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...   Erstellt am 21.04.2005 - 19:09Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Kirchdorf Bergkirchen

Auf dem ersten Bergrücken am Rande des Norddeutschen Tieflandes, nördlich von Sachsenhagen und südlich vom Steinhuder Meer, dort, wo sich das Weserbergland ankündigt, liegt das alte Kirchdorf Bergkirchen. Der Ort dehnt sich seiner ganzen Länge nach auf der Höhe des Berges aus und ist deshalb weithin sichtbar.

Der Boden ist steinig und macht die Landwirtschaft mühsam und anstrengend, dennoch haben die Bewohner ihre exponierte Lage früh genutzt und eine im 16. Jahrhundert errichtete Bockwindmühle krönte weithin sichtbar den Bergrücken. Die Bergkirchener Mühle brannte im Winter 1892/93 ab.

Eigentümer der Mühle war der Müller Dralle, der eine zweite Bockwindmühle in Wölpinghausen besaß, die der Bergkirchener Mühle vollständig glich.

Die städtische Windmühle in Stadthagen beim Bahnhof (Bild oben), die noch 1845 erneuert worden war, konnte sich der modernen technischen Entwicklung in Stadthagen nicht anpassen. So erwarb Müller Dralle die holländische Windmühle aus Stadthagen und ersetzte durch Wiederaufbau in Bergkirchen (rechtes Bild) damit die ausgebrannte Bergkirchener Mühle. Bis zum Jahre 1945 wurde sie mittels Windenergie betrieben. Der Betrieb wurde im Jahre 1955 eingestellt.




Bergkirchen wird 1174 in einer Urkunde des Bischofs Anno von Minden erwähnt, in der bestätigt wird, daß der Edelherr Basilius vom See (Wiedensahl) mit Einwilligung Herzogs Heinrich des Löwen dem Kloster Loccum 9 Hufen in „Berkerken“ geschenkt hat. In weiteren Urkunden wird Bergkirchen wie folgt bezeichnet:




1183 - Barchkerke

1272 - Berkkerken

1396 - Berhkerken

1550 - Berchkerken

1662 - Barchkercken

1746 - Bergkirchen




Bergkirchen erhielt seinen Namen aufgrund seiner im 12. Jahrhundert errichteten Kirche. Der Name Bergkirchen ist eine Zusammensetzung aus dem mittelniederdeutschen „berch“ und dem neuniederdeutsch „barch“, welches Berg oder Erhebung bedeutet, also „zu der Kirche am Berge“ oder „der erhöht liegenden Kirche“.










Bergkirchen entwickelte sich zu einer geschlossenen Dorfanlage zu beiden Seiten der durchführenden Straße. Im Jahre 1560 war Bergkirchen zeitweise mit 88 ha größer als das nahe gelegene Wölpinghausen.

greetz witchi











quelle http://www.blume-gen.de/bergkirchen-steckbrief.html





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