BDBruemmer1  Administrator
    

Status: Offline Registriert seit: 12.06.2005 Beiträge: 20742 Nachricht senden | Erstellt am 06.06.2007 - 09:09 |  |
Weizenbier
Weizenbier ist ein obergäriges Bier, das in Deutschland mindestens zur Hälfte aus Weizenmalz hergestellt sein muss. In Bayern wird es Weißbier genannt. Aus etymologischer Sicht leitet sich "Weizen" von "weiß" ab: "Weißbier" ist sprachgeschichtlich ursprünglicher.
Weizenbier hat in der Regel einen Stammwürzegehalt zwischen 11 und 14 Prozent. Der Alkoholgehalt liegt normalerweise bei 5 bis 6 Prozent. Es gibt aber auch Weizenstarkbiere mit einem Stammwürzegehalt bis zu 20 Prozent und einem Alkoholgehalt über acht Prozent. Weißbier hat - je nach Marke - einen Brennwert von circa 44 kcal pro 100 ml.
Weißbier gilt als typisches Sommerbier. Es muss aber unbedingt kühl und stehend gelagert werden.
Die Herstellung von Bier mit Weizen erfolgte bereits vor Jahrtausenden in Babylon und Ägypten. In Europa gelangte die Technik der Weißbierherstellung im 16. Jahrhundert von Böhmen nach Bayern. Bereits 1520 soll ein niederbayerischer Brauer Weißbier hergestellt haben.
1617/1618 erscheint erstmals außerhalb Bayerns in einer Jahresrechnung das Weizbierbrauen. Dies geschah in Arnstadt unter dem Bürgermeister Niclas Fischer welcher gleichzeitig Gastwirt "Zur goldenen Gans" war. 22 Eimer mit je 72,13 Liter machten nun Arnstadt zum offiziell ersten deutschen Weißbierstandort.
Das nach der Gärung durch Filtration von der Hefe und den Schwebstoffen befreite, glanzklare Kristallweizen hieß früher oft auch Champagnerweizen; das ist zur Abgrenzung von der für französischen Schaumwein geschützten EU-Herkunftsbezeichnung Champagner verboten.
Hefeweizen ist durch in der Flasche befindliche natürliche Schwebstoffe und/oder Hefe trüb und wesentlich vollmundiger, als das eher schlanke, spritzige Kristallweizen.
Die Farbe des Weißbieres ist von der Art des Malzes abhängig. Kristallweizen sind meist von sehr heller, klarer Färbung. Bei den Hefeweißbieren reicht das Spektrum von hellen, goldgelben Sorten über nussbraune Biere bis zu tiefdunkelbraunen schwarzen Weißen, mit vollmundig, malzig-rauchigem Aroma und in der Regel mit einem höheren Alkoholgehalt. Die dunklen Sorten zählen oft zu den Starkbieren.
Daneben werden auch alkoholfreie und "leichte", das heißt alkoholarme Weißbiere hergestellt.
Bayern hat die längste Geschichte und Tradition im Weißbierbrauen in Deutschland und daher auch die größte Bandbreite an unterschiedlichen Weißbiersorten, die teilweise nur regionale Verbreitung finden. Langsam erobert sich das Weizenbier auch die nördlichen Regionen Deutschlands, nur die ostdeutschen Biertrinker zeigen bislang dem typschen Sommer Bier bislang die kalte Schulter. Aber dafür wird Weizenbier (mit etwas anderem Charakter als in Bayern) auch in den Niederlanden und Belgien (Witbier) gebraut. Als Wheatbeer wird es mittlerweile auch in den USA angeboten.
quelle: www.swr.de
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BDBruemmer1  Administrator
    

Status: Offline Registriert seit: 12.06.2005 Beiträge: 20742 Nachricht senden | Erstellt am 01.08.2007 - 06:54 |  |
Alkoholfreies Bier
Ob mit oder ohne Promille: Ein Bier sollte frisch und würzig schmecken und eine feste Schaumkrone haben. Darin unterscheiden sich alkoholfreie Biere nicht von denen, die mit Alkohol in den Handel kommen.
Alkoholfrei bedeutet aber nicht 0% Alkohol. Beim alkoholfreien Bier sind per Gesetz 0,5vol % Alkohol erlaubt. Ein Glas alkoholhaltiges Bier (mit 5 % Alkohol) hat also genauso viel Ethanol wie 10 Gläser Alkoholfrei.
Wer Auto fahren muss, sollte auf alkoholische Getränke verzichten. Als ideale würzige Alternative zu Wasser, Apfelschorle oder Säften und kann deshalb alkoholfreier Gerstensaft empfohlen werden. Der Alkoholgehalt entspricht mit seinen durchschnittlich 05% dem von Fruchtsäften.
Es gibt eine Reihe von Verfahren, wie man dem Bier den Alkohol entzieht. Eine Methode besteht darin, den Gärprozess etwas verfrüht abzubrechen, so dass die Hefe nicht den gesamten Zucker in Alkohol umsetzt. Genau das passiert z.B. auch beim Malzbier. Der Nachteil dieser abgebrochenen Gärung soll darin bestehen, dass die bei der Gärung gebildeten "biertypischen" Geschmacksstoffe fehlen.
Um trotzdem einen klassischen Biergeschmack zu erhalten wird eine andere Methode angewendet, nämlich das sog. Dialyseverfahren. Hier wird dem Bier der Alkohol nachträglich entzogen. Das geschieht, indem man das alkoholhaltige Bier an einer Membran vorbeischickt. Auf der anderen Seite der Membran befindet sich ein Kreislauf mit dem alkoholfreien Pendant. Da die Natur immer ein Gleichgewicht anstrebt, wandern die Alkoholmoleküle (und leider auch einige geschmackswirksame Moleküle) aus dem Bier auf die andere Seite der Membran. Dort wird der Alkohol durch eine Destillationskolonne fortwährend verdampft.
Derzeit macht das alkoholfreie Bier etwa 3 Prozent des gesamten Bierverbrauch in der Bundesrepublik aus.
Wissenschaftler von der Deutschen Klinik für Diagnostik in Wiesbaden bewiesen in einer Studie, dass alkoholfreies Bier Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen kann. Das Getränk hemmt auch ohne Alkohol die Blutgerinnung und vermindert so das Risiko für Thrombosen und Erkrankungen der Herzkranzgefäße.
quelle: www.swr.de
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