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Lenna ...
Pferdenarr
.........



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...   Erstellt am 08.03.2006 - 12:34Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


“Machs gut, große!” Marion umarmte mich fest und ich ließ es geschehen. So ganz realisiert hatte ich noch nicht, was hier gerade passierte. Marion würde gehen. Vielleicht für immer. Ihre geliebten Tiere Nanci, E Lando und Wind of Change hatte sie verkauft, genauso wie ReBell. Sie konnte sich nicht mehr um sie kümmern. Nur Teddy, den hatte sie mir als Andenken an sie geschenkt. Ausgerechnet diese Tollpatschigkeit von einem Hund. Das hieß auf jeden Fall eines: Teddy seine Männlichkeit nehmen oder Becky operieren lassen. Denn beides ging nicht, dann hätte ich bald mehr Hunde als mir lieb sind. Marion löste die feste Umarmung und ich konnte die Tränen in ihren Augen erkennen. Nun beugte sie sich zu Teddy hinab und kraulte dem Neufundländer sein dickes Fell. Dieser schien zu merken, dass etwas in der Luft lag, denn er legte sich flach auf den Boden und jammerte erbärmlich. Marion ging in die Knie und seufzte. “Au man, dicker! Ich werd dich echt vermissen!” schniefte sie und drückte ihm einen Schmatzer auf seinen Kopf. “Pass mir gut auf die Lenna auf... Sie wird sich gut um dich kümmern!” Während sie aufstand, wischte ich mir die Tränen aus dem Gesicht und sah Marion an. “Warum, Marion?” fragte ich heiser. Sie lächelte schwach. “Weil es nicht anders geht. Es tut mir ja leid. Aber wir bleiben in Kontakt!” Sie drückte mich erneut und stiefelte dann auf das Auto ihres Vaters zu. Dieser hatte geduldig gewartet und wollte nun aber doch los. Er startete den Wagen und fuhr los. Ich winkte dem Wagen hinterher und Teddy registrierte zu spät was war, er sprang auf und wollte hinterher. Er wimmerte und zog an der Leine, bis er mir fast den Arm ausriss. Erst als er merkte, dass keine Chance bestand, hinter ihr herzukommen wurde er ruhiger und ich beugte mich zu ihm. Fasste den mächtigen Kopf und versenkte mein Gesicht in seinem Fell. “Mir wird sie doch auch fehlen, dicker!” schluchzte ich.

Erst eine Viertelstunde später war ich soweit, dass ich zu meinen Tieren konnte. Teddy folgte mir auf Schritt und Tritt, ließ aber seine Rute hängen und sein Gesichtsausdruck war erbärmlich. Er litt genau wie ich darunter, Marion verloren zu haben. Sie war weg... so ganz realisiert hatte ich es ja noch nicht. Als erstes stand heute eigentlich Showdown auf meinem Plan, allerdings hatte ich diesen umgeworfen. Ich würde mit meinem Tinkerhengst ne Runde ins Gelände gehen, um den Kopf freizubekommen. Anders könnte ich mich eh nicht konzentrieren. Es ging einfach nicht. Marion fehlte mir jetzt schon. Navajo stand draußen in seinem kleinen Auslauf und wieherte mir entgegen. Becky, meine Hündin stand daneben und als sie Teddy sah, legte sie einen Blitzstart hin und fetzte los. Doch der Neufundländer war absolut nicht zum Spielen aufgelegt und ließ meine Hündin dies spüren. Diese merkte, dass etwas nicht in Ordnung war und wollte Teddy helfen, sie stupste ihn liebevoll mit der Schnauze an, doch Teddy knurrte, er wollte seine Ruhe haben. Dies verstand Becky dann und tapste wieder zu Navajo. Ich ging in den Stall und von dort aus in die Bock, ich hatte nicht die Kraft mich über den Zaun zu schwingen. Erst mal drückte ich Navajo dann fest an mich und versenkte mein Gesicht in seiner dicken Mähne, atmete seinen Geruch ein. Dann holte ich ihn aus seiner Box, um ihn zum Putzplatz zu bringen. Ich deutete Teddy an, dass er doch bitte bei einem der vier Pferde bleiben solle, doch er sah dies mal wieder anders. Oder er nahm Marions Satz ‘Pass mir gut auf Lenna auf!’ sehr ernst. “Na, dann komm mit.” seufzte ich und die beiden Tiere folgten mir ohne, dass ich irgendwas tun musste.

Nachdem Navajo geputzt war, legte ich ihm seine Trense an und stieg von einer Mauer aus auf seinen blanken Rücken. Nachdem ich die Zügel aufgenommen hatte, gab ich die Hilfe zum Antreten und der Tinker stratzte mit großen, ausladenden Schritten los. Erst eine ganze Weile später, wir waren schon im Wald, bemerkte ich, dass Teddy auch diesmal gefolgt war. Ich seufzte auf. Das war es dann wohl mit einem fetzigen Ausritt zum Kopf durchpusten. Das Tempo des Hengstes könnte Teddy unmöglich durchhalten. Aber versuchen konnte man es mal. Ich lehnte mich nach vorne und gab die Galopphilfe. Als hätte Navajo nur darauf gewartet, startete er durch und fetzte los. Teddy hinterher. Die ersten Meter konnte er noch durchhalten, aber so weit war es mit seiner Kondition dann doch nicht. Am Ende des Weges parierte ich durch und wartete, bis Teddy uns wieder eingeholt hatte. In der Zwischenzeit hatte auch Navajo genügend Zeit um sich wieder zu erholen.

Wieder auf dem Hof machte ich Navajo boxenfertig und überlegte, wen ich dann nun nehmen konnte. Am besten Beauty, mein Kopf war (noch) frei, da ging das am besten. Den Besuch beim Hufschmied hatte er zwar unbeschadet überstanden (im Gegensatz zu Sandy und mir), aber er hatte sein Vertrauen doch wieder sehr stark angekratzt. Langsam betrat ich die Box, in der Beauty in der Ecke stand, meinen jungen Kater Rabauke auf dem Rücken. “Beauty, Schatz!” Ich lockte ihn mit einer Möhre in der Hand. Misstrauisch beäugten mich die zwei schwarzen Augen, bis er sich doch bequemte, zu mir zu kommen. Doch die Karotte ignorierte der schwarze Hengst. Stattdessen legte er mir seine Lippen auf die Brust und ließ sie dort liegen. Ich hob eine Hand und kraulte dem Friesen die Stirn, bis er die Augen schloss. Er genoss es richtig. Ich glaube, es hatte ihm gefehlt, Zuneigung und Liebe. Es war ja neu für ihn... Schläge und laute Stimmen, die kannte er. Das war er gewöhnt. Erst eine ganze Weile später striff ich ihm sein Halfter über und putzte ihn. Danach holte ich die Longe und den Kartoffelsack und wir gingen in die freie Halle.
Dort schnallte ich den Sack am Sattel fest und hakte dann die Longe ins Gebiss ein. “Geh raus, Beauty!” Ich arbeite viel mit Stimme, gerade bei ihm, der traumatisiert ist, und er hört auch sehr gut darauf. Doch nach einer halben Stunde hatte ich genug, ich konnte mich eh nicht konzentrieren und das würde Black Beauty mehr schaden als alles andere.

Als nächstes nahm ich mir Mon Cherry vor, er musste fürs nächste Turnier trainiert werden. Aber auch hier war ich nicht bei der Sache, so dass ich es wieder nach einer halben Stunde aufgab, weil ich inmitten der Stangen landete, anstatt auf dem Pferderücken drüber weg zu setzen. Teddy bellte erschreckt auf, denn auch diesmal hatte er es sich nicht nehmen lassen, mich zu begleiten. Da saß ich nun, inmitten der Stangen, und heulte vor mich hin wie ein Kleinkind. Ich vermisste Marion, verdammt noch mal! Es tat so weh... wann würde ich sie das nächste Mal wohl wieder sehen? Erst als mir eine nasse Zunge durchs Gesicht schlabberte, regte ich mich wieder und mit einem Ruck lag Teddy in meinen Armen. Allerdings passte ihm das genauso wenig und er strampelte so lange, bis ich ihn wieder losließ. Seufzend legte ich die Stangen in die Halterungen zurück und fing Cherry ein, der unterdessen die Halle genauer unter die Lupe genommen hatte. Danach machte ich noch einen Sprung mit ihm und ritt ihn trocken. Es war besser so, bei meiner Unaufmerksamkeit hätte sonst was passieren können.

Nachdem Cherry in seiner Box verstaut war, ging ich zum Zuchtpferdestall. Showdown sah mir bereits sehnsüchtig entgegen und nach einer Runde knuddeln holte ich ihn raus, putzte ihn über und sattelte ihn. Danach ging es ab in die Halle und diesmal zwang ich mich zur Konzentration. Es machte einfach Spaß Showdown zu reiten, er war willig und freudig bei der Sache. Und vor allem reagierte er komplett gelassen, als plötzlich Teddy neben ihm auftauchte und alles versuchte nachzumachen. Klar, es klappte nicht so unbedingt, oder habt ihr schon mal nen Hund ne Passage oder Piaffe gehen sehen? Aber es war nur zum piepen! Da liefen Hund und Pferd einen Pas de daux, DAS wäre die Sensation auf der nächsten Hoffeier! Natürlich ein wenig ausgebaut. Aber da kam mir doch glatt ne Idee... ob Showdown wohl den spanischen Schritt drauf hatte? Ich gab einfach die Hilfe und siehe da... er machte es. Weit griff er nach vorne aus, genau wie es sich gehört. Mit einem Auge linste ich zu Teddy hinab und... der tat echt das gleiche! Wenn er als Rettungshund meiner Meinung nach total unbrauchbar war, als Showhund konnte man ihn echt gebrauchen!

Lachend stieg ich vom Pferd und brachte den Schimmel in seine Bos zurück. Dann ging ich zu den Stuten, von Anfang an hatte ich mich in die schöne Andalusierdame Angels Wings verliebt. Diese braune, neunjährige Stute war wirklich ein Traum. Nach langem betteln hatte Mia seufzend nachgegeben und ich durfte
Angels jetzt mein Pflegepferd nennen. Dass ich mir damit natürlich noch mehr Arbeit aufhalste, das hatte ich nicht bedacht, aber nun ist es zu spät. Und wieder hergeben werde ich die Schönheit sicher nicht! Nur gut, dass ich alle Boxen bereits am frühen Morgen gemistet hatte, so konnte ich jetzt in ruhe mit ihr arbeiten. Angels ist wirklich eine verschmuste Dame, denn obwohl sie mich kaum kennt, will sie am liebsten nur schmusen und gestreichelt werden. Sie würde echt gut zu Navajo passen... der ist ja genauso drauf. Eine Weile später hatte ich sie dann gesattelt und ging mit ihr in die Halle... Teddy folgte mir wieder mit der Schnauze in den Kniekehlen. Ich schaltete die Musik in der Halle an und stieg auf. Als Angels losging durchflutete mich ein Glücksgefühl. Die Stute war echt ein Traum, spanisch ausgebildet. Wir tanzten eine dreiviertel Stunde durch die Halle (und Teddy wieder nebenher), es machte einfach nur Spaß! Aber dann wollte ich endlich Feierabend machen. Alle Pferde waren bewegt und ich war fix und foxi. Also brachte ich Angels Wings weg, knuddelte sie noch mal durch.

Danach machte ich mich auf den Weg in meinen Stall, um Becky und Rabauke abzuholen und mit ihnen nach hause zu gehen. Und erst als mich ein empörtes, lautes Wiehern erreichte fiel mir auf: Ich hatte jemanden voll vergessen! Hotùr stampfte wild auf die Erde, er schien wütend zu sein. Zurecht würde ich sagen. Das war mir auch noch nicht passiert... dass ich meinen armen kleinen Kultani vergessen hab! Schnell war ich ihn seiner Box und wollte mich entschuldigen, doch er drehte mir beleidigt das Hinterteil zu. “Kulta, komm schon! War doch keine Absicht...” bettelte ich. Doch Hotùr war nicht zu erweichen. Nach zehn Minuten gab ich es dann auf, legte noch einen Apfel in seine Krippe und hoffte, dass er mich am nächsten Tag wieder lieb hatte. Seufzend fischte ich meinen kleinen Kater von Beautys Rücken und behielt ihn gleich auf dem Arm. Rabauke mag Teddy nicht so besonders, aber ich hoffe, das ändert sich bald. Nachdem ich auch Becky bei Navajo abgeholt hatte, machte ich mich zu Fuß auf den Heimweg, denn mein Auto wurde mir ja netterweise geschrottet und war fahruntüchtig. Teddy schlappte traurig neben mir her und sah sich immer wieder um, vielleicht tauchte Marion ja doch noch auf.






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Mia ...
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...   Erstellt am 25.03.2006 - 20:36Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hey Kleine! Schöner Bericht!!!

Ich werde sie und vorallem ihre Berichte auch vermissen!!!

Mach weiter so! sRy das ich net so viel schreib, aba ich hab heut net viel zeit!!!

Das Mia





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Name: Rhythmus 33
Spitzname: Rhythmus, Rhythel, Rhythelchen, Rhythi
Alter: 15 Jahre (14.06.1991)
Rasse: Westfale
Ausbildung: Damals S Springen, heute L Dressur
Charakter: Rhythmus ist total schmusig und ein ganz lieber Knuddelbär. Beim Reiten ist er einfach spitze, jedoch kann er auch ma los schießen und einen kleinen Freudebuckler machn.


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