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phader 
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...   Erstellt am 05.10.2005 - 10:46Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen




"Durchbruch erfolgte über die Ausreisespur..."

Herr S., Beschäftigter des VEB Autobahndirektion Berlin im Bereich der Autobahnmeisterei Drewitz, nutzte am 3. Januar 1984 einen vermeintlichen Arbeitseinsatz an der Grenzübergangsstelle zu einer ungewöhnlichen Flucht. An diesem Tag gab S. vor, im Autobahnbereich zwischen Grenzübergangsstelle und Grenze einen Gully reinigen zu müssen. Von hier lief er zu Fuß über die Grenze und wurde von der Westberliner Schutzpolizei am Kontrollpunkt Dreilinden empfangen. Die Flucht des Beschäftigten war für die vier eingesetzten Sicherungsposten derart überraschend, dass sie nicht reagieren konnten. Der Dienst habende Offizier erhielt einen strengen Verweis. ImUntersuchungsbericht des MfS heiß es später: "Der Grenzdurchbruch erfolgte über die Ausreisespur des Grenzabschnittes.(...) Mit weiteren Angriffen auf die Staatsgrenze über die GÜST Drewitz/ Autobahn sowie an deren Flanken ist zu rechnen."





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"Jeder Feind der wegläuft ist ein " getroffner Feind ", jeder Feind der stehen bleibt ist ein disziplinierter " getroffner Feind "

phader 
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...   Erstellt am 05.10.2005 - 10:47Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


"Durchbruch mit gepanzertem Bus"

Der Fuhrunternehmer Hans Weidner fuhr regelmäßig mit seinem alten Bus Baujahr 1944 im Auftrag des VEB Kraftverkehrs Zittau die Berufstätigen. Als ihm die Genossen drohten, den Kommissionsvertrag zu entziehen, bereitete er die Flucht für sich und seine Familie vor. Unter einem Vorwand meldete Hans Weidner den Bus ab und baute ihn in wochenlanger Arbeit mit zentimeterdicken Stahlplatten um. Am 25. Dezember 1962 durchbrach er mit dem gepanzerten Bus sämtliche Schranken der Grenzübergangsstelle Drewitz und erreichte mit seiner Familie unverletzt West-Berlin.





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...   Erstellt am 05.10.2005 - 10:49Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


"Die Asche des Sohnes"

In den frühen Morgenstunden des 4. März 1965 versuchten Christian Buttkus (21) und seine Verlobte Ilse Panzer (23) den Todesstreifen nahe dem Stahnsdorfer Damm in Kleinmachnow zu überwinden. Dabei lösten sie Alarm aus und Grenzposten schossen in Richtung "Durchbruchstelle". Eine der insgesamt 199 verschossenen Patronen traf Buttkus tödlich an der Wirbelsäule. Seine Verlobte wurde durch einen Streifschuss am Bein verletzt. Sie wurde in der DDR zu 20 Monaten Haft verurteilt. Der Mutter von Christian Buttkus wurde später die Asche des erschossenen Sohnes in einem Postpaket zugeschickt.





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...   Erstellt am 05.10.2005 - 10:50Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


"Schüler in Lebensgefahr"

Die Staats- und Parteiführung wurde über Zwischenfälle an der Grenze informiert. So auch 1973, als das MfS mit einem Vermerk und handschriftlichem Verteiler "Hon" (Erich Honecker), "Hoff" (Heinz Hoffmann) und "Bea" (Mielkes Stellvertreter Bruno Beater) über den Schusswaffengebrauch gegen vier minderjährige informierte, die am Abend des 25.9.1973 versuchten, den Todesstreifen im Bereich Kleinmachnow "Kohlhasenbrück nach Berlin-Zehlendorf zu überwinden. Vier Schüler im Alter zwischen 12 und 14 Jahren der POS Stahnsdorf und Teltow wurden durch 80 Schüsse von zwei Postenpaaren gestoppt und blieben glücklicherweise unverletzt. Mehrere Geschosse schlugen "durch die Feuerführung" in ein Haus in West-Berlin ein.





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...   Erstellt am 05.10.2005 - 10:51Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


"Die trojanische Kuh"

Am 7.7.1969 scheiterte der Fluchtversuch einer jungen Frau aus Karl-Marx-Stadt (Chemnitz), die zu ihrem Verlobten nach West-Berlin wollte. Zwei Fluchthelfer transportierten einen präparierten Bullen in mit einem Kleintransporter über die Transitautobahn nach West-Berlin. An einem verabredeten Ort kletterte die Frau in den hohlen Tierkörper, der sich wiederum in einer vernagelten Holzkiste befand. Doch an der GÜST Drewitz lag bereits ein Hinweis vor und das Trio wurde verhaftet. Die Fluchthelfer und die Frau wurden vom Bezirksgericht Potsdam "wegen staatsfeindlichen Menschenhandels" zu 3 Jahren 10 Monaten, 3 Jahren 5 Monaten und 2 Jahren 10 Monaten Gefängnis verurteilt.





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...   Erstellt am 05.10.2005 - 10:53Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


"Hetze gegen die DDR..."

Am 14. September 1986 entschloss sich nach einem Streit mit seiner Ehefrau ein Transportarbeiter (42) aus Nauen mit seinem neuen Auto der Marke Lada die Grenzübergangsstelle Drewitz zu durchbrechen. Im Bereich der Zollkontrolle wurde er nach mehreren Schüssen, die das Fahrzeug beschädigten, gestoppt. Die Staatssicherheit stellte fest: "Das Vorhaben wurde durch westliche Massenmedien, bezugnehmend auf Aussagen von Reisenden, zur Hetze gegen die DDR vermarktet."






"1989" Einer der Letzten Verusche

Noch wenige Monate vor dem Fall der Berliner Mauer registrierten die Grenzer Fluchtversuche über die GÜST Drewitz. Am 31. März 1989 versuchten drei Männer vergeblich, mit einem PKW "Saporoshez" eine Seilsperre zu durchbrechen. Am 12. Mai 1989 wollte ein Ehepaar mit seinen zwei Kindern in einem PFW "Trabant/Kombi" flüchten - auch dieser Fluchtversuch scheiterte. Letztlich misslang auch der Durchbruchversuch eines Mannes mit seinem PKW "Trabant" am 8. August 1989.





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...   Erstellt am 05.10.2005 - 12:34Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


"DER LETZTE MAUERTOTE"

05. Februar 1989


Chris Gueffroy geboren am 21. Juni 1968


Und "erschossen" am 5. Februar 1989
in Berlin-Treptow, nahe den Kleingartenkolonien "Harmonie" und "Sorgenfrei" am Britzer Zweigkanal


Im Mai 1989 sollte der 20-Jährige Kellner Chris Gueffroy aus Ost-Berlin zur Nationalen Volksarmee eingezogen werden, was ihm sehr widerstrebte. Reisen wollte er; Amerika sehen, das war sein großer Traum. Von einem Bekannten, der seinen Wehrdienst bei den Grenztruppen in Thüringen ableistete, erfuhren Chris Gueffroy und sein Freund, der 21-jährige Christian G., Ende 1988, dass der Schießbefehl ausgesetzt sei; es dürfe nur noch auf Fahnenflüchtige und bei Angriffen auf die Staatsgrenze geschossen werden. Chris Gueffroy und Christian G. gingen deshalb davon aus, dass ihnen bei einer Flucht über die Berliner Mauer schon nichts passieren werde.

Am 5. Februar 1989 näherten sich die beiden jungen Männer im Ost-Berliner Stadtbezirk Treptow dem Teltowkanal, der die Grenze zum West-Berliner Stadtbezirk Neukölln bildete. Von einer Gartenkralle hatten sie den Stiel entfernt und stattdessen ein Seil angebunden. Mit diesem Wurfanker wollten sie die letzte Barriere vor dem Teltowkanal überwinden, den Streckmetallgitterzaun. Fast drei Stunden lang krochen sie bei drei Grad minus durch Schrebergärten, bevor sie gegen 23.40 Uhr die Hinterlandmauer erreichten. Es gelang ihnen, diese Mauer unentdeckt zu übersteigen. Auch das nächste, nur fünf Meter entfernte Hindernis, den Signalzaun konnten die beiden jungen Männer überwinden, lösten dabei aber optischen Alarm aus; die Grenzsoldaten wurden auf sie aufmerksam. Während Chris Gueffroy und Christian G. auf das letzte Sperrelement, den Streckmetallzaun, zurannten, wurden sie von einem Postenpaar unter Beschuss genommen. Um den Schüssen zu entkommen, rannten sie von den Soldaten weg am Zaun entlang. Vergeblich versuchten sie abwechselnd, dem jeweils anderen mit einer Räuberleiter über den Zaun zu helfen. Die Flucht vor dem ersten trieb sie in die Arme eines zweiten Postenpaares. Schüsse peitschten durch die Nacht, schlugen Funken am Stahlzaun. Chris Gueffroy sackte zusammen, fiel zu Boden und blieb leblos vor seinem Freund liegen, der, ebenfalls von einem Geschoss am Fuß getroffen, stürzte.

Chris Gueffroy starb innerhalb weniger Minuten. Ein Brustschuss hatte ihm den Herzmuskel zerfetzt. Christian G. wurde am 24. Mai 1989 vom Stadtbezirksgericht Berlin-Pankow wegen versuchten ungesetzlichen Grenzübertritts im schweren Fall zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren verurteilt.

Durch eine Traueranzeige in der Ost-Berliner "Berliner Zeitung" wurde der Name des Erschossenen im Westen bekannt; dem DDR-Korrespondenten der "Frankfurter Rundschau", Karl-Heinz Baum, gelang es, trotz aller Kontrollen der Trauergäste durch die Staatssicherheit an der Beerdigung teilzunehmen; auch der RIAS berichtete.

RIAS-Bericht über die Beerdigung von Chris Gueffroy, 23.2.1989
Die Tötung von Chris Gueffroy rief in einem von der SED-Führung nicht kalkulierten Ausmaß internationale Proteste und diplomatische Schritte gegen den Schießbefehl an der Mauer hervor. Anfang April 1989 hob SED-Generalsekretär Honecker den Schießbefehl, dessen Existenz offiziell immer bestritten worden war, in einer geheimen Anweisung auf. Die Schüsse auf Chris Gueffroy und Christian G. waren die letzten Todesschüsse an der Berliner Mauer.

Am 20. Januar 1992 wurden die Todesschützen vom Landgericht Berlin verurteilt: Ingo H., der aus weniger als 40 Meter Entfernung hinrichtungsgleichkommend schoss, wegen Totschlags zu drei Jahren und sechs Monaten Haft; Andreas K., der aus seiner Kalschnikow aus mehr als 100 Metern Dauerfeuer gegeben hat, wegen versuchten Totschlags zu zwei Jahren Gefängnis auf Bewährung. Im März 1993 hob der Bundesgerichtshof die Urteile auf und sprach Andreas K. frei. Ein Jahr später reduzierte eine Strafkammer des Berliner Landgerichts das Strafmaß für Ingo H. in letzter Instanz auf zwei Jahre Haft, die zur Bewährung ausgesetzt wurden.

[Dieser Beitrag wurde am 10.10.2005 - 10:45 von phader aktualisiert]





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...   Erstellt am 05.10.2005 - 12:52Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


08. März 1989 - Winfried Freudenberg geboren am 29. August 1956

"gestorben" am 8. März 1989
beim Absturz mit einem Ballon
über West-Berlin.

Winfried Freudenberg wurde in Osterwieck geboren und hatte seinen Hauptwohnsitz in Lütgerode im Kreis Halberstadt. Er war 32 Jahre alt, als er das lange geplante Vorhaben realisieren wollte, mit einem Ballon vom Ostteil Berlins in den Westteil der Stadt zu flüchten. Winfried Freudenberg hatte dafür extra eine Arbeitsstelle beim Ost-Berliner Energiekombinat im Bereich Gasversorgung angenommen.

Gemeinsam mit seiner Ehefrau verschaffte er sich in der Nacht vom 7. auf den 8. März 1989 Zutritt zu einer Ortsregelstation für die Gasversorgung im Ost-Berliner Stadtteil Weißensee. Dort füllten er und seine Frau einen selbst angefertigten Ballon mit Gas. Als der Ballon schon weitgehend, aber nicht vollständig mit Gas gefüllt war, wurden die Eheleute gestört und brachen den Füllvorgang ab. Winfried Freudenbergs Frau verließ daraufhin der Mut, sie entschied sich gegen eine Ballonflucht in dieser Nacht. Doch ihr Ehemann wollte die Flucht auch unter diesen Bedingungen durchführen. Hektisch begann er mit den Aufstiegsvorbereitungen, dann startete er.
Gegen 1.50 Uhr am 8. März 1989 rief ein Mann die Volkspolizei-Inspektion Pankow an und meldete, dass er in Weißensee, im Ortsteil Blankenburg einen gefüllten Ballon gesehen hatte. Sofort fuhr ein Streifenwagen zur beschriebenen Stelle. Die Volkspolizisten beobachteten gegen 2.10 Uhr, wie der Ballon mit einer Stromleitung kollidierte, verloren ihn dann aber wegen der Dunkelheit aus den Augen.

Trotz Nordost-Wind gelang es Winfried Freudenberg noch, mit dem Ballon die Sektorengrenze zu überqueren, dann stürzte er jedoch über dem West-Berliner Bezirk Zehlendorf ab und verletzte sich dabei tödlich.





[Dieser Beitrag wurde am 06.10.2005 - 21:52 von eidos aktualisiert]





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...   Erstellt am 05.10.2005 - 13:09Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


12. Februar 1987

Lutz Schmidtgeboren am 8. Juli 1962

"erschossen" am 12. Februar 1987
an der Berliner Sektorengrenze zwischen Treptow und Neukölln,
im Bereich Rheingoldstraße/Siedlung Rehpfuhl, nahe der Grenzübergangsstelle Rudower Chaussee.

Lutz Schmidt war 24 Jahre alt und verheiratet. Zusammen mit Peter Schulze wollte er am 12. Februar 1987 nach West-Berlin flüchten. Vor kurzem erst war ihm eine Besuchsreise in den Westen zum Geburtstag einer Verwandten ohne jegliche Begründung abgelehnt worden. Möglicherweise befürchtete er, dass man ihm auch die ersehnte Gewerbegenehmigung für einen privaten Kfz-Pflegedienst verwehren würde.

Lutz Schmidt und Peter Schulze fuhren am Abend des 12. Februar 1987 aus Richtung Schönefeld zur Grenze am südlichen Berliner Stadtrand zwischen Treptow und Neukölln. Es war neblig, und die Sichtweite betrug weniger als 40 Meter. Die beiden Männer fuhren mit hoher Geschwindigkeit und fielen gegen 21.30 Uhr einer entgegenkommenden Funkstreife der Volkspolizei auf, die wegen der schlechten Wetterverhältnisse mit ihrem Funkstreifenwagen zur Hinterlandsicherung eingesetzt war. Die Volkspolizisten hielten das Fluchtfahrzeug zuerst für einen LKW der Grenztruppen. Wegen der schlechten Sicht wäre es beinahe zu einem frontalen Zusammenstoß von LKW und Streifenwagen gekommen. Durch das Ausweichmanöver kam der LKW von der Straße ab. Mit Vollgas wollten die Flüchtenden ihr Fahrzeug wieder auf die Straße zurückführen, aber das gelang ihnen nicht, die Räder gruben sich immer tiefer in das Erdreich ein.

Inzwischen war einer der Volkspolizisten aus dem Streifenwagen ausgestiegen, auf den LKW zugelaufen und erkannte, dass es sich nicht um ein NVA-Fahrzeug handelte, während der im Streifenwagen verbliebene Volkspolizist die nahen Grenzposten verständigte. Zur gleichen Zeit verließen Lutz Schmidt und Peter Schulze den LKW und rannten in Richtung Mauer. Etwa eine Minute später fielen Schüsse; einer der beiden Volkspolizisten vernahm über Funk, dass die Grenztruppen soeben die Handlungsvariante "Friedhof" ausgelöst hatten. Lutz Schmidt erlitt einen gezielten Herzdurchschuss. Er war sofort tot. Peter Schulze gelang die Flucht über die Mauer.

Am 14. Februar 1987 informierte die Staatssicherheit die Ehefrau von Lutz Schmidt darüber, dass ihr Mann einen Fluchtversuch unternommen hatte und dabei erschossen worden war und verpflichtete sie zugleich, die wahren Todesumstände ihres Mannes zu verschweigen und stattdessen seinen Tod als Folge eines Verkehrsunfalls auszugeben. Damit die Witwe nicht in den Besitz von Beweisstücken gelangen konnte, wurde sie genötigt, auf die Kleidung ihres Mannes zu verzichten. Außerdem musste sie sich damit einverstanden erklären, dass ihr ein MfS-Mitarbeiter alle Formalitäten für die Urnenbestattung ihres Mannes aus der Hand nahm. Darüber hinaus überwachte das MfS sämtliche Angehörigen von Lutz Schmidt. Als unter der Bevölkerung im Wohnort der Schmidts und von seinen Kollegen der angebliche Verkehrsunfall immer mehr angezweifelt wurde, erzwang das MfS, dass die Witwe ihren Wohnort verlassen und in einen anderen Bezirk umziehen musste.





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21. November 1986

Manfred Mäder geboren am 23. August 1948

"erschossen" am 21. November 1986
an der Sektorengrenze in Treptow, im Bereich Karpfenteichstraße.

Manfred Mäder war 38 Jahre alt und wohnte in Ost-Berlin. Zusammen mit dem 22-jährigen René Groß versuchte er in den frühen Morgenstunden des 21. November 1986, mit einem LKW W50 die Grenze zwischen Treptow und Neukölln zu überwinden.

Die beiden Männer fuhren mit dem LKW entlang der Karpfenteichstraße direkt auf die Sperranlagen zu und durchbrachen die Tore der Hinterlandmauer. Als sie den Signalzaun überfahren hatten, wurden sie von Grenzsoldaten unter gezielten Beschuss genommen. Erst unmittelbar vor der Grenzmauer kam der LKW zum Stehen. Manfred Mäder wurde tödlich am Oberschenkel getroffen und verblutete binnen weniger Minuten.

René Groß erlitt einen Kopfschuss und war sofort tot.





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