UsualRedAnt Grower
    

Status: Offline Registriert seit: 20.04.2006 Beiträge: 86 Nachricht senden | Erstellt am 05.05.2006 - 16:01 |  |
Berliner Kiffer fordern Hasch-Boykott
Presseerklärung des Bündnis Hanfparade e.V. vom 05.05.2006
Anlässlich des am Samstag stattfindenden Global Marihuanna March 2006 rufen Berliner HanfkonsumentenInnen zum Boykott Marokkanischer Cannabisprodukte auf. Marokkaner kommt ihnen erst wieder in die Pfeife, wenn das Königreich seine Flüchtlingspolitik überdenkt! Marokko lässt Flüchtlinge vom Militär in die Wüstenregionen fahren und setzt sie dort oft ohne Wasser und Lebensmittel aus.
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Am kommenden Samstag finden in mehr als 200 Städten der Welt zeitgleich Veranstaltungen zum Thema Legalisierung von Cannabis statt. Auch deutsche Städte beteiligen sich an der Aktion, die auf die negativen Auswirkungen des Hanfverbotes aufmerksam machen soll.
In Berlin wollen sich um 14:00 Uhr HanffreundInnen vor dem Bundesjustizministerium versammeln und für eine Legalisierung von Cannabis als Rohstoff, Medizin und Genussmittel demonstrieren. Die Demonstration zieht dann zur Botschaft Marokkos, um dort eine Protestnote zu übergeben und zum Boykott markkonischen Haschischs aufzurufen. Marokko ist einer der größten Produzenten des in Deutschland verbotenen Cannabisprodukts. Mit ihrem Verzicht wollen sie gegen die menschenunwürdige Flüchtlingspolitik des „Maghrebinischen Königreichs“ protestieren. Laut Amnesty International ist die Menschenrechtslage in Marokko prekär. Flüchtlingen droht willkürliche Inhaftierung und Folter. Immer wieder werden Menschen darüber hinaus im wüstenartigen Grenzgebiet zu Algerien ausgesetzt. Oft ohne Wasser, Nahrung oder medizinische Versorgung!
Da alle Appelle von Flüchtlingshilfeorganisationen, der UNO und der Europäischen Union wirkungslos geblieben sind, fordern die Demonstranten Sanktionen und gehen mit gutem Beispiel voran. Sie verzichten auf marokkanisches Haschisch und wollen das Land damit finanziell zum Einlenken bewegen. Neben dem Tourismus sind Produktion und Export von Haschisch eine der wichtigsten Einnahmequellen des Landes.
Im Anschluss an die Übergabe der Protestnote zieht die Demonstration zum Hanf Museum Berlin, wo in der Zeit von 16:00 bis 20:00 Uhr eine Informationsveranstaltung zum GMM 2006 stattfindet.
[Dieser Beitrag wurde am 05.05.2006 - 17:49 von UsualRedAnt aktualisiert]
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Status: Offline Registriert seit: 20.04.2006 Beiträge: 86 Nachricht senden | Erstellt am 06.05.2006 - 10:49 |  |
Hier unser Protestbrief, den wir im laufe der Demo an den Botschafter Marokkos übergeben wollen.
Werter Herr Botschafter Rachad Bouhlal! Eure Majestät König Mohammed VI!
An den Grenzen ihres schönen Landes spielt sich eine menschliche Tragödie ab. Täglich versuchen ausgehungerte, verzweifelte und oft besitzlose Menschen Marokko zu verlassen und ein neues und wie sie hoffen besseres Leben in der Europäischen Union zu beginnen. Den Wenigsten gelingt die Flucht. Ein weit größerer Teil wird von marokkanischen Sicherheitskräften aufgegriffen und inhaftiert.
In den vergangenen Jahren kam es dabei immer wieder zu Übergriffen, Gewalt und Folter. Sicher haben auch Sie die Bilder erschossener, ertrunkener oder von Stacheldraht zerrissener Frauen und Männer nicht vergessen. Wir haben sie deutlich vor unserem geistigen Auge und sind von der Vorstellung erschüttert, dass Menschen lieber den Tod in Kauf nehmen, als in ihre von Hunger, Arbeitslosigkeit und Bürgerkrieg geprägten Heimatländer zurück zu kehren.
Amnesty International und das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen berichten darüber hinaus davon, dass ihre Sicherheitskräfte Flüchtlinge in das wüstenhafte Grenzgebiet zu Algerien verfrachten und sie dort aussetzen. Oft sind diese Menschen der lebensfeindlichen Umgebung ohne Wasser, Lebensmittel oder medizinische Versorgung ausgesetzt. Viele überleben den Marsch zur nächsten menschlichen Siedlung nicht.
Wir appellieren an Sie als gläubigen Moslem. Üben Sie Barmherzigkeit! Beenden Sie diese menschenverachtende Praxis.
Wir wissen um die Verantwortung der Europäer und unserem Beitrag zu diesem dunklen Kapitel der Geschichte. Wir bitten Sie. Machen Sie sich nicht zum Handlanger europäischer Sicherheitsinteressen. Lassen Sie nicht zu, dass Europa sich hinter Festungsmauer versteckt. Nutzen Sie ihren Einfluss um unseren Politiker klar zu machen, dass die Situation der Flüchtlinge in Marokko auch ein europäisches Problem ist. Weigern Sie sich Werkzeug der Angst vom allem Fremden zu werden.
Nur so können Sie verhindern, dass EU- Politikern Sie als Polizeiknüppel missbrauchen!
Lange haben wir wie ohnmächtig zugesehen. Die menschenunwürdigen Zustände im Maghrebinischen Königreich zu lang einfach still ertragen. Nun ist es an der Zeit unseren Beitrag zu leisten um für eine bessere Flüchtlingspolitik zu kämpfen.
Keiner von uns hat das Vergnügen regelmäßig in Ihr schönes Land zu reisen, unsere politische Macht beschränkt sich allzu oft auf Kreuze an der einen oder anderen Stelle des Wahlzettels. Dennoch haben wir unsere scheinbare Hilflosigkeit überwunden und einen Weg gefunden Ihnen unsere Wut mit zu teilen.
Um gegen die Flüchtlingspolitik Marokkos und die Untätigkeit Ihrer Majestät in dieser Angelegenheit zu protestieren rufen wir die Hanffreunde Europas auf:
Kauft kein marokkanisches Haschisch mehr!
Für eine Welt ohne Grenzzäune! Gegen Polizeiwillkür, Folter und Tod! Wenn die Guten nichts tut, triumphiert das Böse! Gemeinsam können wir etwas ändern!
Möge die Weisheit ihrer Vorväter ihre Schritte lenken und ihr Herz erwärmen.
Mit freundlichen Grüßen
Die Unterzeichner
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