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lavarielnandama ...
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...   Erstellt am 07.07.2008 - 15:59Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Mit kräftigen Flügelschlägen flog ein Schwarm wilder Gänse durch regenschwere Wolken, über die Wiesen und Wälder Engoniens. Nicht lange war es her, da sie aus ihren Winterquartieren zurückgekehrt. Nun suchten sie nach Altbekanntem, nach Plätzen an denen sie ungestört ruhen konnten. Nach den Orten an denen sie sich niederlassen würden, um ihre Brut aufzuziehen.
Sie verstanden nichts von den Geschicken der Menschen und sie waren ihrer Sprache nicht mächtig. Doch wer die Rufe der Gänse verstand - sie hätten ihm von Feuern erzählt, die in den Siedlungen und Städten der Nachgeborenen wüteten, von Heerwürmern, die sich über das Land wanden und von verzweifelten Schlachten, in denen sich Bruder gegen Bruder wand.
So fliegen sie weiter bis sie einen Platz gefunden, den sie schon früher besucht hatten: einen See den die Menschen das Schwarzwasser nannten. Von diesem Namen wussten die Wildgänse nichts. In ihrer Sprache hieß er Blaue Zuflucht. Und so hießen ihn auch die Elben, die hier ihre Heimstadt hatten. Denn auch für sie war er ein Refugium, wo sie niemand finden konnte und sie unbehelligt blieben, von all der Unbill der Außenwelt ...


Es war ein kühler, sonniger Morgen. Doch einige Wolken waren am Himmel zu sehen ... die Luft roch nach Regen ...

Der Wind wogte durch die zahllosen Blüten der Magnolien, die an den Wassern des Lhuin Hobas wuchsen. Sie waren von betörender Schönheit, doch ihr Duft war kaum wahrnehmbar. Immer wieder fielen einzelne der großen Blütenblätter langsam zu Boden. Fast wie Vogelfedern. Dort bedeckten sie das satte Grün der Uferböschung, wie ein zart weißer Teppich.
Hier fand er sie – wie schon so oft – bei den Wassern stehend. Still und mit verhärteter Miene, während sie über das Vergangene nach sinnte. Über das was verloren. Über das was nie wiederkehren würde. Sie stand mit dem Rücken zu Lavariel, der selbst mehrere duzend Schritt weit von Arahael Tiralidh und dem Ufer stehen geblieben war. Man vermochte es nicht zu sagen, ob sie von seiner Anwesenheit wusste. Doch so war es wohl. Und obgleich er ihr Gesicht nicht sehen konnte, wusste er, dass ... nein, eigentlich wusste er nichts mit Sicherheit...
Jeden Tag versuchte er ihren Schmerz mit freundlichen Worten zu mildern. Doch sie selbst sprach kaum ein Wort. Er bereitete ihr Speisen – wie für ein Kind. Doch sie aß nur wenig und nur weil er sie darum bat, nicht weil sie Hunger hatte oder Appetit verspürte. Jede Nacht wachte er über ihren Schlaf. Aber konnte er die dunkle Träume von ihr abwenden? Sie war die tapferste, mutigste und stärkste Person, die ihm je begegnet, doch jetzt war Lavariel - wie alle anderen auch - in Sorge darum, dass sie an ihrem Schicksal zerbrechen könnte. Ein Teil von ihr war es bereits: gebrochen. Sie war nicht mehr die Selbe. Und wenn sie einst wieder zu sich finden würde, auch dann wäre sie nicht mehr die Tiralidh aus vergangenen Tagen ... wie könnte sie auch. Sie wieder glücklich zu sehen war sein einziger Wunsch.

Lavariel schaute zum Himmel auf, denn eine Schar wilder Gänse flog über Wald und See. Ihre Rufe schallten wie zum Gruße über die Weiten des tiefen, blauen Wassers. Es waren die Stimmen von Heimkehrenden, die nach der langen Zeit des Winters an einen ihnen bekannten, lieb gewonnenen Ort zurückgekehrt waren. Doch schnell fand seine Aufmerksamkeit wieder zu ihr und er bemerkte mit einem Lächeln, dass auch Tiralidh sich nun von der Gruppe Vögel hat ablenken lassen. So beobachteten beide wie die Gänse noch zwei mal um den See flogen, bevor sie im Wasser landeten und begannen ihr Gefieder zu putzen.

Er fasste sich ein Herz und ging zu ihr. Sie musste es wissen. Sie musste von der Botschaft aus der Ferne erfahren, die nun ihren weiten Weg nach Ardh-Rhun gefunden. Seine Hoffnung war es, dass sie ihr Zuversicht geben würde ... aber sicher sein konnte er nicht. Dann machte er den ersten Schritt hinab. Hinab zu den Ufern, wo sie stand ...

[Dieser Beitrag wurde am 14.07.2008 - 09:45 von lavarielnandama aktualisiert]





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Allegra ...
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...   Erstellt am 09.07.2008 - 17:22Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Die Gänse brachten Botschaft von Fremden Orten mit sich. Von Krieg und Frieden, von Verzweiflung und Hoffnung, von Angst und Mut. All das hatte sich in ihren Schwingen verfangen und rieselte langsam auf Tiralidh´ gespannte Sinne hinab, während die Vögel den See umkreisten.
Die Zeit der Trauer war vorbei. Die Zeit des Lernens war absolviert. Die Zeit war gekommen, von den Alten den letzten Treueakt zu fordern. Welch Zukunft konnte die kleinen Überreste eines Volkes schon haben, wenn es sich versteckte, vor der Welt, die um sie herum in Trümmer ging? Wie lang die Augen verschließen vor der Zerstörung? Sie hatten sehr wohl die Zeit, herauszufinden, wie lang man sie verschlossen halten konnte. Doch zu diesem Zweck hatte Yavanna Cîrnallan nicht in diese Welt geschickt. Und Cîrnallan hatte sein Sein nicht gegeben, um das Licht für immer der Finsternis preiszugeben.
Dies sind Momente in denen man Freunde braucht, die eine helfende Hand reichen. Also reiche ich Euch die Meine, hoffend das Leid und Trauer gemeinsam leichter zu tragen sind.
Kluge und ehrbare Worte eines klugen und ehrbaren Mannes. Er würde sein Wort halten.
Eine einzelne Feder hatte sich aus einem der Gefieder gelöst und schwebte hernieder. Die einstige Fürstin ergriff sie aus der Luft und hielt inne.
„Tarmenien.“ flüsterte sie mit rauher Stimme der Sonne zu.

[Dieser Beitrag wurde am 19.11.2008 - 23:28 von Allegra aktualisiert]





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lavarielnandama ...
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...   Erstellt am 10.07.2008 - 15:10Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Lavariel meinte im hinuntergehen gehört zu haben, dass Tiralidh etwas gesagt hatte, doch trug der Wind das eine Wort was sie gesprochen von im weg – hinaus auf den See. Es war nur ein Flüstern gewesen. Langsam näherte sich der grün gekleidete Elb dem Ufer. Dort stand er bei ihr ohne eine Frage an sie zu richten, nach dem was sie gesagt. War es doch das Erste was er sie seit Tagen hat reden hören. Lavariel hoffte sie würde nun wieder mit ihm sprechen. Er wusste: Das ihr Schweigen nicht zu bedeuten hatte, dass sie ihn missachtete und trotzdem brachte es ihm Kummer. Er sehnte sich danach ihre Stimme zu hören.

Lavariel stand zu leicht versetzt hinter ihr, zu ihrer Rechten. In geringem Abstand, doch so, dass er sie mit ausgestrecktem Arm nicht hätte berühren können. Dabei schaute er nach oben in das Meer aus Magnolienblüten, das sie wie ein Baldachin überspannte und aus dem ein sanfter Regen aus Blütenblättern auf sie hernieder ging. Dann schloss er die Augen und lauschte dem Wind. Der rastlose Wind war immer sein Begleiter und sein Kundschafter gewesen. Früher war es der Wind, der ihm Nachricht aus der fernen Heimat brachte, der ihn antrieb und seine Neugier mit Erzählungen aus fremden Landen weckte ... er hörte seine Stimme immer noch. Aber jetzt folgte sein Herz einem anderen Ruf.

Er versuchte diesen Moment festzuhalten. Sog ihn in sich auf. Nicht willens ihn los zu lassen. Doch kündeten tiefgraue, schwere Wolken von kommendem Regen, der diesen Augenblick mit sich nehmen würde, wie er die Blüten der Bäume von den Ästen würde abfallen lassen.

„Komm.“, er reichte ihr die Hand. „Lass uns gehen. Sonst werden wir nass, vom Regen.“





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Yaviendil ...
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...   Erstellt am 18.07.2008 - 23:23Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Lavariel war zu diesem Zeitpunkt nicht der einzige, der seine Herrin mit Sorge beobachtete. Yaviendil war auf der Suche nach ihr, um ihr von der Botschaft Mir en feas zu berichten. Er wusste nicht wie lange er dann da stand und sie betrachtete, dort hinaus schaute wohin sie hinaus schaute um vielleicht auch das zu sehen, was sie sah. Dann vernahm er Lavariels Schritte. Er war so auf Tiralidh fixiert, dass dieser Yaviendil von dort wo er stand nur schwer sehen konnte.

Als Lavariel zu ihr hinunter ging, zum Ufer, entschied er zu gehen und ihr die Botschaft auf einem Blatt Papier geschrieben in ihre Gemächer legen. Mehr Schutz als ihn wird sie nicht brauchen und in diesem Moment war er einer zu viel an diesem Ort.

Auch Yaviendils Gedanken waren schwer aufgewühlt worden und so entschied er an die Grenzen des Ardh Rhûn zu gehen und dort seine neuen Tirmé aufzusuchen. Nicht viele der Tirmé haben den Taurelilórinan überlebt und von einigen ist ihr Schicksal nicht gewiss. Er wird die Wächter diesen Waldes besser kennenlernen müssen. Diese Gelegenheit will er nutzen Ruhe in seine Gedanken zu bringen...





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Erstens durch Nachdenken: Das ist der edelste.
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Allegra ...
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...   Erstellt am 19.11.2008 - 23:26Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Tiralidh drehte sich sehr plötzlich zu ihm um und sah ihm direkt ins Gesicht; etwas, das sie seit dem Moment, in dem sie das Schiff betreten hatten um den Lorinan zu verlassen nicht mehr getan hatte.
„Das hoffe ich doch. Der Regen ist weit gereist, um mir seine Geschichte zu erzählen.“
Ihre Stimme klang ob der langen Schonung etwas heiser. Sie reichte Lavariel die Hand, ließ sich jedoch nicht fortführen. Sie klang freundlich aber bestimmt, als sie sprach:
„Ich werde bald für eine Weile fortgehen.“
Als sie ihm die schmale Hand wieder entwand, ließ sie die graue Feder zwischen seinen Fingern zurück.
„Du hast Recht.“ Sie blickte gen Himmel, da ein schwerer Tropfen sie an der Schulter getroffen hatte. „Wir werden nass.“ Ein Lächeln schmückte ihr Gesicht als sie unter dem Dach aus Blüten hervortrat um der Erzählung des Unwetters zu lauschen.

[Dieser Beitrag wurde am 19.11.2008 - 23:27 von Allegra aktualisiert]





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lavarielnandama ...
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...   Erstellt am 20.11.2008 - 11:18Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Sein Herz tat einen zusätzlichen Schlag, als er sie das erste mal seit Wochen wieder hat sprechen hören. Das sie ihr Schweigen nun brach war ein starkes Zeichen dafür, dass sie langsam wieder zu sich fand. Als sie für einen Augenblick seine Hand hielt, war es als würden schwere eiserne Ketten von ihm abgenommen. Er fühlte sich unendlich erleichtet. Hatte er doch damit rechnen müssen das es mehr als ein Menschenleben dauern würde bis sie ihren Schmerz überwinden würde. Doch sie war früher aus dem Traum ihrer Trauer erwacht als er gedacht hatte. Dies so bald sehen und erleben zu dürfen machte unsagbar glücklich.

Für einen kurzen, stillen Moment trafen sich ihrer beider Blicke. Lavariels Augen sagten tonlos das aus, was er sich auszusprechen jedoch selbst verbat.

„Bleib hier – Wenn, dann lass mich dich begleiten, dich beschützen – Ich kann nicht ohne dich sein.“

,dachte er. Doch er sprach kein Wort.

Als sie sich umdrehte und – das Einsetzten des Regens erwartend – auf die dunklen Wasser hinaus blickte, fing der Elb unruhig an mit der Gänsefeder in seinen Händen zu spielen, ohne dabei seinen Blick von ihr zu nehmen. Dies mochte so gar nicht zu seiner ansonsten perfekt gespielten Gefasstheit passen, die er mit dem Rest seines Äußeren auszustrahlen bemüht war. Er würde nicht aussprechen, was er bei dem Gedanken empfand sie könnte diesen Wald ohne ihn verlassen empfand. Er würde sie nicht bitten. Wenn sie einen anderen Plan für sein Tun hatte würde er diesem Folge leisten. Auf wenn konnte sie noch vertrauen. Außer ihm und Yaviendil gab es nicht mehr viele.

Er vertraute ihr und ihrem Urteilsvermögen. Er würde tun um was sie ihn bitten würde. Was es auch sein würde. Er würde sich ihr nicht widersetzen.





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Allegra ...
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...   Erstellt am 20.11.2008 - 23:36Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Dem ersten Tropfen folgten noch viele in immer kürzeren Abständen, bis die Luft von einem regelmäßigen Rauschen erfüllt war. Die Gänse hatten sich auf dem See aneinander geschmiegt und verbargen die Köpfe unter den Flügeln. Nach nur wenigen Augenblicken war Tiralidh durchnässt, doch es kümmerte sie nicht. Endlich nahm sie die Stimmen der Dinge wieder wahr. Ihr Leben lang war sie im Lorinan gewesen, hatte alles was sie wusste, durch ihn gewusst; hatte alles was sie fühlte durch den Wald gefühlt; hatte alles was sie sah durch die Blätter der Bäume gesehen. Mit dem Verlassen des Forstes hatten sie auch ihre Sinne verlassen; war sie taub und blind geworden für den Lauf des Seins. Dann hatte jemanden den Namen Adu golaurelin in den Mund genommen. Es musste wohl Yaviendil gewesen sein. Kaum ein anderer hier erinnerte sich noch ihrer. Eine kindliche Trauer hatte Tiralidh erfasst. Aber auch eine Erkenntnis: das Erbe ihrer Mutter würde ihr den Weg weisen. Und eine neue Kraft hatte sich geregt. Erst konfus und unbestimmt; dann hatte sie immer mehr Konturen gewonnen bis sie schließlich deutlich und klar zu fassen war.
„Mein guter Yaviendil.“ Sie blieb im Regen stehen und wandte sich wieder Lavariel zu.
„Sag ihm vorerst nichts. Er wird mich nicht gehen lassen wollen.“ Sie lächelte wehmütig. „Aber ich will, dass ihr ausruht. Geschundene Seelen brauchen Zeit.“
Als sie seinen Blick und die nervösen Hände sah fügte sie hinzu: „Zürne mir nicht. Du wusstest, dass ich nicht bleiben würde um mich zu verstecken. Ich werde einen Freund besuchen. Schwere Prüfungen stehen ihm bevor und ich werde es ihm mit meiner Bitte leider nicht leichter machen. Er hat es verdient, dass ich persönlich zu ihm gehe.“

[Dieser Beitrag wurde am 20.11.2008 - 23:38 von Allegra aktualisiert]





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...   Erstellt am 21.11.2008 - 19:29Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


„Mein fey kann einzig und allein daran gesunden dich wieder glücklich zu sehen.“

Lavariel machte drei vorsichtige Schritte auf Tiralidh zu. Dabei machte er so wenig den Anschein als würde ihn das Nass des Regens stören, als wäre er – einem Tier gleich – nie unter einem schützendem Dach gestanden. Er blinzelte nicht einmal.

„Ich werde ihm nichts von deiner Abreise verraten, doch werde ich ihn beruhigen und erklären, wenn er sich von selbst gewahr wird, dass du nicht mehr an diesem Ort weilst. Er wird dir nicht folgen, wenn er sieht das nicht einmal ich versuche dich gegen deinen Wunsch zu begleiten.“ Lavariel spielte nun nicht mehr mit der Feder in seiner Hand. „Ich weiß wohl, das du meines Schutzes nicht bedarfst.“ Der Klang seiner Stimme lies keinen Zweifel daran, dass seine Worte wohl gewählt waren. So als hätte er sie schon vor langer Zeit ersonnen. Und so fuhr er auch nach einer nur kurzen Pause fort um das was er nun sagen würde zu bekräftigen: „ ... nicht gestern, nicht heute und nicht auf der Reise die dir nun bevorsteht. Doch wenn dareinst der Tag und die Stunde gekommen sind, in der dein Mut und deine Stärke allein nicht mehr bestehen können, dann werde ich dir zu Seite stehen. Geschehe was wolle. Das ist mein Schwur und mein Versprechen an dich.“

[Dieser Beitrag wurde am 23.11.2008 - 08:23 von lavarielnandama aktualisiert]





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Yaviendil ...
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...   Erstellt am 22.11.2008 - 12:31Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Yaviendil hatte sich inzwischen ein neues Ziel gesteckt. Er würde sich in seine Aufgabe stürzen die Tirmé dieses Waldes zu unterrichten und auch von ihnen zu lernen. Unerbittlich würden sie trainierten müssen und sich auf einander abstimmen. Es hatte lange gedauert bis die Tirmé des Lórinan ihre Grenzen mit immer weniger ihrer wieder im Griff hatten - immer wieder drangen Fremde von außen ein und mussten umständlich gesucht und... gefunden werden.

Mit dieser Erfahrung, wie man den Wald für sich nutzte und den anderen Tirmé würden sie auch jetzt immer wieder die Menschen täuschen und auf anderen Pfaden aus dem Wald führen, so dass sie glaubten er wäre unbewohnt. Yaviendil wusste, würden sie die Menschen verschwinden lassen... es würden immer wieder welche kommen und in der Regel immer mehr. Seine neue Verbindung zu den Menschen machte es ihm auch zunehmend schwerer sie zur Strecke zu bringen, wie er es einst mit Zorn und Hass tun konnte. Er war jetzt anders. Vielleicht besser als zuvor.

Mit schnellen Schritten lief er durch den Wald. Es setzte Regen ein. Bei dem letzten Gedanken kam eine Erinnerung in ihm hoch und er wurde langsamer, blieb schließlich stehen. Er stand auf einer kleinen Lichtung, es regnete jetzt stärker und er wurde nass. Seine Schultern sackten herab und viele Tropfen rannen ihm übers Gesicht.

Einige Zeit stand er unbewegt dort und man konnte nicht erkennen, wie viele Tränen sich im Regen vermischten als er an seine Schwester dachte, deren Schicksal schon seit über einem Jahr nicht geklärt war als sie mit Narthandir und anderen übers Meer floh...





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