forenmaster

Status: Offline Registriert seit: 22.06.2005 Beiträge: 51 Nachricht senden | Erstellt am 21.01.2006 - 17:34 |  |
Die Interseite vom Oberbürgermeister-Kandidaten der SPD, Burkhard Jung, ist manipuliert worden. Nach Angaben der Polizei veränderten Unbekannten Zitate von Persönlichkeiten, die den Kandidaten unterstützen. Laut der SPD ist die Internetseite derzeit aus Vorsicht gesperrt.
www.burkhard-jung.de
Signatur www.leipzig-sachsen.de |
<hannes> unregistriert
| Erstellt am 21.01.2006 - 17:40 |  |
Leipzigs CDU bläst zum Angriff
Noch drei Wochen bis zur Oberbürgermeister-Wahl Sachsens CDU-Regierungschef Georg Milbradt hat zum Angriff auf die SPD-Hochburg Leipzig geblasen. „Der Oberbürgermeister in Leipzig ist die zweitwichtigste politische Position in Sachsen nach dem Ministerpräsidenten“, schrieb der CDU-Landesvorsitzende jetzt seinen Parteifreunden ins Stammbuch. Denn in drei Wochen sind mehr als 400 000 Leipziger aufgerufen, ein neues Stadtoberhaupt zu wählen. Und die Messlatte liegt hoch, sagen alle sieben Bewerber in Ostdeutschlands größter Kommune.
Gesucht wird ein Nachfolger für den Sozialdemokraten Wolfgang Tiefensee, der seit dem Herbst in Berlin als Verkehrsminister der schwarz-roten Koalition arbeitet. Vor nicht einmal einem Jahr war er im ersten Wahlgang mit 67,1 Prozent im Amt bestätigt worden. Sein Abstand zu den anderen war groß: Die PDS-Kandidatin kam mit 15,8 Prozent auf Platz zwei, der CDU-Kandidat als Dritter errang 9,8 Prozent. Alle Wahlkämpfer bekennen nun, dass das Tiefensee-Ergebnis am 5. Februar kaum zu reißen sein dürfte. Nach jüngster Umfrage des Leipziger Instituts für Marktforschung käme Burkhard Jung (SPD) auf 54 Prozent. Jedoch wissen 40 Prozent der Leipziger noch nicht, wem sie ihre Stimme geben wollen. Der CDU-Kandidat Uwe Albrecht würde 26 Prozent erreichen. Der Kandidat der Linkspartei, Dietmar Pellmann, wird bei zehn Prozent gesehen, Michael Weichert von den Grünen bei sieben Prozent. Die rechtsextreme NPD verzichtete nach nur 2,4 Prozent bei der letzten OB-Wahl darauf, einen Kandidaten aufzustellen.
Union schwach in Großstädten Während sich in Dresden die Regierungskoalitionäre von CDU und SPD um Zusammenhalt mühen, ist der CDU-Ton in Leipzig schärfer geworden. Denn es ist ein offenes Geheimnis, dass der Union die SPD-Übermacht dort seit der Wende ein Dorn im Auge ist. Zudem ist die Union in Sachsens Großstädten ohnehin schwach. Nun lassen die Christdemokraten keine Gelegenheit aus, um angesichts leerer Kassen und enorm hoher Arbeitslosigkeit Misswirtschaft im rot regierten Rathaus anzuprangern. Dass dafür auch der wegen Untreue angeklagte und geschasste CDU-Stadtkämmerer mitverantwortlich sein könnte, bleibt dabei außen vor. Die SPD setzt mit Sozialdezernent Burkhard Jung als Kandidat und Tiefensee-Bonus im Rücken auf Sieg. Jung war bislang ein Mann versöhnlicherer Töne im Verhältnis zum politischen Wettbewerber CDU. Auch, weil er an den Koalitionsverhandlungen in Dresden mitgewirkt habe, sagt Jung. „Ich bin mir sicher, dass wir nach dem Wahlkampf sachorientiert zusammenarbeiten werden.“ Er setzt wie Tiefensee und dessen Vorgänger Hinrich Lehmann-Grube auf Konsens. Dieses Miteinander im „Leipziger Modell“ hat aber zuletzt durch Rathausaffären Kratzer bekommen und müsste neu belebt werden.
Unterstützung von Liberalen Unterdessen wurde in Leipzig ein anderes Bündnis als auf Landesebene konstruiert. Die CDU hat sich mit der FDP zusammen getan, „um die strukturelle linke Mehrheit in der Stadt zu knacken“, erklärt FDP-Generalsekretär Torsten Herbst. Dass der nach mühevollem Suchen von der CDU nominierte Landtagsabgeordnete Uwe Albrecht nun mit Plakaten ohne Parteilogo wirbt, findet die FDP „sehr kooperativ“ – und liebäugelt auch schon mal mit der Option eines schwarz-gelben Bündnisses in Dresden, obwohl der Ministerpräsident dem erst kürzlich eine Absage erteilt hat. Im Schatten des Kampfes um die Tiefensee-Nachfolge sind etwa 57 000 Leipziger und Bewohner des Umlandes schon in einer Woche an die Wahlurnen gerufen. In einem Landtags-Wahlkreis muss am 22. Januar noch einmal über den Direktkandidaten abgestimmt werden. Im September 2004 war dem PDS-Bewerber wegen fehlender Unterlagen eine Teilnahme verwehrt worden. Er klagte erfolgreich vor dem Verfassungsgericht, dem CDU-Sieger Rolf Seidel wurde daraufhin kürzlich das Mandat aberkannt.
quelle: Lausitzer Rundschau
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