kucky 

Status: Offline Registriert seit: 17.02.2006 Beiträge: 79 Nachricht senden | Erstellt am 19.02.2006 - 19:58 |  |
Brennessel Pflanze: Urtica dioica, Urtica urens Familie: Brennesselgewächse (Urticaceae)
Anwendung: Extrakte aus Brennesselblättern, -kraut bzw. Tee, Saft: rheumatische Beschwerden entzündliche Gelenkerkrankungen entzündliche Erkrankung der ableitenden Harnwege Nierengrieß Extrakte aus Brennesselwurzel: Prostatabeschwerden Reizblase Legende
Brennesselwurzel: Zubereitungen aus der Brennesselwurzel lindern Beschwerden einer beginnenden benignen Prostatahyperplasie, d.h. einer altersbedingten, gutartigen Vergrößerung der Vorsteherdrüse im Stadium I und II. Rund die Hälfte aller Männer über 60 Jahren sind davon betroffen. Die Einnahme bessert die Beschwerden beim Wasserlassen. Die Größe der Prostata bleibt jedoch unbeeinflusst (s.Hinweis). Als möglich wirksame Inhaltsstoffe werden beta-Sitosterol, Lignane, Polysaccharide und/oder weiterer Substanzen diskutiert. Brennesselkraut oder Brennesselblätter: Innerlich und äußerlich zur Unterstützung einer Behandlung rheumatischer Beschwerden.
Innerlich: Zur Durchspülung bei entzündlichen Erkrankungen der ableitenden Harnwege, auch zur Behandlung und Vorbeugung von Nierengrieß. Dabei auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten. Nicht bei Erkrankungen anwenden, bei denen eine erhöhte Flüssigkeitszufuhr vermieden werden sollte (s. Hinweis). Die Brennessel enthält viele verbreitet vorkommende Verbindungen. Die oberirdischen Pflanzenteile sind reich an Mineralsalzen, lösliche Kieselsäure, Aminosäuren, Vitaminen, Carotinoiden und Flavonoiden. Die antirheumatische Wirkung wird auf Caffeoyläpfelsäure zurückgeführt, die entzündungshemmende Eigenschaften besitzt. Diese Substanz kommt nur in der Großen Brennessel vor. Vor der z.T. in der Volksmedizin empfohlenen Anwendung als „Diabetikertee“ muss gewarnt werden, da Brennessel eine Zuckerkrankheit in keiner Weise günstig beeinflussen kann. Kosmetik: Tinkturen äußerlich als Haarwasser zur Pflege der Kopfhaut bei fettigem Haar und Schuppen. Brennesselfrüchte enthalten ein linolsäure reiches, fettes Öl sowie Vitamin E und Carotinoide. In der Volksheilkunde findet es als Tonikum Verwendung und in der Landwirtschaft als Zusatz zu Viehfutter.
Die aus den Stängeln gewonnene Faser diente als Baumwollersatz.
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