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Lenna ...
Pferdenarr
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...   Erstellt am 28.04.2006 - 23:45Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


“So, bis morgen, Angels!” Ich gab der schönen Andalusierstute einen Klaps auf die Kruppe und schloss dann ihre Boxentür. Sie war das vorletzte Pferd für heute gewesen, alle anderen hatte ich bereits bewegt, bis auf einen, und ich war ziemlich fertig. Allerdings hatte mir der Ritt auf ihr auch Aufschwung gegeben, denn wer noch vor mir lag, dass war mein schwarzer Teufel. Ich hatte mir vorgenommen, den Friesenhengst nun erstmals zu reiten. Nein, anders: Ich wollte mich das erste mal drauf setzen. Ihr denkt jetzt vielleicht, ich bin lebensmüde... und ihr habt recht. Auch wenn Beauty schon viel ruhiger geworden war, durch das viele Training mit verschiedensten Ballastarten auf dem Rücken, es war immer noch ein Risiko. Vor Angels Box saß Teddy, der sich mal von Hotùr gelöst hatte und seinen ‘Pflichten’ nachging... mir auf dem Fuße zu folgen. Ich kraulte ihm kurz am Kopf und machte mich dann auf den Weg zu ‘meinem Stall’, in dem ja auch Beauty stand. Kurz davor blieb ich stehen und seufzte leise. Mon Cherry sah mich und drehte mir prompt das Hinterteil zu. Seufzend schüttelte ich den Kopf. Es machte keinen Sinn mehr mit ihm, so sehr ich bei meinem Friesen Fortschritte machte, je mehr misslang mit dem Oldenburger. Er wurde immer bockiger und sturer, da war selbst ich mit meinem Reitlehrerlatein am ende. Es war echt nur noch eine Frage der Zeit, bis ich ihn verkaufen würde. Unter den Auktionspferden hatte ich einen schönen Hengst erblickt, fünfjährig und Dressur ausgebildet. Außerdem im Springen schon bis A, find ich für so ein jungen Pferd zwar ganz schön heftig, aber daraus ließ sich was machen. Ich wollte wenn wieder ein Springpferd und der junge Hengst hat Potenzial! Ich hatte gleich mitgeboten und wenn ich ihn bekommen würde, müsste ich eins meiner Tiere verkaufen. Fünf Pferde kann ich mir dann doch nicht leisten. Aber erstmal war Beauty an der Reihe.

Der schwarze Hengst hatte sich im Stall verkrochen und schnoberte mit der Nase im Stroh. Als er jedoch meinen Schritt auf der Stallgasse vernahm, blubberte er leise und hob seinen Kopf. Rabauke, der es sich in der Krippe bequem gemacht hatte, öffnete nur mal leicht ein Auge und ließ sich dann wieder schnurrend zurücksinken. So sehr freute er sich also über meine Anwesenheit. Kopfschüttelnd öffnete ich die Boxentür und trat ein. “Hallo Beauty!” grüßte ich leise. Er schnaubte leise und wandte mir seinen Kopf zu, um in meiner Hand nach einer Möhre oder einem Apfelschnitz zu suchen. Natürlich fand er was vor, ich hatte zuhause ein paar Bananen und da bekam er nun eine von. Ich brach sie in zwei Teile und gab ihm eins, das andere aß ich selbst. Da ich heute bereits seit Stunden im Sattel gesessen hatte, hatte ich eine kleine Stärkung bitter nötig. Nachdem wir beide unseren Anteil Banane verspeist hatten, streifte ich Beauty sein mitgebrachtes Halfter über, klinkte den Strick ein und führte ihn in Richtung Putzplatz. Teddy wollte mir folgen, doch ich drehte mich zu ihm um und schickte ihn zu meinem Islandhengst. Der Neufundländer jaulte leise, fügte sich aber nach meinen strengen Worten und tapste zu Hotùr in den Auslauf. Ich nahm mir vor, dass er dafür später auch noch ein extra Leckerchen bekommen sollte.

Nachdem ich meinen schwarzen Teufel, wie ich Beauty liebevoll nannte, ordentlich geputzt hatte, holte ich mit gemischten Gefühlen seinen Sattel und die Trense und machte ihn reitfertig. Nur wenig später stand ich mit ihm im Mittelpunkt der Reithalle und bekam Zweifel. War es richtig, das alleine zu machen? Normalerweise war es besser, eine zweite Person dabeizuhaben, die das Jungtier die ersten Schritte führt, aber da Beauty noch immer sehr ängstlich anderen Personen gegenüber war, wollte ich nicht riskieren, dass er dadurch verunsichert wurde. Er merkte schon so, dass etwas anders war und war ziemlich nervös. Ich riss mich zusammen, wenn ich unsicher war, dann war er es auch. Also gurtete ich in Ruhe nach, nahm die Zügel vorsichtig auf und stellte einen Fuß in den Bügel. Dabei sprach ich beruhigend auf den Friesen ein und dieser wandte seinen Blick wach auf mich. Er wunderte sich sicher, was ich da vor hatte und ließ mich nicht aus den Augen. Als ich mich vom Boden abstieß, machte Beauty einen erschreckten Satz zur Seite, weil er die einseitige Belastung nicht gewöhnt war, aber ich saß schnell oben und nahm die Zügel an. “Hoh! Beauty!” Der Hengst blieb stehen und ich kraulte ihm mit einer Hand den Mähnenkamm. Ich fand solche Belohnungen sinnvoller als ständig Leckerlis zu verteilen. “Scheritt!” befahl ich leise. Beauty hatte die stimmlichen Hilfen mitlerweile gut drauf, nur verwirrte es ihn, dass ich dazu noch mit meinen Unterschenkeln hantierte. Dennoch setzte er sich in Bewegung und ich kam mir vor wie auf einem Kamel. Der Friese ging wie auf rohen Eiern, total unsicher. Erst nach einigen Runden wurde er sicherer und wurde auch ein wenig schneller. “Haaaaaaaalt!” befahl ich und nahm dazu noch die Zügel leicht an. Beauty stoppte abrupt, aber er stoppte. Wir übten das Antreten und Halten noch ein paar Mal, bis ich es für die erste Stunde als genug empfand. Langsam stieg ich ab, klopfte ihm den Hals und reichte ihm einen Apfelschnitz als Belohung. Danach machte ich Sattel und Trense ab, damit er sich noch ein wenig abreagieren konnte. Und das hatte er bitte nötig! Ich war ehrlich froh, dass ich nicht mehr drauf saß, denn nun buckelte der schöne Friese wie ein Wildpferd!

Nachdem Black Beauty sich ausgepowert hatte, legte ich ihm die Trense wieder an und führte ihn zurück, den Sattel hatte ich auf meinem Arm. In der Box bekam er noch einen Apfelschnitz und eine Menge Krauleinheiten so wie ein Loblied, weil er sich so brav verhalten hatte. Danach sah ich noch mal nach Navajo, der sich bereits in die Streu gelegt hatte und mit Becky ‘kuschelte’. Es tat mir ja fast ein wenig leid, dass ich die Hündin wecken musste, aber ich wollte nach hause und sie musste nunmal mit. Auf dem Weg zu Hotùr sammelte ich noch Rabauke aus Beautys Krippe, behielt ihn auf dem Arm, und pfiff dann nach Teddy. Dieser jagte gerade mit meinem Isi durch den Auslauf. Moment... mein fauler schwarzer Hund bewegte sich freiwillig? Da musste ich zuhause gleich ein rotes Kreuz in den Kalender machen! Als der Neufundländer jedoch meinen Pfiff vernahm, ‘verabschiedete’ er sich von Hotùr und trottete zu mir, so dass ich mich endlich auf den Heimweg machen konnte. War ja wirklich ein anstrengender Tag gewesen.





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Mia ...
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...   Erstellt am 30.04.2006 - 15:34Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hey Süße!
Das mit Beauty wird ja von mal zu mal besser! Glückwunsch!^^ Nur weiter so!!! Das nächste mal kann ich dir ja helfen. Er 'respektiert mich ja auch so langsam, dan ich ihn ja morgens immer rausbringe und ihm sein Futter gebe



Schöner Bericht!

LG Mia





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Name: Rhythmus 33
Spitzname: Rhythmus, Rhythel, Rhythelchen, Rhythi
Alter: 15 Jahre (14.06.1991)
Rasse: Westfale
Ausbildung: Damals S Springen, heute L Dressur
Charakter: Rhythmus ist total schmusig und ein ganz lieber Knuddelbär. Beim Reiten ist er einfach spitze, jedoch kann er auch ma los schießen und einen kleinen Freudebuckler machn.


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