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Roswitha ...



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...   Erstellt am 27.03.2008 - 18:26Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ich stelle euch ein neues Bild vor, das auch zum Lebenstanz gehört, nämlich die Beziehung zweier Menschen, die stark, aber auch zerbrechlich sein kann:


Fragile

Öl, Camille Claudel und Auguste Rodin






[Dieser Beitrag wurde am 06.04.2009 - 20:13 von Roswitha aktualisiert]





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Lachen und Lächeln sind Tor und Pforte, durch die viel Gutes in den Menschen hineinhuschen kann.
Christian Morgenstern

http://www.roswitha-wegmann.ch

Nina
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...   Erstellt am 27.03.2008 - 18:58Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ein starkes Bild, liebste Ros. Fragil, aber ich spüre auch eine gewisse Gewalt. Aber so läuft es ja auch im Leben real. Denkt ihr auch, dass das Leben so ist? Mitleid kann in Gewalt ausarten, in Macht.




Lavida ...



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Status: Offline
Registriert seit: 14.12.2006
Beiträge: 3920
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...   Erstellt am 27.03.2008 - 21:56Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Beziehung zweier Menschen. Be-ziehung dieses Wort mag ich nicht.
Wer möchte von uns, dass an ihm gezogen wird?
Wer möchte schon irgendwohin gezogen werden, wo er nicht hin möchte?

Weggezogen vom "Eigenen" von unserer Authentizität.

Die Suche nach einer vollkommenen Beziehung, zerstört sie nicht genau das, was uns bei der ersten Begegnung so faszinierte : das Anderssein des Anderen?

Dieses Anderssein, das unsere Fantasie beflügelte für alles Schöne, Poesie, blaue Blume, heiliger Gral,Wolke 7, Sternenfänger, Traumtänzer, der Prinz, der uns wachküsst.

Wenn wir ihn gefunden haben, uns wünschen mit ihm zusammen zu sein, dann ist es zunächst einmal eine Befreiung aus der Alltäglichkeit – aber nur solange, bis "die Beziehung steht" , bis ganz klar ist, in welchem Bezug zueinander man künftig lebt: Wünschen und Wollen wird ausverhandelt und in Geben und Nehmen gegossen, das Miteinander bekommt eine feste Form, ein Gewand aus Ansprüchen und Pflichten.

Beziehung erreicht – nun können die Beziehungs-Probleme beginnen! Und mit ihnen gehen so viele Träume, Hoffnungen und oft die Liebe

Ich denke wie Nina, die erkannt hat, dass es oft um Macht geht.
Diese Macht muss nicht körperliche Gewalt sein, auch die seelische Gewalt zerstört.





<Gästin>
unregistriert

...   Erstellt am 31.03.2008 - 09:50Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Beziehungen zweier Menschen, wie die von Camille Claudels und Auguste Rodin, gleichen einem Rosenkrieg. Aus der Kollegin wird eine Mitarbeiterin,Modell, Muse, heimliche Geliebte und eine Rivalin. Er schmückt sich mit ihren Arbeiten.
Wird gefeiert, während sie in seinem Schatten steht.

Sie können nicht ohne einander und nicht miteinander
Ihre Beziehung macht sie zu großen tragischen Gestalten.Jeder für sich ein eigenständiger großer Bildhauer(in). Sie ist abhängig von ihrem Mentor.

Nach der Trennung gerät die Künstlerin in finanzielle und persönliche Schwierigkeiten.
Aus Wut über Rodins Erfolge mit ihren Entwürfen zerstörte sie 1906 einen Teil ihrer Werke.

1913 wurde die inzwischen unter einer paranoiden Psychose leidende Künstlerin in eine Nervenheilanstalt eingewiesen, in der sie die restlichen 30 Jahre ihres Lebens verbrachte.

Diese Angst, Verzweiflung, dieses Schattendasein
hast Du Roswitha wunderbar in Deinen Bildern festgehalten.

Weggezogen von ihrer Authentizität. Lavida, Du hast die richtigen Worte gefunden, für die Beziehung zweier Menschen.

Gästin - Jutta




Roswitha ...



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Registriert seit: 08.08.2007
Beiträge: 336
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...   Erstellt am 31.03.2008 - 10:48Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Liebe Nina, liebe Lisa und liebe Gästin

Vier Jahre beschäftigte ich mich mit Camille Claudels Leben, las alle Bücher, die ich ergattern konnte, und ich sah den Film mit Isabel Adjani, die Camille verkörperte, dann erst begann ich zu malen.

Um mich noch besser in Camille einfühlen zu können, machte ich auch einige Bildhauerarbeiten in Marmor.

Ich danke euch allen für die treffenden Kommentare.





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Mondnixe
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...   Erstellt am 31.03.2008 - 11:22Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Zu dem Bild und der Lebensgeschichte und der Lebensbeziehung vvon Camille Claudels passt es auch Stalking.
Macht, die Angst und krank macht.

Stalking ist das moderne Wort für Terror gegen seinen Partner nach einer Trennung.
Nachts klingelt das Telefon, tagsüber lauert der Ex-Freund vor der Tür: Mehr als 800.000 Menschen in Deutschland werden jedes Jahr Opfer von Stalking.

Die meisten Stalker sind Expartner, Trennungen nehmen zu. Seit dem 31. März 2007 ist Stalking eine strafbare Handlung, heute vor einem Jahr ist das Gesetz in Kraft getreten.


Quelle




<LiteraTour>
unregistriert

...   Erstellt am 08.04.2008 - 17:59Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ich möchte jetzt nicht auf die Bilder von Roswitha, die mir sehr gut gefallen, eingehen, sondern auf das Thema Beziehungen zweier Menschen.

Es ist uns klar, dass wir Beziehungen brauchen.
Beziehungen , die um einen konkreten Zwecke bestehen.

Ich meine u.a. damit eine Geschäftsbeziehung, nachbarschaftliche Beziehungen, Vereinsmitglieder untereinander, die nicht nur nützlich sondern unverzichtbar sind.

Ich meine auch, dass es eine Familienbeziehung gibt. Eine Beziehung zwischen zweier Menschen, die miteinander leben, das ist für mich eine Liebesbeziehung.

Und an diesem Punkt hat mich der Beitrag von Lavida zum Nachdenken gebracht.
Gibt es eine Liebesbeziehung?

So wie Lavida das Wort Beziehung interpretiert und analysiert hat, gibt es sie nicht, weil Liebe an sich bedingungslos ist, und eine Beziehung konkrete Bedingungen hat.

Jetzt überlege ich, ob für ein Ehepaar überhaupt das Wort Beziehung treffend ist.
Leben sie nicht in einer Ehe und in keiner Beziehung wie Unverheiratete?

Nun wird es kompliziert. Ich werde wohl noch mehr darüber nachdenken müssen.




Roswitha ...



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Status: Offline
Registriert seit: 08.08.2007
Beiträge: 336
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...   Erstellt am 08.04.2008 - 19:02Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Lieber LiteraTour

Mein Bild Fragile ist eigentlich nur als Ansporn für das Thema gedacht. Ich erwarte nicht, dass sich nun alle Diskussionen um mein Bild und die darauf gemalten Personen drehen.

Du hast ganz Recht, eine Beziehung kann sehr facettenreich sein.
Eine Liebesbeziehung braucht noch lange nicht in einer Ehe zu gipfeln.
Eine geschäftliche Beziehung setzt nicht die gleichen Bedingungen, wie eine Liebe zwischen zwei Menschen.

Auch gibt es Vernunftehen. Gehandhabt wie eine geschäftliche Beziehung.

Denke weiter darüber nach, mir läuft die Zeit davon





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Mondnixe
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...   Erstellt am 17.04.2008 - 10:38Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Und es gibt noch die Zwangsehen nicht nur im Ausland auch in Deutschland.
Mütter drohen heiratsunwilligen Töchtern mit Selbstmord.
Immer mehr Migrantinnen suchen Hilfe, weil sie zwangsverheiratet werden sollen. Oft wählen Mütter die Heiratskandidaten aus. "Väter üben körperliche Gewalt aus, Mütter psychische", sagt Myria Böhmecke, Expertin bei der Frauenrechtsorganisation "Terre des Femmes", im Interview mit SPIEGEL ONLINE.
Quelle : Spiegel Online



Nicht jedem Mädchen gelingt es, sich scheiden zu lassen.


Mutig hat die kleine Najood vor einem Gericht in Sanaa im Jemen für ihre Rechte gekämpft. Sie hat sich von ihrem Ehemann scheiden lassen, mit dem sie zwangsverheiratet wurde
Quelle Stern.de



Weg von ihrem 22 Jahre älteren Ehemann, weg von ihrem Vater, der sie wenige Wochen zuvor gegen ihren Willen vermählen ließ. Sie zog vor Gericht und erkämpfte ihre Scheidung. Damit entfachte sie eine landesweite Diskussion über Hochzeiten im Kindesalter.
In dem Land im Südwesten der arabischen Halbinsel gehören arrangierte Hochzeiten von Kindern und Jugendlichen zum Alltag. Zwar stieg das durchschnittliche Heiratsalter von Mädchen laut einer Studie des „Gender Development Research and Studies Center" in den vergangenen drei Generationen um mehr als vier auf 14,7 Jahre. Die Befragung von rund 1500 Paaren durch ein Forschungszentrum zeigte aber auch, dass in ländlichen Regionen Kinderhochzeiten noch oft vorkommen.
Nujud tauchte Anfang April ein wenig hilflos, aber doch zu allem entschlossen in einem Gericht in Sanaa auf. Sie wollte die Scheidung von ihrem Mann und eine Strafe für ihren Vater. Der habe sie geschlagen und mit Vergewaltigung gedroht, sollte sie den 30-jährigen Fais Ali Thamar nicht heiraten, sagte Nujud der „Yemen Times".
Laut Gesetz dürfen Männer im Jemen bis zu vier Ehefrauen haben. Eine Heirat ist offiziell erlaubt, sobald die Braut 15 Jahre alt ist.

Doch wenn der Vater als gesetzlicher Vormund einwilligt, ist eine Hochzeit auch früher möglich. Die traditionelle Regel, dass der Ehemann mit dem Vollzug der Ehe bis zum Ende der Pubertät warten muss, werde heute immer öfter gebrochen, berichtet Na-jat Sajam, Psychologieprofessorin an der Universität Sanaa.

Oft schauen die Väter bei der Einwilligung mehr aufs Geld als auf das Wohlergehen des eigenen Kindes. Denn der Koran sieht für die Frau ein Brautgeld vor.

Eigentlich soll es der finanziellen Absicherung der Ehefrau dienen, in der Realität landet es oft im Geldbeutel der Brautfamilie.

Auch bei Nujuds Zwangsheirat dürfte Geld eine Rolle gespielt haben.
So soll sich der Vater der Achtjährigen vor der Hochzeit seiner Tochter nach Angaben eines Verwandten als Bettler durchgeschlagen haben.

Für die jemenitischen Mädchen hat die frühe Heirat oft gravierende Folgen. So berichtete Nujud von den „schlimmen Dingen", die ihr Mann ihr angetan habe. „Immer, wenn ich im Garten spielen wollte, hat er mich geschlagen und gesagt, ich soll mit ihm ins Schlafzimmer kommen".

Quelle N24




Roswitha ...



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Registriert seit: 08.08.2007
Beiträge: 336
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...   Erstellt am 17.04.2008 - 19:05Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Liebe Inka

Kultur, Tradition und Religion sind Begriffe, die eigentlich Gutes bedeuten sollten.
Aber wie sieht es auf unserer Welt aus?
Völker klammern sich an diese Begriffe und schaffen unmenschliche Gesetze, die nicht in unsere Zeit passen und auch in die frühere Zeit nicht gepasst haben.

Die Menschen machen allzu kleine Schritte in der Evolution, es wird noch lange vieles im Argen liegen bleiben.





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Christian Morgenstern

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