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Lykanthrop ![]() Administrator ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Status: Offline Registriert seit: 07.09.2006 Beiträge: 2084 Nachricht senden |
Autorin: Lykanthrop /Verena Karcz Es war ein bitterkalter Winter. Schnee verdeckte schon lange die Wiesen und nahm den wenigen Überlebenden mit jedem Tag mehr Hoffnung auf ein Wiedersehen mit der Zivilisation. Zu viele Wochen waren sie schon umher geirrt ohne die Karte, auf der der Weg beschrieben war, zu jenem Ort, der vom Krieg verschont geblieben sein sollte. Zu viele Tage lang waren sie schon, mit knurrenden Mägen durch die Wälder gezogen und von Stunde zu Stunde weniegr geworden. eine stumme Schar. Sie brachen auf zu einem Ort an dem der Tod nicht war.“ Sie sangen das Lied. Seite, jeder nur für sich. Keiner durfte sehen, wie müde sie waren und wie kläglich ihre Stimmen klangen, wenn sie mit dem Wind hinfort geweht wurden, als hätten sie nie bestanden. Jeder sang dieses Lied in seinen Gedanken. Nur Sarah nicht. Mittlerweile waren sie nur noch zehn. Fünfundvierzig von ihnen waren der Grausamkeit des Winters zum Opfer gefallen, darunter hauptsächlich kleine Mädchen, die den Willen nicht besessen hatten, sich weiter führen zu lassen, von einem Jungen, kaum älter als neun Jahre, der den Weg nicht besser kannten, als sie selbst. Sie liefen ziellos umher, das wusste jeder. Außer Sarah. Sarah weinte nicht, wie die Anderen. Und sie lächelte nur, wenn man sie fragte, ob sie müde sei. Manchmal schüttelte sie auch den Kopf und deutete stumm mit der Hand zu den Bergen hinüber. Dort, irendwo hinter den blassgrauen Wolken hatten sie ihren Hund zurückgelassen. Mit einem Schild um den Hals gebunden, auf dem in krakeliger Schrift jene Worte zu lesen waren: Wir finden den Weg nicht mehr. Wir sind zweiundzwanzig. Der Hund hier führt euch her. Und könnt ihr nicht kommen jagt ihn einfach fort. Nur bitte, schießt nicht auf ihn. Er allein weiß den Ort. Es war Sarahs Hund. Ein kleiner weißer mit wuscheligem Fell und wachen, braunen Augen. Sarahs Hund, den sie voller Stolz durch den Schnee gejagt hatten, damit er Hilfe fand. Irgendwen, der sie auf den rechten Pfad zurück leiten konnte. Seit jenem Tag waren Wochen vergangen. Der Hund war nicht zurück gekommen. Er war durch den feuchten Schnee davon gelaufen, bis er von dem Weiß seiner Umgebung nicht abzugrenzen gewesen war und dann verschwunden. Und niemand war gekommen, weder Bauern noch Soldaten, noch irgendjemand, der ihnen den Weg hätte zeigen können. Allein die Berge waren ihre stetigen Begleiter gewesen. Stumme, große Berge, die sie vorwurfsvoll anblickten und düster auf sie herab sahen. Nur Sarah lächelte, wenn die anderen gedrungen an den grauen Kolossen vorüber liefen. Sie fürchtete die Berge nicht, weil sie wusste, dass ihr Hund auf dem Weg zu ihnen war. Und selbst wenn er alleine kam, ohne Hilfe. Sarah kümmerte es nicht. Sie lächelte stumm den Wolken entgegen, die sich langsam zur Nacht verdunkelten. Der Wind brodelte auf und ließ die geschrumpfte Kinderschar inne halten. Sie drehten sich um und waren nur noch zu neunt. Der kleine Junge mit dem großen Bären im Arm, war nicht mehr hinter ihnen. Nicht einmal seine Spuren waren mehr zu sehen. Nur der Schnee. Die Kinder weinten. Nur Sarah nicht. Über die Berge zog es dunkel heran. Sterne waren keine zu sehen, nur Wolken und Schnee, der zur Erde fiel. Weiße, große Flocken, die langsam hinab sanken und sich auf Sarahs blau gefrorene Finger legten. Von irgendwo drang ein leises Bellen durch den Schnee. Sarah hob den Kopf und lächelte wieder. Der Hund, der durch den Schnee auf sie zu gerannt kam, war halb verhungert, erfroren und allein. Um seinen Hals lag ein nasses Pappschild mit verwischter Schrift. Die Worte darauf waren kaum noch zu lesen. Keiner der Kinder sah den Hund, der wimmernd vor Freude unter Sarahs Jacke schlüpfte und sich, ihr Gesicht leckend, an den schmalen Bauch des Mädchens drückte. Nur Sarah. Aber sie lächelte nicht mehr. [Dieser Beitrag wurde am 12.04.2007 - 10:10 von Lykanthrop aktualisiert] Signatur ![]() | |||||||||||||||||||
Lykanthrop ![]() Administrator ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Status: Offline Registriert seit: 07.09.2006 Beiträge: 2084 Nachricht senden |
Irgendwie wäre ich doch dankbar, wenn jemandem noch Fehler auffallen, dass sie mir genannt werden. Signatur ![]() | |||||||||||||||||||
Aerowen ![]() Schreib-Ass Status: Offline Registriert seit: 07.04.2007 Beiträge: 798 Nachricht senden |
Eine sehr gute Idee, eine Geschichte aus einem Liedtext zu machen! Du hast sie auch sehr eindrucksvoll umgesetzt. Ein paar Unklarheiten und Fehler hab ich aber gefunden:
1. weniger 2. vielleicht könntest du das noch genauer beschreiben, da aus der Passage nicht hervor geht, was weniger geworden ist (also die Kinder)
Was ist 'Seite'?
Vielleicht kannst du das noch anders formulieren. Ich finde, das Wort 'bestehen' passt im Zusammenhang mit 'Stimmen' nicht so ganz.
Dieser Satz ist wegen den vielen Nebensätzen sehr verwirrend. Hier mein Vorschlag: Fünfundvierzig von ihnen waren der Grausamkeit des Winters zum Opfer gefallen, darunter hauptsächlich kleine Mädchen, die den Willen, sich weiter führen zu lassen von einem kaum mehr als neun Jahre alten Jungen, der den Weg nicht besser kannte, nicht besessen hatten. Aus 8 Satzgliedern mach 5 Oder du machst einfach mehrere Sätze draus.
Kleinschreibung -> wie die anderen (verwirrend, ich weiß)
Den Satz würde ich vielleicht umdrehen, das harmoniert dann rein stilistisch besser mit dem Vorhergehenden.
Das 'g' fehlt
Sie jagen ihren Hund doch nicht voller Stolz durch den Schnee, oder? Sie müssen ihn wegschicken, im kalten Winter, weil sie verzweifelt Hilfe brauchen - sind sie da stolz?
Schreib lieber 'nassen Schnee', oder noch besser 'kalten' - feucht klingt komisch
Ich würde das 'gewesen' weglassen. Nur 'bis er von dem Weiß seiner Umgebung nicht (mehr) abzugrenzen war'
Das ist doppelt gemoppelt
'Gedrungen' passt hier nicht so recht, wenn es sich auf die Kinder bezieht.
Da kommt kein Komma hin
Was 'zog dunkel heran'? genauer definieren
Mhm, reicht der kleine Hund von dem Bauch des Mädchens bis zu ihrem Gesicht hoch? Ok, das wars erstmal... hab ich doch ganz schön viel gefunden... Signatur ![]() | |||||||||||||||||||
Lykanthrop ![]() Administrator ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Status: Offline Registriert seit: 07.09.2006 Beiträge: 2084 Nachricht senden |
Hachja^^ Das sind meine wunderbaren "Gehirnknoten-Fehler". Ein Bellen in der Nacht Es war ein bitterkalter Winter. Schnee verdeckte schon lange die Wiesen und nahm den wenigen Überlebenden mit jedem Tag mehr Hoffnung auf ein Wiedersehen mit der Zivilisation. Zu viele Wochen waren sie schon umher geirrt ohne die Karte, auf der der Weg beschrieben war, zu jenem Ort, der vom Krieg verschont geblieben sein sollte. Zu viele Tage lang waren sie schon, mit knurrenden Mägen durch die Wälder gezogen und von Stunde zu Stunde weniger geworden. Zehn Kinder waren übrig geblieben. eine stumme Schar. Sie brachen auf zu einem Ort an dem der Tod nicht war.“ Sie sangen das Lied. Leise, jeder nur für sich. Keiner durfte sehen, wie müde sie waren und wie kläglich ihre Stimmen klangen, wenn sie mit dem Wind hinfort geweht wurden, als wären sie nie gewesen. Jeder sang dieses Lied in seinen Gedanken. Nur Sarah nicht. Mittlerweile waren sie nur noch zehn. Fünfundvierzig von ihnen waren der Grausamkeit des Winters zum Opfer gefallen, darunter hauptsächlich kleine Mädchen, die den Willen nicht besessen hatten, sich weiter führen zu lassen, von einem Jungen, kaum älter als neun Jahre, der den Weg nicht besser kannte, als sie selbst. Sie liefen ziellos umher, das wusste jeder. Außer Sarah. Sarah weinte nicht, wie die anderen. Und wenn man sie fragte, ob sie müde sei, lächelte sie nur. Manchmal schüttelte sie auch den Kopf und deutete stumm mit der Hand zu den Bergen hinüber. Dort, irgendwo hinter den blassgrauen Wolken hatten sie ihren Hund zurückgelassen. Mit einem Schild um den Hals gebunden, auf dem in krakeliger Schrift jene Worte zu lesen waren: Wir finden den Weg nicht mehr. Wir sind zweiundzwanzig. Der Hund hier führt euch her. Und könnt ihr nicht kommen jagt ihn einfach fort. Nur bitte, schießt nicht auf ihn. Er allein weiß den Ort. Es war Sarahs Hund. Ein kleiner weißer mit wuscheligem Fell und wachen, braunen Augen. Sarahs Hund, den sie voller Stolz durch den Schnee gejagt hatten, damit er Hilfe fand. Irgendwen, der sie auf den rechten Pfad zurück leiten konnte. Seit jenem Tag waren Wochen vergangen. Der Hund war nicht zurück gekommen. Er war durch den feuchten Schnee davon gelaufen, bis er von dem Weiß seiner Umgebung nicht abzugrenzen war und dann verschwunden. Und niemand war gekommen, weder Bauern noch Soldaten, noch irgendjemand, der ihnen den Weg hätte zeigen können. Allein die Berge waren ihre stetigen Begleiter gewesen. Stumme, große Berge, die sie vorwurfsvoll anblickten und düster auf sie herab sahen. Nur Sarah lächelte, wenn die anderen gedrungen an den grauen Kolossen vorüber liefen. Sie fürchtete die Berge nicht, weil sie wusste, dass ihr Hund auf dem Weg zu ihnen war. Und selbst wenn er alleine kam, ohne Hilfe. Sarah kümmerte es nicht. Sie lächelte stumm den Wolken entgegen, die sich langsam zur Nacht verdunkelten. Der Wind brodelte auf und ließ die geschrumpfte Kinderschar inne halten. Sie drehten sich um und waren nur noch zu neunt. Der kleine Junge mit dem großen Bären im Arm war nicht mehr hinter ihnen. Nicht einmal seine Spuren waren mehr zu sehen. Nur der Schnee. Die Kinder weinten. Nur Sarah nicht. Über die Berge zog es dunkel heran. Sterne waren keine zu sehen, nur Wolken und Schnee, der zur Erde fiel. Weiße, große Flocken, die langsam hinab sanken und sich auf Sarahs blau gefrorene Finger legten. Von irgendwo drang ein leises Bellen durch den Schnee. Sarah hob den Kopf und lächelte wieder. Der Hund, der durch den Schnee auf sie zu gerannt kam, war halb verhungert, erfroren und allein. Um seinen Hals lag ein nasses Pappschild mit verwischter Schrift. Die Worte darauf waren kaum noch zu lesen. Keiner der Kinder sah den Hund, der wimmernd vor Freude unter Sarahs Jacke schlüpfte und sich, ihr Gesicht leckend, an den schmalen Bauch des Mädchens drückte. Nur Sarah. Aber sie lächelte nicht mehr Signatur ![]() | |||||||||||||||||||
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