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Lenna ...
Pferdenarr
.........



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Registriert seit: 18.10.2005
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...   Erstellt am 10.02.2006 - 15:28Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Total müde saß ich im Reiterstübchen und trank erstmal einen starken Kaffee zum Wachwerden. Warum muss das Leben auch so anstrengend sein? Es war erst acht Uhr und ich hatte bereits eine anstrengende Reitstunde auf Showdown hinter mir. Allerdings hatte ich mal wieder viel gelernt… nämlich dass ich wohl zu dämlich für ihn war. Er hatte so gut wie gar nichts getan, weil ich die Hilfen wohl einfach zu schwammig gab. Egal was ich versucht hatte, es hatte irgendwie nicht hingehauen. Dabei klappte es bei Hotùr doch auch? Aber der kleine Islandhengst war ja wohl auch nicht so anspruchvoll wie der große Schimmel. Ich seufzte laut auf, was mir einen verwunderten Blick von den umsetzenden einhandelte. Schnell stand ich auf und zahlte meinen Kaffee. “Ich muss dann mal los, hab ja noch viel zu tun.” meinte ich entschuldigend zu Marion, die auch schon auf den Beinen war, im Gegensatz zu mir aber grad erst anfangen wollte. “Schon okay, ich will dann auch mal. Teddy, Rebell, ab geht’s!” Während ReBell gleich aufsprang und schwanzwedelnd auf Marion losstürzte, erhob der Neufundländer Teddy sich sehr schwerfällig und langsam. “Der führt sich auf wie ein alter Mann!” lachte ich und kraulte Teddy den Kopf. Erst als ich die Tür nach draußen aufmachte, wurde Teddy schneller, meine Hündin Becky stand davor und der schwarze Riese freute sich sichtlich sie zu sehen. “Sag mal, Marion? Kann es sein, dass dein großer sich verknallt hat?” Sie zuckte jedoch nur mit den Schultern. “Mag sein, wir werden es sehen! Ich bin dann mal drüben im Stall, vielleicht sehen wir uns ja noch.” “Da bin ich mir recht sicher. Moikka!” Becky folgte mir dann in Richtung Stall und verkroch sich wie immer bei Navajo.

Ich begrüßte dann erstmal Mon Cherry und holte ihm zum Putzen und Reiten heraus. Dieses war schnell erledigt und ich ging mir ihm in die Sprunghalle, wo ich die Hindernisse schon auf ‘seine’ Höhe eingestellt hatte. Nach einigen Minuten warmreiten begann ich mit dem Training, was bis auf kleinere Fehlerchen auch ganz gut klappte. Er warf zwar ab und an eine Stange runter, aber man merkte ihm förmlich an, dass es ihn selber ärgerte. Zum Abschluss klopfte ich ihm den Hals und stieg ab, um ihn zurück in den Stall brachte und ihn eindeckte. Danach öffnete ich die Tür zur Nachbarbox, um meinen Tinkerhengst zu begrüßen. Dieser stieß ein leises blubbern aus, als er mich sah und ich kraulte ihn erstmal ordentlich durch. Dabei blickte ich kurz durch die Box, diese hatte wirklich wieder ne Reinigung nötig, aber das wollte ich erledigen, wenn die vier auf der Weide waren. Allerdings erregte dann etwas meine Aufmerksamkeit, was mir so gar nicht passte! In der dunkelsten Ecke, hinter Navajos dickem Hinterteil verborgen, lag Becky im Stroh, allerdings nicht alleine! Sie hatte sich eng an Teddy gekuschelt und die beiden leckten sich gegenseitig das Fell! “Das ist ja wohl… Teddy! Raus hier, aber dalli!” rief ich empört. Doch der Neufundländer hob nur kurz den Kopf und gähnte. Der nahm mich überhaupt nicht ernst! Schnell hatte ich mein Handy in der Hand und wählte Marions Nummer. “Ja? Was gibt’s?” meldete sie sich recht schnell. “Sag mal, du vermisst nicht zufällig was?” fragte ich ohne mich zu melden. “Lenna? Bist du es?” “Ja, wer sonst?” grummelte ich. Hatte sie denn echt nicht gemerkt, dass Teddy nicht bei ihr war? “Wieso? Den hab ich zusammen mit Rebell bei Nanci eingesperrt.” meinte sie dann verwundert. “Dann wüsste ich gerne, seit wann Nancis Box in der von Navajo liegt. Dein dicker liegt hier mit Becky im Stroh und lässt sich von mir nicht dazu bewegen, rauszugehen! Könntest du ihn bitte abholen?” flehte ich. Ich wollte gar nicht wissen, was die beiden Hunde gemacht hatten, bevor sie sich in die Ecke verkrochen hatten! Allerdings nahm Marion das ganze mit Humor. “Gönn den beiden doch ihren Spaß! Aber wenn es dich beruhigt, ich miste hier bei E Lando nur noch fertig und dann hol ich meinen Dicken bei dir ab, einverstanden?” “Ja, bin ich. Bis gleich.” Während ich dann auf Marion wartete, begann ich schon mal damit, Navajo in der Box zu putzen, weil ich ihn als nächstes reiten wollte. “Wo ist der Ausbrecher?” Grinsend stand Marion an der Boxentür und öffnete diese nun. “Teddy, hier her, aber hurtig!” befahl sie und blickte mich dann entschuldigend an. “Tut mir leid, aber ich hab keinen Plan, wie er aus der Box gekommen ist.” “Schon okay, aber die eventuell entstandenen Welpen bekommst alle du!”

Eine Viertelstunde später war ich mit Navajo in der Halle und trainierte ihn mal wieder im Trailparcours. Mittlerweile ging er sogar über die Plastikplane, ohne mit der Wimper zu zucken, aber dennoch schlichen sich immer wieder kleinere Fehler ein, die ich nun ausbügeln wollte. Wie immer war er willig und freudig bei der Sache, Schritt weit aus, allerdings machte ich nicht lange, die Müdigkeit war wieder da und ich sehnte mich nach meinem Bett. Aber erst war noch Hotùr an der Reihe. Der kleine Isi stand wie immer trotz Kälte draußen und reckte die Nase dem Wind entgegen. “Moi Kulta!” grüßte ich ihn lebevoll und stieg über den Zaun zu ihm in den Auslauf. Er wieherte leise, blieb aber strikt an seinem Platz stehen. “Kultani? Komm her, ich hab auch lecker Möhren dabei.” lockte ich ihn. Es half, Hotùr schritt bedächtig auf mich zu und legte sein Maul in meine Handfläche. “Hallo mein süßer! Wollen wir eine Runde ins Gelände?” fragte ich leise und erntete ein freudiges Wiehern. “Okay, dann lass uns mal los.” Ich striff ihm sein Halfter über, ging zum Putzplatz und nachdem er sauber war machte ich mich ohne Sattel auf den Weg in den Wald. Es wurde ein schöner Ausritt, stürmisch und ruhig zugleich. Zudem war ich endlich wach und das war es, was ich erreichen wollte. Nachdem ich Hotúr auf die Weide gebracht hatte, holte ich Navajo und Mon Cherry nach, Black Beauty musste ihm Stall bleiben. Da alle Pferde in der Mittagsruhe auf der Weide sind, meist zumindest, waren die Hallen leer und ich konnte in Ruhe arbeiten.

Beauty sah mir freundlich entgegen, kam aber nicht auf mich zu… allerdings wich er auch nicht zurück. Langsam ging ich in die Box, wie immer irgendeinen Schwachsinn vor mich her murmelnd. Als ich ihm einen Apfel vor die Nase hielt, kam er auf mich zu und nahm ihn vorsichtig von der Handfläche. “So ist es brav! Dann komm mal her, mein schöner!” Ich zeigte ihm das Halfter, welches in der Hand hielt. Beauty beäugte es misstrauisch, ließ es ich aber ohne Probleme überstreifen. Mit einem Klacken rastete der Panikhaken des Stricks in das Halfter ein und ich führte den Friesenhengst langsam aus der Box. Beauty trippelte nervös neben mir her, als merkte er, dass ich etwas mit ihm vorhatte. Woher nur? In der Halle ließ ich Beauty vom Strick und er trabte erstmal ein paar Runden nervös umher, die Umgebung war neu für ihn und ich wollte ihm Zeit geben, sie kennen zu lernen. Erst als er ruhiger wurde, rief ich nach ihm. Sein Kopf schoss in die Höhe und er trabte zu mir. Vor mir blieb er stehen und nickte immer wieder. Ich nahm meine Longierpeitsche in die Hand und Beauty versteifte sich. “Shhh! Keine Angst, ich tue dir nichts!” versuchte ich ihn zu beruhigen. “Ist gut… es ist alles gut!” In seinen Augen blitzte das weiße und er wirkte panisch, also legte ich die Peitsche wieder weg und langsam beruhigte der schöne Friese sich wieder. “Besser so, hmm? Dann komm mal her, komm her mein großer!” lockte ich ihn. Als er direkt vor mir stand, drehte ich mich um und ging davon. Es dauerte eine Weile, aber dann hörte ich das leise auftreten der unbeschlagenen Hufe im Bodenbelag. Ein kurzer Blick über die Schulter zeigte mir, das Beauty mir folgte und kurz darauf spürte ich seine weichen Lippen in meinem Nacken.

Ein Schauer durchfuhr mich, er vertraute mir! Ich hatte es geschafft, er folgte, ohne dass ich was gesagt hatte! Ich blieb stehen und drehte mich um, streckte einen Arm zur Seite und Beauty folgte diesem. Also ging ich in die Mitte der Bahn, einen Arm von mir gestreckt und schnalzte mit der Zunge. Beauty ging in den Galopp über und lief um die Bahn, zog ich den Arm ein, kam er zu mir zurück. Wir übten noch eine Weile weiter, bis ich es für genug hielt und Beauty sich seinen Weidegang wirklich verdient hatte! Nachdem ich die Boxen dann ausgemistet hatte, holte ich meine Tiere wieder rein und machte mich auf den Heimweg. Ich hatte keine Reitstunde und auch keinen Tierarzttermin, was so viel hieß wie: Ich hatte frei! Und sollte doch was sein, so konnte man mich ohne Probleme über mein Handy erreichen.





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jule ...
Pferdeliebhaber
...

...

Status: Offline
Registriert seit: 25.09.2005
Beiträge: 38
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...   Erstellt am 12.02.2006 - 16:54Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


hey süße !!!
echt voll der laaaaange und voll der schöne und cooler bericht !!! respekt !!! mach weiter so !!
viele liebe grüße jule hdggggggdl





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Das Glück der Pferde ist der Reoter auf der erde!


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