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<Leserin> unregistriert |
Im September 1815 hatte Goethe Marianne von Willemer ein Ginkgo-Blatt überreicht und dessen gefächerte Form für seine Existenz als Mensch und Dichter gedeutet: "... daß ich Eins und doppelt bin ...". Danach entwirft Goethe sein Gedicht "Gingo biloba" als Symbol von Vereinigung und Trennung. Siegfried Unseld beschreibt die Entstehungsgeschichte des "West-östlichen Divan". "Goethe und der Ginkgo erzählt, mit hinreißender Empathie, eine der schönsten komplizierten Liebesgeschichten. Eine wunderschöne, leichtfüßige Studie ..." | |||
wortundbild unregistriert |
und im Herbst sieht er dann so aus: ![]() Bild: w.b. | |||
<Annika> unregistriert |
![]() da steht ein Lindenbaum: Ich träumt in seinem Schatten so manchen süßen Traum. Ich schnitt in seine Rinde so manches liebe Wort; Es zog in Freud und Leide zu ihm mich immer fort. Auszug: Der Lindenbaum (Wilhelm Müller) Wohl kaum ein Baum ist in Geschichten, Gedichten und Sagen so oft beschrieben worden wie die Linde. Das tägliche Leben spielte | sich früher unter der Linde ab. Sie war Mittelpunkt des Dorfes und ein Ort der Geselligkeit. Die Menschen feierten und tanzten hier. Die unteren Äste der so genannten Tanzlinden wurden über Jahrhunderte waagerecht zu Astkränzen verschlungen. Darauf wurden Bretter gelegt, so dass ein Tanzsaal unter der Linde entstand. Als Dorf- und Hausbaum sollte die Linde der Gemeinde und der Familie Glück, Gesundheit und Freude bescheren. Viele alte, heute noch auf Dorfplätzen und an Kirchen stehende Linden waren Gerichtssaal und Richtstätte zugleich. Wurde das Urteil unter der süßlich duftenden Linde gesprochen, fiel es meist „gelinde" oder gemildert aus. Unter der Eiche war es „härter". Auch öffentliche Bekanntmachungen wurden immer im Schatten der Linde verlesen. Zahlreiche Ortschaften wie Lindenfels, Lindau, Lindeck oder Hohenlinde tragen die Linde in ihrem Namen. Leipzig hieß früher Lipsko, was Lindenort bedeutete. Wegen des weiches Holzes stammt der Name der Linde vermutlich von „lind" (biegsam, geschmeidig) ab. ![]() 1000jährige Linde das Wahrzeichen von St. Georgen im Attergau, die „Linde im Gries“, steht am Ufer der Dürren Ager. Die 1000jährige Linde im Gries ist einer der ältesten Bäume im Land. Um 1114 wurde sie gepflanzt, im selben Jahr als der Kirchturm erbaut wurde. Einst diente sie als Gerichtslinde. Sie ist ca. 30 m hoch und hat einen Umfang von 29 m. Der Stamm, der leider schon morsch und hohl ist wurde 1912 mit Beton vollgegossen. Die Gräfin von Kogl trug zur Rettung dieses Baum-Methusalems bei. 1947 brach im Stamm ein Feuer aus, bei dem er innen ausbrannte. Der Beton wurde vom Baumchirugen wieder entfernt und so trotzt der hohle Baum noch immer allen Stürmen und ist ein wunderschöner Zeuge aus alten Zeiten. Die Linde ist ganzjährig zu besichtigen. Quelle | |||
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© Romi