Ich hab mich grad hier angemeldet und will mich gleich mal mit einem kleinen Bericht vorstellen...
Wie viele wissen, ist Tamiyas Sherman mein erklärter Favorit unter den RC Panzermodellen.
Leider führt der „kleine“ zu Unrecht ein Schattendasein neben seinen größeren Kollegen wie Tiger und Co.
Dabei bietet der Sherman hervorragende Fahreigenschaften im Gelände und ist insgesamt ein solides Fahrzeug.
Tamiya hat beim Full Option Modell (56014) viele Fehler des Ursprungsmodells überarbeitet. Dennoch gibt es reichlich Arbeit um aus dem Bausatz ein ansprechendes Modell zu machen. Insbesondere bei den Details stimmt vieles nicht, hier sieht man dem Bausatz sein Alter von über 30 Jahren deutlich an.
Dies soll KEIN Baubericht für den ultimativen Sherman werden, dieser Baubericht erhebt auch keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Ich möchte hier Tipps, Anregungen und Verbesserungen am Modell zeigen die jeder leicht umsetzen kann und die deutlich zur Optimierung des Modells beitragen.
Ich würde mich freuen, wenn sich weitere Leute beteiligen würden, sicherlich haben viele von euch noch weitere gute Ideen zum Thema Sherman.
Dieser Baubericht wird sich je nach Baufortschritt über einige Monate hinziehen, bitte habt da für Verständnis.
Auf den eigentlichen Bau gehe ich weiter nicht ein, dafür gibt es eine Bauanleitung, die kaum Fragen offen lässt.
Beginnen möchte ich nun mit der Unterwanne, der Heckpartie, dem Lautsprecher und den Getrieben.
Die Unterwanne wird gemäß Bauanleitung montiert, alle Schrauben auf der Unterseite der Wanne habe ich gegen Sechskantschrauben ausgetauscht. Die Wanne wurde gestrahlt und anschließend mit Tamiya Metal Primer (Tamiya Artikel-Nr. 87061) grundiert. Hierbei handelt es sich um eine KLARE Grundierung, die eine gute Basis für die anschließende Lackierung darstellt.
Auf das Heck der Aluwanne wurde unsere Polystrolrückwand (Artikel-Nr. SH0023)
aufgeklebt. Dies habe ich mit 2-Komponenten Epoxidharzkleber (UHU plus sofort fest) gemacht. Sekundenkleber sind hier weniger gut geeignet. Die Verwendung der Platte hat den Vorteil, dass erstens die Bohrungen zu Aufnahme der Antenne am Heck verdeckt werden (die Antenne gehört dort NICHT hin), zweitens kann man die Bausatzteile B1, B2, B12, B14, B15 und B16 jetzt direkt mit normalem Plastikkleber auf die neue Heckwand kleben. Dies ist haltbarer als die Verklebung auf der Metallwanne. Ich habe die Rückwand zusätzlich mit etwas Struktur versehen und anschließend auch gestrahlt (daher sieht das ganze auf dem Foto auch gräulich aus).
In die Aluwanne habe ich unsere NEUE Gewichtsplatte eingebaut, hierbei handelt es sich um eine 450 g schwere Stahlplatte mit aufgeschweißten Trennblechen für Akkufach / Elektronikfach und einem Spritzschutz fürs linke Getriebe. Befestigt wird das ganze mit zwei M3 Schrauben durch die beiden vorhandenen Bohrungen in der Wanne. Diese Gewichtsplatte ist gestrahlt und wird künftig auch so geliefert.
Die Platte muss unbedingt grundiert werden, da sie sonst anfängt zu rosten.
Ich habe hierfür Tamiya Surface Primer Grau (Tamiya Artikel-Nr. 87042) benutzt.
Das zusätzliche Gewicht der Platte macht sich im Fahrbetrieb sehr gut, der Sherman bekommt mehr „Bodendruck“, die Federung arbeitet besser.
Wichtiger Hinweis:
Falls diese Platte eingebaut wird, muss dies VOR der Montage des Lautsprechers passieren.
Die Getriebe werden ganz normal eingebaut, ich habe Sechskantschrauben verwendet. Als zusätzliche Abstützung der Antriebsachsen habe ich zwei NEUE Messinglager verwendet. Diese Lager wird es ab sofort bei uns geben.
Diese Abstützungen entlasten die Antriebsachsen und stabilisieren die Getriebe enorm.
Wenn ein Sherman Metallketten bekommen soll , ist diese zusätzliche Abstützung zu empfehlen.
Die Befestigung des Lautsprechers mit doppelseitigem Klebeband in der Wanne hat mir nicht gefallen, daher habe ich diesen komplett mit der Wanne verschraubt.
Dazu muss der Lautsprecher auseinandergebaut werden, das Unterteil dann in die Wanne einsetzen und sechs Bohrungen M3,2 anbringen (anzeichnen, Lautsprecher wieder raus und dann bohren). Siehe nachfolgende Fotos.
Im Oberteil des Lautsprechergehäuses werden jetzt in vier der vorhandenen Bohrungen M3 Innengewinde geschnitten, siehe nachfolgendes Foto. Für die unteren Aufnahmen sind bereits Gewinde in den Messingstehbolzen vorhanden.
Das Innere des Lautsprechers habe ich mit etwas Dämmmaterial gefüllt, ich bilde mit ein, das dies auch was bringt.
Bevor der Lautsprecher wieder zusammengebaut wird, kann man auch gleich einen Teil des viel zu langen Kabels im Lautsprecher verschwinden lassen, es reicht aus, wenn 12 cm aus dem Gehäuse kommen.
Dort wo Gewinde geschnitten wurde bzw. der Lautsprecher neu befestigt werden soll, werden die Original Tamiya Schrauben natürlich NICHT wieder eingesetzt.
Als kleine Dämpfung des Lautsprechers zur Wanne habe ich mir kleine Gummimatten zugeschnitten, siehe Foto. Ob es was bringt bzw. ob es erforderlich ist, werde ich sehen, es schadet auf jeden Fall nicht!
Jetzt wird der Lautsprecher eingebaut und von unten mit 6 Schrauben M3 x 15mm verschraubt. Ich habe hier Sechskantschrauben verwendet.
Achtung! Die äußeren 4 Schrauben vorsichtig anziehen, da die Innengewinde direkt in Plastik geschnitten sind. Es empfiehlt sich einen winzigen Tropfen Schraubensicherung an die Schrauben zu geben. Die beiden unteren Schrauben können richtig fest angezogen werden, hier sind die Gewinde ja in den Messingstehbolzen der Lautsprecheraufnahmen.
Und so sieht das ganze dann fertig montiert aus:
Wichtiger Hinweis:
Den Lautsprecher in dieser Bauphase noch NICHT einbauen (zumindest nicht entgültig, also KEIN Schraubensicherungsmittel), da vorher noch die Stützrollen, die Spannrollen usw. eingebaut werden müssen.
Die Befestigung des Lautsprechers wie beschrieben, trägt enorm zur Versteifung der Wanne besonders im Heckbereich bei.
Die Antriebsräder habe ich gestrahlt, hier ein Foto:
Kommandant:
Die dem Bausatz beiliegende Figur ist sehr gut gelungen, hier ein Foto der bereits fertigen Figur.
So, das war’s für heute, Fortsetzung folgt.
Gruß,
Axel
SignaturIn jeder Minute, die du dich ärgerst, versäumst du 60 glückliche Sekunden.
klasse Dich auch hier begrüßen zu können , der Beitrag kommt gerade richtig, da mein Sherman FO, den ich ja von Dir bekommen hatte, noch auf seinen Baubeginn wartet. Wie ich sehe werde ich mir noch ein paar Teile aus Deinem Program gönnen müssen.
Michael:
es hat ja auch lange genug gedauert, bis ich endlich die Anmeldung hier geschafft habe.
Pershingtom:
ob Leo oder Sherman mußt du selbst entscheiden, Leo find ich technisch ziemlich gut, allerdings bietet er aber nicht so viele Umbaumöglichkeiten und Farb-bzw. Markierungsvarianten wie ein Sherman.
Nicht zuletzt gibt es da auch noch den "KLEINEN" Preisunterschied.
Viele Grüße
Axel
SignaturIn jeder Minute, die du dich ärgerst, versäumst du 60 glückliche Sekunden.
Dein Baubericht interessiert mich sehr, da ich seit Munster auch mit dem Sherman liebäugel.
Was mich aber an dem Bausatz stört, ist der fehlende Rohrrückzug .
Gruß, Stefan
SignaturMit dem Geist ist es wie mit dem Magen: Mann kann ihm nur Dinge zumuten,
die er auch verdauen kann
Panzerruepel unregistriert
Erstellt am 23.07.2006 - 20:38
Ami's sind ja eigentlich garnicht mein Ding, aber irgendwann bau ich den auch mal, den Leo hab ich ja auch gebaut obwohl ich mit BW ja auch nix am Hut habe.
Ich würde die LS Box aber komplett rausschmeissen, für meinen Bandai werd ich mal eine neue bauen, da ich mal zu DDR Zeiten als Tontechniker gearbeitet habe, reizt es mich schon lange mal eine brauchbare Bassreflexbox (ähnlich einer doppel W - Box - wenn damit einer was anfangen kann)für Panzermodelle zu bauen, da mir der "Sound" einfach zu flach ist. Den Baubericht gibt's dann natürlich
Gruss Harald
Stefan:
den fehlenden Rohrrückzug find ich nicht schlimm, man kann aber die Rückzugeinheit vom Pershing einbauen, haben schon viele Leute gemacht.
Da es im kleinen Sherman Turm aber recht eng ist, werde ich darauf verzichten.
Harald:
Ich hatte erst vor, ein Visatonsystem einzubauen, wie wir es bei unserem Bandai Lautsprecher verwenden, allerdings hat der Platz im Sherman Lautsprechergehäuse nicht gereicht und auf ein neuen Gehäuse habe ich ehrlich gesagt keine Lust.
Viele Grüße
Axel
SignaturIn jeder Minute, die du dich ärgerst, versäumst du 60 glückliche Sekunden.
Du als alter Tontechniker müsstest doch eigentlich die Marke Visaton (Lautsprechersysteme) kennen, schau doch mal bei Conrad unter Lautsprecher nach.
Übrigens der Robbe Basslautsprecher 8080 kommt ebenfalls von Visaton und macht in Verbindung mit dem Beiersound und provisorischem primitivst Resonanzkörper einen recht guten Eindruck.
Gruß Michael
Panzerruepel unregistriert
Erstellt am 24.07.2006 - 15:25
Mit Conrad hab ich aber selten was zu tun - nicht weil ich nicht kaufen würde, es ist mir nur zu weit weg zum stöbern - bin zu faul quer durch ganz Berlin zu gurken und der Katalog - naja....... ausserdem hatte ich mit Visaton nix zu schaffen, eher mit JBL, Soundcraft, E-Voice, Bose, Marshall usw........, ich kenn nur eine ehemalige Russenfirma mit diesem Namen, nur kann ich mir nicht vorstellen das Axel sowas verbaut
Gruss Harald
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