ForumNewsMitgliederSuchenRegistrierenMember LoginKostenloses Forum!


Neuer Thread ...


ErstellerThema » Beitrag als Abo bestellenThread schließen Thread verschieben Festpinnen Druckansicht Thread löschen

Kralhei ...
Administrator
........................

...

Status: Offline
Registriert seit: 25.01.2007
Beiträge: 781
Nachricht senden
...   Erstellt am 12.03.2008 - 17:41Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Heimatfreundinnen und -freunde,

die sudetendeutsche Zeitung machte am 22. Februar 2008 gewaltig gegen die Europäische Union der Flüchtlinge und Vertriebenen (EUFV) Stimmung, worüber ich wegen einer Auslandsreise erst heute berichten kann.

Zunächst hob die Zeitung den Beschluss des Bundes der Vertriebenen (BdV) hervor, der EUFV nicht beizutreten. Dass der Verband der volksdeutschen Landsmannschaften Österreichs (VLÖ) zur gleichen Zeit seine Gründungsmitgliedschaft dagegen ratifizierte, fiel dabei unter den Tisch (www.vloe.at).

Ich muss deshalb klar und deutlich darauf hinweisen:
Die in Österreich ansässigen Sudetendeutschen s i n d bereits Vollmitglieder und ihr Vorstandsmitglied Peter Ludwig ist Vize-Generalsekretär der EUFV.

Des weiteren veröffentlichte die Zeitung einen seitenfüllenden Artikel, in dem Prof. Grulich über die Verbrechen griechischer Zyprer an Türken berichtete, die Vertreibung griechischer Zyprer jedoch verschwieg.
Zweck dieses Artikels war offensichtlich, die EUFV zu diffamieren, denn die griechischen Zyprer sind bekanntlich Gründungsmitglieder dieser Organisation. Für einen aufmerksamen Leser, der das Grundkonzept der EUFV begriffen hat, waren die Darlegungen jedoch ein überzeugendes Plädoyer d a f ü r , denn sie bewiesen, dass
1. bei jedem Kriegs- oder Gewaltgeschehen in der gleichen Nation s o w o h l Täter a l s a u c h Opfer vorkommen, und dass
2. die EUFV unersetzlich ist, um die dringend nötige Aufklärungsarbeit zu leisten, wenn selbst ein renommierter Historiker und Menschenrechtsexperte der SL, wie es Prof. Grulich ist, dem monströsen Gedankengang der pauschalisierenden Kollektivschuld verfällt.

Zu 1.: "Die bösen griechischen Zyprer - die bösen Serben - die Achse des Bösen Serbien/Zypern".
Einseitige Information - pauschale Verurteilung - Zuweisung von Kollektivschuld - Rechtfertigung von Vertreibungen: Der Mechanismus ist immer der gleiche.
Dabei haben gerade die verschiedenen Balkankonflikte deutlich gemacht, dass es bei allen Volksgruppen gleichzeitig Täter u n d Opfer gab: bei den Kroaten, bei den Serben, bei den Albanern..

Zu 2.: Gerade wir Deutsche sollten gegen den perversen Mechanismus der Kollektivschuld gefeit sein, kämpfen wir doch selbst seit Jahrzehnten erfolglos dagegen, pauschal als Kriminelle betrachtet zu werden, weil von Deutschen horrende Verbrechen begangen wurden, die wir selbstverständlich weder bagatellisieren noch verleugnen dürfen.
Darüber hinaus ist der vorliegende Fall umso erschütternder und beschämender, als die Beschuldigungen im offiziellen Mitteilungsblatt der SL veröffentlicht wurden und gegen griechische Zyprer gerichtet sind, die den deutschen Vertriebenen ihre Loyalität bekundet und ihrem Beitritt zur EUFV zugestimmt haben, weil sie den Gedanken der Kollektivschuld ablehnen.

Den deutschen Vertriebenen ist sicherlich nicht klar, wie viel Überzeugungsarbeit für eine deutsche Mitgliedschaft in der EUFV geleistet werden musste, weil die deutschen Vertriebenen im allgemeinen und die Sudetendeutschen im besonderen in ganz Europa als Auslöser des 2. Weltkriegs und heute als Revanchisten gelten. Ich weiß dies sehr wohl, weil ich seit 45 Jahren im Ausland lebe, weil keine sprachlichen Barrieren mich vor diesen Erkenntnissen schützen und weil ich von Anfang an Mitarbeiterin der EUFV bin, um mein persönliches Zeugnis als Gegenbeweis einzubringen. Dr. Lacota hat den deutschen Vertriebenen internationale Glaubwürdigkeit verliehen, weshalb es in ihrem eigenen Interesse ist, sich als aufrichtige und effiziente Mitstreiter zu beweisen.

Loslösung der Vertriebenenproblematik aus nationalen und bi-nationalen Verstrickungen und Konflikten - Ablehnung aller Vorurteile, kollektivierender Schuldzuweisungen und Zwänge - grenzenüberschreitende Solidarität unter allen Vertriebenen Europas - gemeinsames Streben nach gemeinsamen Zielen:

Das ist zugleich die innovative Herausforderung und die faszinierende Chance der EUFV.

Die bisherigen Reaktionen auf meine Rundschreiben zeigen, dass die breite Basis der Sudetendeutschen die von der EUFV angebotene Chance längst begriffen hat. Ich bin sicher, dass sie auch den Herausforderungen gewachsen ist.

Mit den besten Grüßen aus Verona
Ihre
Isa Engelmann





Signatur
Karl Heinz Kralowetz


Ähnliche Themen:
Thema Erstellt von Antworten Forumname
Presseinformation des Bundes der Vertriebenen KralHei 0 heimatfreunde_aussig
Festakt des Bundes der Vertriebenen KralHei 1 heimatfreunde_aussig
Der Bund der Vertriebenen KralHei -1 heimatfreunde_aussig
Der Bund der Vertriebenen 14-7-10 KralHei -1 heimatfreunde_aussig
Der Bund der Vertriebenen KralHei -1 heimatfreunde_aussig
Neuer Thread ...

Geburtstagsliste:
Heute hat nur 1 User Geburtstag
Klimpke (55)




Impressum

Dieses Forum ist ein kostenloser Service von razyboard.com
Wollen Sie auch ein kostenloses Forum in weniger als 2 Minuten? Dann klicken Sie hier!



Verwandte Suchbegriffe:
eufv | vertriebene forum | außig flüchtlinge | vertriebenen forum | www.grulich.com | eufv lacota | prof. grulich | forum der vertriebenen
blank