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madonna ...
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Boardy.de - Grausländisches Tagebuch
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Doderer

So. 10.10.04


Von einfältigem Grau der Himmel dieser Tage, kaum weniger trostlos in seiner Dümme breitet

dicht beleutetes Land sich darunter hin.
Kaum glaublich, daß Materie in diesen abgefeimten Zustand rein aus Zufall sich einfinden kann!

‚Einfeinden‘ entspräche den Gegebenheiten besser. Jedenfalls: die Katharer hatten recht. Es muß

ein großer, böser Wille herrschen.

[Dieser Beitrag wurde am 29.05.2007 - 19:11 von madonna aktualisiert]




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11.10.2004 09:53 Grausländisches Tagebuch

Doderer


'Die Brüder Kalaschnikow '– dieser Roman wäre fälliger denn je; allein: wer schreibt ihn?




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11.10.2004 18:32 Grausländisches Tagebuch

madonna

>>>Zitat:
Doderer schrieb:
'Die Brüder Kalaschnikow '– dieser Roman wäre fälliger denn je; allein: wer schreibt ihn? >>Zitat:
kind, du brauchst natürlich vodka dazu !*


achso! ein trinkspruch sozusagen

gestern habe ich auch einen guten eintrag für dieses tagebuch gefunden... moment...




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15.10.2004 12:42

ariadna


Es gibt kein Entrinnen vor den Stunden und den Tagen. Weder vor dem Morgen noch vor dem

Gestern, weil das Gestern uns deformiert hat oder durch uns deformiert wurde. Der Modus ist

unwichtig. Deformation hat stattgefunden. Gestern ist nicht ein Meilenstein, an dem man

vorübergegangen ist, sondern ein Tagstein auf der ausgetretenen Spur der Jahre und

unabänderlich ein Teil von uns, in uns, schwer und gefährlich. Wir sind nicht nur müder wegen

gestern, wir sind anders, nicht mehr, was wir waren vor dem Verhängnis des Gestern.



Samuel Beckett (Über Proust)




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15.10.2004 16:37
Doderer

jepp! dies ist ein trag, wie ich ihn mir für dieses tagebuch vorstelle.

dderer




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17.10.2004 11:11

Doderer
Elfriede Jelinek (*1946): Lust

Neben der Frau fallen Kleidungshaufen zusammen wie tote Tiere. Der Mann, immer noch im

Mantel, steht mit seinem starken Glied zwischen den Falten seiner Kleidung, als fiele Licht auf

einen Stein. Strumpfhose und Unterhose bilden einen feuchten Ring um die Hausschuhe der Frau,

aus denen sie steigt. Das Glück scheint die Frau schlaff zu machen, sie kann es nicht fassen. Der

schwere Schädel des Direktors wühlt sich beißend in ihr Schamhaar, allzeit bereit ist sein

Verlangen, drückt statt dessen das ihrige an seinen Flaschenhals, wo es ihr schmecken soll. Ihre

Beine sind gefesselt, sie selbst wird befühlt. Er spaltet ihr den Schädel über seinem Schwanz,

verschwindet in ihr und zwickt sie als Hilfslieferung noch fest in den Hintern. Er drückt ihre Stirn

nach hinten, daß ihr Gehirn ungeschickt knackt, und schlürft an ihren Schamlippen, alles

zusammengenommen und gebündelt, damit still aus seinen Augen das Leben auf sie schauen kann.

Das Obst wird schon noch reifen. Das kommt heraus, wenn man viele menschl. Gewohnheiten

aufeinanderstapelt, damit man im Wipfel was abpflücken kann, das einem dann doch nicht

schmeckt. Es ist alles durch Verbote, die Vorboten der Gelüste, begrenzt. Auch auf einem kleinen

Hügel wächst nicht endlos viel, und unsre Grenzen sind auch nicht weiter, als wir es fassen

können, und wir fassen nicht viel mit unsren harten kleinen Blutgefäßen.




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17.10.2004 12:00

ariadna

hm wenn man das liest, wundert man sich doch ein wenig...




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21.10.2004 21:45

Doderer
Derrida war ein Alien




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22.10.2004 15:19

madonna

>>> Zitat:
Doderer schrieb: Derrida war ein Alien >>Zitat:
Doderer schrieb: woher wohl

dderer >>Jasminmeer schrieb:
guten abend, lieber doderer

ja, das ist ein schoenes zitat. ich sehe die tragik auch
ein. aber weiter?


das ist ja die eigentliche tragik an der tragik -
nichts weiter!

dderer

[Dieser Beitrag wurde am 29.05.2007 - 01:24 von madonna aktualisiert]




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10.11.2004 10:58

Doderer

„Durch Dulden besteht die Welt des der Wirklichkeit offenen
Menschen, dem das Sein der Transzendenz fühlbar wurde."

Karl Jaspers




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