ForumNewsMitgliederSuchenRegistrierenMember LoginKostenloses Forum!


Neuer Thread ...


ErstellerThema » Beitrag als Abo bestellenThread schließen Thread verschieben Festpinnen Druckansicht Thread löschen

Lenna ...
Pferdenarr
.........



Status: Offline
Registriert seit: 18.10.2005
Beiträge: 81
Nachricht senden
...   Erstellt am 18.03.2006 - 12:03Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


“Teddy, aus!” fauchte ich laut. So langsam reichte es mir! Dieser Tollpatsch raubte mir noch den letzten Nerv! Gerade jagte er meinen armen, kleinen Kater durch den vereisten Garten, der zu meiner neuen Wohnung gehört. Rabauke sprang mauzend auf die Mauer und drehte sich zu Teddy um. Er fauchte laut und Teddy stellte bellend die Vorderpfoten vor den Kater. Dieser holte aus und der Hieb landete auf Teddys Nase. Er jaulte auf und kam mit hängender Rute zu mir. “Selbst Schuld, die Volltrottel!” Besorgt beugte ich mich zu dem Neufundländer und nahm seine Nase unter die Lupe. Immerhin hatte Rabauke die Krallen nicht ausgefahren, sondern es bei dieser Drohung belassen. “Ist doch nichts passiert, also stell dich nicht so an!” Kopfschüttelnd nahm ich meine Krücken, die ich ja dank dem Schulpferd Don A Way brauchte, und richtete mich auf. “Becky, Rabauke, antanzen!” rief ich, denn ich wollte los. Meine Pferde warteten darauf bewegt zu werden und die Schulpferde auf ihre Impfung. Demnach blieb mir nichts anderes übrig als ein Taxi zu bestellen welches mich erstens zum Hof bringen sollte und zweitens meine drei Tiere mitnahm. Allerdings dauerte es nicht lange und ich verließ meine Wohnung, weil der Taxifahrer geklingelt hatte.

Teddy und Becky stürzten aus dem gelben Mercedes, kaum dass der Fahrer die Tür geöffnet hatte. Rabauke blieb auf meinem Schoß liegen und ließ sich kraulen. Der Taxifahrer öffnete die Beifahrertür und reichte mir die Krücken. “Mylady, darf ich bitten?” “Aber natürlich, Gnädigster!” lachte ich und stieg mit seiner Hilfe aus. Rabauke flog, empört miauend, auf die Erde und verzog sich dann, vermutungsweise zu Beauty. Ich zahlte die offene Rechnung und machte mich auf den Weg zu meinem Stall. Katharina war bereits da und die Hunde scharwenzelten um sie herum und sprangen an ihr hoch. “Becky, Teddy, aus!” Langsam krückte ich näher und Katharina hob grüßend die Hand an den Kopf. “Morgen Lenna! Na, wie geht’s?” fragte sie und deutete auf meinen eingegipsten Fuß. “Vergiss es!” winkte ich seufzend ab. “Tut weh und behindern tut es mich bei allem. Es ist zum Mäusemelken. Aber dennoch, es hilft nichts. Wie weit bist du?” “Hey, wird schon wieder!” Kat zwinkerte mir aufmunternd zu und klopfte meine Schulter. “Also, die Boxen der drei hier hab ich bereits gemistet. Bei Beauty wollte ich warten, bis du da bist.” Ich nickte zustimmend, bevor sie fortfuhr. “Mon Cherry hat anderthalb Stunden Sprungtraining hinter sich und dazu ne halbe Dressur, mit Navajo hab ich spanisch getanzt.” Verwundert sah ich sie an. “Und Hotùr?” fragte ich. “Da gibt es ein kleines Problem, der Kleine wirft mich ab, kaum dass ich im Sattel sitze. Nach zehn Versuchen hab ich es aufgegeben.” seufzte sie. Ich dagegen dachte, ich hätte mich verhört! Hotùr war im Normalfall recht umgänglich und wollte ja arbeiten! Zudem war er nicht mehr beleidigt, weil ich ihn das eine Mal vergessen hatte. Bereits einen Tag später ‘sprach’ er wieder zu mir. “Na dann, danke dass du es dennoch versucht hast. Dann reit ich Angels, Showdown und Hotùr. Würdest du Black Beauty unter meiner Anleitung longieren?” fragte ich zögernd. Das Training mit dem schönen Friesen konnte nicht unterbrochen werden und so lange stehen konnte ich nicht. “O… okay.” kam es zögernd von Katharina. “Gut, dann fangen wir auch mit ihm an. Freunde du dich mit ihm an und keinen Angst, ich bleib bei dir.”

Dennoch ging ich vor, denn mich kannte er und mir vertraute er. Ich hörte ein leises Wiehern seinerseits und trat näher. “Beauty mein schöner! Komm her, komm mal her! Ich möchte dir jemandem vorstellen!” säuselte ich ihm vor. Der Hengst kam zu mir und musterte meine Gehhilfen misstrauisch. Dennoch stellte er seine Nase an meiner Schulter ab. Mit der einen Hand kraulte ich seine Stirn und mit der anderen winkte ich hinter meinem Rücken zu Katharina. “Kat, du darfst keine Angst zeigen!” merkte ich an, denn ich bemerkte ihren unsicheren Gang. Beauty hörte die Schritte und sein Kopf schnellte alarmiert hoch. “Ruhig, Beauty, Kat tut dir nichts! Bleib ganz ruhig!” Seltsamerweise blieb der Friese wirklich stehen, anscheinend hielt ihn meine Gegenwart davon ab, in Panik davon zu stürzen. Katharina trat hinter mich und streckte den Arm aus, um Beauty über die Nüstern zu streicheln. Dieser zuckte erschreckt zusammen, blieb aber immer noch stehen. “So ists fein, mein großer!” lobte ich und klopfte seinen Hals. Langsam tastete Katharina sich vor und ich zog mich zurück. Während Kat und Beauty sich aneinander gewöhnten, beobachtete ich alles und reichte Kat dann unauffällig das Halfter, welches sie dem Hengst aber erst zeigte, bevor sie es über seinen Kopf strich. Beim anschließenden Putzen sammelten beide Vertrauen, aber ich merkte dass der schwarze hypernervös war. Dies zeigte sich auch beim darauf folgendem Longieren. Ich gab die Kommandos, aber Kat führte. Und dies passte Beauty ganz und gar nicht. Er bockte und stieg was das Zeug hielt. Es war halt noch ungewohnt für ihn, andere Personen in seiner Nähe zu akzeptieren. Da wir ihn aber nicht zu lange ‘ärgern’ wollten, entließen wir ihn recht schnell und widmeten uns anderen Sachen.

Nachdem Beauty wieder in seiner Box war, wo er sich beruhigen konnte, gingen Katharina und ich in den Zuchtstall. Ich wollte Angels Wings und Showdown bewegen und Kat in der Zwischenzeit die Boxen ausmisten. Denn dies konnte ich nun wirklich nicht mit den Gehhilfen und ich war echt froh, dass meine Reitschülerin grad Semesterferien hatte! Anfangen wollte ich mit Showdown, auch wenn reiten mit Gips vom Arzt verboten war. Aber ich hatte noch nie groß was auf das Urteil eines Arztes gegeben. Freundlicherweise putzte Kat mir den Schimmelhengst und sattelte und trenste ihn auch, ich war echt eingeschränkt. Dafür hätte ich Doni echt erschießen können. Das Blut in meinem Fuß pocherte und ich wusste, es würde nicht unbedingt besser werden. Nachdem Showdown reitfertig war, half Kat mir noch beim Aufsteigen und ich ritt in die Halle. Dort überschlug ich die Bügel, da ich mit dem eingegipsten Fuß eh nicht hineinpasste. Nach einem kurzen Warmreiten begann ich dann mit dem Dressurtraining für das Turnier hier auf dem Hof. Allerdings machte ich nicht lange, weil ich meinen Fuß nicht überanstrengen wollte. Und als ich den Hengst in den Stall zurückbrachte, stand Angels schon fertig da. “Kat, ich liebe dich!” meinte ich ernst und sie lachte. “Man tut was man kann. Warte, ich helf dir!” Einen kurzen Augenblick später saß ich auf der bildschönen Andalusierstute und arbeitete sie im Spanischen. Sie hat echt wundervolle Gänge und es war einfach nur ein Traum, sie zu reiten. Obwohl wir noch nicht lange ein Team bildeten, so klappte es doch sehr gut mit uns. Dennoch hatte ich beschlossen, sie auf dem Turnier noch nicht zu reiten. Bei ihr wollte ich ein wenig warten, sie besser kennen lernen. Konzentriert ritt ich die Passagen und Piaffen, machte Levaden und Kapriolen (was ohne Bügel echtes Können abverlangte) und übte den spanischen Schritt, bis Kat in die Halle kam und fragte, ob es nicht langsam genug sei, ich würde Angels schon fast ne Stunde bewegen.
“Huach! Hab ich gar nicht bemerkt!” meinte ich ehrlich erstaunt. Da mir Katharinas sehnsüchtiger Blick nicht entging, stieg ich ab und hielt ihr die Zügel hin. “Hier, steig auf!” “Ich? Auf diese Wahnsinnsstute?” fragte sie mit großen Augen. “Jap, genau. Mach schon, eine Runde im Galopp und ne Traversale. Und dann kannst du sie trocken reiten.” meinte ich und hoffte, dass Mia mir deswegen nicht böse sein würde.

Katharinas Tag war gerettet, sie lief nur noch mit seligem Lächeln im Gesicht herum und schwärmte von der schönen Stute. Während ich dann wieder zum Stall meiner Pferde ging, weil der kleine Isi noch bewegt werden wollte, schickte ich Katharina in die Pause. Sie hatte eh schon zu viel getan und Beautys Box konnte sie auch ne halbe Stunde später genauso gut machen. Hotùr stand wie meistens im Auslauf und reckte die Nase in die Luft. Er blähte seine Nüstern und hatte die Augen genießerisch geschlossen. “Kultani!” rief ich leise. Aber es genügte. Hotùr drehte sich so schnell um, dass er fast das Gleichgewicht verlor und sich auf die Schnauze packte. Während ich mir ein Lachen echt verkneifen musste, wieherte er erfreut und trabte auf mich zu. Direkt vor mir blieb er stehen und prustete mir seinen warmen Atem ins Gesicht, bevor seine Lippen gegen meine Wange drückten. “Hey, Kulta! So eine liebevolle Begrüßung?” meinte ich mit sanfter Stimme und lächelte. Er war echt zum Knutschen! Nach einer kurzen Kuschelzeit striff ich ihm seine Trense über und stellte die Krücken in die Ecke. Danach schwang ich mich umständlich auf seinen Rücken. Putzen ließ ich ausfallen und nen Sattel brauchte ich bei ihm ja nicht. Als ich auf den Hof ritt, stand der schwarze Neufundländer plötzlich wieder neben mir. Es hatte mich eh schon gewundert, dass er die ganze Zeit weg gewesen war, denn seit er bei mir war, wich er mir so gut wie gar nicht von der Seite. Er vermisste Marion so dermaßen, dass er froh war, wenn er mich ärgern konnte. “Oh, du willst mit ausreiten? Super, dann hab ich ne Sicherheit, falls es mich runterhaut.” lachte ich und gab Hotùr die Hilfe zum Antreten. Er spazierte fröhlich drauf los, es war nichts davon zu merken, dass er Kat nur abgesetzt hatte. Teddy trabte schwanzwedelnd neben uns her und ich fragte mich, wie lange er das Tempo durchhalten würde. Und wie vermutet, nach dem ersten kurzen Galopp hechelte er und legte sich flach auf die Erde. Abrupt hielt Hotùr an und ich musste mich echt in seiner dicken Mähne festkrallen, damit ich oben bleiben konnte. Dann drehte der Isi sich um und sein Kopf senkte sich zu Teddy hinab, als wolle er sehen, was mit ihm sei. Teddy jammerte herzzerreißend, aber ich hatte kein Erbarmen. Einen zehn Minuten Ausritt hatte ich nicht eingeplant! Also gönnte ich dem Hund eine kurze Pause, bevor ich weiter ritt und er wohl oder übel mitkommen musste. Allerdings achtete ich ein wenig darauf, dass wir ein gemäßigtes Tempo einhielten.

Als ich nach einer Stunde zurück zum Hof kam, staunte ich nicht schlecht. Katharina stand bei Beauty im Auslauf und sammelte die Pferdeäpfel ein. Misstrauisch von dem schwarzen Hengst beäugt. Aber immerhin, auch wenn seine Blicke sie verfolgten, er griff weder an, noch stand er mit panischem Blick in der Ecke. Sollte aus ihm doch noch ein ‘normales’ Reitpferd werden? Als Katharina den Hufschlag meines nordischen Lieblings hörte, sah sie auf und winkte mir zu. “Moi Kat! Klappt doch ganz gut mit euch beiden!” meinte ich, als ich näher ritt. “Mhm, muss ja.” meinte sie mit unsicherem Blick. Ich ritt die Stallgasse lang und in Hotùrs Box, wo ich abstieg und ihm seine Trense abnahm. Im Auslauf nebenan hörte ich es brummeln und als ich mich umdrehte, erblickte ich Beauty, der mich musterte. Also nahm ich meine Krücken und humpelte auf den Zaun zwischen den Ausläufen zu. “Na, mein schöner! Gewöhnst du dich an Kat, hmm?” flüsterte ich, während ich ihm die Stirn kraulte. “Das wird schon, mein schöner! Bald wirst du merken, das wir dir nichts tun!” Er prustete leise, als hätte er mich verstanden. Wir näherten uns langsam an und kuschelten fast, als mich etwas in den Rücken stupste und ich nen Satz nach vorne machte. Beauty sprang entsetzt zurück und rannte dabei fast Katharina über den Haufen. “How! Beauty, ruhig!” Nachdem ich mich gefasst hatte und auch der Friese sich langsam wieder beruhigte, drehte ich mich um und funkelte den kleinen Isländer an. Dieser schien zu merken, das er einen Fehler gemacht hatte, denn er senkte seinen Kopf und wich gleich zurück. Doch als ich ihn nicht anbrüllte, wie er es vielleicht erwartet hatte, sondern leise ‘Kulta, Mensch! Du sollst deinen Nachbarn nicht erschrecken!” säuselte, blickte er leicht verwirrt drein. “Kultani, komm her!” lockte ich und unsicher rückte er Schritt für Schritt näher, bis er direkt vor mir stand. Blitzartig packte ich seinen Schopf und zischte durch meine Zähne. “Mach das nicht noch mal du kleiner Trottel!” Hotùr war im ersten Moment ziemlich erschrocken und blubberte dann entschuldigend. Seufzend kraulte ich ihm die Stirn. “Man Kulta! Ich mein es doch gar nicht böse!” “Fertig!” erklang da Kats Stimme von ‘nebenan’ und ich sah auf. “Gut, dann machen wir ne kurze Pause und dann sind die nächsten Schulpferde dran mit untersuchen!”





Signatur

Mia ...
Adminstrator
..............................



Status: Offline
Registriert seit: 24.08.2005
Beiträge: 290
Nachricht senden
...   Erstellt am 25.03.2006 - 20:37Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hey Große!
Genialer Bericht!!!

Mach weiter so! sRy das ich net so viel schreib, aba ich hab heut net viel zeit!!!

Das Mia





Signatur

Name: Rhythmus 33
Spitzname: Rhythmus, Rhythel, Rhythelchen, Rhythi
Alter: 15 Jahre (14.06.1991)
Rasse: Westfale
Ausbildung: Damals S Springen, heute L Dressur
Charakter: Rhythmus ist total schmusig und ein ganz lieber Knuddelbär. Beim Reiten ist er einfach spitze, jedoch kann er auch ma los schießen und einen kleinen Freudebuckler machn.


Ähnliche Themen:
Thema Erstellt von Antworten Forumname
Kein Tag wie jeder andere Rax 0 rax
Ein Tag wie jeder andere Theri 3 free_horse
ein tag wie jeder andere?! Amber 3 megami89
'Ein Tag wie jeder andere' EngelsZorn 0 engelszorn
ein Tag wie jeder andere Katja 1 free_horse
Neuer Thread ...

Geburtstagsliste:
Heute hat kein User Geburtstag!
----------------------------------




Impressum

Dieses Forum ist ein kostenloser Service von razyboard.com
Wollen Sie auch ein kostenloses Forum in weniger als 2 Minuten? Dann klicken Sie hier!



Verwandte Suchbegriffe:
neufundländer rabauke | rhythmus rabauke
blank