getötet worden. Die Projektile hätten zu umfangreichen Verletzungen in Lunge und Leber geführt, teilte das bayerische Umweltministerium am Mittwoch in München zum Obduktionsbefund des Tieres mit. «Es kann davon ausgegangen werden, dass die inneren Verletzungen zu einem schnellen Tod des Bären geführt haben», erklärten die Tiermediziner nach Ministeriumsangaben.


Kommentar:

Es ist gar nicht so einfach, auf 150 Metern zielsicher zu treffen. Daß vorsorglich ein zweiter Schuß abgegeben wurde ist vernünftig, damit das Tier nicht leiden muß. Beide Schüsse haben offensichtlich getroffen, was bei dieser doch sehr weiten Entfernung für die beiden Schützen spricht. Jagdmunition, wie sie bei dem Bären benutzt wurde soll schnell töten, um dem Tier Leiden zu ersparen. Anders ist es mit Militärmunition: Diese soll nicht töten, sondern nur kampfunfähig machen. Deshalb sind zum Beispiel Dum-Dum-Geschoße, die größere Verletzungen hervorrufen als Vollmantelgeschosse nach dem Kriegsvölkerrecht verboten. Es mag grausam klingen was ich schreibe, aber so sind die Fakten.


Zitat:

Der Ministerpräsident des österreichischen Bundeslandes Tirol, Herwig van Staa, bat, «Brunos» Schicksal nicht zu vermenschlichen. In Europa gebe es 30.000 bis 40.000 Braunbären, von denen jährlich etwa 4.000 geschossen würden. Der Braunbär sei keine aussterbende Wildtierrasse. «Ein Braunbär mit dem menschlichen Namen "Bruno" ist kein Kuscheltier. Mir tut auch das Schaf Leid, das der Bär gerissen hat», sagte er.


Kommentar:

Mir ist ein Kind, daß von Bär Bruno nicht mit einem Schaf verwechselt oder aus reiner Mordlust getötet wurde lieber als 4000 Bären. Oder möchte jemand Bilder von Urlauberkindern sehen, die von "Bruno" so getötet und zugerichtet wurden wie dieses Schaf?


Quelle


Sind Bären denn wichtiger als unsere Kinder? Wenn ich dann lesen muß: "Wenn es um Tiere geht, verliere ich jegliche Toleranz"! dann fällt mir nur noch ein: Allem Anschein nach sind einige Leute selbst intellektuell und emotional verhaltensgestört. Kommentar Ende


focour

[Dieser Beitrag wurde am 29.06.2006 - 01:02 von focour aktualisiert]





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tjkane
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...   Erstellt am 29.06.2006 - 10:02Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Was ist wichtiger...der Bär oder das hier????????




Mir hängt das gedöns über den Bär echt zum halse raus.





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