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Kaeptnchaos 

Status: Offline Registriert seit: 07.03.2008 Beiträge: 11 Nachricht senden | Erstellt am 01.04.2008 - 17:34 |  |
Hallo zusammen,
ich bin der"Neue".Weil ihr so ein fabelhaftes Forum habt, habe ich mich hiermit angeschlossen. Ich refitte seit 2 Jahren eine Stahlketsch, mit der Aussicht bestimmt noch weitere 3 Jahre zu brauchen, leider. Manchmal glaube ich, es wäre auch nicht mehr Arbeit gewesen, ein neues Schiff zu bauen. Aber vielleicht bin ich auch nur zu gründlich. Anyhow....ich werde mich mit Problemen vertrauensvoll an euch wenden und umgekehrt meine "Weisheiten" gerne mit euch teilen!
Grüsse.....
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Bernd 

Status: Offline Registriert seit: 06.11.2005 Beiträge: 293 Nachricht senden | Erstellt am 06.04.2008 - 00:26 |  |
Hallo Chaos,
unabhaengig davon, was der Chef sagt: Herzlich willkommen!!
Signatur Gruss
Bernd |
Blubber 

Status: Offline Registriert seit: 05.11.2005 Beiträge: 52 Nachricht senden | Erstellt am 09.04.2008 - 23:37 |  |
Hallo Chaos,
als ich deinen Text las, mußte ich unwillkürlich lachen!
Mir geht genauso! Ebenfalls Stahlketsch, 25 Jahre alt und ich renoviere auch schon seit 2006 und werde wohl noch 2 Jahre brauchen bis alles so ist wie ich mir das vorstelle.
Erfahrungsaustausch gerne.
Grüssle und gutes Schaffen!
Hans
Signatur Hans, SY Nuepi ..und immer fair winds |
labelleepoque 

Status: Offline Registriert seit: 06.11.2005 Beiträge: 147 Nachricht senden | Erstellt am 12.04.2008 - 12:44 |  |
Hallo,
auch wir arbeiten seit einiger zeit an unsrem alten stahlboot und planen, kommendes jahr fertig zu werden um für langfahrt aufzubrechen.
zur zeit sind wir bei elektrik, technik und ausbau angelangt und freuen uns ebenfalls auf einen austausch.
lg
claudia
Signatur ********************************
www.fortgeblasen.at |
Kaeptnchaos 

Status: Offline Registriert seit: 07.03.2008 Beiträge: 11 Nachricht senden | Erstellt am 17.04.2008 - 11:35 |  |
Danke für die nette Zurückbegrüssung!
Nächste Woche bin ich wieder am corpus delicti. das wird wieder die absolute Rotkopf-Woche. Erst schweissen dann wieder eine runde weiter sandstrahlen..(innen).Danach sehe ich immer aus......herrje.
Liebe Grüsse
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Blubber 

Status: Offline Registriert seit: 05.11.2005 Beiträge: 52 Nachricht senden | Erstellt am 01.05.2008 - 14:08 |  |
Hallo Chaos,
da hast du gerade eine sehr interessante Äußerung gemacht...
Sandstrahlen innen - wie und mit was für Geräte arbeitest Du da? Da hab ich noch einige Arbeiten vor mir und bin für tips sehr dankbar.
Grüssle
Hans
Signatur Hans, SY Nuepi ..und immer fair winds |
Kaeptnchaos 

Status: Offline Registriert seit: 07.03.2008 Beiträge: 11 Nachricht senden | Erstellt am 02.05.2008 - 10:46 |  |
Hi blubber,
ich habe das unterteilt, nach sandstrahlen innen und aussen.für aussen kommt im august ein freund mit dieselkompressor, den kessel samt fremdluftanschluss und bediener leihe ich aus.
innen sieht das anders aus. ich renoviere mein schiff von vorne nach hinten, und zwar sektionsweise. ich habe dafür das vordere schott herausgenommen:erstens will ich es eh um einen spantabstand zum bug hin versetzen (ca.40cm) damit
vorne etwas grosszügigere schlafverhältnisse entstehen. zum anderen kann man den äussersten bug nicht anders refitten, weil man sonst schlicht nicht hinkommt. (man kommt hier vom 100sten ins 1000ste, ich sehe das schon:undecided zu deiner frage. fürs strahlen innen habe ich mir einen gebrauchten industriekompressor zugelegt. (kraftstrom).der hat einen luftvolumenstrom von ca. 700 liter die minute. das ist für einen grossen kessel, wie man ihn für aussen haben sollte um nicht zu verhungern zu wenig. aber für innen ist das perfekt.ich habe für innen ferner einen kleinen strahlkessel.den gibts für ca 100 Euro u.a. auch bei den ebayversendern. diesen kessel betreibe ich mit einem strahlmittel das sakresiv heisst. das ist hochofenschlacke und im gegensatz zu quarzsand silikoseunbedenklich, soll heissen nicht lungenschädlich. als atemschutz benutze ich eine sundströmmaske mit vorfilter und feinpartikelfilter.
die körnung die ich benutze ist 0,1mm bis o,8 mm. mehr macht der kleine kessel bzw die düse auch nicht mit.ich strahle dann immer segmentweise ,z.b.
einen spantabstandsteuerbord und backbord.durch den kleineren kessel braucht man zwar zweifelsohne länger als mit einem grossen(wie ich ihn aussen benutzen werde).allerdings lässt sich so noch mit einer guten atemmaske arbeiten, ohne fremdluftanschluss. zweitens ist die sicht noch halbwegs erträglich, man möchte ja auch sehen was man macht. in irgendwelche winkel und ecken kommt man leichter mit einem kleineren set. die arbeitsabläufe sind organischer das heisst, einen kesselinhalt(ich glaube das sind bei mir 10 liter)verstrahle ich in geschätzen 5 minuten).in diesen 5 minuten habe ich dann eine fläche von vielleicht 50 mal 50 cm gestrahlt. dann muss der kessel neu befüllt werden und das herumliegende strahlgut wieder eingesammelt werden und vom schiff runter gebracht werden. und neues strahlgut muss aufs schiff. Die zeit ist immer ganz angenehm, weil sich in der zwischenzeit der staubnebel legt. bevor du fragst: das alte strahlgut wiederverwenden geht so nicht, weil man, würde man es nicht mehr auf die maximale korngrösse von 0,8 mm filtern, ruckzuck die düse verstopft.und die zeit ist mir da zu schade. am ende des tags wird dann die getrahlte fläche staubgesaugt, mit aceton entfettet und mit antorit zinkrund gestrichen. wenn ich dann ein ganzes areal mit zinkrund versehen habe, kommt der antorit epoxy primer drauf, zweimal.
ansonsten habe ich noch so ein kleines sandstrahlteilchen für die hand, von metabo. sieht ein wenig wie eine lackierpistole aus.das ist nun wirklich ein spielzeug und nichts für flächen. aber in winkeln nehme das dann, um den untergrund schweissfertig zu machen, sofern man mit der flex nicht hinkommt.noch ein tipp. mit den baumarktkompressoren 230 Volt wirst du ganz sicher nicht einmal den beschriebenen kleinen kessel betreiben können, nicht mal das handteil.und, nimm einen möglichst grossen schlauchdurchmesser für die luftzuführung, weil mit jedem meter schlauch leistung verloren geht, je dünner der schlauch desto mehr. ich benutze einen 1 zoll luftschlauch.
gut strahl!!
grüsse chris
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Blubber 

Status: Offline Registriert seit: 05.11.2005 Beiträge: 52 Nachricht senden | Erstellt am 13.05.2008 - 23:44 |  |
Hallo Chris,
gerade deinen ausführlichen Bericht gelesen, um nicht zu sagen gefre....!
Danke für die Tips. Ich will / muß meinen Ankerkasten strahlen oder irgendwie blank bekommen um ihn dann richtig grundieren und "aufbauen" zu können. Dem Spielzeug aus dem Baumarkt hab ich bisher nicht getraut und nu bin ich froh, daß ich noch nicht gekauft hab!
Außen bin ich bereits fertig, daß hab ich ne Firma machenlassen. Der Staub als Zuschauer und abends als "Aufputzer" hat mir gereicht. Echter Wahnsinn...
Grüße aus dem sonnigen Schwabenlande
Hans
Signatur Hans, SY Nuepi ..und immer fair winds |
Sascha

Status: Offline Registriert seit: 20.11.2005 Beiträge: 317 Nachricht senden | Erstellt am 30.06.2008 - 23:14 |  |
Besonders für Sanierungen im Innenbereich wäre es mal eine Überlegung sich mit dem Trockeneisstrahlen zu befassen. Da in der Regel die Bleche vor Jahren die Rauhigkeitsbeiwerte erhalten haben, gehen die auch nicht verloren. Mit dieser Methode werden alle Farbschichten auch Korrosion entfernt und da das Trockeneis verdampft, bleiben nur die Farbreste als Rückstand übrig. Zusätzlich wird auch die Stahlfeuchte entzogen was die Penetrierfähigkeit von einer Zinkstaubbeschichtung entsprechend erhöht. Dieses Verfahren wird bereits für die Restaurierung von Autos und besonders im Maschinenbau angewendet. Der einzige Nachteil ist der Lärm beim strahlen, aber es gibt kaum eine Staubbelastung, was einmal ein freistrahlen ermöglicht und es braucht auch keiner einer Schutzanzug.
Vom Preis her ist diese Art von strahlen etwas billiger. Die Arbeiten werden meist von Reinigungfirmen ausgeführt, der hat alles dabei, auch das Trockeneis das er in Pellets presst.
Ach ja, das hätte ich beinahe vergessen, herzlich willkommen
Grüße Sascha
[Dieser Beitrag wurde am 01.07.2008 - 23:14 von Sascha aktualisiert]
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Sascha

Status: Offline Registriert seit: 20.11.2005 Beiträge: 317 Nachricht senden | Erstellt am 02.07.2008 - 11:14 |  |
Hallo Chris,
Die 2 Komp.Zinkstaubbeschichtung ist der beste kathotische Schutz der möglich ist. Die Unterschiede sind meist nur die Zinkanteile, wobei bei manchen die solche Produkte vertreiben EP-Verdünner bis zu 25% als Lösungsmittel zugefügt werden, was entsprechend die Qualität der Trägerkomponente verändert.
Der Vorgabewert Lösungsmittelarm wie es normalerweise erforderlich ist beträgt auf 1 Liter Volumen 2,4 kg., bei weniger als 2,2 kg wurde in der Regel veredelt wie wir sagen. Ein weiterer Wert der sehr wichtig ist, ist die Überarbeitungszeit.
Da die Trägerkomponente ein 2 Komp. Epoxyd ist, betragen die Überarbeitungszeiten in der Regel je nach Temperatur 2 bis max. 3 Tagen. Werden die Zeiten überschritten, dann muss der Untergrund angeschliffen werden wegen der Haftung. Nur ein Zinkgrund darf niemals angeschliffen werden.
In vielen Fällen reichen also die Vorgaben aus.
Die Praxis bei Zinkbeschichtungen ist eine erheblich längere Vorbereitungsphase bis mit einen Epoxyd versiegelt wird, und die Überarbeitungszeiten können meist nicht eingehalten werden. Daher werden im Schiffbau dem Zink Aditive beigemischt, die eine Überarbeitung ohne anschleifen bis zu 90 Tage ermöglichen, was auch erfoderlich ist. Da im Stahlbau auch viel im Freien gearbeitet wird, muss eine Verarbeitung auch bis 85% Luftfeuchte möglich sein. Zuletzt noch, im Stahl werden erhebliche Mengen an Feuchte gebunden, die eine Penetrierfähigkeit erheblich reduzieren. Daher muss die EP-Komponente auch feuchtetollerant sein. Auch eine Zinkbeschichtung muss auf dem jeweiligen Verwendungszweck genau abgestimmt werden. Mancher Händler geht da mit seinen Beschreibungen oft sehr großzügig um. Daher immer Produkt-Sicherheitsdaten vorher lesen. Gute Zinkstaubbeschichtungen wiegen auf dem Liter ca. 2,4 - 2,5 kg und müssen Lösungsmittelarm sein sonst taugen die nur für ein altes Gartentor oder Brückengländer. Damit wird dann in einen Durchgang die erforderliche Schichtstärke beim rollen oder spritzen erzielt, da diese Beschichtungen auf keinen Fall ein zweites mal überschichtet werden sollen. Jedes nachträgliche ausbessern bildet eine Schwachstelle. Da aber das in vielen Fällem nicht möglich ist, wirkt da das Hämatit einer Schuppenpanzerbeschichtung.
Die anschl. Versiegelung von Zink ist zwingend erforderlich wegen dem Risiko einer Zinkpaltung. Da im Überwasserbereich oder auch Innenbereich keine Teerepoxyde verwendet werden sondern Reinepoxyde die eine erheblich geringere Feuchtedichte haben, sollte vor der Epoxydbeschichtung eine Lage 2 Komp. Epoxyd- Schuppenpanzerbeschichtung mit Hämatit aufgetragen werden, dann erst das Epoxyd. Auch das Epoxyd sollte dann mit einen PU oder Alcyd am Schluss versiegelt werden. Der Grund für den Aufwand ist besonders auch das Kondenswasser mit seinen Eigenschafte bei eine Stahlyacht. Ein Epoxyd ist auf Dauer nicht feuchtedicht, daher die Schuppenpanzerbeschichtung und zum Schluss noch die Versiegelung. Übrigens, auch die Bundesbahn beschichtet nach diesen Vorgaben.
Grüße Sascha
[Dieser Beitrag wurde am 05.07.2008 - 10:13 von Sascha aktualisiert]
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