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Lenna ...
Pferdenarr
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...   Erstellt am 07.01.2006 - 16:36Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


“Hallo mein Süßer!” sprach ich mit leiser Stimme auf Black Beauty ein. Ich war gerade auf den Hof gekommen, um mich um meine Tiere zu kümmern. Becky hatte ich diesmal bei Rabauke, meinem kleinen Kater, daheim gelassen. Sie war läufig und es war nicht gut, wenn sie den ganzen Tag unbeobachtet auf dem Hof herumlief. Beauty hob den Kopf, als er meine Stimme vernahm und grummelte leise. Aber seine Ohren waren in meine Richtung gerichtet. “Beauty, komm her!” lockte ich ihn, in der Hand einen Apfelschnitz. Konnte er da widerstehen? Er konnte! Stattdessen machte nämlich Navajo daneben einen langen Hals und schnappte nach meiner Hand. Ich riss sie ihm weg und gab ihm einen Klaps vor die Brust. So weit kam es noch! Navajo schnaufte empört und seine Augen blickten mich unverständlich an, so als wolle er sagen: Wenn er es nicht will, dann kann ich das doch fressen! Aber so einfach machte ich es ihm nicht. In langsamen, geschmeidigen Bewegungen kletterte ich über den Zaun und rutschte im Auslauf in den Sand. Blacky riss seinen Kopf hoch und blickte mich erstarrt an. Wollte sie es wirklich wagen? sagte sein Blick. “Ganz ruhig, Beauty! Ich tu dir nichts!” Wie immer laberte ich unsinniges Zeugs, langsam und beruhigend. Immerhin wollte ich ihn nicht erschrecken. Und es war schon ein Wagnis, mich ohne jemanden zu informieren, zu ihm rein zu trauen. Doch wider erwarten blieb der junge Friesenhengst sogar stehen, sah mich nur an. Aber er machte keine Anstalten zurückzuweichen. Ihn nicht aus den Augen lassend, hockte ich mich hin. So war ich wesentlich kleiner wie er und deutete ihm so an, dass von mir keine Gefahr drohte. Und Blacky blieb ruhig, seine Beine zuckten und... er kam einen kleinen Schritt näher. “Ja, komm mein Großer! Komm her!” lockte ich weiter und streckte den Arm mit dem Apfel noch ein Stück weiter von mir. In absolutem Zeitlupentempo kam der Friese auf mich zu, blieb in sicherer Entfernung stehen und reckte den Hals, um an das Stück Apfel heranzukommen. Und kurz darauf spürte ich seine weichen, aber dennoch rauen Lippen in meiner Hand, wie sie vorsichtig das Stückchen wegholten. Kaum dass er es hatte, sprang er einen Meter weiter zurück und erst da begann er zu kauen. Aber es war wieder ein kleiner Erfolg. Wenn das so weitergeht, kann ich ihn vielleicht in ein, zwei Wochen vorsichtig putzen. Und das hatte er dringend nötig! Die dicke Schicht aus getrocknetem Matsch ließ kaum noch darauf schließen, welcher Rasse er angehört.

Nachdem ich langsam und ohne dem Hengst den Rücken zuzukehren, denn das war gefährlich da ich nicht wusste, wie er reagieren würde, wieder auf der anderen Seite des Zaunes stand, war Navajo an der Reihe und bekam, endlich, sein Stück Apfel. Nach einer Menge Krauleinheiten öffnete ich dann seine Stalltür und er folgte mir wie immer ohne Halfter und Strick an den Putzplatz, bzw. in die Sattelkammer... aus der ich ihn aber sofort wieder herausscheuchte. Als ich dann mit der schweren Putzkiste nach draußen kam, war von meinem Tinker keine Spur zu sehen. Ich fluchte leise vor mich hin und überlegte, ob vielleicht grad eine der Stuten hier rossig war. Bei einem Hengst war das natürlich normal, dass er darauf ansprang. Allerdings erblickte ich Navajo dann am Hoftor, wo er anscheinend nach meiner Hündin Ausschau hielt. Schmunzelnd legte ich zwei Finger an den Mund und pfiff so laut, dass er sich vor Schreck fast auf sein Hinterteil setzte. Aber es half. Er wieherte noch einmal in Richtung Straße und trabte dann zu mir zurück. Lachend griff ich in seine Mähne und klopfte ihm den Hals. “Du bist echt ein Spinner, Navajo!” Nach einer ausgiebigen Putzzeremonie, die wirklich nötig war, holte ich seinen neuen Westernsattel, die Trense und das Pad dazu und machte den Hengst reitfertig. Während ich dann aufstieg, überlegte ich, ob ich mir von dem gewonnen Geld beim letzten Turnier nicht einen original spanischen Sattel mit passender Kandarre für ihn zulegen sollte, denn immerhin war er auch in der Hohen Schule ausgebildet und auf Turnieren kam es immer ein bisschen blöd, wenn ich ihn dann im englischen Sattel vorführte.

Nach einer guten Stunde Reining und Pleasure Training war Navajo schweißnass und ich spritzte ihm kurz die Beine ab, bevor ich ihn trockenrieb, nochmal überputzte und ihm dann die Winterdecke überzog. Ich würde sie ihm abnehmen, wenn ich mit dem Isländer fertig war. So brachte ich Navajo zurück in seine Box, in der er auch blieb, war ihm wohl doch zu kalt draußen, und ging zwei Türen weiter. Dort stand mein kleiner Fuchs und grub im Stroh. “Hotùr!” rief ich und sein Kopf schnellte hoch, ein kleines Wiehern erklang. Langsam tapste er zu mir und ließ sich durch seine dicke Mähne den Hals kraulen, während er mit geschlossenen Augen nach meiner Jackentasche suchte, von der er wusste, dass sie Leckerlies enthielt. “Hey, nix da!” lachte ich und gab nun auch ihm seinen Apfelanteil. Dankbar hob er danach seinen Kopf und prustete mir seinen warmen Atem ins Gesicht. “Wie sieht es aus, kleiner. Lust auf nen Ausritt im Schnee?” Als hätte er mich verstanden wieherte er wieder leise. “Na, dann komm her!” Ich griff in seinen dichten Schopf und zog Hotùr hinter mir her. Erst in der Sattelkammer, in die er aufgrund seiner geringen Größe besser reinpasste als Navajo, streifte ich ihm sein Halfter über und band ihn dann am Putzplatz an. Schnell kratzte ich mit dem Striegel die dicke Matschschicht ab, entfernte den Staub und trenste meinen kleinen dann auf. Auf einen Sattel verzichtete ich wohlweißlich. So machte es doch viel mehr Spaß!

Nach einem stürmischen Ausritt ihm Schnee, bei dem ich mehrfach im weichen Weiß landete, weil der Isländer vor Freude mitten im Galopp größere Bocksprünge einlegte. Aber dabei war nix passiert, wie gesagt, ich landete im Schnee. Nun war ich zwar vollkommen durchnässt, fror erbärmlich, aber war glücklich. Der Ausritt hatte eine Menge Spaß gemacht und auch dem kleinen Hengst hatte er gefallen. Dieser schnaubte ganz schön und seine Atmung war schneller als normal, aber diese würde sich wieder normalisieren. Im Gegensatz zu Navajo wischte ich Hotùr nur trocken und stellte ihn ohne Decke zurück in die Box. Einen Isländer sollte man nicht verweichlichen und nachdem ich ihn einige Zeit beobachtet hatte, stellte ich fest, dass er auch nicht zu frieren schien. So konnte ich beruhigt weitergehen. Ich hatte mir nämlich vorgenommen, bei Schneeflöckchen vorbeizuschauen. Erstens brauchte sie dringend eine Impfung, die ich vorsorglich eingesteckt hatte, und zweitens hatte sie im Sturm mein Herz erobert. Ich liebte dieses kleine Falabellafohlen, welches wohl oder übel irgendwann mal ein Schimmel werden würde, im Augenblick aber noch grauschwarz war, so ne Mischung eben. Flöckchen, wie ich sie liebevoll nannte, lag neben ihrer Mutter im dicken Stroh und sah mir erwartungsvoll entgegen. Ich öffnete die Boxentür, schloss sie hinter mir und kniete mich zu dem Fohlen ins Stroh, wo ich es erstmal kraulte. Und als sie ganz entspannt war, bekam sie ihre Spritze, bei der sie komplett zusammenzuckte, da ich aber mit dem Kraulen nicht aufgehört hatte, war sie schnell wieder beruhigt und schleckte mir über die Hand. “So, das war es, Flöckchen. Ich muss los, bis bald!”






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Mia ...
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...   Erstellt am 17.01.2006 - 19:47Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hey Süße!
Ma wida ein wunderschöner Bericht! Immer weiter so! Bin echt sprachlos... sRy....

+liebz dich+ Mia





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Name: Rhythmus 33
Spitzname: Rhythmus, Rhythel, Rhythelchen, Rhythi
Alter: 15 Jahre (14.06.1991)
Rasse: Westfale
Ausbildung: Damals S Springen, heute L Dressur
Charakter: Rhythmus ist total schmusig und ein ganz lieber Knuddelbär. Beim Reiten ist er einfach spitze, jedoch kann er auch ma los schießen und einen kleinen Freudebuckler machn.


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