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AlbhartMansfeld 
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...   Erstellt am 17.11.2008 - 23:08Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


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Die ehemals von Deutschen gegründete Traditionsbrauerei Tsingtao befindet sich in der Hafenstadt Qingdao in China. Hier wird das bei Muggeln durchaus berühmte, chinesische Bier hergestellt, das viel auf seine deutsche Herkunft hält. Doch neben der Fabrikation für das "normale" Bier, gibt es auch einen magischen Zweig, welcher das unter Zauberern berühmte "Tsingtao Drachen-Bier" herstellt.





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AlbhartMansfeld 
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...   Erstellt am 17.11.2008 - 23:14Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Albhart von Mansfeld, ein hochgewachsener und kräftiger, wenngleich bei weitem nicht mehr so dicklicher, Mann stand umringt von fünf wesentlich kleineren, chinesischen Zauberern, die jeder einen Krug Bier in seiner Hand hielten und sich von Albhart erklären ließen, worauf es bei der magischen Variante des berühmten Biers der ehemals deutschen Traditionsbrauerei ankam.

Zurzeit war Bierfest in Tsingtao und das hieß, dass es jede Menge Chinesen in lustigen deutschen Muggeltrachten auf dem Gelände der Brauerei gab, Volksmusik zu hören war und es natürlich Bier und bayrische Muggelspezialitäten gab, von welchen Albhart nicht die geringste Ahnung hatte.

Als deutscher Vertriebsleiter des magischen Zweigs der Brauerei hielt er sich heute ohnehin im magischen Bierzelt auf und erklärte Zauberern aus aller Welt etwas über Bier, Absatzzahlen und Marktstrategien. Da er es immer schon mit Zahlen gehabt hatte und eine Chinesin zur Frau hatte, war dieser Beruf naheliegend gewesen. In den letzten Jahren hatte Albhart hier schnell beruflichen Erfolg gehabt und war mit seiner Familie in ein hübsches, Holzhaus etwas Flußaufwärts gezogen, das einen unglaublich norddeutschen Charme an den Tag legte.

Albhart sah über die Köpfe seiner chinesischen Zauberkollegen hinweg und hielt nach Shai-Ma Ausschau. Sie war vorhin mit den Kindern hinüber zum Drachen-Streichelgehege gegangen (es gab durchaus zahme Drachenarten, auch wenn sie Albhart noch immer nicht ganz geheuer waren) und hatte gesagt, dass sie danach zurückkommen und sie alle zu Mittag essen wollten. Albhart hatte bereits gesehen, dass es Weißwurst und Bretzeln gab und sich in sein Schicksal ergeben. Zauberer konnten dieselben stereotypen Vorstellungen haben, wie Muggel. Leider...

[Dieser Beitrag wurde am 17.11.2008 - 23:15 von AlbhartMansfeld aktualisiert]





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ShaiMaYlong 
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...   Erstellt am 18.11.2008 - 09:06Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Es war ein ungewöhnlich heißer Tag des Bieres in diesem Jahr und Shai-Ma betrachtete freudig das große Treiben bei den Bierzelten. Das würde einen Umsatz geben heute! Und das konnten sie gut vertragen, immerhin sollte im nächsten Jahr ein Urlaub in den deutschen Heimatgefilden stattfinden. Ihre drei Kinder hatten Oma und Opa Mansfeld schon sehr lange nicht mehr gesehen. Ein weiteres Mal war Shai-Ma, die mittlerweile eine Frau geworden war, glücklich darüber, dass ihre Eltern damals den Schritt gewagt hatten und mit ihr und Albhart zurück nach China gegangen waren.

"Chan, wir wollen gleich zu Mittag essen, holst du Cai und Long?" Shai-Ma war glücklich, dass sie Albhart damals hatte überreden können, die Kinder als Erstnamen chinesisch zu benennen. Klar, dass auch deutsche Namen vorhanden waren: Chan Lisa, Cai Yvonne und Long Thomas hießen ihre Kinder, aber hier in China konnte niemand die deutschen Namen aussprechen. Chan, das siebenjährige Mädchen, nickte und rannte zu den Drachengehegen, wo die fünfjährige Cai und der gerade zweijährige Long standen und die Drachen bewunderten. Glücklich grinste Shai-Ma dem Drachen entgegen und ihre Kinder kamen auf ihre Mutter zugerannt.

"Da seid ihr ja wieder.", freute sich Shai-Ma und umarmte ihre Kinder. Auch wenn sie wegen eines Kundesgesprächs, das Shai-Ma zu führen hatte, nur kurz getrennt gewesen waren, hatte sie die Kinder bereits vermisst. "Dann lasst uns mal essen gehen.", schlug sie dann vor, nahm Long auf den Arm und ging zurück ins Festzelt zu ihrem Mann. Albahrt hatte in den letzten Jahren deutlich abgenommen, was sicherlich nicht zuletzt an dem Schock gelegen hatte, als Shai-Ma plötzlich kurz nach ihrem Abschluss schwanger geworden war.





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AlbhartMansfeld 
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...   Erstellt am 18.11.2008 - 11:41Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Albhart entdeckte schließlich Shai-Ma, die mit den beiden Töchtern und ihrem Sohn im Schlepptau herüber kam. Er schaffte es, die chinesischen Zauberer, höflich und recht geschickt zu seinem Kollegen von der Materialprüfung abzuschieben und ging seiner Familie entgegen.

Cai löste sich von ihrer Mutter und kam auf ihren Vater zugerannt. "Papa, Papa, ich habe einen pekinger Tatzelwurm gestreichelt", verkündete sie aufgeregt und hüpfte dabei auf und ab. Albhart musste gestehen, dass er nicht die geringste Ahnung hatte, was ein pekinger Tatzelwurm war, gab sich aber Mühe, das zu verbergen. "Toll, Cai", sagte er enthusiastisch. "Aber frag nicht, ob wir uns einen als Haustier zulegen können."

"Können wir?", wollte das kleine Mädchen hoffnungsvoll wissen. Ihre blauen Augen, die in ihrem eher chinesisch angehauchten Gesicht fragend zu ihm aufsahen, wirkte auf Albhart immer wieder faszinierend. Dass jedes seiner Kinder zudem mehr oder weniger einen rötlichen Schimmer in den Haaren hatte, hatte ihn immer sehr erstaunt. Aber die Mischung war ohne Frage hübsch, auch wenn Chan, die älteste Tochter, zusätzlich ein wenig die Gewichtsprobleme ihres Vaters geerbt zu haben schien.

"Nein, können wir nicht", meinte Albhart entschieden. "Keine Drachen im Haus. Das hatten wir schon geklärt." Das Problem an der Sache war, dass seine beiden Mädchen vernarrt in Drachen waren...nein, sogar seine drei Mädchen, denn Shai-Ma liebte diese Tiere ebenfalls. "Aber Du kannst mir Deinen Tatzelwurm zeigen, nachdem wir was gegessen haben." Er nahm Shai-Ma Long ab, als sie ihn erreichte und küsste sie flüchtig. In China waren öffentliche Zuneigungsbekundungen nicht oft gesehen, was Albhart aber nicht wirklich störte. So richtig wohl fühlte er sich dabei ohnehin nur zu Hause. "Und, habt Ihr alle Hunger?"





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Cai löste sich von Shai-Mas Hand und umarmte ihren Vater. Sie beobachtete immer wieder gern ihre kleine Familie und musste breit grinsen, als Cai nach einem Hausdrachen fragte. Sie selbst hatte schon als kleines Mädchen einen Drachen haben wollen und war glücklich, dass dieses Interesse auf die Mädchen übergegangen war. "Wenn du groß bist, darfst du dir deinen eigenen Drachen holen.", tröstete sie Cai und strich ihr über das braunrote Haar. AUch wenn sie das nicht wirklich aufheiterte, gab sie doch jetzt Ruhe. Long spielte mit Albharts Ohren auf seinem Arm und Chan lief schon ein paar Meter voraus. "Essen!" sagte sie und strahlte.
"Ganz der Papa.", flüsterte Shai-Ma ihrem Mann zu und strich über seinen Arm. "Sollen wir zu Hause essen?" fragte sie und besah sich schnell die momentane Situation. "Vielleicht ne halbe Stunde..."





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...   Erstellt am 18.11.2008 - 19:37Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


"Hm, ich befürchte, Herr Lai möchte mich gleich noch für die Präsentation haben" meine Albhart, auch wenn ihm der Gedanke, lieber zu Hause zu essen schon mehr zusagte, als sich mit Weißwurst und Bretzeln (vor allem dem, was die Chinesen darunter verstanden) zu begnügen. Chan schien das egal zu sein. Sie mochte alles, was Fleisch beinhaltete. So gesehen gab es da doch gewissen Unterschiede zu ihrem Vater, der es vor allem auf Schokolade abgesehen hatte.

"Aber Du könntest etwas schönes zum Abendessen zaubern", schlug er vor und meinte "zaubern" dabei durchaus auch im Sinne, in welchem die Muggel dieses Wort in diesem Zusammenhang verwendet hätten. Er hob Long hoch, so dass der Kleine über seine Schulter sehen konnte und mit großen Augen die umhereilenden Zauberer in "typisch deutschen" (d.h. blaugestreiften und mit einem Gamsbart am Revers) Roben betrachtete.

[OOC: Dann müssten wir nen neuen Ortsthread aufmachen...]





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"Wir können auch hier essen.", stimmte Shai-Ma zu und ging mit der Famlilie ein paar Meter weiter. Hier stand ein sehr klein wirkendes Festzelt, in das gerade eine Hand voll Leute hineinpasste. "Und rein in die gute Stube!" sagte sie dann, einen nach dem anderen hineinschickend. Zuletzt ging sie selbst in das Zelt.

Ein großes und geräumiges Appartment erstreckte sich vor ihren Augen und nichts erinnerte mehr an das kleine Zelt, nach dem es aussah. Eine Küche befand sich zu ihrer Linken und die Kinder hatten bereits ein kleines Spielparadies im hinteren Teil entdeckt. "Setz dich doch kurz, mein Schatz, du hast schon so viel getan heute.", lächelte Shai-ma und deutete auf eine sehr gemütliche braune Couch. "Ich mache schnell was zu essen." Mit der Zeit hatte Shai-Ma insbesondere das Muggel-kochen, wie sie sagte, gelernt und übte sich nun darin. Heute standen ganz im Zeichen des Deutschen Festes Schweinshaxen, Sauerkraut und andere Dinge auf dem Plan. "In ein paar Minuten ist das Essen fertig!" rief sie dann wenig später aus der Küche in den Wohnraum.





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Albhart ließ sich das nicht zweimal sagen und ließ sich auf dem Sofa nieder. Die Mädchen wippten auf einem sehr lebendig wirkenden Schaumstoff-Einhorn. "Wenigstens einmal kein Drache", dachte Albhart bei sich, während er Long auf seinem Bein wippen ließ. Doch der Kleine wollte unbedingt sehen, was seine älteren Schwestern trieben und Albhart ließ ihn schließlich gehen. Beim ersten Kind war er noch sehr besorgt gewesen, aber inzwischen hatte er gelernt, dass Kinder einfach ein paar Freiheiten brauchten und Mama und Papa waren schließlich auch nicht weit weg.

"Was gibt es denn?", wollte Albhart wissen, da es die einzig sinnvolle Frage war, die ihm im Zusammenhang mit Shai-Mas Feststellung, dass es gleich essen gäbe, einfiel. Er lümmelte sich ein wenig auf dem Sofa, da hier gerade keine Geschäftspartner anwesend waren und legte den Kopf in den Nacken. Das Leben in China war anstrengend, aber interessant und Albhart war glücklich und zufrieden. Er konnte sich kein besseres Leben vorstellen, keine bessere Frau haben und keine besseren Kinder. Es war fast schon zu gut, um wahr zu sein. Es würde ihn nicht wundern, wenn er gleich aufwachen würde und alles wäre nur ein Traum gewesen...





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...   Erstellt am 21.11.2008 - 10:11Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


SHai-Ma deckte den Tisch: je einen großen Teller, Gabel, Messer und Löffel, dann einen tiefen Teller daruaf, dazu ein Glas und einen Löffel für die Nachspeise.
"Da wir vor genau zehn Jahren unseren Abschluss gemacht haben uns ausgewandert sind, dachte ich, ich mach etwas schönes Norddeutsches. Von der Weißwurst und dem Sauerkraut kriegen wir ja noch genug. Also, ich habe als Vorsuppe zur Auswahl Käse-Lauch-Suppe, Gyrossuppe und Spargelsuppe, zum Hauptgericht leckeren Lapskaus [ooc: kennst du das? leeeeeckeeer] und Grünkohl. Okay, Grünkohl im Sommer soll man ja nicht essen, aber ich hatte Lust darauf. Ach ja, und Spaghetti für die quengeligen unter uns." Die Kinder kamen bereits angerannt und scharten sich um die Töpfe.
"Hinsetzen, Mädels.", sagte Shai-Ma und hob Long in seinen Hochstuhl.
"Was darf es sein?"

Zehn Jahre war es nun also schon her, eine endlos lange Zeit, die doch so schnell vergangen war. Und die beiden standen im besten Saft, wie man so sagt: hatten ein Haus, wunderbare Kinder, genug Geld, um sich keine Sorgen machen zu müssen und ein friedliches Leben. Es war wie im Traum.





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...   Erstellt am 21.11.2008 - 14:29Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


"Käse-Lauch-Suppe", entschied Albhart, nachdem Shai-Ma all die Dinge aufgezählt hatte. "Ich glaube, das hatte ich seit Jahren nicht mehr. Und Grünkohl kann man immer essen, vor allem in China." Er grinste, als Chan schon nach Löffel und Gabel griff. Seine Kinder waren zwar zum Teil Chinesen, aber gegessen wurde meist mit Messer und Gabel. Albhart konnte zwar auch mit Stäbchen essen, aber er kam sich immer ein wenig ungeschickt damit vor.

"Und Labskaus..." Er schmunzelte. "Meine Güte, meinst Du es heute gut mit mir. Da können die Kinder so viel Nudeln haben, wie sie wollen." Er streckte seine Hand aus und zupfte aus Cais Haaren ein Stück Stroh. Vermutlich stammte es aus dem Drachen-Streichelgehege.

"Übrigens habe ich heute früh mit Ying-Ji gesprochen", fuhr Albhart fort, "und sie meinte, sie könne heute Abend zum Babysitten kommen, falls wir den Abend frei haben wollten..." Albhart überlegte, wann sie den letzten gemeinsamen Abend ohne die Kinder gehabt hatten. Es musste mindestens schon einen Monat her sein.





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