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Lenna ...
Pferdenarr
.........



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Registriert seit: 18.10.2005
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...   Erstellt am 29.09.2006 - 13:55Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Schon früh klingelte mich der Wecker aus meinem Tiefschlaf und ich stellte ihn grummelnd aus, um mich noch mal umzudrehen. Ruhe… weiterdösen. Doch lange währte diese Ruhe nicht, denn zu meinen Füßen regte sich Rabauke, mein kleiner Kater. Er gähnte herzhaft und richtete sich dann langsam auf, um zu mir zu kommen und mir ins Ohr zu schnurren. “Grr, hau ab!” murmelte ich verschlafen und fegte den Tiger mit der Hand vom Bett. Er maunzte laut und wütend auf, verstand mich aber und sprang auf seinen Kratzbaum, wo er sich wieder zusammenrollte. “Na, also. Geht doch!” Ich drehte mich um und wollte weiterschlafen, allerdings hatte ich nicht mit meinen anderen beiden Haustieren gerechnet! Denn auch denen war das laute Klingeln meines Weckers nicht entgangen und so kratzten jetzt Hundepfoten an meiner Zimmertür und es dauerte nicht lange, bis es denen zu bunt wurde. Teddy, der größere von beiden, sprang hoch und haute die Türklinke runter, so dass die Tür aufsprang und ich kurz darauf einen schwarzen, kuscheligen Neufundländer und einen übereifrigen, mich anstupsenden Border Collie Mix in meinem Bett hatte. Der Neufundländer Teddy schlabberte mit seiner nassen Zunge in meinem Gesicht herum und ich verzog es angeekelt. “Boah, Teddy du Ekel! Hör auf, ich bin ja schon wach!” Seufzend raffte ich mich auf und torkelte schlaftrunken in die Küche, wo ich den drei Haustieren ihr Frühstück bereitete. Ich selbst schwang mich unter die Dusche und duschte mich kurz kalt ab, um wach zu werden, und nachdem ich mich angezogen hatte, packte ich Becky, Rabauke und Teddy in meinen kleinen Fiesta, um zum Reiterhof zu fahren, wo meine Pferde sicher schon warteten! Kaum, dass ich dort die hintere Tür aufgemacht, stürzten die beiden Hunde, von denen man meinen könnte, sie seien junge Welpen, heraus und waren schon kurz darauf verschwunden. Aber das kannte ich ja schon, ich würde sie sicher bei meinen Hottis finden. Ich wollte gerade die Autotür schließen, als Rabauke noch heraussprang, der Kater war immer ein wenig langsamer, und um meine Beine strich. Nachdem ich mein Auto abgeschlossen hatte, hob ich Rabauke auf den Arm und stiefelte über den Hof zu dem Stall, in dem meine vier Lieblinge standen. Noch war es relativ ruhig, aber es hatte ja auch nicht jeder so viel zu tun wie ich. Vier eigene Pferde und zwei Pflegepferde, dazu noch meine Jobs als Tierärztin und Reitlehrerin, da begann mein Tag früh und endete spät. Viel Zeit für Privatleben blieb da nicht, aber für meine Tiere tat ich es gerne. Ich liebe jedes einzelne meiner vier Pferde und auch die beiden Pflegepferde, der Zuchthengst Showdown und die Zuchtstute Angels Wings, waren mir sehr ans Herz gewachsen. Aber heute waren zuerst meine eigenen Lieblinge dran. Schon von weitem hörte ich den Tinkerhengst Navajo nach mir rufen, er erkannte mich mal wieder am Schritt und wieherte laut. Lächelnd trat ich an die Stallung und sah den Tinker bereits nervös durch seinen kleinen Auslauf tigern, die Border Mix Hündin Becky an seiner Seite. “Hallo mein Dicker!” grüßte ich ihn und stieg über den Zaun. Auf der anderen Seite angekommen, ließ ich Rabauke auf die Erde und dieser jagte gleich in den Auslauf nebenan, wo der Friesenhengst Black Beauty stand, den der Kater innig liebte. Ich dagegen begrüßte Navajo erstmal mit einer Karotte, die er vorsichtig von meiner Hand nahm und genüsslich verspeiste. Ich vergrub meine Finger in seiner dichten Mähne und lehnte meine Stirn an seine, so blieben wir eine Weile stehen, bis er mir zu verstehen gab, dass er sich bewegen wollte. Also öffnete ich seine Boxentür und er folgte mir wie immer ohne Halfter und Strick zum Putzplatz, wo er brav stehen blieb, während ich seinen Putzkasten holte. Aufgrund meiner wenigen Zeit war ich dazu übergegangen, die Tiere nicht mehr aufs reinlichste zu putzen, außerdem fühlen sie sich eh wohler, wenn sie nicht glänzen wie ein Topturnierpferd. Also bürstete ich Navajo schnell über und beschloss dann, ihn im Gelände zu bewegen, wie meistens ohne Sattel und so holte ich nur schnell die Trense. Ich zog sie ihm über und führte ihn dann zu einer Bank, von der aus ich auf seinen Rücken kam. Ich saß noch gar nicht richtig, da ging der Tinker auch schon los, voller Tatendrang und Energie. Im Gelände war es traumhaft, da es noch sehr früh und auch ein wenig dunkel war, war auch noch nichts los und so konnten wir durch den Wald fetzen, ohne dass es jemanden gestört hätte. Leider ging der Ausritt viel zu schnell zu Ende, aber ich hatte ja auch noch andere Tiere zu bewegen.

Nachdem ich Navajo wieder in seinen Auslauf gebracht hatte, widmete ich mich dem daneben stehenden Black Beauty. Der Friesenhengst war mittlerweile bei mir sehr zutraulich geworden und kam sofort an, sobald ich seine Box oder den Auslauf betrat. So auch diesmal und wie meistens lag mein Kater auf seinem Rücken. Ein Bild für die Götter, denn bei jedem Schritt den Beauty machte drohte Rabauke abzustürzen, doch er hielt sich wacker ohne die Krallen auszufahren. Auch Beauty bekam eine Karotte und eine Menge Streicheleinheiten, die er am nötigsten von meinen Pferden brauchte. Danach streifte ich ihm das Halfter über und brachte ihn zum Putzplatz, wo ich mir eine Menge Zeit für ihn nahm. Es hatte mich eine Menge Kraft gekostet sein Vertrauen bekommen und so wollte ich dieses vertiefen. Während ich seine vorderen Hufe auskratzte, schnoberte Beauty mir am Hintern rum. “Hey, hör auf!” lachte ich leise. Er war zu süß und ich bereute es nicht, ihn gekauft zu haben. Sanft hob ich wenig später den Sattel auf seinen Rücken und gurtete ihn locker, bevor ich ihn auftrenste und in die Halle führte. Ich stieg vorsichtig auf und Beauty trat auf meine Hilfe fleißig an. In den wenigen Monaten, den ich ihn nun ritt, hatte er viel gelernt und tat willig das, was ich von ihm verlangte. So auch heute, die Grundgangarten und die dazugehörigen Hilfen beherrschte er mittlerweile im Schlaf, deshalb hatte ich auch angefangen mit ihm den Trail zu üben. Der Hindernisparcours half ihm einmal, lockerer und sicher zu treten und dazu noch um sein Gleichgewicht zu schulen. Er machte seine Sache wie immer prima und lernte schnell, es machte mir richtig Spaß, ihn einzureiten. Aber nach einer halben Stunde machte ich Schluss mit ihm, denn überfordern wollte ich ihn wirklich nicht. Nachdem ich den Friesenhengst wieder in seine Box verfrachtet hatte, war es Zeit fürs Frühstück, welches ich mir in unserem Reiterstübchen gönnte. Viel Zeit nahm ich mir nicht, dafür hatte ich vor dem Mittagessen noch zu viel zu tun, denn nach der kurzen Pause stand eine Stunde intensives Sprungtraining auf meinem ‘Neuling’, dem fünfjährigen Oldenburgerhengst Night Star, an und danach noch ein flotter Ausritt auf meinem Kultani ‘Hotùr’, dem kleinsten meiner Pferdis. Der Isländer war seit einigen Tagen nicht bewegt worden und ging mir fast im Wald los, so schnell raste er dort durch. Und es dauerte auch nicht lange, bis er von alleine aus dem Galopp in den Pass übersprang und sich so richtig aufheizte. Erst, als der Weg immer enger wurde und eine Kurve nahm, bekam ich den kleinen Isländer zum Stehen. Wir beide atmeten heftig und waren relativ erschlagen, so dass wir den Rückweg im Schritt meisterten.

Kaum, dass ich Hotùr auf dem Hof trockengerubbelt hatte, brachte ich die Pferde auf die Weide und mistete die Boxen aus. Danach war es dann auch Zeit für meine Mittagspause, auch diese verbrachte ich im Reiterstübchen, wo ich mich eine Weile mit Mia und Patricia unterhielt. Dabei erinnerte letztere mich daran, dass ich noch ihre Islandstute und deren Fohlen untersuchen musste. Ich versprach ihr, dieses später zu erledigen, aber erstmal waren meine beiden Pflegepferde an der Reihe. Zuerst ritt ich den alten Schimmelhengst Showdown in der Dressur, er konnte mir immer noch was beibringen und ich bin auch der Meinung, dass ich mich verbessert hatte. Ob es stimmte? Man würde es mit der Zeit sehen. Den 17jährigen Zuchthengst wollte ich nicht überfordern und deswegen ritt ich ihn nur eine halbe Stunde, bevor ich seine Box ausmistete und ihn wieder hineinließ. Danach war dann die Zuchtstute Angels Wings an der Reihe. Die wunderschöne Andalusierstute hatte noch ihr Fohlen bei Fuß und außerdem befand sich in ihrer Box noch ein Hund, der dort sicher nichts zu suchen hatte. “Teddy!” seufzte ich und scheuchte meinen Hund hinaus. Danach begrüßte ich die Stute und ihr Fohlen, bevor ich auch sie putzte und eine dreiviertel Stunde in der Hohen Schule ritt. Das Fohlen lief die ganze Zeit bei Fuß und versuchte die Figuren mitzulaufen. Es war einfach zu niedlich und ich lachte mehr als einmal darüber.



Ich weiß... nicht mein bester Bericht... es tut mir leid... *heul*





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Kerstin ...
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Registriert seit: 01.09.2005
Beiträge: 67
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...   Erstellt am 29.09.2006 - 22:28Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


hey lenna!
also du hast einen wirklich super schreibstil!!! du schreibst, ohne dass einem langweilig wird, und beschreibst alles sehr gut! mir hat dein bericht wirklich super gefallen!!!!
bye, kerstin





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Das Glück der Erde liegt auf dem Rücken der Pferde!


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