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Lenna ...
Pferdenarr
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...   Erstellt am 24.03.2006 - 17:29Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


“Teddy, raus!” Wütend sah ich auf den schwarzen Neufundländer, der es sich gerade auf meinem Bett bequem machte… in dem ich, mal so nebenbei, noch lag und gerade am Aufwachen war. Auf dem Hof hatte ich mir für heute frei genommen, die Schulpferdeuntersuchungen konnten auch noch einen Tag warten. Ich wollte endlich mal wieder genügend Zeit mit meinen Schätzen verbringen, ohne Stress und Hektik. Außerdem hatte ich gedacht, ich könnte endlich mal ausschlafen… falsch gedacht. Obwohl ich Becky und Teddy bereits die Terrassentür geöffnet hatte, damit sie raus konnten. Allerdings wollten die beiden lieber spazieren gehen… tolle Idee. Das konnten die beiden doch eh vergessen, mein Fuß war noch immer nicht verheilt und infolge dessen dick eingegipst. Aber das erklärt mal Tieren, die in den Wald wollen. Da Teddy keine Ruhe gab, warf ich die Bettdecke zurück und quälte mich ins Bad. Die Krücken waren echt die Hölle, kein Wunder, dass ich mich derzeit lieber auf vier Beinen fortbewege. Ein Wunder, dass ich trotz meiner Behinderung mit Mon Cherry den ersten Platz im M- Springen und mit Hotùr den ersten in der Dressur beim Turnier auf dem Hof gemacht hatte! Anscheinend hatten die Richter, zumindest in der Dressur, Tomaten auf den Augen. Aber okay, ich will mich nicht beschweren, immerhin hatte es mir ein ‘wenig’ Geld eingebracht. Nachdem ich mich gewaschen hatte, steckte ich meine, derzeit schwarz gefärbten, Haare hoch und krückelte zurück ins Schlafzimmer, um mich anzuziehen. Teddy lag immer noch in meinem Bett und war doch glatt wieder weggepennt! “Ich fass es nicht!” fluchte ich laut und warf den Rüden ohne Vorwarnung aus meinem Bett.

Nachdem ich mich in meine bequeme Lieblingsjeans und einen weiten Wollpulli geschmissen hatte, zog ich einen Turnschuh an und nahm meine Jacke vom Haken. Danach nahm ich meine Krücken und hüpfte mehr oder weniger zur Haustür. Ein Pfiff und meine beiden Hunde fetzten an meine Seite, sprangen um mich herum und das Trottelchen unter ihnen (Wer es ist, brauch ich nicht sagen, oder?) holte mich fast von meinem Standbein. Also riss ich schnell die Tür auf und die beiden Vierbeiner liefen raus. Ich wartete noch, bis Rabauke sich auch mal zu mir bequemte und nahm ihn dann hoch. Wie meistens legte er sich in meinen Nacken und verfolgte von dort aus das Geschehen. Nachdem ich die Haustür abgeschlossen hatte, krückte ich in den hinteren Garten und lächelte. “Kultani!” Der Angesprochene hob den Kopf und trabte lebhaft auf mich zu, rieb seine Nase an meiner Jacke. “Hey, Kulta!” Hotùr prustete leise. Aber vielleicht sollte ich mal kurz was erklären, denn was macht mein Isi in meinem Garten? Da ich ja grad nicht so wirklich laufen kann und Taxen nicht leiden kann, hab ich mich entschlossen, den kleinen Hengst in meinem Garten wohnen zu lassen. Also hatte ich mir Futter, Heu und Stroh vorbeibringen lassen und den Schuppen kurzerhand zum Offenstall umfunktioniert. So hatte ich mein privates Taxi und es stand dann zur Verfügung, wenn ich es brauchte. Der kleine Hengst fühlte sich im Garten auch recht wohl, auch wenn er keinen Artgenossen dabei hatte. Er vertrieb sich die Zeit dann mit Becky, die ihr oft Gesellschaft leistete (weil sie vor Teddy flüchtete) oder auch ich war in meiner wenigen freien Zeit bei ihm. Tagsüber war er ja eh immer mit auf dem Hof und so stellte das alles gar kein Problem dar.

Nur wenige Minuten später ritt ich auf den Hof, links lief Becky, rechts Teddy und Rabauke lag immer noch in meinem Nacken. Ich grüßte Mia mit erhobener Hand. “Moi Mia! Na, auf dem Weg zu Shadow?” fragte ich lächelnd. Sie nickte nur und hastete weiter, war wohl ein wenig im Stress die Chefin. Ich brachte Hotùr in seinen Auslauf und trat dann zu Black Beauty nebenan. “Beauty, komm mal her!” lockte ich ihn und der schwarze Hengst wieherte leise. Als er dann zu mir trat, kraulte ich ihn hinter den Ohren, das mochte er total gerne. Wenig später hatte ich ihn am Putzplatz angebunden und bürstete ihn kurz über. Richtig putzen lohnte bei dem Wetter eh nicht, außerdem isoliert der Staub in dem dicken Fell so, dass meine Lieblinge nicht froren. Danach streifte ich die Trense über den schwarzen Kopf und klinkte die Longe ein. Danach ging es auf Krücken und mit Beauty in die Halle. Immerhin hatte er sich mittlerweile an die Gehilfen gewöhnt und akzeptierte sie. In der Halle ließ ich den Hengst, der bereits drei Tage gestanden hatte, sich erstmal austoben. Longieren auf einem Bein ist nicht einfach, aber es ging. Nach unendlichen Runden Galopp parierte ich meine schwarze Perle durch und begann mit dem offiziellen Training. Beauty reagierte wirklich gut auf meinen Stimme und dies freute mich selbstverständlich. Er vertraute mir und das war mehr als mir erhofft hatte. Aber auch anderen, zumindest Katharina, vertraute er so langsam. Es war ein großer Fortschritt, ein sehr großer. Es grenzte fast an ein Wunder. Nach einer Weile konnte ich allerdings nicht mehr stehen, so machte ich bei Beauty Feierabend und brachte ihn zurück in seine Box. Dort schlich Rabauke sofort um seine Beine und die beiden ‘unterhielten’ sich. Lächelnd trat ich zu Navajo in die Box. Der Tinker tollte im Auslauf mit Becky herum und schien mich gar nicht zu bemerken. Erst als ich ihn rief, hielt er inne und drehte sich zu mir. Sah zu Becky, sah zu mir, immer wieder. Bis er sich entschied, doch zu mir zu kommen. “Alter Sausack!” lachte ich, als er vor mir stand. Navajo blickte mich entschuldigend an, verlangte dann aber nach seinen Kuscheleinheiten. Lange hatte ich mir nicht so viel Zeit für dieses genommen wie heut. Man konnte dem Tinker richtig ansehen, wie er es genoss. “So, es reicht, Navajo!” meinte ich dann und ging aus der Box, die Tür ließ ich offen. Es dauerte nicht lange, bis ich den Viertakt des Schritts hinter mir auf der Stallgasse vernahm. Er folgte also wie immer, braves Tier! Nachdem auch Navajo kurz übergeputzt war, hievte ich den schweren Westernsattel auf seinen Rücken und stieg auf, nachdem er auch die Einohrtrense auf hatte.

Eigentlich hatte ich vor mit Navajo auf den Platz zu gehen, aber der Schnee war abgetaut und so war der Boden nass und schwer. Nicht geeignet um darauf Spins und Sliding Stops zu trainieren, es würde nur verdrehte oder gebrochene Gliedmaßen geben. Und darauf konnte ich verzichten. Also ging es in die Halle und wir fetzten durch selbige, nachdem der Tinker warm geritten war. Langsame kleine Zirkel, schnelle große Zirkel, Spins und Roll Backs, Sliding Stops und schnelles Rückwärtsrichten. Wir wirbelten umher, als gäb es nichts anderes. Es machte Spaß, auch wenn der Gips am Bein doch recht störte. Erst als Navajo schnaufte, hörte ich auf und klopfte seinen Hals. Danach ritt ich ihn lange trocken, genoss es richtig. DAS war reiten! Richtiges reiten! Nicht die Jagd nach Erfolg um jeden Preis. Die Turniere ritt ich nur als Spaß, mehr nicht.

Danach war Mon Cherry an der Reihe, allerdings hatte ich in den letzten Tagen so meine Probleme mit ihm. Er war weder so anhänglich wie Navajo, noch so kompliziert wie Beauty oder so drollig wie Hotùr. Er war einfach… Mon Cherry. Irgendwie hatte ich das Gefühl, er war recht… gleichgültig. Er grüßte mich zwar mit einem brummeln, aber ansonsten… Fehlanzeige. Er tat das, was ich von ihm verlangte, nicht mehr und nicht weniger. Ich fand es schade, denn er war echt ein gutes Pferd. Aber irgendwie… ich hab ihn ja noch nicht so lange, vielleicht ändert sich das ja noch. Also nahm ich mir für ihn viel Zeit, putzte und betüddelte ihn. Danach ging es für eine knappe Stunde in die Halle, Sprungtraining. Allerdings tat das meinem Fuß gar nicht so gut, die Sprünge gingen richtig schön in die kaputte Stelle und ich bin mir sicher, dass mein Arzt das gar nicht so lustig finden würde. Aber egal, nachdem ich Mon Cherry zurückgebracht hatte, humpelte ich an den Krücken rüber in den Zuchtstall, um mich um Angels Wings und Showdown zu kümmern. Immerhin hatte ich heute keine einzige Box zu misten. Wäre auf Krücken auch unmöglich, demnach hatte Katharina dies heute morgen bereits erledigt. Dafür war ich ihr sehr dankbar, alleine wäre ich echt aufgeschmissen gewesen. Aber zurück zu den Zuchtpferden.

Zuerst war der Schimmelhengst an der Reihe. Showdown hatte mir echt schon verdammt viel beigebracht! Er war einfach ein klasse Pferd, trotz seines hohen alters! Ein leises blubbern hörte ich die Boxentür öffnete und in selbige humpelte. Showdown kam sofort zu mir und ich umarmte seinen Hals, kraulte ihn am Mähnenkamm. Bestimmt zehn Minuten blieb ich so stehen, mit geschlossenen Augen und träumte so vor mich hin. Erst als der Hengst den Kopf schüttelte, musste ich meine Arme lösen und sah ihn belustigt an. Der arbeitswillige Schimmel konnte es wohl gar nicht mehr abwarten, endlich in die Halle zu kommen. “Ja, ist ja gut, dicker!” lachte ich und nahm das Halfter, welches ich an die Tür gehängt hatte. Wenig später war ich auch schon mit ihm in der Halle und lockerte ihn. Da er ja schon 17 Jahre alt war, dauerte das eine ganz schöne Weile, was mich aber nicht störte. So konnte ich noch eine Weile weiterträumen, bevor es ans ‘eingemachte’ ging. Erst als Showdown von alleine begann seinen Hals zu runden und am Zügel zu gehen, also nahm ich selbige kürzer und begann zu arbeiten. Mittlerweile kam ich mit ihm sehr gut klar, er reagierte auf die meisten meiner Hilfen, die wirklich klarer und sicherer geworden waren. Showdown ging in einen schwungvollen Trab, den man einfach nur genießen konnte. Zuerst ritt ich Zirkel, dann Volten, bevor es zu den schwereren Lektionen ging. Piaffen und Passagen, Wendungen auf der Hinterhand und Galopptraversalen. Es machte einfach nur Spaß! Den Gips vergaß ich dabei völlig, ich ritt ja ohne Bügel, da machte das nicht so viel. Allerdings war mein Gleichgewicht verständlicherweise ein wenig aus dem Konzept gebracht, aber derweil hatte ich mich daran gewöhnt und war noch nicht abgestürzt.

Showdown war schweißnass, als ich ihn in den Schritt parierte und die Zügel lang ließ. Zudem schnaufte er ganz schön, aber er hatte sich vorher noch nichts anmerken lassen. Er arbeitete gerne und das merkte man ihm an, Ermüdungserscheinungen zeigte er selten. Nach über einer halben Stunde war Showdown nur wenig trockener, aber ich hielt es für genug und brachte ihn in seine Box, wo ich ihm die Abschwitzdecke überzog und festschnallte. Danach bekam er noch einen Kuss auf die Nüstern. “Machs gut, großer! Bis morgen!”
Angels Wings scharrte schon ungeduldig im Stroh, sie wollte bewegt werden. Ich öffnete die Boxentür und wollte eintreten, doch plötzlich stürzte etwas schwarzes an mir vorbei und stellte sich vor mich. “Teddy!” stöhnte ich augenrollend. “Was willst du denn?” Der Neufundländer legte sich auf die Erde und bellte mich an. “Teddy, was ist denn?” fragte ich seufzend und kniete mich zu ihm hin. Er jammerte leise und kroch näher zu mir. “Du vermisst sie noch immer, hmm?” Ich seufzte erneut. “Ich sie doch auch, dicker! Aber wir werden darüber hinwegkommen.” Marion fehlte mir an allen Ecken und enden. Die gemeinsamen Weiberabende und die Mittagspausen auf dem Hof. Aber was will man machen? Nachdem ich Teddy eine Weile gekrault hatte, sprang er auf, schleckte mir übers Gesicht (woraufhin ich mir angewidert mit dem Ärmel über selbiges wischte) und lief dann davon. Kopfschüttelnd richtete ich mich, schwerfällig, wieder auf und kümmerte mich dann mal um Angels Wings.

Die Stute hatte Teddy und mich die ganze Zeit ruhig beobachtet und trat nun zu mir. Ich kraulte sie und versuchte sich ein wenig näher kennen zu lernen, da wir ja noch kein richtiges ’Team’ waren. Deswegen putzte ich sie auch äußerst gründlich, einfach um Zeit mit ihr zu verbringen. Dabei lernt man sich am besten kennen. Nach fast einer Stunde war Angels blitzblank und hatte auch keinen Nerv mehr. Die letzten Minuten hatte sie nur hin und her getrippelt und unruhig mit dem Schweif geschlagen. “Na, dann lass uns mal los, Angel!” meinte ich lachend, weil sie so genervt war. Also kam der spanische Sattel auf ihren Rücken und die Kandarrentrense auf den Kopf und ich zog mich in den Sattel. Die Krücken hatte ich vorher in die Ecke gestellt.
In der Halle schaltete ich via Fernbedienung leise spanische Musik an und begann mit dem Warmreiten. Angels lief im Takt der Musik, in schwungvollen und traumhaften Bewegungen. Traumhaft. Einfach nur schön. Ich genoss es und als sie antrabte, wurden die Bewegungen noch schöner. Wenig später ritt ich wie in Trance, es klappte irgendwie alles.
Immer noch völlig weggetreten stieg ich eine halbe Stunde später in der Stallgasse ab und brachte Angels Wings in ihre Box. Da auch sie noch verschwitzt war, legte ich ihr ne Decke über und machte mich auf den Weg zu meinen kleinen Isländer. Mit Hotùr machte ich einen langen Ausritt im Wald und als ich wiederkam, nahm ich den beiden Zuchtpferden die Decken ab, holte meine Hunde bei Navajo und… wo steckte Teddy überhaupt? Ich fand ihn dann bald im Reiterstübchen, wo er sich füttern ließ. Nachdem ich ihn gefunden hatte, nahm ich Rabauke wieder hoch und ritt auf Hotùr nach hause. Dort sattelte ich ihn ab und stellte ihn in den Garten, ob er in den Stall wollte oder nicht konnte er dann selbst entscheiden. Allerdings stand er meist draußen, die Nase im Wind erhoben. “So, Kultani, das war es für heute! Ich lass die die beiden Hunde heute Nacht bei dir.” Ich lächelte und tätschelte ihm seine Flanke. Ein kleines Brummen war die Antwort darauf und ich lachte. “Ja, das freut dich, hmm? Dann schlaf mal gut, Kulta!”





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Mia ...
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Beiträge: 290
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...   Erstellt am 07.04.2006 - 08:35Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ein Wundertoller Bericht Süße!
Mach weiter so ja?^^

+liebz dich+ Mia





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Name: Rhythmus 33
Spitzname: Rhythmus, Rhythel, Rhythelchen, Rhythi
Alter: 15 Jahre (14.06.1991)
Rasse: Westfale
Ausbildung: Damals S Springen, heute L Dressur
Charakter: Rhythmus ist total schmusig und ein ganz lieber Knuddelbär. Beim Reiten ist er einfach spitze, jedoch kann er auch ma los schießen und einen kleinen Freudebuckler machn.


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