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Ermione 
AurorIn
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...   Erstellt am 15.07.2007 - 23:12Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hi!

In der Berliner Morgenpost (BIZ) ist heute ein Artikel zu Harry Potter erschienen, der keine wirklichen neuen Informationen bietet, aber als Zusammenfassung der bisherigen Bücher neben einigen gängigen Vermutung betr. Buch 7 sehr brauchbar sein dürfte.

Ich zitiere ihn deswegen hier:

Quelle: Berliner Morgenpost (BIZ), 15. Juli 2007
Der Link: http://www.morgenpost.de/content/2007/07/15/biz/910693.html

BerlinerMorgenpost schrieb
    Harry Potters Geschichte geht zu Ende
    Am kommenden Sonnabend, 0.00 Uhr erscheint der siebte und letzte Band der Harry-Potter-Saga. Eine Fangemeinde von der Größe der Bevölkerung der USA fiebert dem Finale entgegen. Wieland Freund beantwortet die sieben wichtigsten Fragen

    Die Fans im Potter-Fieber: Der Countdown für den siebten und letzten Band läuft

    Foto: dpa


    1. Was ist bisher geschehen?
    Über zehn Jahre hat die britische Autorin Joanne K. Rowling (41) an den bislang 3579 Seiten ihrer Zauberer-Saga geschrieben und dabei eine Welt erdacht, deren Vielgestaltigkeit nur mit dem Urepos der Fantasy, J.R.R. Tolkiens "Herr der Ringe", vergleichbar ist. In Rowlings Welt treten sich die Fabelwesen auf die Füße, die Liste der von ihr erfundenen magischen Gegenstände und Praktiken füllt eigene Lexika. Einen roten Faden gibt es dennoch: Den Kampf des Zauberschülers Harry Potter gegen den bösen Zauberer Lord Voldemort. Dieser hat Harrys Eltern James und Lily getötet - Harry, damals 15 Monate alt, ist "der Junge, der überlebt". Fortan ziert eine blitzförmige Narbe seine Stirn, in die Zauberschule Hogwarts tritt er, elfjährig, bereits als Berühmtheit ein. Nach harten Jahren bei Onkel und Tante Dursley, die Muggel, das heißt: Nicht-Zauberer, sind.


    Während die Bände 1 bis 3 - "Harry Potter und der Stein der Weisen" (1997), "Harry Potter und die Kammer des Schreckens" (1998) und "Harry Potter und der Gefangene von Askaban" (1999) - vor allem Internatsromane sind, in denen sich die alles entscheidende Vorgeschichte nur langsam entfaltet, ist mit Band 4 - "Harry Potter und der Feuerkelch" (2000) - der Kampf gegen das Böse voll entbrannt: Aus einem "Burg Schreckenstein" für Zauberer ist ein magischer "Krieg der Sterne" geworden. Harry ist mittlerweile ein jugendlicher Held und der bislang zwischen Leben und Tod gefangene, gestaltlose Voldemort bekommt einen neuen Körper. Band 5, "Harry Potter und der Orden des Phönix" (2003), dessen Verfilmung soeben angelaufen ist, stellt die Zaubererwelt auf den Kopf.

    Der von Harrys Schuldirektor Albus Dumbledore geführte "Orden des Phönix" organisiert den Widerstand gegen Voldemort, dessen Rückkehr von offizieller Seite geleugnet wird. Im Zaubereiministerium kommt es zum Duell zwischen Harry und dem dunklen Lord. Es endet unentschieden. Eine Prophezeiung besagt: "Der eine muss von der Hand des anderes sterben, denn keiner kann leben, während der andere überlebt".

    "Harry Potter und der Halbblutprinz" (2005) schließlich bereitet Leben und Sterben des einen oder des anderen vor: Voldemort, so stellt sich heraus, hat, um Unsterblichkeit zu erlangen, seine Seele in sogenannten Horkruxen verwahrt, die Harry sich zu zerstören vornimmt. Doch Band 6 endet mit einem Schock: Albus Dumbledore, Rektor von Hogwarts und Harrys Mentor, stirbt von der Hand des zwielichtigen Zauberlehrers Severus Snape. Da sein Pate Sirius Black schon seit Band 5 für tot gilt, stehen Harry und seine Freunde Ron Weasley und Hermine Granger dem Bösen schutzlos gegenüber.


    2. Wie wird die Geschichte wohl ausgehen?
    "Harry Potter and the Deathly Hallows" - einen deutschen Titel gibt es noch nicht - wird fraglos vom Kampf Gut gegen Böse erzählen, die Frage ist allerdings, wer denn eigentlich gut und wer böse ist. Wackelkandidat Nummer 1: Harry selbst. Ist er wirklich der "Auserwählte" der Prophezeiung von Band 5? Zweifel daran schürt schon Band 1, der ihn beinahe zu den Schwarzmagiern des Hogwarts-Hauses Slytherin gesellt, der intellektuellen Heimat Voldemorts, mit dem Harry so manches verbindet. Und auch an der moralischen Festigkeit seines Vaters James bestehen Zweifel. Doch stehen deshalb gleich Harrys Mut, Herzensgüte und Sonderstatus in Frage? Luke Skywalker kann schließlich auch nichts für Darth Vader.

    Wackelkandidat Nummer 2: Zauberlehrer Severus Snape, der vermeintliche "Mörder" Dumbledores. Der Spion Voldemorts dürfte sich letztlich als Doppelspion für die gute Sache entpuppen. Als Held wird der lange verkannte Snape deshalb umso heller strahlen - was ihn, wenn es wirklich so kommt, zum heißesten Kandidaten für einen Märtyrertod macht.

    Bleibt Voldemort, der Erzschurke. Natürlich wird er besiegt - die Frage ist nur, von wem und wie sehr. Immerhin hat Frau Rowling über ihren Verlag verlauten lassen, niemals nie sagen zu wollen, auch nicht zu einer Fortsetzung. Ein achter "Harry Potter" aber wäre auf das Fortleben mindestens zweier Figuren angewiesen. Auf das Harrys - und das Voldemorts.


    3. Muss Harry Potter sterben?
    "Harry Potter" ist auch ein Internetphänomen und im Netz haben Verschwörungstheoretiker bekanntlich leichtes Spiel: "Harry Potter is dead", verkündete ein Computer-Wurm neulich. Dabei spricht für Harrys Ableben eigentlich nur graue Theorie: Mythenforscher wissen, dass der Weltenretter für die Rettung der Welt oft mit dem Leben bezahlt. Und in der Tat hat Frau Rowling für "Bastard-Mythologie" viel übrig. Allerdings weiß sie auch, was sich gehört, und einen Kinderbuchhelden sterben zu lassen, gehört sich nicht. Pippi Langstrumpf wurde Seeräuberin, Michel aus Lönneberga Gemeinderatspräsident. Und Frodo, der Held des "Herrn der Ringe", den das Zeitliche segnet, zählt nicht. Er ist nicht 17, sondern 33 - bekanntlich ein gefährliches Alter.

    Wenn Harry also für seinen Erlöser-Status bezahlen muss, dann anders. Er könnte seine Ginny nicht bekommen, Rons kleine Schwester, oder, wie der Potter-Prophet Michael Maar spekuliert, seine Zauberkraft verlieren und für immer mit seinen schrecklichen Verwandten, den Dursleys, leben müssen.


    4. Wie wird es Hagrid, Hermine & Co. ergehen?
    Die Todesliste hat Tradition. Seit geraumer Zeit begleitet Frau Rowling das Erscheinen eines jeden neuen Potter-Bandes mit Morddrohungen gegen ihre Figuren. Diesmal - neben Snape - besonders gefährdet: Harrys beste Freundin Hermine. Schließlich hat die Autorin einen Zug ins Morbide und Hermine ist ihr jugendliches "alter ego".

    Politisch allerdings wäre Hermines Hinscheiden ausgesprochen unkorrekt: die Musterschülerin ist schließlich das "Alpha-Mädchen" schlechthin. Deshalb: eher muss Hagrid, der große, haarige, tierliebe Beschützer, dran glauben.

    Der letzte Band allerdings hätte, erstmals, auch eine Wiederauferstehungsliste verdient. Mit der Rückkehr Albus Dumbledores jedenfalls ist fest zu rechnen - im Harryversum ist zwischen "Leben" und "Sterben" ja viel Platz. Ob hingegen auch Harrys Pate Sirius Black zurückkehrt? Es wäre immerhin möglich - zumal sowohl Dumbeldore als auch Sirius bislang im Schatten verbliebene Brüder haben. Dass diese Brüder nun ins Rampenlicht treten, ist ausgemacht. Doppelt hält besser.


    5. Was macht Joanne K. Rowling danach?
    Vielleicht die Frage aller Fragen. Tolkien etwa schrieb nach dem "Herrn der Ringe" nichts mehr, was vor dem "Herrn der Ringe" der Veröffentlichung wert gewesen wäre. Und Frau Rowling, reicher als die Queen, könnte sich ja allemal zur Ruhe setzen und schweigend die Legende nähren. Die schlechteste Publicity wäre das nicht - es gibt Autoren, die ihr Schweigen allein berühmt gemacht hat. Solche, die es wissen könnten, glauben allerdings, das Geschichtenerzählen sei Frau Rowling ein Bedürfnis - und tatsächlich deutet ihr kokettes Spiel mit einem möglichen achten Band darauf hin. Aber noch mal "Harry Potter"? Die Gefahr der Überdehnung wäre groß - nach sieben Bänden finden 19 Prozent der Bundesbürger den Zauberlehrling "nervig". Besser wäre da schon, Frau Rowling würde nach Potter Krimis schreiben - wie einer ihrer Bekannten vor Jahren vermutet hat. So wie sie blufft, trickst und ihre Leser manchmal auch düpiert, ist sie ohnehin die einzig wahre Erbin der großen Agatha Christie.


    6. Hat "Harry Potter" den Buchmarkt verändert?
    Eine schöne Geschichte erzählt Klaus Humann, Chef des deutschen Potter-Verlags Carlsen: Er habe die deutschsprachigen Rechte für die ersten drei Bände 1996 für einen fünfstelligen Markbetrag erwerben können. Zuvor hätten andere Verlage abgelehnt. Warum? Mit 335 Seiten war ihnen Band 1 einfach zu dick. Heute spielt der Umfang eines Kinderbuchs auf der jährlichen Kinderbuchmesse in Bologna, dem internationalen Umschlagplatz für Jugendliteratur, keine Rolle mehr. Ohnehin verschwimmen die Grenzen von Kinderbuch und Erwachsenenbelletristik seit "Harry Potter" bis zur Ununterscheidbarkeit. Etwa 50 Prozent der Leser von "Harry Potter and the Deathly Hallows" werden wohl Erwachsene sein.

    Und noch eine Pioniertat: Der englische Potter-Verlag Bloomsbury vertreibt seine Titel in Deutschland mittlerweile direkt, "Harry Potter" war der erste englischsprachige Titel an der Spitze der deutschen Bestsellerliste.


    7. Ist Harry Potter Weltliteratur?
    Der Literaturkritiker Michael Maar hat eine ganze Studie darüber verfasst, um zu begründen, "Warum Nabokov Harry Potter gemocht hätte". Harold Bloom hingegen, Amerikas Literaturpapst, fragte schon im Jahr 2000: "Können 35 Millionen Buchkäufer irren?". Seine Antwort: Ja. "Harry Potter" sei weder gut geschrieben noch originell. Stattdessen türmten sich die Klischees - Bloom zählte gleich sieben auf einer einzigen Seite. Ob er Recht hat? Hat er Unrecht?

    Über Klassiker befindet die Zeit. Weltliteratur im Wortsinn ist "Harry Potter" ohnehin. Weltliteratur, meinte der alte Goethe, sei ein Phänomen "erleichterter Kommunikation". Und genau das ist "Harry Potter": ein Medienereignis, das obendrein davon erzählt, wie es ist, ein Medienereignis zu sein.


Herzliche Grüße
Ermione





Signatur
"Im Übrigen gilt ja hier derjenige, der auf den Schmutz hinweist, für viel gefährlicher als der, der den Schmutz macht."
(Kurt Tucholsky)


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