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Status: Offline Registriert seit: 12.06.2005 Beiträge: 20742 Nachricht senden | Erstellt am 24.10.2006 - 20:57 |  |
Blumenkohl
Brassica oleracea var. botrytis
Blumenkohl, auch Brüsseler Kohl oder Karfiol genannt, ist ein Gewächs der Kreuzblütlerfamilie und in den meisten Fällen weiß. Violette Sorten kommen eher selten vor. Blütenköpfe mit festen und kompakten Röschen, deren äußere Blätter noch frisch sind, eignen sich besonders zum Kauf. Gibt es dennoch welke Stellen oder dunkle Flecken, werden diese großzügig weggeschnitten. Die Röschen sollten bissfest gekocht werden, ansonsten zerfallen sie schnell. Blumenkohl enthält in rohem Zustand sehr viel Vitamin C, Folsäure und Kalium. Wie bei allen Kreuzblütlern soll der Verzehr von Blumenkohl Krebs vorbeugen.
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Status: Offline Registriert seit: 12.06.2005 Beiträge: 20742 Nachricht senden | Erstellt am 25.02.2007 - 08:08 |  |
Blumenkohl – Formschönes Wintergemüse in all seiner Vielfalt
Blumenkohl gedeiht bei uns im Sommer, liegt aber immer Anfang des Jahres in Bergen auf unseren Märkten. Denn Blumenkohl ist in den milderen Regionen Europas ein Wintergemüse. Tief im Süden, in Sizilien, aber auch im Westen, in der Bretagne, hat Blumenkohl gerade jetzt Saison. Es kommen von dort riesige schneeweiße Köpfe auf unsere Märkte, die nur dann aus den sie schützenden grünen Blättern hervorschauen, wenn man diese stutzt. In Sizilien kennt man Blumenkohl auch in einem kräftigen Lindgrün – das sieht sehr hübsch aus, allerdings verblasst die leuchtende Farbe beim Kochen etwas.
Dann gibt es noch allenthalben auch die hübsche, „Romanesco“ genannte Variante, Türmchen- oder Minarettkohl, dessen Röschen spitz zulaufen und ebenfalls von intensivem lindem Grün sind. Nicht zu vergessen der beliebte, zu blumenkohlähnlichen Köpfen gezüchtete Broccoli und schließlich die leuchtend lila Blumenkohlköpfe, die ebenfalls gern in Italien angeboten werden, aber auf unseren Märkten eher selten sind.
Immer wieder hört man, dass es sich bei diesen Varianten um Kreuzungen zwischen Blumenkohl und Broccoli handelt, aber es sind einfach nur die vielen verschiedenen Mitglieder einer großen, ziemlich weit verzweigten Familie. Und sie haben alle eins gemein: Sie sehen schön aus, schmecken gut und stecken voller wertvoller Inhaltsstoffe: Vitamin C, Vitamin B, Folsäure, aber auch Mineralstoffe, wie Natrium, Kalzium, Kalium – und immer liegen die grünen Varianten vor dem weißen Blumenkohl, manche Werte sogar um ein Vielfaches. Klar, dass die chlorophyllreicheren grünen Blumenkohlarten auch kräftiger im Geschmack sind, schließlich bildet sich im Kontakt mit der Sonne mehr Aroma aus.
Blumenkohl einkaufen
Gerade um diese frühe Zeit im Jahr kann man Blumenkohl oft im Sonderangebot sehr günstig finden. Achten Sie auf feste Köpfe mit in sich geschlossenen Röschen – gut, wenn die grünen Blätter den Kohl noch vollständig umhüllen. Sie sind ein fabelhafter Schutz vor Stößen. Köpfe mit schwarzen Flecken sollte man meiden, auch solche, die bereits gelblich verfärbt sind.
Im Kühlschrank bleibt Blumenkohl zwei, drei Tage mühelos frisch. Je älter er wird, desto mehr entwickelt er beim Kochen den wenig geschätzten Kohlgeruch. Deshalb: je frischer, umso besser!
quelle: www.wdr.de
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Status: Offline Registriert seit: 12.06.2005 Beiträge: 20742 Nachricht senden | Erstellt am 28.07.2007 - 12:42 |  |
Blumenkohl und Romanesco
Ursprüngliche Heimat
Blumenkohl stammt von einer wilden Kohlart ab, die an den Mittelmeer- und Westküsten Europas heimisch ist.
Anbauländer
Blumenkohl wird weltweit kultiviert, hauptsächlich in Europa und Asien. In Europa führen Frankreich, England und Italien. In Deutschland wird Blumenkohl in allen bekannten Gemüseanbaugebieten gezogen.
Ernte
Die bemerkenswerte, schöne Formgebung des Blumenkohls ist nichts anderes als der fleischig-verdickte, noch nicht voll entwickelte Blütenstand, vorerst noch ohne Blütenknospenanlagen. Dies ist das optimale Erntestadium, in dem die "Blume" nur wenige Tage verharrt. Dann strecken sich die Blütenstandäste und wölben sich hervor - der Kopf wird grießig und locker. Da diese Entwicklung in einem Bestand unterschiedlich schnell erfolgt, wird täglich geerntet. Der eigentlich elfenbeinfarbene Blumenkohl wird in Deutschland weiß bevorzugt, was durch Einknicken der Hüllblätter oder durch kurzzeitiges Abdecken mit Folie zum Abschirmen gegen Licht erreicht wird. Die Farbveränderung hat allerdings auf Qualität und Nährwert keinen Einfluss. Die heimische Saison dauert von Mai bis November mit Ernteschwerpunkten im Frühsommer und Herbst.
Inhaltstoffe
Wegen seiner zarten Struktur ist Blumenkohl besonders leicht verdaulich und eignet sich hervorragend auch als Kranken- und Schonkost. Er enthält wenig Kohlenhydrate, dafür aber wichtige Mineralstoffe - besonders Kalium für's Herz - sowie sehr viel Vitamin K, das für die Blutgerinnung wichtig ist, und darüber hinaus verhältnismäßig viel Vitamin C. Mit einer 200-g-Portion Blumenkohl ist der Tagesbedarf an Vitamin C gedeckt.
Einkauf
Der Blumenkohlkopf sollte fest und geschlossen, die Oberfläche gleichmäßig gewölbt, sauber und ohne durchgewachsene kleine Blättchen sein. Die Farbe sollte weiß oder gelblich weiß, nicht aber reingelb sein. Blumenkohl aus deutscher Erzeugung wird ausschließlich mit gestutztem Umblatt vermarktet. Das Blattwerk ist nicht nur ein Frischeindikator, sondern schützt die druckempfindliche "Blume" während des Transportes und lässt sich obendrein zu Gemüsen und Suppen verarbeiten. Wer ganz sicher gehen will, prüft den Geruch des Blumenkohls am abgeschnittenen Strunk: Ist er unangenehm, ist vom Kauf abzuraten.
Romanesco ist ein grüner Blumenkohl, für den sich der heimische Gemüsebau zunehmend interessiert. Er wird auch "Minarettkohl" oder "Türmchenblumenkohl" genannt, weil die Röschen die Form spitzer Türmchen haben. In seinen Eigenschaften und Inhaltsstoffen gleicht er dem weißen Blumenkohl - bis auf einen noch höheren Vitamin-C-Gehalt.
Lagerung und Verarbeitung
Blumenkohl ist kein Lagergemüse. Er hält sich am besten, wenn er ungewaschen als ganzer Kopf - evtl. im gelochten Folienbeutel - im Gemüsefach des Kühlschranks oder lichtgeschützt im kühlen Keller aufbewahrt wird. Wie bei Kohlrabi sollten die grünen Blätter entfernt werden, da sie dem Gemüse Feuchtigkeit entziehen. Bei zu langer Lagerung beginnt Blumenkohl zu riechen. Blumenkohl ist ein ethylenempfindliches Gemüse, deshalb sollte er nicht gemeinsam mit Früchten gelagert werden, die viel Ethylen (Reifegas) abgeben, wie z.B. Äpfel, Pfirsiche, Pflaumen.
Vor der Verarbeitung sollte der Blumenkohl gut gewaschen werden. Um eventuell vorhandene "Mitbewohner" zu entfernen, legt man den Blumenkohl gegebenenfalls mit dem Strunk nach oben für ein paar Minuten in kaltes Salzwasser.
Zum Garen lässt man die Blume ganz oder man zerteilt sie in Röschen. Wird der Blumenkohl im Ganzen gegart, sollte der Strunk kreuzweise eingeschnitten werden, damit er gleichzeitig mit den Röschen gar wird. Etwas Zitronensaft im Kochwasser mindert den Kohlgeruch und bewahrt die weiße Farbe des Blumenkohls. Frisch gemahlener Muskat passt als apartes Gewürz.
Gegarter Blumenkohl sollte möglichst schnell verzehrt werden.
Blumenkohl eignet sich zum Einfrieren und lässt sich gut sauer einlegen.
Verwendung
Blumenkohl schmeckt gekocht, geschmort, gratiniert und kommt als Gemüsebeilage, in Aufläufen, als Salat (auch roh), als Sauerprodukt, als Suppe oder als Hauptgericht mit einer hellen Soße auf den Tisch.
Die Stängel und nicht zu harten Blätter kann man ohne Bedenken mitgaren; sie ergeben ein wohlschmeckendes, vitaminreiches Zugemüse.
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