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esge 
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...   Erstellt am 03.01.2007 - 19:44Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Les vieux
Die Alten
Paroles et musique de Jacques Brel et Gérard Jouannest 1964
sehen und hören - voir et écouter

Die Alten sprechen nicht mehr oder nur noch mit den Augen
Selbst wenn sie reich sind, sind sie arm.
Sie haben keine Träume mehr und nur noch ein Herz für zwei
Bei ihnen riecht es nach Thymian, nach Sauberkeit,
nach Lavendel und nach den Worten von früher
Sogar wenn man in Paris lebt, lebt man ganz in der Provinz, wenn man zu lange lebt
Haben sie zuviel gelacht, dass ihre Stimme brüchig wird, wenn Sie von früher sprechen?
Und haben sie zuviel geweint, dass noch Tränen in ihren Augen perlen?
Und wenn sie ein wenig zittern,
ist es, weil die silberne Uhr altert,die im Wohnzimmer tickt?
Sie sagt ja, sie sagt nein, sie sagt: ich warte auf euch

Die Alten träumen nicht mehr,
ihre Bücher sind verschlafen, ihre Klaviere sind geschlossen
Die kleine Katze ist tot, der Muskatwein am Sonntag bringt sie nicht mehr zum singen
Die Alten bewegegen sich nicht mehr.
Ihre Gesten haben zu viele Falten, ihre Welt ist zu klein.
Vom Bett bis zum Fenster dann vom Bett bis zum Sessel und dann vom Bett bis zum Bett
Und wenn sie noch einmal untergehakt ausgehen, ganz fein gemacht
ist es, um der Sonne zu folgen,
der Beerdigung eines Älteren, der Beerdigung einer Hässlicheren

Und die Zeit des Schluchzens lässt sie eine ganze Stunde lang die silberne Uhr vergessen,
die im Wohnzimmer tickt.
Sie sagt ja, sie sagt nein, und dann auf sie wartet

Die Alten sterben nicht,
eines Tages schlafen sie ein und schlafen viel zu lang
Sie halten sich die Hand, sie haben Angst sich zu verlieren
und verlieren sich trotzdem
Und der Andere bleibt zurück, der Bessere oder der Schlechtere,
der Zärtliche oder der Strenge
Das ist nicht wichtig, derjenige der zurückbleibt, findet sich in der Hölle wieder.
Vielleicht werden Sie ihn sehen oder sie,
mitunter bei Regen und in Kummer durch die Gegenwart ziehen,
sich entschuldigend, noch nicht weiter zu sein
Und ein letztes mal fliehen sie vor der silbernen Uhr,
die im Wohnzimmer tickt.
Sie sagt ja, sie sagt nein, sie sagt ihnen : ich warte auf dich
die im Wohnzimmer tickt,
sie sagt ja, sie sagt nein und dann wartet sie auf UNS

Traduction de Dany

[Dieser Beitrag wurde am 12.01.2007 - 21:02 von esge aktualisiert]




Didier ...



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Registriert seit: 18.11.2009
Beiträge: 7
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...   Erstellt am 18.11.2009 - 17:38Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Voilà la version que je chante = Hier die Fassung, die ich singe

Die Alten = Les vieux
(J. Brel / dt. © D. Kaiser 2002)

Die Alten sprechen nicht
und wenn, verstehn sie sich
durch einen Augen-Blick.
Selbst reich, sind sie doch arm,
Sie machen sich nichts vor.
Ein Herz schlägt noch für zwei.
Es riecht nach Thymian,
Lavendel und Sakrotan,
doch mehr noch riecht’s nach einst.
Lebt man auch in Paris,
man lebt in der Provinz,
wenn man zu lange lebt.
Rührt es vom Lachen her,
dass ihre Stimme krächzt,
wenn sie reden von einst.
Oder vom vielen Trauern,
dass die Tränen noch kullern
wie Tropfen an den Mauern.
Und wenn sie zittern leis,
ist es, weil sie stets sehn,
wie die Pendeluhr ergreist,
die im Salon noch tickt,
die nein sagt, und ja nickt,
die sagt, ich wart auf dich.

Die Alten träumen nicht.
Die Bücher schlafen schon.
Ihr Klavier ist verstummt.
Die kleine Katz ist tot.
Der Sonntagwein färbt rot,
doch bringt kein Lied zustand.
Die Alten rühr’n sich nicht.
Die Gesten sind erschlafft.
Ihre Welt ist zu klein.
Vom Bett ans Fenster ran,
vom Bett zum Sessel dann
vom Bett ans Bett. Bis wann?
Und geh’n sie doch noch aus
Dann gehen sie Arm in Arm
gekleidet, steif wie einst,
um traurig im Sonnenlicht
einen Ältren heim zu tragen
oder Hässlichen zu beklagen.
Einen Schluchzer lang nur
vergessen sie die Zeit
auf ihrer Pendeluhr,
die im Salon noch schnurrt,
die nein sagt, und ja knurrt,
und dann wartet auf sie.

Die Alten sterben nicht.
Sie schlafen einfach ein
und schlafen dann zu lang.
Sie halten sich die Hand.
Sie woll’n sich nicht verlieren
und verlieren sich doch bald.
Der Andere bleibt zurück,
ob es der Bessere war,
der Strenge oder Sanfte?
Es ist doch einerlei.
Wer bleibt, macht kein Geschrei.
Die Höll wird’s für ihn sein.
Sie können ihn dann sehn.
Sie sehen sie dann gehn,
im Regen und mit Gram,
durch die Gegenwart ziehn,
mit einem knappen Pardon,
dass sie nicht schneller gehn.
So weichen sie nur aus,
aus ihrem letzten Haus,
der Pendeluhr zuhaus,
die im Salon noch tickt,
die nein sagt, und doch nickt,
die sagt, ich warte auf dich,
die im Salon noch schnurrt,
die nein sagt, und ja knurrt,
…… und dann wartet auf uns.





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Didier


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