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NoraMariella ...
It takes an ocean not to break


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...   Erstellt am 23.01.2015 - 20:23Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Alles, was dann folgte, ist ziemlich Knall auf Fall gegangen: Der Versuch, Gregor alles zu erklären. Gregor, der sagte "Ich habe genug gesehen. Und schon lange viel zu viel geahnt." Gregor, der bleich und betroffen, aber nicht überrascht aussah. Der resigniert die Wohnung verlassen hat und Gideon und mich, halb angezogen und mit schreckweiten Augen zurückgelassen hat. Gideon, der in dieser Nacht zurück zu Melody gefahren ist und es ihr sofort gesagt hat. Ihr gesagt hat, dass es, wie in so vielen Nächten zuvor, keinen Notfall im Krankenhaus gegeben hatte, sondern dass er bei mir gewesen sei. Melody ist zum ersten Mal in all den Jahren, die sie nun schon mit Gideon zusammen war, laut geworden. Hat geschrien und getobt und hat ihn dann aus der Wohnung geworfen. Es ist feige, aber ich habe Angst, Melody je wieder unter die Augen zu treten. Melody, die mir immer mit so viel Wärme und Offenheit begegnet ist und versucht hat, meine Freundin zu sein. Die Freundin der Ex-Frau ihres Mannes. Die Mutter von Lily, Gideons anderer Tochter.

Das war Ende November. Seitdem sind einige Wochen ins Land gegangen. Ich hatte schon viele schwierige Weihnachtsfeste, aber das in diesem Jahr war das schlimmste, das ich bisher erlebt habe. Weil es ein Weihnachten auf gepackten Kisten war. Für uns alle. Mit ziemlich ungewissem Ausgang. Mit aus dem Konzept gebrachten Kindern. Mit einer völlig ungläubigen Verwandtschaften, die zwischen "Immer müsst ihr alles zerstören, was ihr euch aufgebaut habt" und "Schon wieder!?" schwankte. Und dazwischen Gideon und ich, gemeinsam, irgendwie. Ich glaube, es hat diesen Knall gebraucht, damit wir uns in einem sicher werden konnten: Dass wir es noch einmal versuchen wollten. Gemeinsam, als Paar, als Einheit und nicht zuletzt auch als Familie. Deswegen sind wir kurz nach Neujahr zusammen gezogen. Etwas, das gerade für Bruno schwierig ist. Nicht nur, weil Onkel Gideon jetzt bei uns wohnt, sondern weil überhaupt ein Mann mit uns lebt. Er hat das bisher bewusst nie mitbekommen, da Gregor und ich sehr früh in Brunos Leben begonnen haben, eine Wochenendehe zu führen. Und Gideon ist jetzt immer da.

Wir sind in der Nähe von Hamburg geblieben. In der Nähe, ja. Aber wir sind "raus" gezogen. Ins Ländliche. Auf einen alten Bauernhof. Und stehen am Anfang eines absoluten Abenteuers. Das Haus ist zwar bewohnbar, aber es muss noch unglaublich viel renoviert werden. Gideon überlegt, sich hier eine eigene Praxis einzurichten und dem Krankenhaus den Rücken zu kehren. Ich hinterfrage auch mal wieder ziemlich aktiv, wohin es mit mir und meinem Leben gehen soll. Und dazwischen stehen die Kinder, die uns (vor allem emotional) jetzt mehr denn je brauchen.

Ich möchte darüber in nächster Zeit gerne wieder mehr hier schreiben. Mir geht so viel durch den Kopf.





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II was off by a thousand miles.
Hit the ceiling, then you fall,
Things are tougher than we are.
I could walk out, but I won’t,
In my mind I am in your arms.
I wish someone would take my place,
Can’t face heaven all heavenfaced.


I Should Live in Salt, The National



Mila 13J Kiara 11J Alice 8J Bruno 6J Pippa 0J
+ Nora & Gideon | Gregor | Melody, Lily

NoraMariella ...
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...   Erstellt am 05.02.2015 - 22:35Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ich glaube, ich habe selten einen Gesichtsausdruck so entgleisen sehen, wie den von Gideons Mutter, als sie alles erfahren hat. Will man meine Geschichte mit Gideons Mutter Constanze verkürzt erzählen, dann fasst man sie vermutlich am Besten unter dem Oberbegriff "Katastrophe" zusammen. Eine vielteilige Katastrophe, wenn wir ehrlich sind. Constanze und ich sind nie miteinander klargekommen und ich würde gerne sagen, dass das ihre alleinige Schuld ist, aber dann würde ich lügen. Zum einen, weil in den seltensten Fällen an Zwigstigkeiten einzig und allein eine Seite schuld ist. Zum anderen, weil es schlichtweg gelogen wäre. Ich glaube, wer mich schon länger kennt (was ja die eine oder andere, die hier seit meinen Anfängen im Jahr 2007 dabei ist, tut), der weiß: Ich bin schwierig. Ich provoziere Katastrophen, schüre (mal versehentlich, mal bewusst) Unfrieden und bin ein rastloses Persönchen, das durch ihre Hyperaktität auch ziemlich viel Belastung auf den Rücken ihrer Kinder ablädt. Ich versuche an mir zu arbeiten, aber ich kann mir und anderen schwer Dinge versprechen. Vor ein paar Jahren hätte ich es nie für möglich gehalten, dass ich je wieder ein Haus, geschweige denn ein Bett, mit Gideon teilen würde. Und heute, tja, da tue ich es. Und es fühlt sich gut und richtig an und ich hoffe, dieses Gefühl ist mehr als nur für den Moment. Ich will, dass endlich mal etwas in meinem Leben bleibt und ich glaube, dafür muss ich noch einiges aufarbeiten. Meine Vergangenheit, vor allem. Da liegt so viel im Argen, dass mir abwechselnd heiß und kalt wird, wenn ich nur daran denke.

Nun gut. Zurück jedenfalls zu meiner liebsten (Ex-)Schwiegermutter Constanze. Gideon und ich haben lange hin und her überlegt, wie wir es ihr möglichst schonend beibringen (sie wird ja auch nicht jünger und nicht einmal ich habe Interesse daran, ihr einen Herzinfarkt zuzufügen ) und haben uns dann entschieden, von einer aufwändigen Fotoinstallation unseres neu gewonnenen Glücks abzusehen ( ) und einfach das Gespräch mit ihr zu suchen. Bleich ist sie geworden, hat ihre Augen aufgerissen und dann fassungslos den Kopf geschüttelt (ziemlich lange und ausdauernd). Gideons Mutter hatte uns in den letzten Jahren mit zwei Dingen überrascht: Sie mochte Gregor gerne und sie liebte Melody (wie so ziemlich alle). Wir hatten sie fast für ein wenig altersmilde gehalten. Aber jetzt, wo ich quasi dabei bin, wieder sehr präsent in ihrem Leben zu sein, hat es sich mit der Sympathie irgendwie erledigt, würde ich mal mutmaßen. Sie hat uns übrigens mit den Worten "Ich dulde das nicht" aus dem Haus eskortiert und wir überlegen nun, aus welchem alten Adelsfilm das geklaut ist. (Wir versuchen es mit Galgenhumor zu ertragen, das Chaos, das sich im Moment Leben nennt. )





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...   Erstellt am 10.02.2015 - 20:11Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Meine Familie hat es besser aufgefasst, aber die kennt das Konzept "Nora dreht durch" nun auch schon seit fast 35 Jahren. Ich glaube, denen könnte ich inzwischen erzählen was ich will und es würde nicht zu hysterischer Überraschung kommen. "Dass es mit Gregor nicht so gut läuft, das haben wir geahnt", hat meine Mutter gesagt. "Dass es mit Gideon so gut läuft, allerdings nicht", hat mein Vater hinzugefügt. Und dann hat meine Mutter ihn in die Seite geknufft und gelacht. Sie haben eine Horde Töchter mehr oder minder groß bekommen (meine kleine Schwester Maja ist ja noch in Alices Alter), sie tragen das meiste mit viel Würde und Fassung. Ich hoffe, ich bin eines Tages so gelassen wie sie. (Als ob. Glaubt doch sowieso keiner.) Sie haben umziehen geholfen, mir am Telefon zugesprochen, als Bruno zum ersten Mal ein Wochenende bei Gregor war, der zwischen allen Stühlen sitzt - wir haben noch keine befriedigende Besuchsreglung gefunden. Uns ist zwar klar, dass wir Bruno weiterhin gemeinsam erziehen, aber Gregor ist nach wie vor in Berlin und wir in Hamburg, da er die Praxis nun doch nicht der Kollegin übergeben will, die er eingearbeitet hat, sondern sie zusammen mit ihr führen will. An den Wochenenden, die er Bruno bisher hatte, waren sie in einer kleinen Ferienwohnung hier in Hamburg. Das ist ja auch kein Dauerzustand. Aber Bruno ist noch zu klein, um alleine nach Berlin zu fahren (das versteht sich wohl von selbst, er wird bald 5) und wir suchen nun nach einer kreativen Lösung. Wir hatten schon überlegt, ob wir mal fahnden, ob es vielleicht eine Studentin gibt, die an den Wochenenden zwischen Berlin und Hamburg mit der Bahn pendelt und ihn quasi als Babysitterin mitnehmen würde, aber um sowas zu finden, müssten wir sicher ziemlich Glück haben. Ansonsten können wir natürlich auch über Ferienregelungen nachdenken, aber eigentlich es schöner, wenn die beiden sich regelmäßiger sehen und das nicht nur Inseln des Zusammenseins sind.

Inzwischen ist es wieder etwas wärmer hier und unsere Renovierungen schreiten voran. Das, was wir selbst konnten (oder auch nicht konnten, aber uns selbst zugetraut haben ) haben wir abgeschlossen und nachdem wir einige Kostenvoranschläge verglichen haben, haben wir uns entschieden, wer das Kernstück der Renovierung bei uns übernehmen wird. Gemeinsam mit einer Architektin haben wir wirklich ein sehr schönes Haus geplant, mit Praxisräumen für Gideon und einem Dachboden für mich (als Schreib-Hobby-wasauchimmer-Raum) und Kinderzimmern und einer offenen Wohnküche und einem Gemüsegarten und und und. Ich bin so aufgeregt. Dass wir noch einmal als Familie zusammenwohnen würden, das hätte ich nie für möglich gehalten. (Ich überstürze alles. Ich weiß. Ich hoffe, es geht gut - dieses Mal.)





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...   Erstellt am 10.02.2015 - 22:28Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Liebe Kiara,

gestern bist du 10 (zwei volle Hände - Bruno war ganz fasziniert, dass er bald eine Hand alt ist und du schon zwei!) geworden und du verzauberst mich immer noch wie am ersten Tag. Du bist laut und wild und wunderbar, alles, was sich Astrid Lindgren für ein Kind und von einer Kindheit gewünscht hätte. Aber langsam entdecke ich auch andere Seiten an dir: Nachdenklichere, kritischere. Ich hätte es nicht für möglich gehalten, aber ich glaube, du nimmst mir das alles am Übelsten. Dass wir jetzt hier sind, dass ich wieder etwas kaputt gemacht habe, das dir Halt gegeben hat. Es tut mir leid, gerade für dich tut es mir leid. Du hast selten etwas eingefordert von mir, außer, dass ich dir Aufmerksamkeit schenke, wenn du waghalsig bist, eroberst. Du hast lange keine Strukturen gewollt, warst lange unglaublich glücklich damit, viel zu reisen. Bis zu Milas Einschulung waren wir so viel unterwegs und oft, oft waren wir auch auf der Flucht. Für dich war das alles ein Abenteuer. Du hattest deinen bunten Rucksack auf dem Rücken und ab ging es. Aber je älter du wirst, desto besser verstehst du, dass etwas, das mit 2, 3 Jahren vielleicht wie ein Abenteuer wirkt, eine Schattenseite ist. Ich glaube, du würdest nicht das Wort verwenden (sicher kann man sich da bei dir nie sein), aber manchmal, da hältst du mich für verantwortungslos.

Ich denke gerne daran zurück, wie winzig du noch warst, als ich ins Forum kam. Ein Baby, quasi. Zwei Jahre und zwei Monate warst du damals alt (nicht einmal eine halbe Hand). Du hast noch Windeln getragen und warst schon damals laut und wild und wunderbar. Du hast deine roten Gummistiefel geliebt und warst sehr begeistert von unserer Grünpflanze, der du aus deinem Leben erzählt hast, wenn alle um dich herum gerade mal wieder mit sich beschäftigt waren. Du hast unendlich viel gesprochen, so viel und gut, wie keines deiner Geschwister im gleichen Alter. Bruno ist eher wortkarg gewesen, mit 2. Alice nicht, aber ihr Wortschatz war kleiner. Mila hat viel gelacht, aber lieber beobachtet, als zu sprechen. Du hast schon damals Geschichten erzählt und tust es auch heute noch.

Ich möchte, dass du laut und wild und wunderbar bleibst. Ich möchte dir das niemals nehmen. Und wenn ich dabei bin, dann hoffe ich, dass ich dir genug Stärke mit auf den Weg geben konnte, um mir Paroli zu bieten. Um mir zu sagen: Keinen Schritt weiter. Ich verspreche dir, dass ich alles tun werde, damit diese Familie bleibt. Damit das das Happy End ist, nach dem du dich sehnst. Und vielleicht, ja, vielleicht verreisen wir ganz bald mal wieder - nur wir zwei, wie wäre das?

Ich liebe dich! Ich liebe das Kind, das du warst und das Kind, das du bist. Die Grenzen sind fließend und ich freue mich darauf, dich bei all den fließenden Grenzen, die da noch kommen, begleiten zu dürfen. Ich halte dir meine Hand hin, ob du sie nimmst, wie lange du sie nimmst, wie viel Gegendruck ich ausüben soll - das entscheidest du.

Deine Mama





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...   Erstellt am 29.05.2016 - 22:32Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Liebe Pippa,

ein Jahr und drei Monate ist es her, dass ich zuletzt in dieses Forum geschrieben habe, in dem ich seit fast zehn Jahren angemeldet bin. Zehn Jahre voller Höhen und Tiefen und Kinder und Männer. Und seit einer Woche und einem Tag gehörst auch du zu diesem Leben, hast dich noch in unser Leben geschlichen, bevor ich im kommenden Jahr wirklich zehn Jahre hier Mitglied sein werde.

Du bist so zart, Pippa, und du riechst nach Blumen. Eigentlich solltest du am 3. Juni auf die Welt kommen, aber du wolltest wohl nicht mehr warten auf dieses Abenteuer namens Leben. Wenn ich dich anschaue, dann sehe ich ein Sommermädchen, durch und durch. Eines, das lachend durch eine Blumenwiese strauchelt und immer ganz viele Hände finden wird, die es auffangen, sollte es nötig sein. Alleine in dieser Familie sind es 12 - und da sind noch gar nicht ganzen bereitwilligen Hände derer eingerechnet, die du eines Tages Oma und Opa, Tante und Onkel, Cousine und Cousin nennen wirst. Im Moment würden meine Hände dich am Liebsten gar nicht hergeben, so sehr staune ich. Staune über dich und dein Wesen, das ich immer noch zu ergründen versuche. Staune darüber, noch einmal Mutter geworden zu sein, zum ersten Mal zu hundert Prozent geplant, zum ersten Mal mit Umständen im Rücken, die mich nicht so sehr beschäftigen, dass sie die Freude trüben auf das, was da kommen wird. (Dich!) Ich war neun Monate einfach nur schwanger und habe mich gefreut und die Tage gezählt und deine Schwestern und deinen Bruder so gut es geht und so sehr sie wollten, in alles miteinbezogen. Und ich habe renoviert, solange ich mich noch einigermaßen bücken konnte. Irgendwann hat dein Papa dann darauf bestanden, das jetzt auch mal gut sei, mit dem Ganzen Nestbau, er sei Arzt, ich solle ihm mal vertrauen, wenn er sagen würde, dass es Zeit sei, sich hinzusetzen. Überhaupt sind dein Papa und ich, nicht zuletzt auch durch dich, in den letzten Monaten noch viel enger zusammengewachsen. Wir haben uns für dich entschieden, obwohl oder gerade weil alles so gut lief und nicht, damit du uns rettest. Rettest vor einander, davor, dass wir einander nichts mehr zu sagen hätten oder uns unserer Gefühle nicht mehr sicher seien. Nein, wir haben dich bekommen, weil wir uns so viel zu sagen haben, so viel wie noch nie. Weil wir uns endlich aus vollem Herzen sagen können, dass wir einander lieben, trotz allem oder vielleicht auch gerade deswegen. Unser Haus ist so voller Lachen, so voller Liebe und so voller Kinder, von denen drei Teenager sind oder darauf zusteuern und einer mit seiner Rolle kämpft, als einziger Sohn, als einziges Kind eines anderen Vaters, als bisheriges Nesthäkchen. Und jetzt ist da wieder ein Baby und dieses Baby bist du, kleine Pippa. Ich hatte schon fast vergessen, wie es ist, ein Mama eines Babys zu sein und freue mich so sehr, es (und dich) ohne Sorgen und ohne Hast kennen lernen und genießen zu können.

Ich bin jetzt 36 Jahre alt und vermutlich hat es 36 Jahre gedauert, bis ich diesen Satz schreiben und sagen und sogar meinen kann: Ich bin angekommen, ich bin glücklich, ich bin ganz. Du bist Teil dieser Gleichung, du bist ein Puzzlestück, du bist der letzte Buchstabe der Antwort, Pippa Madita Herzog. Ich bin froh, deine Mutter sein zu dürfen und hoffe, dass du auch froh bist, Teil dieser Familie zu sein.

Wir lieben dich!
Deine Mama

P.S. Es tut mir jetzt schon leid, dass deine Schwestern dich Pippi nennen.





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