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Rebecca 

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...   Erstellt am 22.05.2008 - 20:57Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Sulzbach, 21.05.08 DGB ORTSVERBAND!

Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Bürgerinnen und Bürger,

Die Zeit ist reif, liebe Kolleginnen und Kollegen daß wir uns zu Wort melden!
Die Zeit ist reif, das wir uns nicht alles, was unsere Politik in unserem Bundesland durchführen möchte, aufdrücken lassen!
Die Zeit ist mehr als reif, das sich Städte, wo es keine Kohleförderung mehr gibt, aber die dennoch wissen was alles am Bergbau hängt, sich melden; und diese Städte gemeinsam mit Euch den friedlichen Protest und die Informationen dazu an die Bürgerinnen und Bürger weitergeben!
Seid alle herzlich willkommen in einer Stadt, die durch den Bergbau einst eine blühende Gemeinschaft hervorgebracht hat!

Eine faire Chance für die Bergleute bedeutet Zukunft für unser Saarland.
Es gilt das gesprochene Wort!
Der DGB-Ortsverband Sulzbach bedankt sich herzlich bei allen die bei der heutigen Veranstaltung mitwirken!
Wir erklären uns solidarisch mit unseren Bergleuten und ihren Familien, sowie den Zulieferbetrieben und alle vom Bergbau abhängig Beschäftigten.
Noch heute, sind wir über die Erderschütterung unter Saarwellingen am 23. Februar schockiert!
Wir werden aber angesichts der Erdbebenkatastrophe in China, das Wort „Erdbeben“ nicht dazu verwenden, weil wir es den Menschen, die in China von der Katastrophe betroffen sind , schuldig sind!
Wir sind froh, das die Bergwerksleitung zum Schutz der Bergleute unter Tage und zum Schutz der Anwohner selbst den Abbau in der Primsmulde Süd eingestellt hat.
Aber nicht nur in Saarwellingen kam es zur Erschütterung, sondern auch in unserer Region!
Unsere Zulieferer und die Werkstatt Hirschbach beantragten Kurzarbeit und es wurden Menschen von heute auf morgen von ihrer Firma in die Arbeitslosigkeit geschickt . Als Beispiel die Reinemachefrauen, die jetzt von der IGBAU vertreten werden!
Dies alles ist geschehen, wo unser Ministerpräsident einen zweifelsfreien 100% igen Bergbau forderte.
Wir sagen dazu: Der Bergbauausstieg im ICE Tempo ist eine massive Bedrohung der Eigenständigkeit des Saarlandes.
Die ständige Rufe nach Auslaufbergbau haben diesen wichtigen Beruf und den Industriezweig erheblich beschädigt.
Die Zeit ist reif, das wir uns dies nicht mehr gefallen lassen!
Unsere Stadt wird, wenn das Bergwerk Saar schließt vor unlösbare Probleme gestellt!
Da hilft auch die Schönfärberei unseres neuen Arbeitsministers nichts, der scheinbar noch nicht so sehr die aktuellen Zahlen kennt!

Hier unser Fakten:
In unserer Stadt waren 176 MitarbeiterInnen am 31.12.07 in guter Arbeit beschäftigt !
Dies bedeutet: keine Leiharbeit, Mitbestimmung, keine unter Wert bezahlte Arbeit!
Im Stadtverband sind es 1896 MitarbeiterInnen.
Alles Mitarbeiter die auch in Sulzbach den Einzelhandel , Gaststätten durch ihre Einkäufe unterstützen!
Insgesamt 27 Firmen aus Sulzbach erhielten im Jahre 2007 Aufträge durch die RAG Deutsche Steinkohle in einem Gesamtvolumen von rund 6 Millionen Euro! Im Stadtverband waren es 360 Zulieferfirmen mit einem Gesamtvolumen von rund 64 Millionen Euro an Aufträgen!
Laut Gutachten ist belegt das für den Zulieferbereich in Sulzbach mindestens 150 Beschäftigte von einer Schnellen Schließung betroffen wären!
Rechnen wir die Kumpels mit, sind in Sulzbach, mindestens 1.000 Menschen unmittelbar betroffen.
1.500 Beschäftigte im Zulieferbereich im gesamten Stadtverband und 10.000 Beschäftigte im Bergbau und in der Mantelindustrie saarlandweit!

Wir wissen was es für Sulzbach bedeutet, wenn unser Zentrallager Hirschbach, wo rund 800 Beschäftigte bergbautechnische Produkte und Verfahren herstellen, die führend sind auf dem Weltmarkt und die 2012, wenn es nach dem Ministerpräsidenten geht, vor dem AUS steht und mit ihr eine gesamte Stadt und ihre Menschen darin. Hören sie auf, Herr Ministerpräsident, bevor es für unser Saarland zu spät ist!
Wir fragen uns , warum sagt Peter Müller dies nicht in der Öffentlichkeit?

ALL DIES IST BELEGT!
Wir haben alle gute Gründe, unsere Bergleute und ihre Familien zu unterstützen!
Bei rund 29.000 LANGZEITARBEITSLOSEN bereits vor der Bergbaukrise , gibt es schon seit Jahren kaum Perspektiven die Arbeitslosigkeit zu beenden.
Steigende Erdöl-, Erdgas- und Benzinpreise belegen;
ENERGIESICHERHEIT wird „die“ zentrale Zukunftsfrage!
Wir haben für 400 Jahre Kohlevorräte, welchen Sinn macht es , wo Steinkohle auf dem Weltmarkt immer teurer wird, die Forderung Auslaufbergbau gegen alle Vernunft durchzuziehen?
Woher soll bezahlbarer Strom für die Bürgerinnen und Bürger und unsere Industrie im Saarland und in Deutschland kommen? Soll Strom, wie es jüngst vom saarländischen Umweltminister Stefan Mörsdorf öffentlich gefordert wurde, vermehrt aus Atomkraft gewonnen werden? Denken wir eigentlich noch an Tchernobyl und die Katastrophe für den ganzen Globus? Was hätten wir denn davon?
Der DGB-Ortsverband Sulzbach sagen NEIN zur Atomkraft, aber JA zu unserer Kohleförderung über das Jahr 2012 hinaus!
Damit sagen wir aber auch JA zu rund 380 Ausbildungsplätzen und eine fairen Chance für unsere jungen Menschen, die ihren Beruf lieben und weiterhin im Saarland eine Existenz aufbauen wollen. Auch fast 150 Schwerbehinderten- arbeitsplätze stehen vor dem AUS! Dies alles gilt es zu berücksichtigen.

Wir fordern:
Genehmigen Sie das beantragte Feld Dilsburg in den Flözen Wahlschied Ost und West. Sonst droht uns allen der Supergau.
- Die Revisionsklausel muß von unserem Ministerpräsident ernst genommen werden. Sie haben die Revisionsklausel am 07.02.07 im Steinkohlefinanzierungsgesetz ja auch im Interesse des Saarlandes unterschrieben.
Halten sie Wort!
- Wir lehnen den Auslaufbergbau an der Saar ab und fordern Sie auf den steigenden Kosten von Energie- und Kohlepreis auf dem Weltmarkt gerecht zu werden.
- Wir lehnen den Auslaufbergbau an der Saar ab und wir fordern eine faire Chance für unsere Kumpels, den Menschen in den Zulieferbetrieben und Kraftwerken, für unsere Stadt und unser Land!

WIR WERDEN MIT EUCH GEMEINSAM WEITERKÄMPFEN! Glück auf!

[Dieser Beitrag wurde am 14.07.2008 - 07:08 von Rebecca aktualisiert]





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Rosie


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