Wege aus der Essstörung - das Forum für eine tolerante und offene Diskussion rund um das Thema und Erfahrungsaustausch über Wege aus der ES. ************************************************************************************************************************************************************************************************************************************* Wir freuen uns auf einen regen Austausch mit Esssüchtigen, die auf dem Weg aus der Esssucht sind und mit ehemaligen Esssüchtigen, die dabei sind nach dem psychischen jetzt auch den körperlichen Ballast abzuwerfen. Wir wollen uns gegenseitig auf diesem Weg unterstützen. Führt Euer Online-Tagebuch bei uns, gebt Euch gegenseitig Tipps und Tricks und Feedback zu dem, was bei Euch so läuft. Gemeinsam sind wir stark!!

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Solitude ...
Vorsicht - Freigeist :-))
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...   Erstellt am 08.12.2005 - 22:48Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Boulotte schrieb

    Danke nochmal

    @Solitude

    Ich war in Therapie. Einer wirklich guten Ich hab erst in der Thera begonnen wirklich zu leben.

    Ja, Dolmetscher wäre fein Ich habe in und schon vor der Therapie mit den Antidiätbüchern gearbeitet und denke auch, dass ich die "Regeln" verinnerlicht habe und sie "lebe". es geht mir gut damit. Leider reichts nur zum halten auf hohem Niveau


Hallo Boulotte,
Danke, dass Du uns ein wenig Einblick in dein Leben gewährst
Es ist doch sehr positiv, dass es Dir mit Hilfe von Therapie und Eigenarbeit gelungen ist, Deine Ernährung so zu gestalten, dass es Dir gut geht damit.
Wenn ich Dich richtig verstehe, möchtest Du an Deinem Übergewicht aber gerne etwas ändern. Hast Du geklärt ob es bei Dir physische Ursachen dafür gibt, dass Du nicht abnehmen kannst?
Und wenn nein, dann könntest Du Dir mit einem Essprotokoll Klarheit verschaffen WAS Du so am Tag ist. Und man könnte dann schauen, was sich ernährungsphysiologisch unter Umständen verbessern ließe...natürlich völlig ohne Kalorien- oder Punktezählen
Einfach nur betrachten, wie man die Ernährung vielleicht mit Dingen aufpeppen könnte, die es Dir leichter machen, Gewicht zu verlieren (so Du denn willst ).
LG Soli


[Dieser Beitrag wurde am 08.12.2005 - 22:48 von Solitude aktualisiert]





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Der Weg zu mir selbst war der schwerste, den ich je gegangen bin aber auch der lohnendste, weil er mich auch zu Dir geführt hat.
(von mir für Dich )

Boulotte ...
Phasenoptische Überfliegerin ;-)
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...   Erstellt am 09.12.2005 - 16:02Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


@ solitude

danke fürs nachfragen.

will ich mein gewicht reduzieren?

jain.

Ich selbst könnte gut so leben, wie ich jetzt bin. Ich habe weder körperliche noch soziale Probleme.

Ich stehe aber vor dem Ende meines Studiums und weiß, dass ich Probleme bekommen werde eine Anstellung zu finden (mir wurde im Praktikum gesagt: sie sind gut, aber die Firmenleitung wird wohl eher jemand einstellen der nicht sooo ganz aus dem Rahmen fällt...). das wird nicht nur für diese Firma gelten.

Also. Meine Motivation ist durchaus zwiespältig, wie du sehen kannst.
Physische Gründe. Ja die gibt es, sind aber medikamentös eingestellt und alle Werte im grünen Bereich.

Ernährungsprotokoll? Ich weiß nicht, ob ich wirklich der Versuchung widerstehen kann, wieder in einen Zähl- und Kontrollzwang zu verfallen und dann ins fFressen (und in Windeseile nochmal viel zuzunehmen).

Wie kann man das herausfinden, wie gefährdet man noch ist?

[Dieser Beitrag wurde am 09.12.2005 - 16:04 von Boulotte aktualisiert]





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lg Lotte

Sunny 
on her way to the sunny side of life...
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...   Erstellt am 09.12.2005 - 16:16Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hallo Boulotte!
Wie gesagt, mach' doch diesen Test mal unter "Bin ich essgestört?" und vielleicht kannst Du dann schon klarer sehen.
Liebe Grüsse Sunny




Solitude ...
Vorsicht - Freigeist :-))
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...   Erstellt am 09.12.2005 - 16:33Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Boulotte schrieb

    @ solitude
    danke fürs nachfragen.
    will ich mein gewicht reduzieren?
    jain.

    Ich selbst könnte gut so leben, wie ich jetzt bin. Ich habe weder körperliche noch soziale Probleme.

    Ich stehe aber vor dem Ende meines Studiums und weiß, dass ich Probleme bekommen werde eine Anstellung zu finden (mir wurde im Praktikum gesagt: sie sind gut, aber die Firmenleitung wird wohl eher jemand einstellen der nicht sooo ganz aus dem Rahmen fällt...). das wird nicht nur für diese Firma gelten.

    Also. Meine Motivation ist durchaus zwiespältig, wie du sehen kannst.
    Physische Gründe. Ja die gibt es, sind aber medikamentös eingestellt und alle Werte im grünen Bereich.

    Ernährungsprotokoll? Ich weiß nicht, ob ich wirklich der Versuchung widerstehen kann, wieder in einen Zähl- und Kontrollzwang zu verfallen und dann ins fFressen (und in Windeseile nochmal viel zuzunehmen).

    Wie kann man das herausfinden, wie gefährdet man noch ist?


Hallo Boulotte,
wenn ich so lese, was Du schreibst, fallen mir auf Anhieb 3 Dinge auf:
1. Du siehst für Dich selbst keine Notwendigkeit abzunehmen, weil Du weder Druck durch körperliche Beschwerden noch sozialen Druck durch Ablehnung Deines Umfanges erfährst.
2. Du würdest abnehmen wollen lediglich "für andere", weil Du meinst, dass Du nur so berufliche Chancen hast.
3. Wenn Du Gefahr, in einen Zähl- und Kontrollzwang zu verfallen noch so deutlich spürst, würde ich meinen, dass Du noch in einer Essstörung steckst.

Ich kann Dir nur aus eigener Erfahrung schildern wie der Verlauf bei mir war:
Ich habe sehr, sehr lange in einer Essstörung gesteckt, die mir zunächst gar nicht bewußt war und der ich mir dann in Eigenarbeit bewußt wurde.
Ich habe in den folgenden Jahren einige vergebliche Versuche mir therapeutische Hilfe zu holen unternommen - bin aber immer gescheitert.
Heute würde ich sagen aus 2 Gründen: a) ich war noch nicht so weit, ohne die Krücke meiner ES gehen zu WOLLEN und b) ich hatte nicht den richtigen Therapeuten.

Was ich sagen will, es muss der richtige Zeitpunkt sein und der richtige Therapeut - dann kann es einen Weg aus der ES geben.

Aufgrund meiner eigenen Erfahrungen würde ich relativ lapidar sagen, dass Du es selber spürst, wenn Du aus der ES heraus bist.
Wie Sunny schreibt, der entspannte Umgang mit dem Abnehmen (ohne Angst in Kontrollzwänge zu verfallen), der bewußte Schalter, der in sich selbst einfach umgelegt wird...es hört sich simpel an, aber genauso habe ich es empfunden.
Der Wille etwas Gutes für sich zu tun ist dann so stark - meine Prioritäten haben sich in der Hinsicht komplett verschoben! - dass das durch NICHTS mehr ausgebremst werden kann.
Ich habe soviele auch schwierige Situationen in den letzten Monaten zu meistern gehabt. Nur ein Bruchteil dessen hätte ich mich während meiner ES zum Fressen ohne Ende gebracht.
Und jetzt geht es nicht nur ohne Fressen - es war nicht einmal ansatzweise ein Thema für mich.

Und daran merkt man, dass man aus der ES heraus ist denke ich.

Wenn Du noch sehr ambivalent bist, würde ich auf jeden Fall fachlichen Rat und Hilfe suchen.
Sich auf eine Ernährungsumstellung einzulassen, wenn noch so massive Ängste im Hinblick auf Zähl- und Kontrollzwang da sind, würde ich auch für zu heikel halten.
LG Soli





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Boulotte ...
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...   Erstellt am 09.12.2005 - 16:50Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


@ Sunny

Ja, den Test hab ich gesehen. Ich kann jetzt und für minimum die letzten 2 Jahre für mich sagen, dass nichts davon für mich zutrifft.

Nach langer harter arbeit daran, bin ich darüber sehr froh.

@Solitude

Ich fresse heute auch nicht mehr unter Druck.

Nur den speziellen Druck "gezielt abnehmen" hab ich mir bis jetzt einfach noch nicht gemacht.

Danke für deine Erfahrungen.
So hatte ich mir das eigentlich auch vorgestellt "Schalter umgelegt". Das war ja schließlich mit allem anderen im Laufe der Thera auch so

Mal schaun, vielleicht find ich ja nach dem entspannten Umgang mit dem Essen noch den entspannten Umgan mit dem Abnehmen...





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lg Lotte

Ulli 
Glühwürmchen vom Dienst :-))
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...   Erstellt am 09.12.2005 - 18:34Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hi Boulotte,
es ist doch sagenhaft, wenn gar nichts von dem im Test genannten mehr auf Dich zutrifft
Woher dann diese Angst in Zählen oder Kontrollieren zu fallen? Sprich doch mit Deinem Therapeuten mal über diese "Rückfall-Ängste".
Vielleicht brauchst Du einfach noch Zeit, Dich in Deiner Zeit nach der ES zu stabilisieren.
Ulli




Sunny 
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...   Erstellt am 13.12.2005 - 13:30Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hallo Boulotte,
Du schreibst, dass Du ein Binge-Eater bist...aber von dem Test trifft nichts mehr auf Dich zu. Heißt das dann nicht, dass Du ein ehemaliger Binge-Eater bist?
Neugierige Grüsse, Sunny




Boulotte ...
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...   Erstellt am 18.01.2006 - 00:36Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Angst ist ein schlechter Ratgeber

Kluge Worte meiner Therapeutin, die ich aus euch bekannten Gründen, nach längerer Zeit wieder aufsuchte.

Meine Psyche reagiert hyperempfindlich auf Druck. Vor allem auf selbstgemachten Druck.

Erkenntnisse:

Ich bin in der Endphase meines Studiums und muss akzeptieren, dass ich Angst davor habe, aus dem überschaubaren Aufgaben auf der Uni "ins Leben" hinaus zu gehen. Kratzt etwas an meinem Stolz, aber so ist es.

Die "Anregung" meiner Praktikumsleiterin war "gut gemeint", aber im Endeffekt ein Übergriff von der sanften heimtückischen Sorte. Ungefähr auf der Stufe mit dem Mann der dir sagt, ich finde dich phantastisch, aber leider kann ich nicht "offiziell" mit dir zusammen sein.

Ich wurde nicht von der Essstörung geheilt, ich kann bloß mit ihr leben nicht gegen sie.

Mir Angst vor Arbeitslosigkeit oder Krankheiten zu machen, trägt nicht zu meiner Gesundheit bei.

Das Experiment war ein Fehler

@Sunny

Sorry, ich hab deine Fragew damals nicht mehr gesehen, aber die Antwort steht da.

Ich war ein "trockener" Binge Eater. Und das ist es aucg, was ich wieder erreichen kann.





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lg Lotte

Solitude ...
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...   Erstellt am 18.01.2006 - 05:38Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Es ist sicher besser, sich auf etwas Positives zu freuen und es dafür zu tun als aus Angst vor Krankheit etc.
Bei manchen geben natürlich auch Krankheiten den entscheidenden "Schubs". Es ist sicher eine Frage der Persönlichkeit und es gibt - wie so oft - keine allgemeingültigen Regeln, die für jeden passen.
Du sagst, Du kannst ein trockener "Binge-Eater" werden und mit Deiner ES leben, indem Du dein Gewicht hälst.
Ich denke, Du solltest auf jeden Fall mit der Therapie weitermachen, denn wirklich "trocken" sein kann eben auch durchaus heißen, dass Du Dein Gewicht loslassen kannst.
Ich habe aus vielen Berichten inzwischen gelernt, dass dieser Prozess sehr langwierig oder auch relativ kurzfristig vonstatten gehen kann - auch hier gibt es keine Norm. Jedes Krankheitsbild ist anders, jeder Essgestörte auch...
Aber resignieren ist immer das Traurigste und sich auf halbem Weg zu bescheiden auch.
Der Knackpunkt ist, dass Du - durch die Therapie - an den Punkt kommst, wo DU Dein Leben in die eigene Hand nimmst und nicht mehr von den (theatralisch formuliert) Dämonen der Vergangenheit gelenkt wirst.
Ich wünsche Dir Mut, den Weg zu gehen...





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Boulotte ...
Phasenoptische Überfliegerin ;-)
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...   Erstellt am 18.01.2006 - 09:26Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Liebe Soli!

Ich empfinde Resignation zur Zeit nicht als etwas Trauriges. Zu resignieren heißt nicht mehr kämpfen zu müssen, bedeutet Waffenstillstand oder gar Frieden. Von dem Zustand kann ich nur träumen.

Es scheint so dass mein Weg zu den langwierigen gehört. Und ob ich den Erfolg dieses Weges für immer am Dick- oder Dünnsein messen werde steht in den Sternen.

Aber ich werde dorthin gelangen, wo ich mit meinem Körper Frieden geschlossen hab. Dafür lohnt es sich zu arbeiten.


Ich wünsch dir einen schönen Tag





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lg Lotte

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Geburtstagsliste:
Heute hat kein User Geburtstag!
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