fiu offensichtlich Student
    

Status: Offline Registriert seit: 10.12.2004 Beiträge: 460 Nachricht senden | Erstellt am 27.03.2005 - 14:48 |  |
Surfe heute so gemütlich auf sport1.at herum um mir die dämlichen kommentare von hansi k. und ivo ("trainer hat gesagt "geh rein, schiess ein tor!" ) zu gemüte zu führen, und da stosse ich auf diese sensationsmeldung:
Ein Bienenschwarm hat während des WM-Qualifikationsspiels zwischen Sambia und Kongo in Chililabombwe zu einer Massenpanik und 18 leicht Verletzten geführt.
Nachdem einige Zuschauer auf einen Lichtmast geklettert waren, um das Spiel besser verfolgen zu können, war dieser abgebrochen und hatte dabei einen Schwarm Bienen, der offenbar in dem Mast heimisch war, aufgeschreckt.
Die Zuschauer flüchteten vor den Bienen über die Begrenzungszäune auf das Spielfeld. Ernsthaft verletzt wurde dabei niemand.
einfach nur ein geiler zufall oder?
ach ja, für alle, die jetzt den sinn dieses postings nicht verstehen: pech gehabt!
Signatur Homer: How is education supposed to make me feel smarter? Besides, every time I learn something new, it pushes some old stuff out of my brain. Remember when I took that home winemaking course, and I forgot how to drive? |
beatie offensichtlich Student
    

Status: Offline Registriert seit: 11.12.2004 Beiträge: 339 Nachricht senden | Erstellt am 27.03.2005 - 18:31 |  |
Ok, ich denke es ist angebracht dem Futter dieser Theorie einige historische Hintergründe beizumengen:
Mitte der 50er Jahre wurde in Brasilien ein Experiment durchgeführt, das zum Ziel hatte die Honigproduktion von Bienen zu steigern. In verschiedenen Variationen wurden klassiche europäische Honigbienen mit afrikanischen Bienen gekreuzt, die sich grundsätzlich durch eine stärkere Honigproduktion auszeichnen. Gleichzeitig verhalten sich die afrikanischen Bienen aber auch wesentlich aggressiver als ihre europäischen Verwandten und der von Profitgier getriebene menschliche Eingriff in die Natur forderte seinen Tribut. Ein Jahr nach dem Experiment konnten 26 Stämme dieser "afrikanisierten" Bienen entkommen. In einem Akt unwahrscheinlich schneller (weil sexuell aggressiver) Vermehrung erlangten die Bienen zunächst Verbreitung in Südamerika, um schließlich auch den Sprung nach Nordamerika zu schaffen. ---------------------------------------------------
600 menschliche Todesfälle soll der Kontakt mit afrikanisierten Bienen bereits gefordert haben und es ist zu befürchten, dass im Laufe der Zeit zusätzlich harmlosere Bienenrassen verdrängt werden. Die größte Gefahr für unsere demokratisch und friedliebend orientierten Bienenrassen stellt der afrikanische Bienenparasit "kleiner Stockkäfer" dar, der seine Eier direkt in den Waben ablegt um dann später von der toten bis zur lebendigen Biene alles aufzufressen, was er vorfindet. Während die europäischen Bienen dem Stockkäfer hoffnungslos ausgeliefert sind, haben die afrikanisierten Bienen mit dem Parasiten wie zu erwarten kaum ein Problem. Es ist wohl nur eine Frage der Zeit bis sich der Stockkäfer über Fruchtimporte auch in Europa festsetzen kann und den Weg für die dominanten afrikanisierten Bienen ebnet. Meine Informationen habe ich bis auf kleine Details meiner Tante zu verdanken: "Ha, dia honds bei uns in Bolivien denn o plötzlich g'het, verstosch, und denn sind eanna d'Rösser iganga."
beatie
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