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Kevin17 
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...   Erstellt am 08.09.2005 - 21:34Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen



Vor kurzen habe ich mir zum ersten mal Bran Stoker´s Dracula angesehen.
Der Film hat mir sehr gut gefallen, vor allen die Schauspielerische Leistung von Gary Oldman (aber nur als alter Dracula)
orginell fand ich auch die Käfige, der Aufseher in der Klapse. ^^

2 Dinge verstehe ich mal wieder nicht, wieso hat Van Helsing (Hopkins) so lange überlebt? Er ist ja kein untoter.
Weil am Anfang des films, wo Draculas Frau stirbt, sieht man in ja auch.
Und wieso wurden die Haare von Keanu Reeves (man hätte noch eine szene einbauen sollen, wo er seine Verlobte wieder sieht) so schnell grau? Lag es dadran, das die Vampire in schwächer gemacht haben, indem sie sein Blut auszaugten? So das er nicht fliehen konnte.

[Dieser Beitrag wurde am 08.09.2005 - 21:49 von Kevin17 aktualisiert]





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gargamel
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...   Erstellt am 09.09.2005 - 12:16Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ich hab' den Film schon lange nicht mehr gesehen, aber ich kann mich so nicht erinnern, dass Hopkins in der Eröffnungsszene zu sehen ist. Vielleicht war es jemand, der ihm nur ähnelte.
In der deutschen Version spricht Rolf Schult (die Stimme von Hopkins) den Prolog, wodurch ich vermute, dass im englischen Original der Prolog von Hopkins gesprochen wird.

Das Ergrauen von Reeves wurde im Roman, wenn ich mich recht entsinne so beschrieben, dass Harker durch das Grauen das er auf Schloß Dracula gesehen hat und erleiden musste, über Nacht ergraute. In den Nosferatu-Filmen und auch im Broadway-Stück zu diesen Thema verliert Harker den Verstand.

Mir gefällt der Film auch sehr gut. Ich habe ihn damals gleich zweimal im Kino gesehen. Das lag sicher auch an der Klasse-Musik von Wojchez Kilar, aber auch an der ganzen Atmsophäre des Filmes und der klasse Inszenierung von Coppola, alleine die Schattenspiele hatten einen besonderen Reiz. Was mir ein bißchen auf den "Zeiger" ging, war diese etwas übertrieben eingebaute Erotik. Ansonsten gab's aber keine weiteren Einwände.
Gary Oldman ist einfach phantastisch und mir gefiel er vor allem auch als "alter" Graf.

Gruß

Jens




Count_Villain ...
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...   Erstellt am 09.09.2005 - 14:41Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hopkins spielt tatsächlich am Anfang den Priester, der mit Dracula aneinander gerät. Dies ist aber natürlich nicht der Charakter Abraham van Helsing, sondern ein ganz anderer und mehr sowas wie eine Art Cameo oder Easter Egg.

Ansonsten fand ich den Film auch sehr gut. Der einzigste Dracula-Film, den ich je gesehen. Vor ein paar Wochen habe ich auch den Ursprungsroman gelesen und war überrascht wie nach am Buch der Film war. Die Musik, die Stimmung, die Idee die Tagebuch-Einträge zu übernehmen, auch die Idee der Romantik zwischen Dracula und Mina bringt dem Film viel. Das Schauspielerische mal ganz außen vor gelassen. Nur bei Keanu Reeves habe ich manchmal das Gefühl, dass er nicht so richtig in den Film passt.





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...   Erstellt am 09.09.2005 - 17:36Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ich hab mal ne Seminararbeit zu dem Film im Vgl. zum Roman und zu "Interview mit einem Vampir" geschrieben und mir hat er ehrlich gesagt gar nicht gefallen. Diese Anziehung von Mina zu Dracula wird in meinen Augen nicht ausreichend gut dargestellt, dass ich sie nachvollziehen könnte und auch von der (eigtl. erstklassigen) Besetzung überzeugt mich in ihren Rollen eigtl. keiner.
Das liegt zum Großteil aber auch daran, dass der Film nach ca. 30-60 min. immer stärker vom Roman abweicht (Van Helsing wird z.B. schon völlig anders dargestellt als im Buch). Und da hat mir der ursprüngliche Roman einfach besser gefallen.
Insgesamt gefiel mir "Interview" deutlich am besten (da kenn ich allerdings nur den Film).





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...   Erstellt am 11.09.2005 - 02:02Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Coppola's Dracula ist ein wunderschönes Kostüm-Grusel-Märchen aber als richtigen Horror-Film würde ich ihn jetzt nicht bezeichnen... Dafür ist er doch zu fantasy-mäßig und zu artifiziell in seiner Machart. Trotzdem sehr unterhaltsam und schön anzusehen.

Kennt Ihr eigentlich die 79er Version mit Frank Langella in der Titelrolle? Ist handlungsmäßig mehr das Theaterstück (an dem sich auch der alte Lugosi-Film orientiert), aber von der Atmosphäre her schon ein bißchen vergleichbar zum Coppola-Film. Die Rollen wurden auch umgestaltet, so ist z.B. das erste Dracula-Opfer (hier übrigens Mina) die Tochter von Van Helsing, was seine Rolle etwas emotioneller geraten lässt.

Ebenfalls kultig: Die 50er-Jahre Version mit Christopher Lee und Peter Cushing.





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...   Erstellt am 11.09.2005 - 14:25Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Bram Stokers "Dracula" von Francis Ford Coppola


Die 92er Fassung von Coppola entstand als Anschlußfilm an seine Auftragsarbeit zu der "Pate Teil 3".
Winona Ryder war für die Rolle der Patentochter Mary Corleone vorgesehen, mußte aber aus krankheitsbedingten Gründen absagen.
Da Coppola mit ihr aber eines Tages zusammen drehen wollte, blieb man ihm Gespräch. Ryder schlug Coppola schließlich vor, eine neue Verfilmung von "Bram Stokers Dracula" zu machen. Die meisten Verfilmungen bis dato hielten sich nicht unbedingt an der Buchvorlage.

Das wirklich Neuartige an der Verfilmung war, daß sich Drehbuchautor James V. Hart eine Vorgeschichte zu Dracula ausgedacht hatte, die schlüssig die Verwandlung des Menschen zum Vampir erklärte.
[Bei späteren Verfilmungen wie Wes Cravens "Dracula 2000" oder in den Romanzyklen über den Vampir Lestat von Anne Rice ist dieser Vorgang heute Usus].
Die andere künstlerische drehbuchtechnische Freiheit, die man sich für die Verfilmung herausgenommen hatte, war der Aspekt, daß "Dracula" erstmalig auch tagsüber auf Erden wandeln konnte ohne dem berüchtigen "Sonnentod" zu erliegen.
In allen vorangegangenen Verfilmungen war dies nicht möglich. Autorin Anne Rice hat die Möglichkeit, daß ein Vampir durch Sonneneinstrahlung sterben kann beispielsweise in einem ihrer späteren Bücher dann auch aufgehoben.


Coppolas "Dracula" ist ein vor allem ein beindruckendes visuelles Werk, in dem die Farbe und die Ausstattung im Vordergrund stehen.
Tricktechnische Arbeiten durch den Computer wurden nur dezent für Überblendungen oder zum Freistellen von Bildmasken eingesetzt. Verwandlungen in Tiere oder sonstige fiktive Gestalten wurden bewußt im altbackenen handwerklichen Stil von "American werwolf in London" erstellt.

Der gotische Stil, die Musik und die Kostüme hinterlassen einen einprägsamen Einndruck beim Betrachter zurück, dem sich die Schauspieler unterzuordnen hatten.
Für Gary Oldman war es der Beginn zur anschließenden Weltkarriere. In den 90er Jahren war er nach der Dennis Hopper-Phase ("Blue velvet" / "Speed" / "Waterworld" u.a.) der
nächste Dauerbösewicht des amerikanischen Mainstreamkinos.
[Heute ist Schauspieler Sean Bean, obwohl der kein wirklicher Ersatz ist, gerade dabei, ihn abzulösen].
Bei Anthony Hopkins besteht nach seiner Auszeichnung als Hannibal Lector in "Das Schweigen der Lämmer" der böse Verdacht, daß der Schauspieler merkte, daß er in dieser Produktion schauspielerisch niemanden übertrumpfen konnte und er ist somit vorzog, seine preisgekrönnte Rolle im positiven Sinne zu wiederholen.
Das Schnüffeln, wenn er das erste Mal auf Wynona Ryder trifft, oder wenn er nach einer kurzen Frage an Keanu Reeves mit dem Messer ins blutige Flesich schneidet, würde genauso zum Psychologen und Psychopathen Lector passen, wie zu seiner verunglückten Interpretation von van Helsing.
Keanu Reeves, der noch nicht seinen weltweiten Durchbruch mit "Speed" hatte, war die einzige Fehlbesetzung des Filmes.

Zu Zeiten des amerikanischen Laserdisc-Marktes Mitte der neunziger Jahre war dieser Filme einer der großen Referenzwerke für dieses Medium.


Der Film beeindruckt auch heute noch den Zuschauer durch seinen einmaligen visuellen Stil (Kamera michael Ballhaus) und wirkt auf den Betrachter wie ein zum Leben erwecktes Gemälde





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Count_Villain ...
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...   Erstellt am 11.09.2005 - 16:58Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Das Wandeln im Sonnenlicht ist aber, wenn ich mich richtig erinnere auch schon in Stokers Vorlage und keine Freiheit des Drehbuches. Dafür ist aber natürlich die Romanze zwischen Dracula und Mina eine Erfindung des Drehbuches.





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...   Erstellt am 11.09.2005 - 17:58Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


@ count_villain

Was die früheren Verfilmungen betraf, konnte der Vampir (in den Filmen) bei Sonnenlicht sterben. Nosferatu und der erste Dracula von Hammer enden beispielsweise mit dieser Todesart.

Im Film von Coppola [Dracuala bricht bei Tag aus seinem Sargversteck in London verjüngt hervor] wird diesbezüglich extra bei dieser Szene darauf hingewiesen, da das Publikum sonst dies nicht akzeptiert hätte.
Offiziell sind Draculas Kräfte in diesem Film bei Tage eingeschränkt.


Die Aussage bezieht sich also nicht auf den Roman sondern auf die Vorängerfilme.

[Dieser Beitrag wurde am 11.09.2005 - 18:01 von photographer aktualisiert]





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Kevin17 
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...   Erstellt am 11.09.2005 - 18:02Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Was ich noch vergessen habe zu fragen.
Wo Keanu Reeves mit der Kutsche zum schloss gefahren wird, sieht er so ein blaues Fammenspiel aus der Kutsche.

Was hat es damit aufsich?





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photographer 
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...   Erstellt am 11.09.2005 - 18:08Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Kevin, ich empfehle Dir einfach mal das Buch zu kaufen und den Roman zu lesen.
Wie Count-Villain schon feststellte - es lohnt sich.


Die blauen Feuer sind sogenannte "Schutzfeuer" durch die nur die Kutsche des Grafen fahren kann. Andere werden von dem Feuer aufgehalten.

[Dieser Beitrag wurde am 11.09.2005 - 18:09 von photographer aktualisiert]





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