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madmike69 ...
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...   Erstellt am 16.01.2006 - 22:48Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Baubericht Tiger 213 / 502. sPzAbt – Frühjahr 1943


Moin moin,

Ich möchte hier Versuchen, für Neulinge eine nachvollziehbare Baubeschreibung
Zum Nachbauen zu erstellen.
Der Zweck ist Fehler vermeiden, praktische Lösungen anzubieten und Kosten zu sparen.

Voraussetzungen:
Tiger I R+S
Verschiedene Revell Farben und 2 Fläschchen Verdünner sowie 3 Pinsel
Dremel und verschiedene kleinere Werkzeuge sowie Lötkolben
Außerdem Kabel, Klemmen und Tamyia Stecker für Ladebuchse

Vorbild:

Bevor man loslegt sollte man etwas im I-net recherchieren, was es für Versionen und Einheiten gab, denn man sollte vor Baubeginn festlegen, was gegebenenfalls am
Modell geändert werden muß / soll. Außerdem ist es hilfreich sich für geringe Kosten
Ein oder zwei Bücher zum Thema Tiger I zu besorgen. Hab bei Amazon.de 2 Bücher für insgesamt € 24,99 gekauft. Hat mir geholfen.
Ich wollte einen hellen Panzer und eine frühe Version, da ich beim ersten Modell nicht gleich ALLES ändern wollte, wie es z.B. bei einer DAK Version der Fall gewesen wäre. Dann war noch der „Bovington“ Tiger 131 der 504. interessant für mich, aber den haben ja nun auch schon mehrere hier nachgebaut.
Also entschied ich mich für eine Russland Version der 502. aus dem Frühjahr 1943.

Technisches:

Von Vornherein stand für mich beim ersten Modell fest, dass keine größeren Investitionen vorgenommen werden sollten. Keine high end Fernsteuerung, keine Stecker für alle möglichen Kabel, keine Zinnguß Teile u.s.w.
Ich beschränkte mich daher auf die oben aufgeführten Anschaffungen, da der Panzer
Mit der original Fernsteuerung der R+S Version ganz gut fahrbar ist.

Ändern wollte ich aber auf jeden Fall die Anordnung des Ein/Aus Schalters und des
Lautstärkereglers, da es mich extrem genervt hat, den Panzer immer hochzuheben...
Der Schalter für den Rauchgenerator blieb aber an seinem Platz, da er mit der Hauptplatine fest verbunden ist und ich den Raucher sowieso fast nie benutze.
Außerdem wollte ich eine Ladebuchse im Heck einbauen, damit der Akku nicht ständig ausgebaut werden muß um ihn aufzuladen. Die Wechselmöglichkeit sollte
Aber dennoch erhalten bleiben, weshalb ich den Stecker nicht abschnitt, sondern lieber einen neuen besorgt habe.











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Gruß aus Hamburg !

madmike

madmike69 ...
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...   Erstellt am 16.01.2006 - 22:56Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 










Durchführung:

Nachdem ich die graue Katze etliche Tage so wie sie aus der Box kam durch die Wohnung gefahren habe, machte ich mich während meines Urlaubs über Weihnachten und Neujahr an´s zerlegen.

Ketten ab, dafür einen Stift vom Panzer weg nach außen treiben (kleiner Dorn)
Rollen ab, vorsichtig mit einem Schraubendreher vom Schwingarm abhebeln, nachdem die äußeren Laufrollen (nur gesteckt) abgenommen wurden.
Dann mit einer Zange vorsichtig vom Schwingarm abziehen.
Schwingarme evtl. abschrauben oder dran lassen, hängt ab von Lackierung oder evtl. weiteren Modifikationen an der Wanne.
3 Schrauben an der Wannenunterseite und die je 2 vorderen über den Ketten lösen, um die Oberwanne abzunehmen. Danach kann man die Stecker für die Verkabelung der Oberwanne und der Antenne trennen.
Nun hab ich erst mal die Wanne komplett leergeräumt und danach den Turm zerlegt.
Turm zerlegen nervt ein wenig, weil ich hier nicht alle Kabel trennen wollte und die Leuchtdioden in der Kanonenblende ebenso mies übertrieben verklebt sind wie die Scheinwerfer- LED´s ...

Nachdem alles zerlegt war begann ich alles in Sandgelb Revell Nr. 16 zu lackieren, und zwar mit einem PINSEL. Die Oberfläche sieht dann schön „rough“ aus...

Parallel dazu habe ich den Ein/Aus Schalter in den linken Auspufftopf eingepasst und den Lautstärkeregler in den Rechten. Mit Dremel und Bastelmesser ziemlich Problemlos. Ebenso den Aufladestecker an der Stelle wo der Werkzeugkoffer am Heck sitzt. Wenn man hier überhaupt etwas Aufwand sehen will, dann ist das den Werkzeugkoffer auf den Stecker anzupassen...

Ein Entstörkondensator war leider an einem Motor gebrochen und musste nachgelötet werden.
Die Getriebe wiesen kaum Spiel auf, also habe ich sie so gelassen und lediglich mit Plastikfolie als Spritzschutz etwas abgedeckt.

Anschließend zusätzliche Kabel zu den Schaltern von der Platine und der Ladebuchse zum Akku verlegt und fertig.

Der Lautsprecher sitzt leider sehr Stramm am Rauchgenerator; da hab´ ich einfach ein Küchentuch zwischen geklemmt... Kein Knarzen mehr.

Nun kamen wieder ziemlich nervige, weil brutal verklebte Sachen:
Kommandantenkuppel vom Turm und Frontpanzerung von der Oberwanne entfernen.
Hier hilft Nagellackentferner von Frauchen, Bastelmesser und viiiiieeeeeel Geduld...
Auch wurde gleich die Nahkampfluke gedreht.
Die Fahrersichtluke an der Frontpanzerung lässt sich leicht mit der kleinen Sägescheibe vom Dremel und einem Bastelmesser lösen.
Die Ausschnitte werden dann auch nicht zu groß, als dass man sie nicht wieder verwenden könnte.
Anschließend mit etwas Holz aus der Bastelkiste hinterkleben und fertig.





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madmike

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...   Erstellt am 16.01.2006 - 22:59Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


So ein Ordentlicher Arbeitsplatz -
Gruß Mike





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madmike69 ...
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...   Erstellt am 16.01.2006 - 23:14Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 










Nun gings an die Verlängerung der Kanone. Wie wir wissen ist sie beim HL Tiger an der mittleren Stelle ca. 2,5 bis 2,8 cm zu kurz. Auch hier wollte ich nicht für teures Geld (im Verhältnis zum Material und den Versandkosten) ein bei ebay erhältliches Alu-Drehteil kaufen, sondern nahm halt was grad Verfügbar war. Es musste nur einen Außendurchmesser von 14 mm haben und das war eine Spritze !

Das nächste mal gelingt mir dann auch ein saubererer Schnitt und ich hole mir aus dem Baumarkt ein Alurohr, versprochen.
Das Ganze wird dann mit 2K Kleber verklebt und hält Bombenfest.

Nun müssen am inneren Teil der Kanonenblende wo die Schussmechanik verschraubt wird noch 3 Löcher gebohrt werden, damit man die Kanone nun auch richtig herum montieren kann ( Zielfernrohr in Fahrtrichtung links, MG rechts).

Jetzt habe ich den Antennenfuß an den richtigen Platz, nämlich rechts vor dem ersten Motorlüftungsgitter angebohrt und eingeklebt, Aaaaaber dafür musste ich nun ein kleines Stück aus dem Lautsprechergehäuse schneiden, da sonst die Oberwanne mit dem Antennenfuß nicht mehr aufgeschraubt werden kann...
Macht aber nix.

Mit dem Lötzinn habe ich die Verkabelung der Frontscheinwerfer auf der Wanne sowie der Nebelwurfanlage dargestellt und die Scheinwerferschlitze mit Karton einer Weihnachtsgrußkarte erledigt. Dieser Karton hat eine schöne glatte Oberfläche.
Dazu müssen die LED´s allerdings gaaanz vorsichtig etwas weiter in den Scheinwerfer hinein gedrückt werden, nachdem man den vorderen Teil der Scheinwerfer abgehebelt hat. Mit diesem Karton habe ich dann auch die Turmhebepilze vorn am Turm dargestellt, nachdem ich sie mit Moltofil-Tapetenspachtel aus der Tube verspachtelt hatte. Ein dritter Turmhebepilz hinten am Turm in der Vertiefung oben an der „Rommelkiste“ kann leider nur angedeutet werden, da darunter die Kanonenhebemechanik sitzt, so dass die Kiste hier nicht korrekt ausgeschnitten werden kann.

Eine schöne Maserung des Holzklotzes vorn oben auf der Wanne erreicht man mit einem Zahnstocher, mit dem man dunkleres Braun auf das zuvor lackierte hellere Barun „aufkratzt“. Genauso bei den Werkzeugstielen und den Stangen zwischen den großen Abschleppseilen.
Seile und Ketten (hab mir allerdings bei ebay 20 Ersatzkettenglieder für ca. 4,- Euronen besorgt, da die Kette sowieso um ein Kettenglied wie beim Original verlängert werden sollte) wurden mit einem Mix aus Silber Anthrazit und braun gelackt. Bei den Werkzeugen nur Silber und Anthrazit. Anschließend die Werkzeuge mit der erwähnten „Zahnstochertechnik“ an den angenommenen abgenutzten Stellen bearbeitet. Die Abschleppseile analog dazu silber nachgemalt.

Die taktischen Nummern am Turm und die Balkenkreuze an der Wanne habe ich aufgemalt. Auch hier hab ich mir das Geld für Aufklebersätze aus dem Handel gespart. Ist zwar nicht ganz einfach, da man eine ruhige Hand und etwas Ruhe braucht, aber geht.
Turmnummern: erst weiße Zahlen mit feinem Pinsel, anschließend schwarz mit feinerem Pinsel.
Balkenkreuze: erst schwarze Kreuze, anschließend mit Zahnstocher weiße Einfassung.

Für´s washing habe ich um dem Panzer eine leichte (!) Alterung zu geben ganz einfach schwarze wasserlösliche „Plaka“ Farbe von Pelikan genommen und in einer Dose stark mit Wasser verdünnt und mit einem großen Pinsel aufgebracht. Das Ganze verläuft hervorragend in den Vertiefungen und gibt ein tolles Finish.
Achtet aber darauf, dass keine Lecknasen entstehen. Einfach mit Küchentuch aufsaugen.

Bevor der Panzer nun vor dem Zusammenbau mit mattem Revell Klarlack Nr. 2 gestrichen wird habe ich noch mit silber an einigen Kanten, wo die Besatzung beim Auf- und Absitzen mit ihren Stiefeln den Lack abgescheuert hat wieder mit dem Zahnstocher nachgeholfen...










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madmike

madmike69 ...
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...   Erstellt am 16.01.2006 - 23:20Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


uuuuups, fast vergessen:




und nun erstmal schlafen.



stay tuned...





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madmike

Tigerfreund ...
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...   Erstellt am 17.01.2006 - 07:30Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Sieht gut aus.

Prima Beschreibung!

Grüsse aus der Pfalz
Ralf




roedel63 ...
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...   Erstellt am 17.01.2006 - 08:00Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Hallo madmike,

sehr schön gemacht, mit Hilfe dieser Anleitung werde ich wohl auch meinen mal in Angriff nehmen.

Schöne Grüße

Dirk





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Dirk

colin241 ...
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...   Erstellt am 19.01.2006 - 07:43Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Hallo madmike69,
sehr schöne Anleitung!
Meinen !
Schön viel Arbeit, beim Tiger und beim Bericht!

mfg Oliver





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Ob´s stürmt oder schneit ob die Sonne uns lacht!...
Ich mache rechtschreibfehler weil ich Legastheniker bin!

www.colin-koenig.de

madmike69 ...
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...   Erstellt am 24.01.2006 - 16:24Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Update 24.01.2006


Die Inst. Hat am Sonntag wieder eine Extraschicht eingelegt.

Nachdem die Kanten an den angenommenen beanspruchten Stellen mit dem Zahnstocher in Dunkelgrau nachbearbeitet wurden, wurde das Fz. Abschließend mit
mattem Revell Klarlack überzogen.

Kommentar von Frauchen: „Das sieht ja aus wie 3 D – Effekt“
In der Tat erreicht man damit mehr „Tiefe“. Ich war selbst etwas überrascht von dem Ergebnis aber ich finde, dass der Panzer nun „authentisch“ ist.

Tip für alle Neulinge wie mich: Erst alle Teile lackieren, altern, Kanten nachziehen, Klarlack drüber UND ERST DANN wieder zusammenbauen ! Macht die Arbeit leichter...

Die Ketten wollen mir aber noch nicht gefallen. „Da muß ich nochma bei“, wie man hier in Hamburg sagt.

Als nächstes wird dann die Schussmechanik mit Höhenrichtanlage wieder in den Turm installiert und das komplette Fz. Wieder zusammengesetzt.

Dabei werde ich aber die Lampen noch anders anschließen, nämlich so, dass sie nicht mehr flackern, wenn man das Fz. einschaltet.

Zum Schluß folgen dann die Details wie Nebelbecher und Kommandant, der natürlich auch noch bemalt wird.















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madmike

ramon ...
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...   Erstellt am 24.01.2006 - 22:39Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Richtig guter Panzer +Arbeitsplatz.
Bei mir ist es kleiner und nicht so ordenlich wie bei dir.
mfg Ramon





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Irren ist menschlich.Aber wenn man richtig Mist
bauen will,braucht man einen Computer.

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