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Lenna ...
Pferdenarr
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...   Erstellt am 01.04.2006 - 13:54Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Angels Wings, Showdown und Mon Cherry hatte ich bereits bewegt, wobei mir der Oldenburger Wallach mal wieder die meisten Probleme bereitete. Er war unwillig geworden, obwohl ich mir keiner Fehler bewusst war. Ich sprang gerne und hatte einen guten Lehrer gehabt. An mir konnte es also weniger liegen, als an Cherry selbst. Er war noch jung, aber er sträubte sich gegen mich. Wurde bockig und verweigerte. Und da ich mit meinem Gipsbein schlecht dagegen halten konnte, kam er damit durch. Aber es war ja schon vorher so gewesen. Ich hatte das Gefühl, Cherry mochte mich nicht. Es wurde immer deutlicher, während sogar Beauty immer zutraulicher wurde, kapselte Mon Cherry sich ab und reagierte nicht einmal wenn ich seine Box oder den Auslauf betrat. Ich spielte echt schon mit dem Gedanken, ihn wieder zu verkaufen. Es würde so nicht weitergehen können, ich bin der Meinung, ein Team funktioniert nur, wenn sich beide Parteien sympathisch sind. Und unser Team funktionierte nicht. Dabei versuchte ich wirklich alles, um ihm zu zeigen, dass ich ihn mochte. Aber es fiel mir schwer. Auch Hotùr war anfangs abweisend gewesen, aber schon wenige Zeit später hatte sich dies geändert. Er hatte die Liebe gespürt, die ich ihm entgegenbrachte. Bei Cherry funktionierte das irgendwie nicht. Aber eine Weile wollte ich mir das noch anschauen, bevor ich eine Entscheidung treffen würde.

“Beauty, meine schwarze Schönheit!” Ich humpelte in seinen Auslauf und der Friesenhengst wieherte leise, bevor er in langsamen Schritten auf mich zugetrabt kam. Elegant sah das aus, immerhin hatten seine Bewegungen nicht unter den Misshandlungen von ‘früher’ gelitten. Ich kraule ihm die Stirn und beschloss dann, mit ihm ein wenig Vertrauenstraining zu machen. Allerdings in gewohnter Umgebung, demnach seinen Auslauf. Also fing ich an, ihn ein wenig herumzuscheuchen. Beauty reagierte wie erwartet und jagte durch seinen kleinen Auslauf, so schnell es eben ging, aber schon bald begann er, zu kauen und seinen Kopf zu senken. Ein Zeichen, dass er genug hatte und mit mir zusammenarbeiten wollte. Also holte ich ihn durch Körpersprache in die Mitte und legte meine Handfläche auf seine Stirn. Ich übte einen sanften Druck aus und hoffte, dass Beauty dem nachkommen würde. Wenn alles nach Plan verlief, müsste er langsam rückwärts treten. Eine schwere Übung für ein gepeinigtes Tier. In der freien Wildbahn kam die Gefahr immer von hinten. Oft aber auch die Longenschläge der Vorbesitzer des schönen Hengstes. Aber ein Pferd, welches Vertrauen in seinen Besitzer hat, würde rückwärts treten. Es würde wissen, dass man nichts böses von ihm wollte, dass keine Gefahr drohte. Vollkommenes Vertrauen eben. Aber war Black Beauty schon so weit? Ich war unsicher, auch wenn ich das nicht zeigen durfte, meine Unsicherheit würde sich auf Beauty übertragen und das wäre fatal. Ich verstärkte den Druck, als ich merkte, wie der Hengst sich sträubte. Er begann zu schwitzen und seine Augen wurden panisch. Dennoch hörte ich nicht auf. Im inneren wusste ich, dass er es konnte. Dass er mir vertraute. Und siehe da.. Nach wenigen Minuten trat er unsicher zurück. Erst einen Schritt, dann einen zweiten. Langsam, stockend. Kurz bevor Beauty jedoch den Zaun erreichte und in Panik ausbrechen konnte, zog ich meine Hand zurück und klopfte ihm den Hals.

Danach legte ich dem Friesen eine Decke über den Rücken, damit er trocknen konnte. Danach ging ich zu Navajo nach nebenan, bei dem Becky und Teddy zusammengerollt und aneinander gekuschelt im Stroh lagen. Gott sei Dank hatte ich Teddy derweil einer kleinen Operation unterzogen, so dass ich mir keine Sorgen machen musste. Der Tinker freute sich sichtlich, mich zu sehen und sprang mir vor Freude fast auf die Zehen. Aber immerhin nur fast. Ein Gipsfuß reicht mir wirklich! “Hey, Navajo! Nicht so stürmisch, mein Großer!” lachte ich und knuddelte den knuffigen Tinker eine Weile durch. Danach machte ich mich auf Krücken auf zum Putzplatz, Navajo folgte mir wie immer auf dem Fuße… Nein, dahinter. Darauf wäre nicht so gut. Kurz übergeputzt und die Trense drauf und dann konnte es auf einen schönen, gemütlichen Ausritt gehen. Aber halt: Hatte ich Hotùr nicht vorhin auf den Platz gestellt und diesen zugemacht? Aber als ich nun daran vorbei ritt, war da kein Islandpony weit und breit. Und als ich auf das Tor zuritt, musste ich feststellen, dass es offen war und schief in den Angeln hing. Also hatte irgendjemand es mit Gewalt versucht zu öffnen. Aber seit wann war Hotùr so drauf? Dass er ein Tor aufbrach, um frei zu sein? “Verflixt!” fluchte ich und hackelte Navajo in die Seiten. “Auf dicker, wir müssen den kleinen finden!” Aber wo konnte dieser sein? Der Hof war schon mal nicht gerade klein, das Gelände drum herum riesig. Wie lange war er schon unterwegs und wie weit ist er gekommen? Ich sah auf meine Armbanduhr, als ich vor ner Dreiviertelstunde am Platz vorbeigekommen war, hatte der kleine Isländer noch drauf gestanden. Da war ich mir zumindest sehr sicher. Erstmal ritt ich über den Hof und fragte Kerstin, Mia und Sandy, die mir nacheinander über den Weg liefen, ob sie meinen Kultani gesehen hatten. Aber alle drei hatten nur den Kopf geschüttelt. Ich wollte meine Suche gerade ausweiten, da kam mir eine Idee. Wozu besaß ich zwei Hunde, von denen einer ein ausgebildeter Rettungshund und der andere ein Schutzhund war! Ich pfiff nach Becky und Teddy, die auch nach einer Weile gemütlich angetrottet kamen. “Hey, ihr zwei! In die Puschen, aber ziemlich zügig!” meckerte ich los. “Teddy, Becky! Sucht Hotùr!” befahl ich. Die beiden Hunde stutzten einen Moment, bevor sie realisierten, was ich von ihnen wollte. Aber dann fetzten sie beide los, die Nasen auf der Erde, Fährte aufnehmen. “Ja, so ists fein! Sucht Hotùr, sucht!” Beide Hunde liefen den Waldweg entlang, immerhin waren sie sich einig. Najavo trabte locker hinter den beiden her, ihm schien diese Suche Spaß zu machen. Es grenzte allerdings an eine Schnitzeljagd. Streckenweise konnte man Hotùrs kleine Hufabdrücke deutlich in der matschigen, nassen Erde erkennen, an anderen Stellen war es schwieriger bis fast unmöglich. Zu allem Unglück begann es noch zu regnen und die Regentropfen prasselten auf die Erde nieder, verwischten Hufspuren und löschten Gerüche aus. Schon bald blieben meine Hunde stehen und sahen mich entschuldigend an. “Na, bravo!” seufzte ich. Aus und vorbei. Sie hatten keine Spur mehr.

“Verdammter Mist!” fluchte ich vor mich hin. Wie sollte ich meinen kleinen Liebling nun finden? Ich rief nach ihm, immer wieder. Bis ich irgendwann ein leises Wiehern vernahm, panisch und weit weg. “Hotùr!” Das war sein Wiehern gewesen, das erkannte ich aus hunderten! Ich stieß Navajo die Hacken in die Seiten und er fetzte los. Immer wieder rief ich nach meinem Isi und hoffte auf Antwort. Sie kam, wenn auch zeitverzögert. Aber ich brauchte sie, um herauszufinden, wo er sich befand. Erst eine Viertelstunde später fand ich ihn. Hotùr hatte sich zwischen einigen, widerspenstigen Ästen verfangen und kleinere Zweige hingen in Mähne und Schweif. Er versuchte krampfhaft sich zu befreien, hatte aber keine Chancen. Die Äste und Zeige wehrten sich standhaft. Hotùr schrie panisch, selbst aus den Metern Entfernung konnte man das weiße in seinen Augen sehen. Hastig sprang ich von Navajos Rücken und sprintete zu meinem Liebling. “Kultani! Was machst du denn für Sachen?” fragte ich vorwurfsvoll und schloss ihn in meine Arme. Erst danach machte ich mich daran, die Zweige aus seinem dichten Langhaar zu entfernen. Dabei redete ich unaufhaltsam beruhigend auf ihn ein. Als ich ihn dann endlich befreit hatte, jagte er auf den Weg und blieb dort zitternd stehen. “Schhh! Ist ja gut!” Langsam hüpfte ich auf ihn zu, denn meine Krücken standen ja im Stall. Beruhigend streichelte ich ihm das Fell und erst als er sich beruhigt hatte, stieg ich auf Navajo und ritt zum Hof zurück.





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Mia ...
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...   Erstellt am 23.04.2006 - 01:06Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Huihuihui!
Eine wilde Jagd nach dem kleinen Isi^^
Hauptsache du hast ihn wida ne

Ein wundertoller Bericht wie immer^^

Mia





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Name: Rhythmus 33
Spitzname: Rhythmus, Rhythel, Rhythelchen, Rhythi
Alter: 15 Jahre (14.06.1991)
Rasse: Westfale
Ausbildung: Damals S Springen, heute L Dressur
Charakter: Rhythmus ist total schmusig und ein ganz lieber Knuddelbär. Beim Reiten ist er einfach spitze, jedoch kann er auch ma los schießen und einen kleinen Freudebuckler machn.


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