ForumNewsMitgliederSuchenRegistrierenMember LoginKostenloses Forum!


Neuer Thread ...


ErstellerThema » Beitrag als Abo bestellenThread schließen Thread verschieben Festpinnen Druckansicht Thread löschen

Lenna ...
Pferdenarr
.........



Status: Offline
Registriert seit: 18.10.2005
Beiträge: 81
Nachricht senden
...   Erstellt am 17.11.2006 - 19:44Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ich hatte bereits einen reichlich stressigen Tag hinter mir gehabt, als ich mich erneut auf den Weg zu dem Stall machte, in dem meine Lieblinge stehen. Mit dem Zuchthengst Showdown hatte ich eine Dressurkür hingelegt, dass ich selbst neidisch auf mich werden könnte, wenn ich es gesehen hätte. Mit der Zuchtstute Angels Wings war ich in er Reithalle gewesen und wir hatten uns den Lektionen der Hohen Schule gewidmet, speziell denen, die über dem Boden stattfinden. Danach hatte ich erstmal eine Frühstückspause eingelegt und war eine Runde mit meinen beiden Hunden um den Block gegangen, ein wenig entspannen in der kalten, aber trockenen Novemberluft. Es hatte gut getan und mir (und vor allem meinen immer noch demolierten Rippen) neue Kraft gegeben, so viel Kraft, dass ich erstmals seit meinen Sturz Night Star gesattelt hatte. Allerdings war ich kein Springen mit ihm gegangen, ich hatte ihn ein wenig in der Halle bewegt und war einige leichte Übungen der englischen Dressur durchgegangen, bevor ich mir meinen Härtefall Black Beauty geschnappt hatte. Erneut hatte ich mit ihm Bodenarbeit gemacht, denn ihn zu reiten traute ich mich aufgrund starker Schmerzen im Brustbereich noch immer nicht, erstmal sollten die Brüche ausheilen. Nachdem ich mit den beiden fertig gewesen war, hatte ich meine vier Lieblinge auf die Hengstweide gebracht und ihre Boxen ausgemistet und neu eingestreut, bevor auch die kleinen, zur Box gehörenden, Ausläufe von Pferdeäpfeln befreit wurden und danach die Boxen meiner Pflegepferde an der Reihe waren. Als ich damit fertig war, war es bereits Zeit für das Mittagessen, welches ich in angenehmer Gesellschaft im Reiterstübchen zu mir nahm, Becky und Teddy zu den Füßen und meinen Kater Rabauke auf dem Schoß. Kaum, dass ich mit Essen fertig war, hatte ich mich auf den Weg in meine kleine Praxis gemacht, wo ich Rechnungen schrieb und meine Schränke auf Vollständigkeit überprüfte. Danach wurden Medikamente, Verbände und Spritzen bestellt, Wurmkuren und Salben nachgeordert und als ich auf die Uhr sah, war es Zeit, mich mal um meine verbliebenen Lieblinge zu kümmern. Navajo sah mir wie immer erwartungsvoll entgegen, aber dieses mal musste er warten, zuerst schnappte ich mir meinen kleinen isländischen Kultani und brachte ihn in die Halle, wo wir mal wieder eine Runde Fußball spielten. Der kleine Islandhengst hatte wirklichen Gefallen an dem großen Gummiball gefunden und konnte kaum genug davon bekommen, aber die Bordermix Hündin und der trottelige Neufundländer spielten eifrig mit. Aber auch jedes Fußballspiel nimmt mal ein Ende und so brachte ich Hotùr zurück in den Auslauf, wo ich ihn noch eine Weile knuddelte.

Tja, und dann wartete da noch einer und dieses schon ziemlich lange. Langsam öffnete ich die Boxentür, gegen die mein Tinkerhengst Navajo schon ungeduldig trat, und betrat seine Box. Leise murmelte ich beruhigende Worte vor mich her, bevor ich ihm seine Karotte reichte, die er schmatzend vernichtete. Allerdings machte er dennoch einen auf beleidigt, denn er war es gewohnt, dass er als erster an der Reihe war, doch diesmal hatte ich die Reihenfolge halt geändert und das passte dem Tinker überhaupt nicht. Kaum, dass er die Möhre verspeist hatte, drehte er sich um und trabte in den Auslauf, wo er stehen blieb und mir sein breites Hinterteil zuwandte. “Navajo, hej!” meinte ich leise. “Das beste zum Schluss, hmm?” Langsam ging ich um ihn herum und trat dann erst an ihn heran, doch kaum, dass ich ihn erreicht hatte, lief er wieder vor mir weg. “Na toll, beleidigte Leberwurst! Dann gehe ich eben alleine ins Gelände.” Mit diesen Worten drehte ich ab und wollte gerade aus der Box gehen, als ich warmen, andauernden Atem in meinem Nacken verspürte. “Na, geht doch.” schmunzelte ich. Ich hatte ja schon länger das Gefühl, dass Navajo mich verstand, aber glauben würde mir dieses ja eh keiner. Ich drehte mich um und sah den Tinkerhengst abwartend an. “Na, willst du doch mit ausreiten?” fragte ich und eine kleine Handbewegung meinerseits führte dazu, dass der Hengst nickte. Die Kunststücke beherrscht er also immer noch. “Okay, dann komm mit!” forderte ich ihn auf, öffnete die Boxentür und ging dann zum Putzplatz. Navajo folgte mir wie immer ohne Halfter und Strick, er vertraute mir vollkommen und ich zeigte ihm, dass es mir genauso erging, indem ich ihn nicht festband. Er hasst Halfter und Strick, die Trense bereitet ihm weniger Probleme. Geduldig wartete der Tinker, bis ich mit seiner Putzbox wieder bei ihm war und ihn langsam und in festen Strichen bürstete. Lang machte er seinen Hals, er genoss es richtig und war regelrecht beleidigt, als ich die Bürste weglegte und damit begann, seine Hufe auszukratzen. Wenig später holte ich dann seinen englischen Sattel aus der Kammer, die Trense dazu, verschloss alle Riemen und stieg dann auf seinen Rücken. Becky und Teddy hatte ich angeordnet, bei Black Beauty oder Hotùr zu warten, mit Night Star kamen sie beide nicht so klar, was aber eher an dem Hengst liegt als an den Hunden.

Wenig später war ich dann mit Navajo auf dem Weg in den Wald, wo ich ihm die Zügel lang ließ und er erfreut lospreschte. Allerdings legte er gleich mal ein paar Bocksprünge ein, die ich aber ohne Probleme aussitzen konnte. Erstmal kann man seine Sprünge sitzen und der tiefe Westernsattel tut natürlich sein übriges dazu. Ich lachte sogar ein wenig, auch wenn die Erschütterung meinen Rippen nicht unbedingt zu Gute kam und wenn mein Arzt wüsste, dass ich entgegen seiner Anordnung keinen Tag nicht geritten war, würde er wohl im Dreieck springen. Nachdem Navajo sich einigermaßen ausgetobt hatte, trabten wir in gemächlichen Tempo weiter und ich sang leise vor mich hin. Ich bin wahrhaftig kein guter Sänger, aber wenn mich keiner hört, warum nicht? Am aufmerksamen Ohrenspiel des Hengstes erkannte ich, dass er mir zuhörte und ihn schien es nicht zu stören, mein Gesang zumindest nicht. Allerdings kamen wir recht bald zu einer Lichtung, von der anderen Musik dröhnte. Ein paar junge Leute hatten ihren Ghettoblaster voll aufgedreht und rauchten und tranken auf den Holzbänken. Ich parierte zum Schritt durch und wollte an ihnen vorbei, doch ich hatte die Rechnung ohne die Jungs gemacht. Zwei von ihnen sprangen auf, kaum dass ich in ihr Blickfeld gekommen war, und stellten sich mir in den Weg. “Wohin des Weges?” fragte einer von ihnen. “Ich wüsste nicht, was dich das angeht.” meinte ich betont freundlich. Er drehte seinen Kopf zu den anderen und grinste breit. “Was meint ihr, ob die auch noch oben bleibt, wenn der Gaul bockt?” Oh je, dachte ich, was kommt denn nun? Auf alles gefasst, nahm ich die Zügel kürzer und versteifte mich ein wenig. “Erkan, hau dem Viech mal ein’ auf’n Arsch!” Der Kerl vor mir nickte einem weiteren zu und dieser nahm einen dürren, aber biegsamen Zweig von der Erde. “Ich warne dich, wenn du das machst!” drohte ich und bereute es in dem Moment, dass ich meinen Tinker immer ohne Gerte ritt. “Was willst du tun? Wie ein Feigling davon reiten?” lachte einer von ihnen höhnisch. Ich wollte etwas erwidern, doch in dem Moment schnellte der Zweig wie eine Peitsche auf Navajos Flanke und der Hengst riss erschreckt die Augen auf und stellte sich auf die Hinterbeine. “Hooooo, Navajo!” versuchte ich ihn zu beruhigen. Der Tinker schlug nach vorne aus, er wusste, dass nicht ich es gewesen war, die ihn geschlagen hatte, und ging dann wieder auf alle Viere. “Sie hat sich gehalten, noch mal!” meinte der Typ vor mir wieder, der allerdings ängstlich zurück gewichen war, als Navajo im Steigen geschlagen hatte. “Ihr habt doch nen Vollschaden!” meinte ich ruhig und deutlich. “Hört auf mit dem Müll und ich lasse euch gehen.” Die Typen lachten höhnisch auf. “Du willst uns gehen lassen?” meinte einer von ihnen und ich vernahm erneut das Rauschen eines niederschlagenden Zweiges, bevor Navajo aufquietschte und auf seine Hinterbeine stieg. Ich ging in der Bewegung mit und klopfte ihm beruhigend den Hals. Was blieb mir auch anderes übrig? Nach vorne konnte ich nicht und auch an den Seiten standen die Kerle nun, hinter mir war ein Baum. Weg konnte ich also nicht, was tun? “Brrrr!” Ich versuchte, meinen Hengst zu beruhigen, aber so ganz klappte es nicht. Er war nervös, trippelte, nachdem er wieder auf allen Vieren stand, und schlug mit dem Kopf. Nicht nur mir machte die Situation angst, auch ihm war es nicht geheuer. “Na, machst du dir in die Hose?” Lautes Lachen klang in meinen Ohren und ich sah mich um, noch immer war ich eingezingelt, keine Möglichkeit um weg zureiten. “Was wollt ihr von mir?” stellte ich die Gegenfrage und war bemüht, meine Stimme ruhig klingen zu lassen, was nicht gerade einfach war. Zudem wurde es bereits dunkel und ich hatte keine Hoffnung, dass um diese Uhrzeit noch jemand hier vorbeikam.

Noch ein paar Mal ging der dürre, biegsame Zweig auf Navajos Hinterteil nieder und jedes Mal wurde der Schlag härter und er stieg wilder, doch ich hatte keine Probleme damit, oben zu bleiben. Allerdings muss ich mehr als blass gewesen sein, denn ich hatte verdammte Schmerzen im Brustkorb, das Steigtraining war nichts für die gebrochenen Rippen. Der Kreis der Jungs schloss sich immer enger um uns, aber immer darauf bedacht, den großen Hufen meines Tinkers nicht zu nahe zu kommen. “Jungs, hört auf! Das hier ist kein Spaß mehr!” flehte ich, man merkte mir die Angst regelrecht an. Doch da hörte ich von fern das leise Bellen zweier Hunde, welches mir sehr bekannt vorkam und ein erneuter Anfall von Panik überkam mich. Ich begann zu zittern, die Hunde waren eindeutig meine beiden Lieblinge, aber woher kamen sie? Das Bellen kam näher und wenig später sah ich Beckys und Teddys Umrisse im dunklen Wald und ein wenig atmete ich auf, doch würden die beiden Hunde die Gruppe Jungs einschüchtern können? Becky war nicht besonders groß und Teddy ist auch ein Tier, welches keinem anderen Wesen etwas zu leide tun könnte… doch ich wurde eines besseren belehrt. Kaum, dass Teddy uns erreichte stellte er sich vor die Jungs und fletschte die Zähne, knurrte und bellte was das Zeug hielt. Ich erkannte ihn gar nicht wieder, er schien wirklich wütend zu sein. Die Gruppe Jungs, vermutungsweise deutscher Herkunft, erschrak als sie den wütenden Hund sahen und als dann noch Becky aus dem Gebüsch schnellte und einen von ihnen von hinten in die Hose biss, schrie der Anführer auf und sie flüchteten nur wenig später. Dabei vergaßen sie sogar ihren Ghettoblaster, aus dem gerade Elvis Presleys “In the Ghetto” lief, irgendwie passend, oder? Ich auf jeden Fall war froh, dass sie endlich weg waren und sprang von Navajos rücken, um ihn zu beruhigen und mich dann bei meinen beiden Hunden zu bedanken. Diese würden daheim noch eine extra Portion Leckerchens bekommen!






Anmerkung: Ich weiß, es ist wieder ein sehr kurzer Bericht und es tut mir leid, aber mehr Zeit habe ich derzeit nicht. *hundeblick aufsetz* Ich hoffe, ihr nehmt es mir nicht zu sehr übel und euch gefällt der Bericht dennoch. Aber leider habe ich erneut keinen Jobbericht geschafft… und ich schäme mich zutiefst. Aber wie ich sehe, bin ich eh eine der wenigen, die überhaupt noch schreibt… und hoffe deshalb, dass ihr es mir nicht zu übel nehmt… außerdem muss ich gleich mal sagen, dass ich nächstes Wochenende nicht daheim bin und somit auch kein Internet habe. Deshalb wird es da auch keinen Bericht geben, ich wüsste nicht, wie ich den online bringen sollte… da ich bei einem Fußballspiel des Regionalligisten VfB Lübeck bin und danach wieder nach Hamburg in meine Wohnung fahre, um abends mit meiner Lübecker Freundin den Winterdom unsicher zu machen.
Von daher: Liebe Grüße und viele Knuddeleinheiten, die Lenna

PS: Hoffe ihr seid wirklich net böse, aber ich habe nun mal einen Fulltimejob und nebenbei noch jede Menge Fictions zu schreiben. Da kommen meine Berichte leider immer zu kurz. Wenn ihr mich abmahnen möchtet, dann kann ich das allerdings sehr gut verstehen.





Signatur

Mia ...
Adminstrator
..............................



Status: Offline
Registriert seit: 24.08.2005
Beiträge: 290
Nachricht senden
...   Erstellt am 19.11.2006 - 18:57Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


nein lenna ich/wir sind dir nich böse! ich müsste mich eigentlich entschuldigen, da ichs chon länger nix mehr gemacht hab!

naja dein bericht ist echt super! wie immer^^ und zu kurz ist er auf jeden nich!!!

LG Mia





Signatur

Name: Rhythmus 33
Spitzname: Rhythmus, Rhythel, Rhythelchen, Rhythi
Alter: 15 Jahre (14.06.1991)
Rasse: Westfale
Ausbildung: Damals S Springen, heute L Dressur
Charakter: Rhythmus ist total schmusig und ein ganz lieber Knuddelbär. Beim Reiten ist er einfach spitze, jedoch kann er auch ma los schießen und einen kleinen Freudebuckler machn.

Kerstin ...
Adminstrator
..............................



Status: Offline
Registriert seit: 01.09.2005
Beiträge: 67
Nachricht senden
...   Erstellt am 25.11.2006 - 00:01Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


quatsch! wir sind dir doch nicht böse lenna! deine berichte sind wie immer super!! jetzt mach dir mal keinen kopf deswegen!!! und dieser bericht ist auch klasse!





Signatur
Das Glück der Erde liegt auf dem Rücken der Pferde!


Ähnliche Themen:
Thema Erstellt von Antworten Forumname
[broque 044] information ghetto - information ghetto e.p. Fatkid 10 fatkid
Ghetto Sinchen 15 missionhyde
Ghetto MurderReign 30 murderreign
Ghetto Sylvan 187 schandila
Ghetto Masayo 63 last__hope
Neuer Thread ...

Geburtstagsliste:
Heute hat kein User Geburtstag!
----------------------------------




Impressum

Dieses Forum ist ein kostenloser Service von razyboard.com
Wollen Sie auch ein kostenloses Forum in weniger als 2 Minuten? Dann klicken Sie hier!



blank