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lebenslust  Administrator

Status: Offline Registriert seit: 19.11.2005 Beiträge: 5014 Nachricht senden | Erstellt am 10.06.2007 - 20:00 |  |
Geplündert, verschmutzt und zerstört
+ 08.06.2007 + WWF-Report zeigt die größten Bedrohungen der Meere und Küsten auf.
Das Artensterben und die Vernichtung bedeutender Lebensräume in den Ozeanen konnte bislang trotz zahlreicher nationaler und internationaler Schutzinitiativen nicht gebremst werden. Überfischung, Klimawandel, Rohstoffhunger, Meeresverschmutzung, Schifffahrt und die Verbauung der Küsten bedrohen die Meere.
Quelle und weiter: Sonnenseite
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lebenslust  Administrator

Status: Offline Registriert seit: 19.11.2005 Beiträge: 5014 Nachricht senden | Erstellt am 22.07.2007 - 09:23 |  |
Massensterben im Golf von Mexiko
Todeszone von 20.000 Quadratkilometern erwartet
New Orleans (pte/20.07.2007/06:05) - Die Todeszone im Golf von Mexiko hat neue Mega-Ausmaße erreicht, berichten Forscher der Louisiana State University. Die Bedingungen, dass die tote Zone größer als je zuvor sein wird, sind nach Angaben der US-National Oceanographic and Atmospheric Administration NOAA http://www.noaa.gov gegeben. Die Todeszonen sind Meeresgebiete, in denen der Nährstoffeintrag dermaßen hoch ist, dass der Sauerstoffgehalt des Wassers extrem niedrig wird. In Folge kommt es zu einem Massensterben von Meerestieren.
Weiter: pressetext
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Status: Offline Registriert seit: 19.11.2005 Beiträge: 5014 Nachricht senden | Erstellt am 29.07.2007 - 08:43 |  |
Stirbt die Ostsee?
Die Todeszonen in der Ostsee werden immer größer.
Todeszonen im Meer sind Zonen, denen der Sauerstoff ausgegangen und alles Leben abgestorben ist. 1990 waren die Todeszonen der Ostsee schon etwa doppelt so groß wie das Bundesland Hessen - sie haben sich inzwischen nochmals verdoppelt. Die Todeszonen im Meer breiten sich aus wie die Wüsten an Land - schätzt der WWF.
Die Todeszonen im Meer entstehen vor allem in Küstennähe zu Industriestaaten. Die UNEP schätzt die Zahl der Todeszonen ohne Fische und andere Meerestiere inzwischen weltweit auf 200. Die Todeszonen finden sich meist an Flusswindungen, welche wegen der Industrielandschaft viel Dünger ins Meer einleiten, hauptsächlich Phosphate und Nitrate.
So entstehen große Algenflächen. Deren Blüte sinkt später auf den Meeresboden. Es kommt zu Gärungsprozessen, die den Sauerstoff des Wassers verbrauchen und zum Tod der Fische führen.
Der WWF geht davon aus, dass pro Jahr 35.000 Tonnen Phosphor und über eine Million Stickstoff in die Ostsee gespült werden - zum Großteil aus der Landwirtschaft, die so intensiv düngt, dass die Böden nicht mehr alles Gift aufnehmen können. Die Nährstoffzufuhr in die Meere hat sich seit 1960 weltweit verdreifacht.
Noch 2007 soll von den Ostsee-Anrainerstaaten ein Aktionsplan beschlossen werden, der die Nitratzufuhr in die Ostsee stark reduzieren soll. Deutschland, Schweden und Finnland wollen diesen Plan, doch Dänemark bremst mit Rücksicht auf seine konventionellen Landwirte und deren Pharmaproduzenten.
Schon in den vergangenen 15 Jahren wollten die Ostsee-Anrainerstaaten die Phosphat- und Nitratzufuhr halbieren - dieses Ziel wurde jedoch nur zur Hälfte erreicht.
Die derzeitige Intensivierung der Landwirtschaft in Osteuropa lässt befürchten, dass das Sterben in der Ostsee weitergeht.
Quelle:
Franz Alt 2007
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Status: Offline Registriert seit: 19.11.2005 Beiträge: 5014 Nachricht senden | Erstellt am 27.10.2007 - 18:50 |  |
Umweltgift verändert Verhalten von Fischen -
Geringe Werte reichen um Schwarmverhalten zu stören
Eines der häufigsten Umweltgifte, das so genannte Nonylphenol, steht im Verdacht das soziale Verhalten von Fischen empfindlich zu stören. Bereits geringe Konzentrationen der Substanz reichen aus, um die chemischen Duftnoten von Fischen aus dem Gleichgewicht zu bringen, berichten die Ökologen um Ashley Ward von der University of Sydney http://www.bio.usyd.edu.au und Suzanne Currie in der Fachzeitschrift Proceedings of the Royal Society B.
Die chemische Substanz “raubt” den Fischen offensichtlich den Sinn in einem Schwarm nahe zusammenzubleiben, in dem sie individuelle Duftnoten übertünchen. Dadurch schwimmen die Fische in größeren Abständen zueinander und können so auch schneller zur Beute von Fressfeinden werden. “Der Verlust des ‘kohäsiven’ Verhaltens ist ein gewaltiger Nachteil für die Tiere, da es eine defensive Strategie gegen Feinde darstellt”, erklärt Ward.
Das erschreckende an der Untersuchung war, dass bereits geringe - bei weitem nicht letale - Dosen der chemischen Substanz für dieses Verhalten ausreichen. Das haben die Forscher in Versuchen in Aquarien nachgewiesen. Nur 0,5 Mikrogramm pro Liter Wasser haben bereits ausgereicht, um die Bildung so genannter Fischschulen bei Gestreiften Killifischen (Fundulus diaphanus diaphanus) zu verändern. Die chemische Substanz stört den Geruchssinn der Fische nicht, denn Nahrung fanden sie dennoch recht schnell. Offensichtlich veränderte die Substanz aber den Ei!
gengeruch der Tiere. Und das habe fatale Auswirkungen auf das Sozialverhalten. “Denn jeder einzelne Fisch entwickelt ein individuelles chemisches Profil”, so Ward. “Sie bevorzugen Partner, die ähnliche Gerüche aufweisen.” Die Forscher vermuten zudem, dass Fische chemische Signale über ihren sozialen Status, den Reproduktionsstatus und das genetische Make-up übertragen.
“Nonylphenole werden hauptsächlich als Kunstharze - so genannte Nonylphenol-Formaldehydharze), als Tenside in Wasch- und Putzmitteln, in der Textilindustrie als Weichmacher, in der Lederindustrie aber auch in Farben, Lacken und Pestiziden verwendet”, so der Chemieexperte Herwig Schuster von Greenpeace-Österreich http://www.greenpeace.at gegenüber pressetext. “Wir haben die Substanz auch in Babyspielzeug gefunden”, erklärt der Fachmann. “Das bekannte Hauptproblem ist die hormonelle Wirksamkeit von Nonylphenolen. Zwei Studien belegen außerdem, dass Nonylphenol im Tierversuch die Reifung von Spermien beeinträchtigt und auch die Gehirnentwicklung.” Die chemische Substanz wird auch häufig in Muttermilch und Lebensmitteln nachgewiesen und ist daher besonders problematisch.
“Nonylphenole gehören zu den so genannten POPs - das sind persistente, also langlebige organische Schadstoffe. Folglich akkumulieren sie auch in der Umwelt”, erklärt Schuster. Das Umweltbundesamt Wien http://www.umweltbundesamt.at hat schon 1998 eine Studie zu Nonylphenolen erstellt http://www.umweltbundesamt.at. “Politisch passiert ist wenig bis nichts, daher sind Nonylphenole oft auch ein Musterbeispiel für das Versagen der alten EU-Chemikalienpolitik und ein Grund, wieso es die EU-Chemikalienverordnung REACH gab”, so Schuster.
Die Wissenschaftler um Ward wissen inzwischen, dass auch andere Umweltgifte wie etwa Schwermetalle den Geruchssinn von Fischen empfindlich stören können. “In verunreinigten Gewässern können verschiedene Chemikalien wie etwa Nonyphenole oder Schwermetalle gemeinsam auftreten. Das hat fatale Auswirkungen auf die Tiere.” Dann können sie von Artgenossen nicht mehr wahrgenommen werden und selbst auch nicht mehr riechen. “Es gibt bereits seit einiger Zeit den Verdacht, dass auch nicht letale Dosen von chemischen Substanzen dramatisch auf die Fitness von aquatischen Lebewesen wirken”, meint Bob Wong, Verhaltensforscher und Ökologe der Monash University http://www.monash.edu.au in Victoria/Australien. Chemische Signale haben unter Wasser manchmal eine wesentlich größere Bedeutung als visuelle.
Quelle: pressetext.austria
Redakteur: Wolfgang Weitlaner
[Dieser Beitrag wurde am 27.10.2007 - 18:51 von lebenslust aktualisiert]
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Schnell voranschreitende Zerstörung der Meeres- und Küstenökosystemen
Nach Angaben von Wissenschaftlern werden die Ökosysteme der Meere vier bis zehn Mal schneller vernichtet als die tropischen Regenwälder
Meeresbiologen und Meereskundler warnten kürzlich auf einer vom spanischen Wissenschaftsrat Consejo Superior de Investigaciones Científicas und dem Instituto de Mediterráneo de Estudios Avanzados organisierten internationalen Konferenz in der spanischen Hauptstadt Madrid vor der Verwüstung der Meere. Da die enorme Zerstörung mit bloßen Augen kaum feststellbar sei, wird sie noch viel weniger behandelt und wahrgenommen als die Abholzung der Regenwälder. Dabei, so die Experten, würden jährlich fünf bis neun Prozent der natürlichen Lebensräume in küstennahen Gebieten zerstört.
weiter: www.heise.de
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Status: Offline Registriert seit: 19.11.2005 Beiträge: 5014 Nachricht senden | Erstellt am 21.11.2007 - 20:20 |  |
Nord- und Ostsee erwärmen sich extrem
Temperaturvergleiche seit 1861 belegen Klimawandel.
Typische Mittelmeerfische landen immer öfter in den Netzen von Ostseefischern. Forscher vom Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde (IOW) und von der Technischen Universität Dänemarks in Kopenhagen, haben deshalb Temperaturdaten aus 140 Jahren mit einander verglichen. Sie wollen feststellen warum Anchovis, Meerbarben und sogar Schwertfische immer häufiger in den nördlichen Gewässern anzutreffen sind. Die seit insgesamt 140 Jahren gemessenen Temperaturen zeigen, dass es einen Anstieg um 1,4 Grad im sommerlichen Oberflächenwasser gibt.
weiter:sonnenseite
....ein weiterer Beitrag zum selben Thema findet sich auch hier
[Dieser Beitrag wurde am 27.01.2008 - 19:48 von lebenslust aktualisiert]
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Status: Offline Registriert seit: 19.11.2005 Beiträge: 5014 Nachricht senden | Erstellt am 15.12.2007 - 19:34 |  |
Das Versauern der Korallen
Geht es mit dem CO2-Ausstoß so weiter, ist ihr Schicksal besiegelt, haben Ozeanografen des Carnegie Instituts berechnet....
weiter: Der Standard
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Klimawandel: Norddeutschland droht auf 430 Kilometern Länge in den Fluten zu versinken
Es klingt wie ein Horrorszenario, doch für viele Klimaforscher weltweit scheint festzustehen: Der Klimawandel könnte den globalen Meeresspiegel um etliche Meter ansteigen lassen. Welche Folgen ein solches 5-Meter Szenario für die Bundesrepublik hätte schildern die Bestsellerautoren Marita Vollborn und Vlad Georgescu in ihrem neuen Sachuch "Prima Klima", das jetzt im Gustav Lübbe Verlag erschienen ist. Bittere Erkenntnis: Auf einer Länge von mehr als 430 Kilometern und teilweise bis zu 70 Kilometer tief ins Landesinnere wären Städte und Dörfer von den kommenden Fluten überdeckt. Die Politik muss schon heute durch einen nachhaltigen Küstenschutz reagieren - oder den Verlust ganzer Landstriche in Kauf nehmen. Lesen Sie dazu an dieser Stelle einen exklusiven Buchauszug bei LifeGen.de.
www.lifegen.de
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Status: Offline Registriert seit: 19.11.2005 Beiträge: 5014 Nachricht senden | Erstellt am 04.05.2008 - 13:12 |  |
Geht dem Ozean die Luft aus?
+ 04.05.2008 + Sauerstoffgehalt der tropischen Ozeane nahm in den letzten 50 Jahren ab.
Meereswissenschaftler sind einer weiteren alarmierenden Veränderung auf die Spur gekommen. In einigen Regionen des Weltozeans nimmt der Sauerstoffgehalt ab, der die Lebensgrundlage für marine Organismen darstellt. Als Ursache für den Rückgang werden durch den globalen Klimawandel verursachte Umweltveränderungen angenommen. In der jetzt in dem renommierten Wissenschaftsjournal "Science" veröffentlichten Studie unter Leitung von Dr. Lothar Stramma vom Kieler Leibniz-Institut für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR) konnte mit Hilfe von Beobachtungsdaten gezeigt werden, dass der Sauerstoffgehalt der tropischen Ozeane in den letzten 50 Jahren unterhalb der durchmischten Deckschicht im Bereich 300 bis 700 m Tiefe abgenommen hat.....
weiter: Sonnenseite
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Status: Offline Registriert seit: 19.11.2005 Beiträge: 5014 Nachricht senden | Erstellt am 23.05.2008 - 22:49 |  |
Dramatische Folgen
Küstengewässer versauern durch Treibhausgase
Stärker als bisher angenommen sind die Auswirkungen von Treibhausgasen auf die Küstengewässer. Forscher befürchten schwerwiegende Folgen.
Die Ozeanversauerung durch das Treibhausgas Kohlendioxid ist zumindest vor der Westküste Nordamerikas stärker als bisher angenommen. Beim jahreszeitlich bedingten Auftrieb von Tiefenwasser in der Region dringe versauertes Wasser immer weiter in die Nähe der Küste vor, berichten Wissenschafter im Journal "Science".
Folgen für gesamte Ökosystem
Mit der Versauerung des Wassers sinkt die Verfügbarkeit von gelöstem Kalk, den zahlreiche Meeresbewohner wie Korallen oder Muscheln zum Aufbau ihrer Skelette und Schalen benötigen. Da diese die Nahrungsgrundlage für viele Fische und andere Meerestiere sind, befürchten die Wissenschaftler drastische Folgen für das gesamte Ökosystem.
Seit etwa 250 Jahren ist der Kohlendioxid-Gehalt der Atmosphäre durch den Menschen deutlich gestiegen mit der Folge der Klimaerwärmung. Abgemildert wird diese dadurch, dass ein Teil des freigesetzten Kohlendioxids von den Ozeanen quasi verschluckt wird. Seit Beginn der Industrialisierung hätten die Weltmeere rund ein Drittel der gesamten menschengemachten Kohlendioxid-Emissionen aufgenommen, berichten die Forscher um Richard Feely vom Pacific Marine Environmental Laboratory in Seattle (US-Staat Washington).
Lesen Sie hier weiter:www.oe24.at/
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